3. Artenliste mit Kurzdiagnose:
- Boletus adalgisae Marsico & Musemeci
--> mediterrane Art; rotporig, ohne Stielnetz; blauend an Hut, Poren Stiel und Schnitt
optisch wie ein wenig farbfreudiger Boletus queletii; Hut im Alter oft mit extrem aufgebogenem Hutrand, Amylonreaktion negativ
= Aufschirmender Hexenröhrling
- Boletus adonis Pöder & Ladurner
--> mediterrane Art; gelbporig, ohne Stielnetz; blaut überall;
lebhaft rot, rosarot oder orangerot gefärbter Hut; Amylonreaktion positiv
= Adonis –“ Röhrling, Schöner Röhrling
- Boletus aereus Bull.
>Portrait<
--> Poren weiß bis gelb; Stiel genetzt; Hutoberfläche feinfilzig bis samtig, oft bereift; Hut mit dunklen Farben (dunkelbraun, schwarzbraun, dunkeloliv, olivschwarz), gerne irgendwie gescheckt wirkend; Fleisch sehr fest und kompakt, schwerer als bei B. reticulatus; ohne Verfärbungen; kalkgebunden, bei Laubbäumen, wärmeliebend
= Schwarzhütiger Steinpilz, Bronzeröhrling
- Boletus appendiculatus Schaeff. (= Butyriboletus appendiculatus (Schaeff.) D. Arora & J.L. Frank)
--> gelbporig, mit Stielnetz; Schwache Blaufärbung der Poren / Röhren und des Fleisches im Schnitt, seltener völlig unveränderlich, Fleisch gelblich, besonders im Hutbereich, in der Stielrinde auch rosabraun getönt; Hut meist eher dunkel toniert: braun, hellbraun, gelblich selten mit Rosatönen, Hutoberfläche jung deutlich filzig; Stiel überwiegend gelb, teils rosa oder rosabraune Flecken im Bereich der Stielbasis; Laub- und Laubmischwälder, wärmeliebend, bevorzugt auf Kalk
= Anhängselröhrling
- Boletus badius Fr. (= Xerocomus badius)
>Portrait<
--> gelbporig, ohne Stielnetz; omnipräsentes Chamäleon mit sehr wandelbarem Erscheinungsbild;
Stielrinde längsfaserig, alt strohig; blaut nur an Poren, Röhren und im Schnitt (kann auch fehlen); Laub- Misch- und Nadelwälder; auf sauren Böden, seltener auf schwach übersäuerten Kalkböden
= Maronenröhrling
- Boletus calopus Pers. (= Boletus pachypus Fr.)
>Portrait<
--> gelbporig, mit Stielnetz; Hutoberfläche auf Druck unveränderlich, ansonsten stark bis schwach blauend; bitterer Geschmack; Hut ohne rote oder rosa Farben; Stiel mit roten Farben, die aber im Alter auch verschwinden können; Amylonreaktion positiv
= Schönfußröhrling
- Boletus comptus Simonini
--> mediterrane Art bei Eichen; Poren rot (aber mehr blass orangerot, orangegelb, rostrot), Stiel mit inkonstant entwickelter Netzzeichnung: teils fein an der Stielspitze, teils fehlend; Stielbasis oft spindelig / wurzelnd; überall blauend; Huthaut glatt; Amylonreaktion positiv
= Täuschender Hexenröhrling
- Boletus depilatus Redeuilh (= Hemileccinum depilatum (Redeuilh) Sutara = Xerocomus depilatus (Redeuilh) Manfr. Binder & Besl)
>Portrait<
--> gelbporig, ohne Stielnetz; ohne jede Blaufärbung; Fleisch in Hut und oberer Stielhälfte blass gelblich; Geruch zumindest in Stielbasis chemisch (Iod, Desinfektionsmittel), Hutoberfläche grubig –“ dellig; kalkgebunden, Laubwälder, wärmeliebend
= Gefleckthütiger Röhrling, Gehämmerter Röhrling, Verdallerter Röhrling
- Boletus dupainii Boud.
