Beiträge von Beorn

    Moin!


    Ich denke, aber, Emil meint schon Weichporlinge = Hapalopilus nidulans / rutilans & Hapalopilus croceus, ist aber mit den lateinischen Namen durcheinandergekommen.
    Leuchtenden Weichporling (Pycnoporellus fulgens) gibt es freilich auch noch.
    Sieht nach meiner Erfahrung aber alles anders aus. Schwer zu beschreiben und leichter, wenn man es in der Hand hat, aber das Aussehen der Poren und auch die Farbverläufe passen hier nicht zu Hapalopilus (und zu Pycnoporellus gar nicht).



    LG, pablo.

    Hallo, Tom!


    Das hat nichts mit gut oder schlecht zu tun. Einen Pilz, den man kennt und schon mehrfach gefunden hat, erkennt man eben leichter, als wenn es ein Erstfund ist. Und weil eben verschiedene Leute verschiedene Pilze kennen, gibt's so Internetforen, da kann man gegenseitig von der Funderfahrung profitieren.


    Das mit den Stielen ist übrigens tatsächlich eine Alterserscheinung. Exemplare, die schon am Vergehen sind (fließen manchmal fast wie Tintlinge auseinander), habe ich auch schon mit ockerbraunen Hüten gefunden. Und braunen Stielen eben.


    Dazu kann man auch eine kleine Formel aufstellen:
    Die Variationsbreite jeder Pilzart ist immer größer (nie gleich) als im Netz abgebildet.
    Je seltener (und seltener abgebildet) eine Art ist, desto größer die Differenz. In Fällen, wo es zu einer Art im Netz weltweit 0 bis 3 sichere Bilder gibt, muss man sogar davon ausgehen, daß eine Bestimmung nach Bild irreführend sein kann, weil eventuell das ideale Aussehen der Art gar nicht abgebildet ist.



    LG, pablo.

    Hallo, Ralf & Ulla!


    Ja, bin ich auch für ins Mikro quetschen! :thumbup:
    Irgendwas schimmert da doch durch? Etwas Rotes... Die Glodernde Lut vielleicht? Oder doch eher die Farbe, die das später annimmt, wenn es bei Sporenreife aufplatzt?
    Anlässlich des letzten Fundes von mir habe ich mal wieder etwas rumgeguckt und bin dabei auch über so ein Bild gestolpert: >Metatrichia vesparium<.
    Aber die Form passt ja auch nicht wirklich. Zu arg zusammenfließend, die einzelnen Knubbelchen und dabei auch eben scheinbar stiellos.
    Aber vielleicht was aus der Verwandschaft?
    Zweifel.
    Also reingucken. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo in die Runde!


    Oho, was da noch so alles zusammengekommen ist. 8|
    Gut, also, ob Rostpilze und Mehltaue jemals meine Welt werden, das weiß ich noch nicht.
    Aber ich find's in jedem Fall beeindruckend, wenn sich jemand so intensiv und eben auch professionell damit auseinandersetzt.
    Die Arbeit, die da dahintersteckt ist ja wirklich enorm. Nochmals ein Daumendrücken für den erhofften Erfolg. :thumbup:


    Und Stefan: Du magst es vielleicht nicht glauben, aber gelegentlich bleibe ich um die Zeit auch einfach alleine im Wald stehen, nur zum Zuhören. ;)


    Und komme nun noch ins Grübeln, weil:

    Zitat


    Das hier ist Hainbuche (Carpinus betulus).


    wäre ich geneigt ein gerüttelt Maß an Chips auf die Amerikanische Roteiche (Quercus rubra) zu setzen.:)


    Weil das dachte ich erst auch, aber die Rinde kenne ich von Quercus rubra schon noch anders. Hatte dann auch Jule gefragt, die auch als erstes an Hainbuche dachte. Womit ich dann zufrieden war.
    Aber bevor ich nun dagegen setze, will ich erstmal noch in den Wald und mir ein gerüttet Maß an Roteichen- und Hainbuchenstämmen anschauen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Wunderbar.
    Danke für den Bergmolch. Die letzten Bermolche habe ich nämlich in meiner Kindheit am Schluchsee gesehen. :)


    Übrigens Teuerling...
    Ich sehe Cyathus striatus, den Gestreiften Teuerling. ;)


    Schleimis habe ich zumindest leider nicht mitgenommen, Ulla.
    Eigentlich wollte ich ja gar nichts mitnehmen, aber Dachpilz hatte sich doch irgendwie ins Körbchen verirrt.


    LG, Pablo.

    Hallo, Offenbecher - Gucker!


