Beiträge von Beorn

    Hallo, Gerd!


    Krause (krause, krause) Kraterelle wird dann wohl auch von allen verstanden. :thumbup:
    Den lateinischen namen kannst du also getrost vergessen.


    Und deine 100qm: Da hast du eben einen Hotspot entdeckt.
    Das finde ich auch immer wieder faszinierend, solche Stellen. Da streift man manchmal ewig durch den Wald ohne was Besonderes zu finden, und dann auf ein mal steht alles voll auf kleinster Fläche.
    Das funktioniert besonders gut bei seltenen Arten. Die mögen gerne illustre Gesellschaft, wie es scheint.



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Wir können gar nicht immer bei allen Änderungen auf der Höhe der Zeit sein. Aber darum sind ja auch die Synonym - Listen wichtig, denn meist sind es nicht neue Namen, die die Pilze bekommen, sondern es sind alte Synonyme, die dann aus unteschiedlichen Gründen wieder als gültiger Name nach vorne rücken und der ehemals gültige Name tritt zurück in ie Synonymie.
    Bei Gattungen wie Leccinum ist das zB noch viel schlimmer.
    Wenn dann nämlich die eigentlich ach so präzisen, lateinischen Namen für unterschiedliche Arten verwendet werden (Leccinum aurantiacum ist so ein Beispiel), dann wird's echt narrisch.
    Und dann kommt den deutschen, den sogenannten Trivialnamen auf einmal eine noch viel höhere Bedeutung bei, wenn sich diese nämlich nicht ändern. Blöd wird's nur, wenn auch da Verwirrung herrscht. Aber auch hier kann man ja eine Synonymliste erstellen. Was zum Beispiel Wolfgang bei 123 ziemlich gut macht.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Die Krause Kraterelle ist ja eigentlich auch ein seltener Pilz. Nur nicht in diesem Jahr. Da steht sie überall. Das wird im nächsten jahr wahrscheinlich wieder anders sein.
    Wenn man noch eine dritte Meinung zum aktuellen Namen der Art möchte, dann kann man ja noch Mycobank fragen. ;)
    Aber wenn in SF Craterellus sinuosus drinsteht, dann kann man das einfach als Hauptnamen fürs Portrait übernehmen. Der Rest steht ja in der Synonymie.
    Interessant wäre aber, vorher mal zu gucken, welches Epithet älter ist: sinuosus oder undulatus. Das ältere hätte Gültigkeit. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Gerd!



    da ich die deutsche Sprache liebe...
    Viele Grüße, Gerd


    Ich doch auch. ;)
    Darum möchte ich's ja auch verstehen, weil ich Cantharellus cinereus bislang immer Grauer Leistling genannt habe. Und das eben wegen den deutlich ausgeprägten Leisten. Und das andere (was du zeigst) eben Krause Kraterelle, weil es keine so ausgeprägten Leisten hat, sondern mehr Runzeln, und fast immer diese welligen, krausen Hutränder.
    So würden die Namen doch wunderschön zu den Pilzen passen, oder?
    Wobei man eben berücksichtigen muss, daß es regionale Unterschiede gibt. An sich eine schöne und spannende Sache, aber manchmal hapert es dann eben mit dem Verständnis, wenn die selben Begriffe je nach Gegend für unterschiedliche Arten benutz werden.
    Wie zB auch "Zigeuner (Alias Reifpilz) und "Zigeuner" (alias Flocki).
    Und dann wirkt so ein botanischer Name wahre Wunder, weil es dann ganz schnell klar ist, was gemeint ist.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ähm...
    Ich steige da echt nicht durch, das ist mir gerade viel zu kompliziert und zu verwirrend mit den Trivialnamen.
    Was ist denn nun eine Graue Kraterelle?
    Ist das Pseudocraterellus undulatus oder Cantharellus cinereus?


    Die Pilze oben sind meiner Erfahrung nach jedenfalls Pseudocraterellus undulatus. Da sind ja keine ausgeprägten Leisten dran und die Farbe ist recht hell, und das in allen Teilen (also auch Stiel).



    LG, pablo.

    Hallo, ihr zwo!


    Also immerhin macht es ja Hoffnung, daß sich wieder einige junge Röhrlinge ans Licht wagen. Da könnte tatsächlich noch mal was passieren, wenn es nur endlich mal ausgiebig regnen und zugleich einigermaßen warm bleiben würde.


    Krause Kraterelle kannst du abhaken, das passt. :thumbup:
    Den weißen Birkenpilz würde ich hier auch ohne Schnittbild beim Wollstieligen (L. cyaneobasileucum) einordnen. Zumindest mal prophylaktisch. Der Stiel ist ja so schön flauschig, das sollte bei den anderen in frage kommenden Arten nicht so aussehen.



    LG, pablo.

    Hallo, Thomas!


    Jetzt geht was durcheinander, glaube ich.
    Das was du als Pilz 2 zeigst ist doch ein eher schmächtiger Pilz, oder hast du so riesige Hände?
    Auf diesen bezog sich Stephans Idee mit T. orirubens.



    LG, Pablo.

