Beiträge von Beorn

    Hallo, Alis!


    Also an Eukalyptus hatte ich die Art in der Ecke noch nicht, aber an Eichen und Esskastanien sind Ochsenzungen um den Lago herum sehr häufig.
    Aus meiner Sicht kommt hier nichts anderes in Frage, und da ist es wohl wie mit vielen anderen Pilzen auch: Einzelne Ausreißer an "fremden" Substraten kommen eben vor.


    "Höchste Waldbrandstufe" kann ich mir momentan irgendwie schwer vorstellen: Zumindest im Valle Cannobina waren vor 10 Tagen die Böden klatschnass, die Berge komplett vollgesaugt nach heftigen Niederschlägen. Und kurz nachdem wir abgereist sind, kam (Wochenende um den 10. rum) noch mal was runter. Aber es war tatsächlich spärlich in diesem Jahr. Wenn auch nicht karg.
    Hier eine heurige Lago - Maggiore - Ochsenzunge aus dem Valle Cannobina an Esskastanie:

    In der Form sind die wunderbar variabel übrigens...



    LG; Pablo.

    Hallo, Knurps!


    Das ist eines der Samthäubchen (Gattung: Conocybe), die einzelnen Arten sind dann nur mit mikroskopischen Merkmalen zu bestimmen. Das ist also ziemlich kompliziert.
    Den Pflanzen schadet der Pilz nicht, sondern "verdaut" nur organische Inhaltsstoffe der Bumentopferde. Das dürfte der Paprika - Pflanze sogar gefallen, weil sie so an Nährstoffe herankommt, die sie sonst nicht aufschließen könnte.
    Zum Essen sind solche Samthäubchen nichts, die meisten dürften schwach giftig sein (einige möglicherweise stark giftig), aber solange man sie nicht in den verdauungstrakt bekommt, sind auch umherfliegende Sporen in der Atemluft völlig unbedenklich.



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Hui. 8|
    Ihr habt recht: Anklicken, vergrößern, morgendliches Tageslicht. 4 kann durchaus ganz gut ein Schncekling sein, und auch H. olivaceoalbus ist nicht auszuschließen. Wenn auch der ziemlich unschmierig wirkt, meine Funde der Art sehen meistens eher so aus:

    Wäre also auf jeden Fall interessant, mehr von dem Pilz zu sehen und auch zu wissen, wo der rumstand (also in was für einem Waldtyp in welcher Höhenlage und auf welchem Boden).



    LG; Pablo.

    Hallo, Kerstin!


    2: Sieht viel mehr aus wie der Brandige Ritterling (Tricholoma ustale). Jedenfalls auf keinen Fall ein Büschelrasling.
    3: stimmt. :thumbup:
    4: Sieht jetzt so aus der Perspektive eigentlich nicht wie ein Schneckling aus. Da müsste man mehr von sehen, Aufsicht der Hutoberfläche, Lamellenansatz, Schnittbild...
    5: Passt. :thumbup:
    6: Echt gar kein Geruch nach Kokosflocken?


    ...und zu den Täublingen wissen andere besser bescheid als ich. Buckeltäubling passt aber. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Nr. 1: Tendeziell eher Hydnellum concrescens (Gezonter Korkstacheling), aber da ich scrobiculatum noch nie in der Hand hatte, würde ich mich persönlich nur nach Ansicht der Sporen festlegen.
    Nr. 3: Den müsste man mal trocknen und dann dran schnuppern. Da könnte ich mir auch vorstellen, daß es ein Weißsporer ist und der getrocknet nach Maggi riecht: Dann wär's auch Phellodon confluens.
    Nr. 4: Das wäre jetzt das, was ich mir makroskopisch als Idealbild von Hydnellum scrobiculatum (Grubiger Korkstacheling) vorstellen würde.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Also ich würde sogar sagen: Auch ohne Stielbasis sieht man da noch knapp genug violetten Farbton unten am Stiel, um da Laccaria bicolor dran zu schreiben. ;)
    Sagt zumindest mein Monitor, wo man sich allerdings nie drauf verlassen darf.
    Soweit ich weiß, ist das eine im Idealzustand sogar wirklich makroskopisch bestimmbare Art (im gegensatz zu Laccaria "laccata").



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Den Nordischen kann ich so pi mal Daumen schlecht beurteilen. Da ging ich einfach mal davon aus, daß ihr den schon richtig benamst habt.
    Ich meinte den auf den Bildern 1 & 2. Aber auch nur, weil der nicht so ganz zu den Oligoporus - fragilis - Kollektionen passt, die ich bisher in der Hand hatte. Was noch nicht viele waren, also kann es auch da sehr gut sein, daß es einfach diese Art ist.