    Zitat


    Pablos Idee vom ausgewachsenen Wasser-Kreisling glaube ich nicht recht. Ich spekuliere mal auf Hymenoscyphus vernus (Frühes Stielbecherchen).


    Darf der auch auf im Wasser schwimmenden Zweigen wachsen, Ingo?
    Dann müsste ich das wohl korrigieren. Die Stiele sind schon sehr kurz, das ist wohl war...
    Edit: Frage hat mir Asco - Sonneberg gerade ei Eigenrecherche beantwortet. Passt jedenfalls besser. :thumbup:


    Zitat


    Schön, kann ich also auch mal dorthin verlinken:
    http://www.pilzforum.at/showthread.php?tid=1363&page=3


    Das passt jedenfalls optisch schon wunderbar. :thumbup:
    Irgendwann habt ihr mich so weit (Anna und Du), daß ich mich da auch noch anmelden muss. :)



    LG, Pablo.

    Ahoi, Pilztanzverein!


    Ich darf ja gar nichts sagen, also...
    Schön war's mit euch. :thumbup:
    Ein Hoch und Hurra wieder einmal auch auf "Pilzauge" für die Gastfreundschaft und Bewirtung!


    Und ich bin ja so froh, daß du den Springschwanz abgelichtet hast, Peter!
    Deinen Ast habe ich nämlich heimlich untersucht, hielt die Pilze für unreife Mollisien und war mehr von dem kleinen, bunten Krabbeltier fasziniert.


    Aber wo ist der Molch? 8|
    Oder war der Sumpf und Striptease schon schlüpfrig genug?


    Übrigens haben wir anscheinend die selben Sumpfhaubenkollektionen abgelichtet:



    ...und auch ich habe kein Bild von Tuppie knietief im Matsch! ;(
    Dafür habe ich den (Hoch-)Wasserkreisling (Cudoniella clavus) noch in ausgewachsen:


    Oder auch nicht: >Vergleichsbilder und Fundbeschreibungen< passen nach Ingos Tip tatsächlich besser zum Frühen Stielbecherchen (Hymenoscyphus cf vernus).


    Aber warum hast du mir deinen Pilz Nummer 6 vorenthalten?
    Den hätte ich untersuchen wollen, könnte ja Lachnella alboviolascens sein. Ich mag Cyphelloide Pilze.


    Auch die Tiegelteuerlinge sind mir entgangen, schade.


    Nur mit dem Ackerling, da bist du falsch abgebogen, Peter.
    Von der Art hat mir jemand noch ein anderes Exemplar in den Korb gelegt:

    Ist natürlich ein Rehbrauner Dachpilz (Pluteus cervinus). Mit ohne jede Schnalle in Huthaut und Lamellentrama...

    und ganz normalen, sektionstypischen Hakenzystiden:

    Dein Pilz Nummer 8 ist wohl eben so einer, Peter. ;)


    Zu den Schleimis kann ich noch was nachtragen. Deine roten auf Bild 2 sollten die Gleichen sein wie das hier:


    Makroskopisch = Wespennestschleimi (Metatrichia cf vesparium), auch wenn es da natürlich ähnliche Arten gibt.


    Dein Gestiefelter Gelber auf Bild 5 sollte identisch sein mit dem hier:


    Also Wuschelköpfiger Schleimpilz (Hemitrichia calyculata).


    Ja, und während alle die Scheibenlorcheln bewundert haben, sind meine Bilder von den Fichtenzapfenrüblingen (Strobilurus esculentus) weniger katastrophal geworden, als ich befürchtet hatte:


    Immerhin hat sich auch ein absolut extravaganter Fund gezeigt, eine absolute Rarität:

    Falls sich jetzt jemand fragt, was das soll, einen banalen Eichenwirrling (Daedalea quercina) als Rarität und außergewöhnlichen Fund zu verkaufen - der wächst zu 99,9% tatsächlich an Eichenarten.



    Das hier ist Hainbuche (Carpinus betulus).



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf & Björn!


    Da bin ich jedenfalls mal gespannt, was rauskommt.
    Weil meine Phantasie kann mir da auch einen Streich spielen, aber da sehe ich kleine, recht ebenmäßig geformte Becherchen mit Randhaaren. Und dann solche, die im Fokus stehen, größer, unregelmäßig geformt, bei denen sich die Haare (oder vielleicht nur Reif) übers ganze Hymenium zu ziehen scheinen?
    Sind's vielleicht am Ende zwei Pilze?
    Dann könntest du bei dem größeren, unregelmäßigen vielleicht eine kleine Überraschung erleben, Ralf. Weil da keine Asci zu sehen sind, sondern Basidien.
    Ist aber wie gesagt nur so eine Phantasie...