    Hallo, Zäpfle!


    Es gibt eine ganze Reihe graue Korallenpilze.
    Falls du auf Clavulina cinerea (Aschgraue Koralle) hinauswillst: Die sieht anders aus. Noch grauer und stärker verästelt.
    Das hier erinnert mich ein wenig an die Runzlige Koralle (Clavulina rugosa).



    LG, Pablo.

    Hallo, Wahrmut!


    Das mit den fehlenden Mailbenachrichtigungen ist ein bekanntes Problem.
    Momentan kann man da nur ausweichen, indem man über das Profil die eigenen Themen und Beiträge sucht, ob da jemand was geschrieben hat.



    LG, pablo.

    Hallo, Earl!


    So ein leicht fruchtig - prickelnder Geruch ist mir wohl mal bei meinen Funden aufgefallen, aber dem hatte ich nie solche Bedeutung beigemessen. Ist aber interessant, ich werde drauf achten. :thumbup:
    Der Pilz ist allerdings optisch sehr gut anzusprechen, wenn man sich mal ein Bild davon gemacht hat. Dieses zerzauste, abgerissene Aussehen hat der immer. Unter der Huthaut befindet sich eine recht dicke, gelatinöse Schicht. Auf der kannst du die Huthaut auf dem Fleisch hin und her schieben fast wie die Haut auf dem gestreckten Ellenbogen.


    Ich glaube übrigens, die Bilder möchten gerne >ins Portrait<. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Könnte da ein Schlumpf geplatzt sein? 8|
    Die Farben sind schon ziemlich extrem, aber ansonsten lässt sich leider nicht viel erkennen. Kannst du noch ein paar Sachen dazu schreiben, ungefähr angefangen mit dem Substrat über Größe, Konsistenz und Form sowie Beschaffenheit des Untergrundes bis hin zu weiteren Bildern? ;)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Kleine Zwischenfrage: Wäre Clitocybe ditopa nicht ebenso wie Clitocybe vibecina (mit etwas anderem Geruch) eine Art mit hygrophanem und glattem Hut?


    Denn Graue Mehlarten mit nicht hygrophanem und irgendwie leicht filzigem Hut gibt's ja auch noch, allerdings sollte da der Standort nicht passen. Obwohl ich Clitocybe trulliformis hier auch schon in Kiefern - Nadelstreu gefunden habe, allerdings an der Grenze zum Volltrockenrasen einer Heidelandschaft. Der ist alerdings auch deutlich heller.
    Für Clitocybe herbarum dürfte die Ökologie hier ja noch weniger passen.



    LG, pablo.

    Hallo, Sarah!


    Willkommen zurück, !


    Natürlich muss man da auf dem Schirm haben, daß auf dem Peloponnes Pilze vorkommen, die es in Mitteleuropa nicht gibt, und daß die Pilze, die es hier gibt, etwas anders aussehen können und auch möglicherweise in der Ökologie etwas variabel sind.


    Ich habe vor einiger Zeit einen provisorischen Schlüssel für Dickröhrlinge eingestellt, mit dem du auch Südeuropäische Arten erreichen solltest. Der muss noch mal gründlich überarbeitet werden, dürfte aber auch so weitestgehend funktionieren.


    Jedenfalls fällt mir keine weitere europäische Art ein, die so ein Verfärbungsmuster zeigt, keine Rottöne am Hut hat, einen genetzten Stiel, dazu mild schmeckt.
    Ich würde da auch an Boletus fechtneri denken, Ökologie hin oder her.
    Stielfarben können verblassen, da kann man bei fechtneri ein ähnliches Verhalten annehmen wie bei B. calopus, bei dem die Rottöne am Stiel auch ganz verschwinden können.
    Dafür hat deiner ja Rot auf den Poren, aber das ist ein bekanntes Artefakt und tritt bei etlichen Gelbporern auf. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Karl!


    Danke für den Nachtrag! :thumbup:
    Das hatte mich nämlich schon irritiert, was an Bldern in der Literartur teils zu finden ist. Noch wunderlicher fand ich aber auch das Bild in den Großpilzen, aber da sehe ich gerade, daß ich in der Bildunterschrift selbst schon nachgebessert hatte und auf Seite 42 in Band 3 "var. fuscescens" durch "var. virginea" erstetzt hatte. Das bessere ich wohl noch mal aus und schreibe var. ochraceopallida dran. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Thomas!


    Das ging und geht wohl allen erstmal so.
    Und es wird auch nicht besser. ;)
    Dasmliegt daran, daß eben immer mal wieder was verschoben wird, es kommen neue Erkenntisse aus Genetik und Biochemie dazu, die Bekanntes in anderem Licht erschienen lassen.
    Mir hat es auch geholfen, einfach mal strikt der lateinischen Taxonomie zu folgen:
    Schidenstreifling, Knollenblätterpilz, Wulstling und Andere: Die heißen alle Amanita, gehören also zur selben Gattung.
    Aber manchmal ist es nicht so einfach nachzuvollzeihen, gerade weil die internationalen Namen in lateinischer Sprache auch dem Wandel unterliegen und zudem irgendwie fremd und wunderlich sind.
    Aber keine Sorge: Das kommt mit der Zeit.
    Du bist auf dem richtigen Weg, immer wieder mal nachzufragen und nach Informationen zu suchen. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Karl!