    LG; Pablo.

    Hallo, Jan-Arne!


    Der Albatrellus mit den ganz großen Sporen ist pes-caprae, aber den würde ich hier sowieso ausschließen. Also doch cristatus. Überraschend, dabei finde ich die art hier in der Gegend oft, aber halt noch nie mit dem Aussehen.


    Die Schnalle ist auf jeden Fall eine.
    Die Frage ist halt, wie regelmäßig die vorhanden sind. Wenn es da schon mehrere gibt, dann kommen mit den Sporen nur noch syringae und conflkuens in Frage, und syringae hat von anfang an gelbe Farben.


    Gilben würde halt schon super zu subrubescens und citrinus passen, die hätten aber keine bzw. nur sehr zerstreute Schnallen. Und sich durch amyloide Sporen von ovinus unterscheiden (confluens nach Ryvarden Melo "schwach amyloid").



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Nummer 1 >ist klar<.
    Nummer 3 ist >Phellodon confluens< - wenn der Geruch bei getrockneten (!) Fruchtkörpern nach Maggi.
    Bei Nummer 2 mag ich mich ohne Mikro nicht zwischen Hydnellum concrescens und Hydnellum scrobiculatum entscheiden. Trotz der zerpflückt - zerklüfteten Hutoberseite kann das der Gezonte (Hydnellum concrescens) sein, die beiden gehen makroskopisch ziemlich ineinander über, muss man also Sporenhöcker angucken.



    LG; Pablo.

    Hallo zusammen!


    Das ist ja mal verwegen. 8|
    Irgendwo meine ich mal was gelesen zu haben, über eine "gelbe Form" der Herbsttrompete, aber so eine kuriose Optik habe ich mir da nicht träumen lassen.



    LG; Pablo.

    Salut, Mario!


    Ich habe keiine Ahnung, das ist auf jeden Fall eine Art, die ich noch nicht in der Hand hatte.
    Aber ich schubs das mal hoch, auf daß Wolfgang P., Karl W. & co ihren Weg hierher leichter finden. :)



    LG; Pablo.

    Hallo, Peter!


    Da schließe ich mich gerne an: Schöner Hut! :thumbup:
    Alles andere aber auch. Besonderen Glückwunsch zu dem tubaeformis, der tatsächlich makroskopisch schon mal passt wie angebügelt. :)
    Oligoporus fragilis kenne ich zwar etwas plüschiger und in Größe und Beschaffenheit der Hutoberfläche mehr wie den Blauen Saftporling (Oligoporus caesius), aber dennoch ein schöner Fund. Und wenn der noch nicht mikroskopisch untersucht ist, könnte man das vielleicht nachholen, nicht daß noch was Selteneres draus wird (wie zB Leptoporus mollis).



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan-Arne!


    Das ist nun alles die Schwarzwald - Tour?
    Und Schönbuch kommt noch?
    Und vor allem: Warum kommst du nicht hier vorbei, wenn du in den Süden fährst? Wobei: Das hätte eh nicht gut funktioniert, bei mir hättest du höchstens einen grippalen Infekt finden können in den letzten Tagen. ;)


    Anyway: Das kann sich für eine "Speisepilzexkursion" mal so richtig sehen lassen.
    Fund 3: Eher nicht der Kammporling (Albatrellus cristatus): Den kenne ich in dem Alter viel dunkler, grüner, weitporiger und mit deutlicherem Kontrast zwischen Farbe der Poren und der Hutoberflächen. Sieht eher nach einer ziemlch verwitterten anderen Albatrellus - Art aus.
    Bei dem zweiten Albatrellus - Fund musst du noch Albatrellus subrubescens im Hinterkopf haben, eventuell auch Albatrellus citrinus. Da fehlt mir aber die Funderfahrung, um das nach Bild zu beurteilen.
    6: Glaube ich eher nicht. Geastrum rufescens klappt die Lappen eigentlich nicht so nach unten sondern legt die breit ausgebreitet um sich herum ab. So sieht das eher nach Geastrum fimbriatum aus, der in der Größe sehr variabel ist. Die Farbe der Lappenoberfläche hat anscheinend nicht wirklich eine Bedeutung.
    Eine gelbe Koralle hat heute auch jemand zum MAK mitgebracht. Nach durcharbeiten des Christan - Buches / Mikroskopie / angeregter Diskussion blieben immer noch mehrere Arten übrig. Gelbe, dickstrunkiger Korallen = Ziemlich unruhiges Fahrwasser.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Bei den >"Braunkappen"< ist doch alles ok, da scheint ein einzelner Filzröhrling (also ein Rotfußröhrling im weiteren Sinne) dabei zu sein, sonst sind das schon alles Maronen. :thumbup:
    Neben der eigenen Sicherheit ging's mir wirklich auch um den Schutz der Natur. Das gehört einfach dazu, sich möglichst minimalinvasiv in einem Wald zu verhalten und eben nur das mitzunehmen, was man zur Bestimmung braucht bzw. von dem man sicher weiß, daß man es verwerten kann. Pilze sind ja Lebenwesen, die Fruchtkörper, die wir Bestimmen und / oder zum Essen mitnehmen, sind die Fortpflanzungsorgane der Pilze. Und die braucht der Wald in vielerlei Hinsicht dringender als wir eine Bestimmung oder eine Mahlzeit.