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Also mit etwas frischerem Kopf sehe ich auf dem letzten Bild Violettschwarzes oder schwarzbraunes Sporenpulver.
    Was natürlich für mich doof wäre, weil das kann weder Pholiota noch Hypholoma. Stropharia kann das aber sehr wohl.
    In dem Fall ist die Auswahl ja nicht allzu groß und >Stropharia hornemannii< (Üppiger Träuschling) kommt optisch schon relativ nahe. Und da der a auch auf dickem Holz wachsen kann......
    Das immerhin macht Stropharia aurantiaca (Orangeroter Träuschling) ja eigentlich nicht, der vielleicht optisch auch hinkäme.


    Schön wär's hier aber wirklich, mal die echte Sporenpulverfarbe zu sehen und die Oberseite des "Stielrings" (häutig? faserig? gerieft?).


    Wegen der Flämmlingssache:
    Klar, da gibt's auch noch ein paar, wie zB Tannen - Flämmling (Gymnopilus sapineus) oder - noch besser: >Fastberingter Flämmling (Gymnopilus hybridus)<.
    Ein Flämmling kann es nicht sein, der hat ja gelbliche Lamellen und viel helleres Sporenpulver.


    :/



    LG, Pablo.

    Hallo, Jonas!


    Eben nachgelesen:


    Sowohl Stropharia hornemannii als auch S. squamosa können beide auf morschem Holz wachsen.


    Du hast recht. Allerdings kenne ich hornemannii nicht aus eigenen Funden, aber S. squamosa kann man ausschließen, der sieht völlig anders aus. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo!



    Trotzdem kommt mir der Stiel sehr schuppig, die Lamellen etwas hell und der Hut ziemlich "schmucklos" vor.


    + das Wachstum direkt an einem Holzstamm.
    Darum ist es auch ein Schüppling (Pholiota) oder ein Schwefelkopf (Hypholoma). Der sehr wandelbare Ziegelrote (H. lateritium) könnte schon mal so aussehen, auch mit der Pseudoringzone).


    Wenn ich dem mal einen Arbeitsnamen geben müsste (was ich ohne Kenntnis des Substrats nicht täte), wäre das wahrscheinlich Pholiota mixta oder Pholiota spumosa.



    LG, Pablo.

    Hallo, Alex!


    Ja, das wurde schon mal kontrovers diskutiert. Meine persönliche Einschätzung meint, daß man nicht in Panik verfallen muss, weil irgendwo ein Gerücht auftaucht. Das kann auf einem Mißverständnis beruhen. Muss aber nicht.
    So hat man auch Kahlen Krempling und Grünling lange guten Gewissens verzehrt, bis sich irgendwann die Giftigkeit herausstellte.
    Das kann hier aber auch ganz anders sein. Wie du schreibst: Es ist in so einem Fall sehr schwer nachzuvollziehen, wie viel wirklich hinter so einem Gerücht steckt.


    Andererseits würde ich ebenfalls den Artikel von Andreas Kunze et al. für durchaus seriös halten und definitiv für seriöser, als eine möglicherweise mißverstandene Überlieferung aus dem Hörensagen. ;)


    PS.:
    Betreff ist aktualisiert.



    LG, Pablo.

    Hallo, Enrico!


    Nö, die sind schon voll ausgewachsen. Die Richtung sollte auch stimmen, allerdings wäre deine Vergleichsart Cudoniella acicularis. ;)
    Dazu müsstest du aber die Angabe zur Gesamthöhe nochmal überprüfen. 2 Zentimeter ist zu viel. Und wenn der Hut maximal 3 MIllimeter breit ist (kommt hin für C. aciculare), dann ist das Stiel - Hut - verhältnis auf deinen Bildern kaum mit der Längenangabe in einklang zu bringen.
    PS.: Cudoniella acicularis ist kein Ständerpilz, sondern ein Ascomycet und gehört zu den Helotiales, wenn ich mich nicht irre. Wenn du die Pilze der Schweiz hast, da ist er drin.


    Kurzer Nachtrag noch:
    Ja, bei Marasmius können die Lamellen auch mal kaum ausgeprägt sein, aber da gibt es auch Arten, wo sie auch im Alter kaum mehr als einige aderige Verästelungen bilden. Das selbe kommt auch vor zB bei Delicatula integrella, teils bei Gymnopus (Vgl. zB. Gymnopus foetidus) und ich glaube auch bei Hemimycena. Dann gibt es natürlich auch noch Arten und Gattungen in der Ordnung der "Echten Blätterpilze", die ohnehin mit Lamellenpilzen gar nichts gemein haben. So zB Stielboviste und Teuerlinge. Oder cyphelloide Pilze wie Mehlscheibchen, Haarschüsselrasen oder Schüsselschwindlinge.



