Beiträge von Ingo W

    Hallo Markus!


    Genau das sind die Pilze, die ganz automatisch erscheinen, wenn Strohballen sich selbst und der Witterung überlassen werden.


    Peziza vesiculosa (Blasiger Großbecherling) und Bolbitius vitellinus (Gold-Mistpilz).
    Haben da alle Hüte dieses Muster obendrauf? Falls ja, muss man eventuell nach Varietäten Ausschau halten.


    VG Ingo W


    Edit: Hut ab vor deinen Handy-Fotos! Da soll doch noch mal wer sagen, das geht nichts Gescheites.

    Mollisia olivaceocinerea Svrcek 1989
    Hellrandiges Weichbecherchen


    Das ist eine eigentlich eine nicht seltene Mollisia (Mollisia wegen lichtbrechender Vakuole in Paraphysen) auf liegendem, morschem Laub- und Nadelholz, von der relativ wenig berichtet wird.


    Makroskopisch kann man die Art wie folgt beschreiben:


    - Apos um 1mm in Dm.
    - hauptsächlich hellgrau, aber je nach Untergrund und Feuchtigkeit auch mittelgrau, seltener dunkelgrau
    - jung oft gerandet, Randwulst aber verlierend
    - Wachstum oft nicht gedrängt
    - kaum dicinoide (blumig-faltig-wellige) Verformung im Alter
    Hier mit Orbilia leucostigma (delicatula) vergesellschaftet:


    Mikroskopisch:
    - Sporen höchstens knapp über 10 lang, um 3 breit,
    - mit OCI = 2 (winzige Tropfen je Pol),
    - Paraphyseninhalt KOH-negativ,
    - Porus IKI = plus,
    - Haken = "+"



    Jan-Arne (JanMen) hatte mir den auch mal zugesendet:
    http://asco-sonneberg.de/pages…3-jam-01xs-coljj34081.php


    VG Ingo W

    Hallo Rainer!


    Würde ich auch so benennen!
    Allerdings habe ich mich noch nie intensiv mit den Flämmlingen beschäftigt.
    Ich finde, das sieht gut aus.


    Edit: übrigens finde ich deine Bilder gar nicht schlecht.
    Sonst unke ich ja öfters mal wegen irgendwelcher Farbstiche, aber bei dir passt das gut, finde ich. Da sehen sogar die Außen- und Innenbilder gleichfarbig aus. Prima!


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich finde den Artikel bis auf Winzigkeiten ok., besonders im Vergleich zu Artikeln in der Presse, die man sonst gewohnt ist.


    Das ganze ist aber m.M. nach keine Sensation. Diese "Seltenheit" ist dadurch zu begründen, dass sich scheinbar in Sachsen nur wenige oder keine Mykologen verschärft um die unterirdisch wachsenden Pilze kümmern.
    In Thüringen haben wir einen Truppenteil im Verein, der hauptsächlich auf solche Hypogäen fixiert ist; das ist Wahnsinn, was die alles bestimmen! Ich sage mit Absicht nicht: "was die angeschleppt bringen", damit mir keiner ans Bein pinkelt. Also die nehmen natürlich ihr Mikro und die Literatur mit in den Wald, und schneiden ihr Präparat von der nicht entnommenen Trüffel ab.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!

    Zitat


    tut mir Leid wegen fehlender Geruchsangaben. ...... und hab diese Pilze nur im Vorbeigehen abgelichtet.


    Das hört man nicht selten, ist aber ein Widerspruch zur späteren Einstellung in "Bestimmungshilfe". Entweder....oder!
    Und wieviel Zeit wird es wohl verbrauchen, den Pilz anzuriechen? Normalerweise kann man das mit dem geernteten Fruchtkörper im Laufen machen (nebenher bei fast allen Widrigkeiten, die auftreten können).

    Zitat


    Aber Geschmacksprobe sollte ich bei diesen Pilzen wohl besser nicht machen.


    Genau, Gattung Knollenblätterpilze sollte man geschmacklich eher nicht testen, bringt auch nichts.


    VG Ingo W

    Hallo Birgit!

    Zitat


    ...teils nach Vorbehandlung (Silieren, Wässern....), nur fehlt uns im Gegensatz zu den Osteuropäern das Wissen, wie man das genau anstellen muss.