--> rotporig, Stiel ohne Netz; Hut & Stiel mit lebhaften Rottönen; Hutoberfläche glatt, bei Näss glänzig bis fast schleimig; überall stark blauend; Hyphen der Stielbasis inamyloid; Stiel mit feinen, roten Flöckchen auf gelbem bis rotem Grund; Gesamteindruck bei Anblick von oben: Roter Apfel
= Blutroter Hexenröhrling
- Boletus edulis Bull. (= Boletus personii Bon = Boletus edulis f. citrinus Hlavacek = Boletus citrinus A. Venturi = Boletus venturii Bon = Boletus reticulatus var. citrinus Hlavacek = Boletus edulis f. albus (Pers.) J.A. Munoz = Boletus betulicola (Vassilkov) Pilat & Dermek = Boletus edulis var. betulicola Vassilkov = Boletus clavipes (Peck) Pilat & Dermek = Boletus edulis var. clavipes Peck = Boletus edulis var. arenarius H. Engel, Krieglst. & Dermek = Boletus solidus Sowerby)
>Portrait<
--> Poren weiß bis olivgelb, Stiel mit Netz (bisweilen kaum ausgeprägt); extrem plastische Art, Hut mit breitem Farbspektrum, äußerster Hutrand oft weißlich, Hutoberfläche glatt, feucht glänzend bis schmierig; Fleisch weiß, gelegentlich mit gelblichen Flecken in Stielrinde und Stielbasis, unveränderlich, unter der Huthaut meist rosa; in diversen Waldtypen (Laub- und Nadelbäume) auf sauren Böden oder oberflächlich angesäuerten Kalkböden
= Gemeiner Steinpilz, Herrenpilz, Fichtensteinpilz
- Boletus erythropus Persoon (= Boletus erythropus Fries = Boletus luridiformis Rostk. = Boletus luridiformis var. discolor (Quel.) Krieglst. = Boletus discolor (Quel.) Boud. = Boletus luridiformis var. junquilleus (Quel.) Krieglst. = Boletus erythropus subsp. discolor (Quel.) Dermek, Kuthan & Singer = Boletus erythropus var. junquilleus (Quel.) Bon = Boletus junquilleus (Quel.) Boud. = Boletus immutatus (Pegler & A.E. Hills) Pegler & Watling = Boletus luridiformis var. immutatus Pegler & A.E. Hills)
>Portrait<
--> Poren rot, Stiel ungenetzt; in Farben und Form extrem variabel; überall stark blauend; Fleisch sehr fest und kompakt, normalerweise vor allem im Hut leuchtend gelb; Amylonreaktion negativ; auf sauren Böden, seltener auf angesäuerten Kalkböden
= Flockenstieliger Hexenröhrling, Flocki, Schusterpilz, Zigeuner
- Boletus fechtneri Velen. (= Butyriboletus fechtneri (Velen.) D. Arora & J.L. Frank)
>Portrait<
--> gelbporig, Stiel mit Netz; Hut in hellen Farben ohne Rosatöne; Poren / Röhren und Stieloberfläche auf Druck blauend; im Schnitt vorwiegend im Hutbereich blauend, im Stiel oft mit rosa Farben; kalkgebunden, thermophile Laubwälder; Amylonreaktion negativ; Geschmack mild
= Silberröhrling, Sommerröhrling
- Boletus flavosanguineus Lavorato & Simonini
--> mediterrane Art; gelbporig, Stiel im oberen Teil fein genetzt (teils nur Stielspitze); eher klein & schlank, optisch ungefähr wie ein gelblicher Boletus pulverulentus mit Netzzeichnung; also überall stark blauend; Amylonreaktion positiv; Bei Laubbäumen und Kiefern; Stieloberfläche steril (also ohne basidienartige Elemente)
= Gelbbunter Röhrling
- Boletus fragrans Vittad.