    Mit den Danksagungen könnte ich Seiten füllen. :)
    Verdient wäre es allemal.
    Aber komischerweise stelle ich lieber Fragen und so. Nimms mir nicht übel, bei Pilzen kann ich einfach oft nicht anders.
    Das betrifft erstmal die var. ochraceopallida:
    Gibt es da außer den Farben noch andere (mikroskopische) Merkmale zur Trennung von H. virginea s. str.? Und insbesondere zu H. fuscenscens (was ja nun eine eigene Art sein soll)?
    Und dann eben die Arten um H. virginea / nivea und H. pratensis: Die wurden ja geführt unter Camarophyllus. Dann wieder zu Hygrocybe gestellt. Müssten die nicht momentan wieder in einer eigenen Gattung namens Cuphophyllus stehen?



    LG, Pablo.

    Hallo Marion, Andy, Sabine & Holger.


    Nach wie vor finde ich es immer schade, wenn jemand eine Anfrage einstellt, dazu (absolut richtige) Antworten und Hilfe bekommt, und nicht mal kurz danke zu sagen in der lage ist...
    Dann halt von mir an euch, und damit stellvertretend an alle, die sich die Mühe machen, sich hier mit Rat und Hilfe einzubringen: Dankeschön, das Forum lebt und gewinnt durch eure Kommentare! :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    OK, es ist ein Raustielröhrling.
    Die Gattung ist sehr schwierig, gerade in dieser Gruppe.
    Ich hatte gehofft, hier einige deutliche, grünblaue Flecken in oder an der Stielbasis zu sehen.
    Zusammen mit der einheitlich erdbraunen Kappe und den weißlichen, irgendwie eher flauschigen Stielschuppen hätte ich dann auf Lessinum cyaneobasileucum (Wollstieliger Raufuß) kommen können.
    Nur sehe ich kein Blau im Schnittbild. Was übrigens neben der einheitlichen (nicht gefleckten!) Hutfarbe auch den Vielfärbenden (Leccinum variicolor) ausschließt.
    Das ist eben das Problem, wenn man einen Pilz nicht selbst in der Hand hat und beobachten kann.
    Wenn sich hier wirklich nirgendwo Verfärbungen gezeigt haben (also auch kein rosa im Hut / in der Stielspitze), dann würde ich fast dazu tendieren, das als eine weißstielige Form von Leccinum scabrum (gemeiner Birkenpilz) ansprechen zu wollen.



    LG, pablo.

    Hallo, Thomas.


    Lactarius porninsis wird nicht wegen der Milchfarbe zu den Dapetes gerechnet.
    Da geht es um andere, biochemische Details.
    Und es bleiben ja noch etwa 100 weitere, weiß milchende arten übrig, die nicht zu den Dapetes gerechnet werden. Also keine Sorge, für Streitpotential ist gesorgt. :thumbup:
    Soweit ich weiß gibt es aber nur eine klar milchende Art in Mitteleuropa, und das ist Lactraius helvus (Maggipilz). ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Du kannst es dir auch einfacher machen:
    Zwischen Ischnoderma resinosum und Ischnoderma benzoinum gibt es keine konstanten morphologischen Unterschiede. Weder mikroskopisch noch makroskopisch. Eventuell leichte Nuancen in der Tramafarbe während der fomitoiden Phase.
    Ich sehe da keinen Anlass, auf Artebene zwischen einer Laubholzform und einer Nadelholzform zu trennen.
    Dokumentieren sollte man dennoch getrennt (völlig wurschd ob als Arten aoder als Formen). Sequenziert wurde da nach meinem Wissensstand noch nicht. Wenn das noch kommt und sich herausstellt, daß da tatsächlich mehrere Arten zu trennen sind, ist es besser, zwei datensätze zu haben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Das ist hier wohl eine Erfahrungssache. Bei Fenrir und Nobi kannst du davon ausgehen, daß sie die Art einfach kennen. Und GDNO hat gut recherchiert.
    Es gibt keine passende Amanita (mit so einer Hutfarbe, solchem Ring, Guttationstropfen...), also muss man eben in den nahestehenden Gattungen gucken.


    "Streifling" und "Scheidenstreifling" ist das Selbe.
    Zwei Trivialnamen für Amanita sectio Vaginatae = subgenus Amanitopsis.



    LG, Pablo.

    Hallo, Vogti!


    Zumal es so aussieht, als hätte die Hutoberfläche etwas nachgedunkelt (braun)?
    Und auch wenn ich da eher an einen Albino - Leccinum scabrum denke: Ich kann Leccinum holopus nicht ausschließen. dazu kenne ich mich in dem Bereich zu wenig aus / hatte zu wenig eigene Funde an "weißen Birkenpilzen".
    Aber es ist eben auch eine verzwickte Gattung, wo wohl noch einiger Klärungsbedarf besteht.



    LG, pablo.