    LG, Pablo.

    N'Abend!


    Ja, den muss immer jemand rausjagen. Wir brauchen einen professionellen Kammerjäger. Sonderbar immerhin, daß ich das Problem nur habe, wenn ich nicht angemeldet bin. Bin ich drin, sehe ich alles.


    Glückwunsch zum Stammtisch - Beitrag #12000, Tuppie!
    Bis morgen!
    und an alle Anderen


    Liebe Grüße,
    Pablo.

    Hallo, Enrico!


    Das ist natürlich so eine Frage, die sich nicht mal eben in einem Satz beantworten lässt. Zunächst mal müsste man klären, was man wissenschaftlich unter einem Embryo versteht, bzw. ab wann ein sich entwickelnder Fruchtkörper aus diesem Stadium hinaus ist. Die meisten Arten legen ihre Fruchtkörper ja als Primordien an, bei denen noch keine komplizierten Strukturen gebildet sind. Lediglich Anlagen sind vorhanden, die aber nicht unbedingt so aussehen müssen, wie die entsprechende Struktur am fertigen Fruchtkörper.
    Mit den Lamellen ist es denke ich recht unterschiedlich. Einige Arten haben dazu schon erkennbare Anlagen, sobald sie nur ihre Köpfchen aus der Erde drücken. Gestern habe ich mich versehentlich in ein Grüppchen Haustintlinge gekniet, die eben erst ihre knapp 3 mm großen Köpfchen durch das Ozonium gedrückt hatten. In diesen Minipilzen war dann auch schon alles vorhanden: Stiel, Hut mit weißlichen Glimmerflöckchen, Lamellen (weiß natürlich)...
    Wenn du dir jetzt aber junge Fruchtkörper von zB Panellus stipticus (Herber Zwergknäueling) anschaust, da findest du keine Lamelle. Die werden erst später ausdifferenziert.
    Bei den "Echten Lamellenpilzen" (= Agaricales) ist das aber wohl eher die Ausnahme. Wenn man zB kleine Knöpfchen von Wulstlingen (Amanita) oder Champignons (Agaricus) oder Schleierlingen (Cortinarius) durchschneidet, sind die Lamellen immer erkennbar. Wenn auch vielleicht nicht in der späteren Form und vor allem nicht in der späteren Farbe.
    Denn diese jungen Lamellen haben noch kaum Basidien und erst recht keine Sporen gebildet.
    Das geht auch in anderen Ordnungen, bei Täublingen (=Russulales) hast du auch schon sehr früh sichtbare Lamellen. Ebenso bei Röhrlingen (=Boletales), aber eben nicht immer. Bei Steinpilzen zB sind im Jungstadium die Röhren so kurz, daß sie mit blosem Auge kaum zu erkennen sind.
    Bei Porlingen kann es durchaus etwas dauern, bis die Fruchtschicht ausgebildet wird. Das gilt dann auch für "Porlinge" mit Lamellen: Gerade bei Knäuelingsartigen (Lentinus, Lentinellus, Panus,...) sieht man oft im Jungstadium noch nichts.
    Ebenso ist es bei den meisten Leistlingen (Cantharellales). Auch da werden die Leisten recht spät ausgebildet.


    Soviel mal in ganz knapper Kürze.



    LG, Pablo.

    Hallo, Waldbummler!


    Ja, was ganz Anderes.
    Die beiden Pilze sind Ständerpilze, haben also mit Schleimpilzen nichts zu tun. Der flächige rechts unten sollte der Ablösende Rindenpilz (Cylindrobasidium evolvens) sein. Dieser dient dem größeren, lappigen Gebilde als Wirt, und der Parasit heißt >Tremella mesenterica<. Der ist jetzt so orange statt gelb, weil eingetrocknet.
    Wenn der Rindenpilz allerdings nicht C. evolvens ist, sondern beim Kratzen rot wird, müsste er auf den Namen Stereum rugosum hören und der Parasit wäre dann >Tremella aurantia<. Aber da glaube ich eigentlich nicht dran. ;)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Hier mal noch die Albinoform von L. cyaneobasileucum:

    Gefunden am 13.10. 2013 im Pfälzerwald auf Sandsteinboden, eher trockener Standort am Bergrücken auf ca 400m üNN.
    Die starke Blaufärbung schon außen an der Stielbasis und die wolligen Stielschuppen wären hier zur Unterscheidung von L. holopus zu beachten.



    LG, Pablo.