--> gelbporig, ohne Stielnetz; optisch wie eine der stämmigen Formen von Boletus badius, aber mit auf Druck +/- blauendem Stiel, stärker blauendem Fleisch und Poren, weniger längsfaseriger Stieloberfläche (mehr beflockt, bereift & oft mit rötlichen Farben), meist unregelmäßig wellig –“ flatterigem Hutrand, Hutoberfläche einheitlich dunkel braun; Amylonreaktion negativ; Laubwälder (in Nordamerika auch in Kiefernwäldern und dann mit hellerem Hut), wärmeliebend, nördlich der Alpen sehr selten und nur sporadisch anzutreffen
= Starkriechender Röhrling, Goldröhrenschwamm
- Boletus gabretae Pilat
--> Poren immer gelb (auch wenn verwandschaftlich den Rotporern / Luridi zuzurechnen), Stiel genetzt; Fruchtkörper komplett gelb (Hut auch braun fleckend); in allen Teilen stark blau verfärbend; Geschmack mild; Amylonreaktion negativ; montane und colline Nadelwälder
= Böhmerwaldröhrling
- Boletus impolitus Fr. (= Hemileccinum impolitum (Fr.) Sutara = Leccinum impolitum (Fr.) Bertault = Xerocomus impolitus (Fr.) Quel. = Boletus suspectus Krombh.)
>Portrait<
--> Poren gelb (meist leuchtend); Stiel ohne Netz, teils mit rötlichen oder rötlichbraunen Flecken; niemals blau verfärbend, Geruch zumindest in Stielbasis chemisch (Iod, Desinfektionsmittel); Fleisch gelblich bis leuchtend gelb (im Hut über den Röhren); kalkgebunden, Laubbäume, wärmeliebend
= Fahler Röhrling
- Boletus kluzakii Sutara & Spinar (= Boletus fallax Kluzak, nicht Boletus fallax Corner)
--> gelbporig, Stiel genetzt; bitter schmeckende Art, sehr ähnlich Boletus radicans, aber Hut besonders im Alter mit Rosatönen (jung eher grauweißlich) wegen rosa-roter Subkutis; Amylonreaktion negativ; Laub- und Nadelwald
= Kluzaks Bitterröhrling, Rosahütiger Bitterröhrling
- Boletus legaliae Pilat (= Boletus splendidus C. Martin = Boletus splendidus subsp. moseri Singer & Kuthan = Boletus satanoides ss. auct. div.)
>Portrait<
--> Poren rot; Stiel mit rotem Netz in der oberen Stielhälfte, darunter rot beflockt, Stielrinde jung schön orangerot; Hutoberfläche auf Druck unveränderlich, ansonsten blauend; Hut recht hell in Grau- und Rosatönen, seltener weißgrau oder braun; Amylonreaktion positiv; kalkgebunden, Laubwald, wärmeeliebend
= LeGals Purpurröhrling, Falscher Satansröhrling
- Boletus lupinus Fr.
--> rotporig, Stiel ungenetzt; überall blauend; Hut mit rosa Farben; Stiel gelblich + Stielbasis teils rot gefleckt, fein beflockt oder glatt; Amylonreaktion negativ; Laubwald, wärmeliebend
= Wolfsröhrling
- Boletus luridus Schaeff. (= Boletus erythrenteron Bezdek = Boletus luridus var. erythrenteron (Bezdek) Pilat & Dermek = Boletus luridus var. erythroteron in Engel et al. = Boletus luridus var. rubriceps (Maire) Dermek = Boletus luridus f. primulicolor Simonini)
>Portrait
--> rotporig, Stiel mit Netzzeichnung; überall stark blauend; Röhrenboden meist orange oder rot; Amylonreaktion positiv; sehr variable Art (Farben und Habitus); kalkgebunden
= Netzstieliger Hexenröhrling, Netzhexe
- Boletus luteocupreus Bertea & Estades