    LG; Pablo.

    Hallo, Torsten!


    Noch so ein traumhaftes Fleckchen. :thumbup:
    Schade, daß es dieses Jahr nichts mehr wird bei mir (das Nordtreffen ist einfach zu knapp vor'm Einstieg in den neuen Beruf), aber irgendwann gibt sich hoffentlich mal wieder eine Gelegenheit für eine Reise in den Norden. Ob mit oder ohne großes Treffen drum rum.



    LG; Pablo.

    Hallo, Klaus!


    In der Tat sieht das so aus (Leucoagaricus leucothites). Aber: KWP... Wie klein sind die denn wirklich?
    Weil ich kenne diesen Egerlingsschirmling als ziemlich kräftigen, meistens eher großen Pilz. Also schon so in Champignongröße.
    Es gibt noch eine ganze Reihe von kleinen bis sehr kleinen vertretern in der Gattung, die ähnlich aussehen, sogar teils bis auf die Größe identisch: Die kleinen, auch als Seidenschirmlinge (Sericeomyces) bezeichneten Pilzarten erreichen aber kaum jemals Hutbreiten von 5cm.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Auf die Hutfarben darf man sich nicht zu sehr verlassen. Zumal es auch noch einen Cortinarius (Dermocybe) sommerfeltii gibt, der auch einen farblich abgesetzten Hutrand haben kann. Wichtig sind tatsächlich die Farben des Fleisches im Schnitt und die Farbe des Velums (am besten bei noch jungen Fruchtkörpern zu beurteilen).



    LG, Pablo.

    Moin!


    Die weißlichen Korallen sollten kammkorallen (Clavulina coralloides) sein.
    Da sieht amn auch einige dabei, die ganz grau sind und gespickt mit schwarzen Punkten. Das ist ein kernpilz (dessen Namen ich eben vergaß), der gerne Kammkorallen befällt und deren Aussehen so verändert.


    Unterstreichen möchte ich nochmal, was Ralf schrieb:

    Allerdings möchte ich ausdrücklich betonen, dass es hier keine Essensfreigaben gibt. Wir bestimmen die Pilze nach Foto und bestem Wissen. Um die gezeigten Pilze zu verzehren, sollte man sie live einem Sachkundigen vorlegen.


    Darum ist es auch am besten, von Pilzen die man (noch) nicht kennt, nur jeweils zwei oder drei Exemplare für die Bestimmung mitzunehmen. Und alles andere bleibt im Wald, den man muss die PIlze auch schützen und das geht ja nicht, wenn man pauschal schon mal alles abmacht (auch wenn man es nachher gar nicht verwerten kann).



    LG; Pablo.

    Hallo, zusammen!


    Wenn diese Schleierling auch ordnungsgemäß nach Cortinarius camphoratus riechen (irgendwas zwischen verbrannten Haaren und uralten Socken), dann sind sie es auch. Wenn dieser Geruch fehlt: Dann ist es eine andere der zig Schleierlingsarten mit violetten Farbtönen.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Jau, einer von den beiden.
    Wäer natürlich gut zu wissen, welche Farbe das Velum bei jungen Fruchtkörpern noch hat. Wenn die Fleischfarben mal untypisch ausgeprägt sind (bei malicorius ist das wohl nicht immer deutlich grün), dann könnte man malicorius auch an den satt orangefarbenen Velum festmachen, glaube ich.



    LG, Pablo.