    Naja, also Silieren und Wässern können die Deutschen schon auch, so schlimm ist das mit dem Wissen nicht. Ansonsten kann man ja fragen, ist ja nicht so, dass es keine Osteuropäer im Staate oder Forum gibt.
    Ist halt hierzulande eher unüblich.
    Ich habe das mit dem Wässern mit dem sehr scharfen Rotbraunen Milchling (Lactarius fulvus) gemacht, das ist schon durchaus eine Möglichkeit zur Genießbarmachung.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Stimmt schon, sind beides Knollenblätterpilze.
    Der erste kann die weiße Form des Gelben Knollenblätterpilzes (Amanita citrina fm. alba) sein, da müsste man mal besser auf die Knolle und den Geruch achtgeben (solltest dir sowieso langsam angewöhnen auf den Geruch zu achten; wenn ich recht hätte, wäre Geruch nach Kartoffelkeime, grüne Kartoffeln, Kartoffelkeller). Riecht er anders, wird er auch eine ordentliche abstehende Volva haben.


    Der 2. sollte ein Perlpilz (Amanita rubescens) sein, hier mal besser auf den Stielring und seine Riefung achtgeben.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!

    Zitat


    ....Lacktrichterling....(vielleicht noch der bicolor?)


    Bei dem würdest du so getrocknet wohl nichts blassviolettes mehr sehen.
    Das ist schon der Violette Lacktrichterling (Laccaria amethystina).


    VG Ingo W

    Hallo Silvio!


    Sicher, dass das ´ne Birke war beim Nachbarn? Wahrscheinlich schon, oder?
    Naja, den hättest du mir auch als "normalen" Dunklen Hallimasch (Arm. ostoyae) verkaufen können.
    Der wächst allerdings an Nadelholz.


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!


    Also, was ich aus deinen Mikros schlussfolgere:
    Der Inhalt der Paraphysen (das sind die fädigen Elemente zwischen den Asci) färben mit Lugol nicht rotbraun, sondern normal gelbbraun wie alles andere auch.


    Wie nun der Inhalt in den Paraphysen aussieht (normalerweise eine zylindrische Vakuole bei Bisporella citrina)) kann ich auf deinen Bildern nicht erkennen.
    Auch nicht sicher erkennbar ist der Porus-Typ (siehe Link in Beitrag 2).
    Ich vermute zwar, dass der nicht vom Hymenoscyphus-Typ ist (6-letztes Bild, aber das lässt sich nicht wirklich auf deinen Bildern erkennen.


    Gefühlsmäßig spricht momentan alles für Bisporella citrina (die ist frischwachsend auch gestielt), aber einen Arm würde ich mir nicht abhacken lassen für die Bestimmung, und gefühlsmäßig bestimmt man natürlich auch keine Pilze.
    Warum sieht man denn das alles so schlecht bei dir? Muss da was besser eingestellt werden?
    Was hast du denn für ein Mikroskop?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Liegen denn die Sporen von mehreren der Becher (alt und jung) immer so dazwischen?


    Ich teste immer mehrere Apos, und natürlich alt und jung.
    Eine eventuelle Unreife ist auch kein Thema, da sie unterm Mikro abgeschossen haben und teilweise fand ich auch schon keimende, also altreife, was dann die Obergrenze der Größe zeigt.


    Zitat


    Ich hätte da an zwei verschiedene Arten gedacht.


    Du hast das alles ja auch nicht unter der Stereolupe sehen können, wo man die Entwicklung und die Umfärbung sehen konnte.


    Aber irgendwie muss ich ja auch die Quote vollbekommen, denn ich meine ja immer, dass mindestens 10% der Becherfunde nicht bestimmbar sind und ungefähr 20% keinen offiziellen Namen bekommen können.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ein weiterer Besiedler bekommt leider keinen Namen.

    Gehört in den Komplex um Calycellina trabinella (Morschholz-Kurzhaarbecherchen).
    Da gibt ´s eigentlich schon 3 makroskopisch identische mit verschiedenen Sporengrößen:
    Calycellina guttulifera mit sehr kleinen (4-6 x 2,3-2,6),
    Calycellina trabinella mit "normalgroßen" (8-12 x 3-4),
    Calycellina subtrabinella mit sehr großen (12-18 x 3,5-5)


    Der hier steht zwischen dem ersten und zweiten mit einer Sporengröße von 6,5-9,5 x 3-4 (Sporen abgeschossen, z.T. keimend)
    Naja, wenigsten gehören die Ockerfarbenen (älter) und Weißen (jung) zusammen.