--> rotporig, Stiel mit roter Netzzeichnung; überall blauend; Hut mit Gelbtönen; Amylonreaktion positiv; Laubwälder, wärmeliebend
= Gelbhütiger Purpurröhrling
- Boletus mendax Simonini & Vizzini
--> rotporig, Stiel in der oberen Hälfte mit (teils rudimentärer & feiner) Netzzeichnung, darunter rot beflockt; eher schmächtiger Pilz, optisch wie eine Mischung aus Boletus luridus, Boletus queletii & Boletus erythropus; überall blauend; Amylonreaktion positiv; Röhrenboden rötlich oder gelb; Fleisch im Schnitt meist mit Rottönen
= Abweichender Hexenröhrling
- Boletus permagnificus Pöder
--> mediterrane Art; Poren rot, Stielnetz gut ausgeprägt; überall stark blauend; Hut meist mit Rottönen; gerne büschelig und mit wurzelndem Stiel, Fruchtkörper eher klein; Fleisch beim Trocknen rot; Amylonreaktion negativ
= Büscheliger Hexenröhrling, Tränender Hexenröhrling
- Boletus pinophilus Pilat & Dermek (= Boletus edulis var. pinicola Vittad. = Boletus pinicola (Vittad.) A. Venturi)
>Portrait<
--> Poren jung weiß, alt gelb bis oliv, Stiel mit Netz; Hutoberfläche glatt, bereift, bei Nässe glänzend, satt rotbraun bis rosarötlich (alt); unter Kiefern (selten bei Laubbäumen) auf sandigen Böden
= Kiefernsteinpilz, Rothütiger Steinpilz
- Boletus poikilochromus Pöder, Cetto & Zuccherelli (= Boletus poychylochromus)
--> mediterrane Art; Porenfarbe inkonstant (gelb, im Alter unregelmäßig orangerot oder rostrot überlaufen), Stiel mit Netzzeichnung; überall blauend; Fruchtkörper wenig stämmig; Hutoberfläche glatt, eher in gedeckten Farben (beige, gelbbraun, rosabraun, ockerlich), besonders im Alter unregelmäßig fleckig; Amylonreaktion negativ; Geruch süßlich –“ fruchtig, alt wohl eher süßlich - gärig
= Italienischer Röhrling, Duftender Hexenröhrling
- Boletus pseudoregius (Huber) Estades (= Butyriboletus fuscoroseus (Smotl.) Vizzini & Gelardi = Boletus fuscoroseus Smotl. = Boletus speciosus Frost ss. auct. europ. zB. Engel)
>Portrait<
--> Poren gelb, Stiel mit Netzzeichnung; Hut und Stiel mit Rosa- und / oder Rottönen; Geschmack mild; Poren auf Druck blauend, im Schnitt überwiegend im Hutbereich blauend, im Stiel oft auch mit rosa oder rötlichen Farben; Amylonreaktion negativ; kalkgebunden, wärmeliebend, Laubwaldbewohner
= Blauender Königsröhrling
- Boletus pseudosulphureus Kallenb. (= Boletus junquilleus sensu Reid)
>Portrait<
--> Poren immer gelb (gehört dennoch zur Sektion Luridi / Rotporer), Stiel ohne Netzzeichnung; überall stark blauend; Hut und Stiel gelb, im Alter auch braun fleckend; Hutoberfläche nur jung fein samtig, bald verkahlend; Amylonreaktion negativ
= Falscher Schwefelröhrling, Gelber Hexenröhrling
- Boletus pulchrotinctus Alessio
--> mediterrane Art; Porenfarbe inkonstant (jung gelblich, später orangegelb –“ orangerot, schließlich wieder zu gelb umfärbend), Stiel mit rosaroter Netzzeichnung; Stiel und Poren bei Berührung blauend, im Schnitt +/- blauend, Hutoberfläche auf Druck unveränderlich; Hut meist rosa; Amylonreaktion negativ; Laubwälder
= Schöngefärbter Röhrling
- Boletus pulverulentus Opat.
>Portrait<
--> gelbporig, ohne Stielnetz; meist von schlankem Wuchs und eher klein; überall bei Berührung / Verletzung intensiv schwarzblau verfärbend; Hutfarben sehr variabel (meist bräunlich, aber auch gelbe und rosane Farbformen möglich), Stiel in oberer Hälfte mehr gelblich, unten mehr rötlich, glatt bis fein bereift (Oberfläche fertil); Amylonreaktion negativ; Q-WertSporen ca. 2,5
= Schwarzblauender Röhrling
- Boletus queletii Schulzer
>Portrait<
--> rotporig, Stiel ohne Netzzeichnung; Hutoberfläche meist mit Rot- oder Rosatönen; Stiel gelblich + von Stielbasis aus rötlich überlaufen / gefleckt, nicht oder sehr fein rötlich oder gelblich beflockt; Fleisch eher weich; überall blauend; Fleisch im Schnitt von Stielbasis ausgehend +/- rot; Amylonreaktion positiv; kalkgebunden, wärmeliebend, Laubwald
= Glattstieliger Hexenröhrling, Quélets Hexenröhrling
- Boletus radicans Pers. (= Boletus albidus Roques)
>Portrait<
--> rotporig, Stiel ohne Netzzeichnung; Hutoberfläche meist mit Rot- oder Rosatönen; Stiel gelblich + von Stielbasis aus rötlich überlaufen / gefleckt, nicht oder sehr fein rötlich oder gelblich beflockt; Fleisch eher weich; überall blauend; Fleisch im Schnitt von Stielbasis ausgehend +/- rot; Amylonreaktion positiv; kalkgebunden, wärmeliebend, Laubwald
=Wurzelnder Bitterröhrling, Bitterling
- Boletus regius Krombh. (= Butyriboletus regius (Krombh.) D. Arora & J.L. Frank)
>Portrait<
--> Poren gelb, Stiel mit Netzzeichnung; rosahütig, Huthaut oft rau, schorfig; Hut, Stiel, Poren und Trama bei Druck / Verletzung unveränderlich; Trama intensiv gelb; Fruchtkörper meist eher klein; Amylonreaktion negativ; kalkgebunden, wärmeliebend, Laubwaldbewohner
= Königsröhrling
- Boletus reticulatus Schaeff. (= Boletus aestivalis (Paulet) Fr. = Boletus carpinaceus Velen.(?))
>Portrait<
--> Poren weiß, später gelb bis oliv; Stiel mit Netzzeichnung; Fleisch weiß, unveränderlich, eher weich und locker, häufig von Parasiten befallen; Hut filzig bis samtig, gerne rissig aufplatzend, hellbraun (und dann mit dunklerem Stielnetz auf hellerem Grund) oder dunkelbraun (und dann mit hellerem Stielnetz auf dunklerem Grund; Fleisch unter der Huthaut weißlich oder bräunlich (nie rosafarben); Laubwald
= Sommersteinpilz
- Boletus rhodopurpureus Smotl. (= Boletus xanthopurpureus (Smotl.) Hlavacek = Boletus rhodopurpureus f. xanthopurpureus Smotl.)
--> rotporig (jung auch gelb), Stiel mit Netz; überall stark blauend; Hut graurosa bis weinrot oder mit Gelbtönen; Amylonreaktion positiv; Laubwälder, wärmeliebend
= Blaufleckender Purpurröhrling
- Boletus rhodoxanthus (Krombh.) Kallenb.(= Boletus sanguineus var. rhodoxanthus Krombh. = Boletus rhodopurpureus var. rhodoxanthus (Krombh.) Bon)
>Portrait<
--> rotporig, Stiel mit Netzzeichnung (rot auf gelbem Grund); Hutoberfläche auf Druck unveränderlich, grauweiß bis beigegrau mit Rosatönen; Stiel und Poren auf Druck blauend; im Schnitt zweifarbig: im Hutbereich blauend, Stielfleisch gelblich; Amylonreaktion schwach positiv; Laubwald, wärmeliebend
= Blasshütiger Purpurröhrling, Rosahütiger Purpurröhrling
- Boletus roseogriseus J. Å utara, M. Graca, M. KolarÃk, V. Janda & M. KrÞ (= Butyriboletus roseogriseus (J. Å utara, M. Graca, M. KolarÃk, V. Janda & M. KrÞ) Vizzini & Gelardi)
--> gelbporig, Stiel mit Netzzeichnung; Geschmack mild; Hut auf Druck nicht blauend, Poren blauend, im Schnitt +/- nur im Hut blauend, Stiel bleibt größtenteils gelblich bzw. bräunlich in Stielbasis; Stieloberfläche ohne Rottöne; Hut jung +/- rosa, alt +/- grau; Amylonreaktion negativ; Nadelwald
= Rosagrauer Königsröhrling
- Boletus rubrosanguineus Cheype