    VG Ingo W

    Hallo Lia!


    Schade, dass du keine übereinanderwachsenden Hüte hattest, damit du ihm das weiße Sporenpulver hättest zeigen können.
    Ich hätte ihm wahrscheinlich gesagt, dass es so langstielige, papillierthütige und nach Blausäure riechende Basidiocarpe bei Entoloma nicht gibt.
    So, wie ich ihn einschätze nach deinem Bericht, hätte er nur Bahnhof verstanden, gerochen hätte er außerdem nichts, und hätte sich getrollt.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Genau das, was Tanja geschrieben hat, wollte ich auch gerade rauslassen.
    Also ich denke, die Kinder haben es ordentlich stäuben lassen. Dieses verstärkte Einatmen der Sporen kann schon solche allergischen Reaktionen im menschlichen Körper auslösen, zumindest habe ich solche Warnungen schon gelesen.


    So, und naja, ich kann mich reinversetzen. Dem einen geht es nicht gut mit Kratzen im Hals, und die anderen hören (sicherheitshalber) dann ganz tief in sich rein, ob denn da nicht auch sowas ist.
    Und bevor man da die ärztliche Unterstützung ausschlägt, geht man doch mal fix mit ins Krankenhaus, sonst meckert Mutti womöglich.


    Also ich kann mich da reindenken.
    Ist halt alles wieder etwas aufgepauscht.
    Genial finde ich ja den Satz: –žMehrere Schüler meldeten sich mit Reaktionen–œ.
    Nicht etwa mit gleichen Reaktionen (Tränende Augen, Kratzen im Hals).


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Das Problem dabei ist, dass viele winzige oder mittelgroße Tropfen geschädigt zusammenlaufen können, so dass dann große Tropfen entstehen.
    Hym. macroguttatus, bestimmt auch einige andere, haben aber auch vital schon große Tropfen. Insofern würde ich also große Tropfen jetzt nicht als Abgrenzungsmerkmal sehen; aber mit anderen Eigenschaften ist das schon ein Indiz, denke ich.


    Hallo Stefan!

    Zitat


    ja wurden sie (Paraphysen mit Inhalt braun)


    Hast aber schon noch mein Paraphysenbild im Kopf? Der Paraphysen-Inhalt sollte für Hymenoscyphus mit Lugol deutlich anders braun reagiert haben (meist rotbraun) als andere mit Lugol nur angefärbte Strukturen.
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=37727&position=4
    Ich kann sowas nicht wirklich auf deinen Bildern feststellen. Ist das auf deinen Aufnahmen eigentlich schon Ölimmersion? Ich finde das alles recht undeutlich.


    Zitat


    Ich will dir nicht widersprechen.


    Frag nur, wenn was unklar ist. Ohne Widerspruch kommt oft nix raus.


    VG Ingo W

    Hallo Stefan!


    Also momentan vermute ich beinahe nach Lugol-Bild 2 und 4, dass es kein Hymenoscyphus ist, sondern der großsporige Bruder der Bisporella citrina.
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=19551&position=2
    Was ist eigentlich anders an diesem Fund hier als bei deiner schon bestimmten Bisporella citrina?
    Die Art kann jung durchaus auch deutlich gestielt sein:
    http://asco-sonneberg.de/pages…rina-081216-01xs19531.php


    VG Ingo W

    Halo Enno!

    Zitat


    >>HIER<< Sind auch weiße Exemplare dabei. Eventuell ausgeblasst?


    Komisch!
    Und bei deinen, da waren nur die Lamellenschneiden orange?
    Und Fichten waren aber schon auch da, und er ist dann auf deren Streu gewachsen?


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich glaube nicht, dass das Vorkommen des Schopftintlings was mit Autos oder Hünden oder deren Kot zu tun hat.
    Eigentlich kommen die Pilze immer dort vor, wo Menschen han(d)tiert haben, sehr gerne, wo vor ca. 1-2 Jahren Erde bewegt worden ist, und zwar meist in dem Sinn, dass auf nährstoffreicheren/bewachsenen Stellen Boden aufgeschüttet wurde.


    VG Ingo