--> Poren rot, Stielnetz +/- durchgehend, rot auf +/- rotem Grund; Hut dunkelgrau –“ mausgrau mit Rot- und Rosatönen, im Alter zu hellerem Grau ausblassend (ähnlich B. calopus); Hutoberfläche auf Druck unveränderlich, ansonsten +/- blauend; Amylonreaktion positiv; Bergnadelwälder, selten bei Buchen
= Weinroter Purpurröhrling, Mosers Satansröhrling
- Boletus satanas Lenz
>Portrait<
--> Poren rot (selten gelb), Stiel mit feiner Netzzeichnung und eher kalten Rottönen (karmin, pink); Hut schmutzig weiß, grauweißlich, ockergrau, selten gelb, höchstens im Alter am äußersten Hutrand mit Rosatönen; Hutoberfläche auf Druck unveränderlich, ansonsten +/- blauend; Amylonreaktion negativ; Geruch säuerlich, etwas urinartig (aasartig bei vergehenden Fruchtkörpern, wie bei den meisten Pilzen); Fruchtkörper oft groß und massiv / stämmig; kalkgebunden, wärmeliebend, Laubwald
= Satansröhrling
- Boletus spretus Bertea (= Boletus emilei Barbier)
--> mediterrane Art, Poren gelb, Stiel ohne Netz; überall blauend; Hut mit recht krassen Rottönen; Amylonreaktion negativ (vgl. Boletus adonis + Schlüssel)
= Falscher Königsröhrling, Leuchtendbunter Röhrling
- Boletus subappendiculatus Dermek, Lazebn. & J. Veselsky (= Butyriboletus subappendiculatus (Dermek, Lazebn. & J. Veselsky) D. Arora & J.L. Frank)
>Portrait<
--> Poren gelb, Stiel mit Netz; bei Druck / Verletzung nicht oder nur zögerlich & schwach blauend (Poren / Röhren & Hutfleisch); Hut meist eher hell, ockergelb, gelbbraun, blassbraun, zimtfarben; Stiel meist gelblich, selten rötlich oder rosa fleckend; Amylonreaktion negativ; Gebirgsnadelwälder
= Nadelwald –“ Anhängselröhrling, Falscher Anhängselröhrling
- Boletus torosus Fr.
--> Poren gelb oder rötlich, Stiel mit Netzzeichnung; überall intensiv blauend; Hut komisch bunt fleckend, oft mit Olivtönen; Fleisch sehr kompakt mit auffallend hohem spezifischem Gewicht (–žBleipilz–œ); Amylonreaktion positiv; Laubwälder, wärmeliebend
= Ochsenröhrling
- Boletus caucasicus Singer ex Alassio (= Boletus luridus var. caucasicus Singer)
--> unklare Art; Rotporer mit genetztem Stiel (Netz fein, +/- obere Stielhälfte, darunter rotflockig); Röhrenboden gelb; Amylonreaktion negativ; Stielfleisch von der Bais her +/- rot; Hutfarben wohl recht variabel; überall blauend
Die Art ist schlecht definiert und von ähnlichen Arten abgegrenzt. Die negative Amylonreaktion spricht gegen eine Synonymisierung mit B. luridus oder B. mendax. Denkbar wäre aber auch eine Fom von B. erythropus mit genetztem Stiel und mehr rotem Stielfleisch, unwahrscheinlicher wohl eine wenig rothütige Form von B. permagnificus (diese wäre nicht nur untypisch gefärbt, sondern auch Größe und Habitus passen schlecht); eine mögliche Verwandschaft / Synonymie zu B. poikilochromus ist wegen der deutlich kleineren Sporen dieser Art wohl ausszuschließen.
Da wären weitere Untersuchungen abzuwarten.
= Kaukasischer Röhrling
- Boletus pinetorum M. Korhonen
--> boreale Art unter Kiefern; Status und Artabgrenzung sind unklar, muss möglicherweise bei B. edulis eingeordnet werden
- Boletus xanthocyaneus (Ramain) Romagn. (= Boletus purpureus var. xanthocyaneus Ramain)
--> unklare Art; es kann sich hier möglicherweise um eine gelbliche Farbform von Boletus torosus handeln, weniger wahrscheinlich um eine gelbliche Form von Boletus rhodopurpureus (Boletus rhodopurpureus f. xanthopurpureus); es soll sich hier allerdings um eine Art mit auffällig schwerem Fleisch und aber auch angenehm süßlichem Geruch handeln; Poren gelblich bis unregelmäßig rötlich fleckend / überlaufend, Stiel genetzt
= Gelber Ochsenröhrling