Beiträge von Beorn

    Hallo, Pilzforum.


    Wieder ein Pilz von letztem Sonntag. Da meinte ich eigentlich schon im Feld, den Namen zu kennen. Auch wenn ich den noch nicht bewusst gefunden hatte, dachte ich gleich mal an Collybia Fusipes. Feine Sache, denk' ich mir, da muss ich mich auch nicht lange an dieser Stelle aufhalten, die nämlich eine hochfrequentierte Hundetoilette darstellte. Also nur schnell ein paar Bilder geschossen, und weiter gings. Zuhause dann die Enttäuschung: Für den Spindeligen Rübling passt Vieles, allerdings sieht der aber leider auch ganz anders aus.


    Nun mal der Pilz, so wie ich ihn gefunden habe, und ohne vernünftige Infos:


    - Odenwald, Südhang, 400 –“ 450 m üNN,
    - Wegrand, zur Wiese hin, Hundebegünstigter Standort (ansonsten eher trocken)
    - Substrat: Nach Ralfs neuem Totholz - Update würde ich eiskalt Eiche sagen. :)
    - Stiellänge (ohne Wurzel): 6 bis 7 cm (ein persönliches, wenig aussagekräftiges Schätzergebnis)
    - Beschaffenheit: trocken, Fleisch zähfaserig, spröde
    - Geruch: –žHundetwitter–œ; ansonsten unbedeutend, eher mild








    Ob sich da nun noch was machen lässt? :/


    LG, Beorn.

    Hallo Ingo,
    Hallo an Alle!


    Zunächst mal noch zur Gallertträne:
    Das vermeintliche Konidienstadium fand sich durchaus auch an dem Stamm aus Beitrag 21. Allerdings gehört nur das dritte Bild aus Beitrag 24 zu dem Fund! Und das ist ja nun nicht nicht sicher zu definieren:

    Zitat


    die nachgereichten Dacrymyces-Bilder stellen allerdings schon auf den ersten 2 Bildern das Konidienstadium von D. stillatus dar.


    Allerdings waren da schon noch mehr ähnliche Gestalten auf dem besagten Stamm, die viel eher mit den Bildern 1 & 2 aus Beitrag 24 zu vergleichen sind. Leider habe ich dem zu wenig Beachtung geschenkt, und die wenigen Bilder, die ich davon geschossen habe, sind katastrophal. Da kann man höchstens hier noch etwas erkennen:

    Dieses Bild ist dem Stamm aus Beitrag 21 zuzuordnen! Also dem mit der vermuteten Dacrymyces Stillatus und Oligoporus Subcaesius.


    So, nun noch Gedanken zum Thema –žPilzsucht–œ:
    Es ist schon ein gefährliches Hobby. Denn es lässt einfach nicht mehr los, es ist quasi unerschöpflich, es belebt Geist und Körper–¦
    –¦Sehr hoher Suchtfaktor!
    Aber bei welcher Leidenschaft wäre das nicht so? Mir ist das schon recht. Sicher habe ich aber auch noch einige Interessen neben der Mykologie, die ich schon weiter verfolgen will. Aber auch das lässt sich arrangieren. Zumindest im Moment, solange ich ungebunden bin. Daß ich aber an der Anschaffung eines Mikroskops nicht vorbeikomme, ist mir schon länger klar.
    Momentan läuft das alles ja noch mehr nach dem Zufallsgenerator: Ich untersuche das, was ich finde. Egal zu welcher Gattung es gehört. Das schöne dabei: So ganz am Anfang macht man fast bei jeder Tour mindestens eine Neuentdeckung. Aber das wird nicht immer so weiter gehen. Auch jetzt stoße ich schon an gewisse Grenzen wenn es um die makroskopische Bestimmung geht.


    Dann wird auch irgendwann sicher eine Spezialisierung auf bestimmte Gruppen und Gattungen kommen. Welche das bei mir sein werden? Keine Ahnung. Vielleicht dann doch Cortinarien und Rötlinge, und spätestens jetzt geht ohne Mikroskop und detaillierte und aktuelle Spezialliteratur gar nichts mehr.


    Mal abwarten. Es ist ja auch nicht so, daß ich noch nie durch ein Okular geschaut hätte. Wenigstens das kann ich aus knapp vier Semestern Humanmedizin als sinnvolle Erfahrung nutzen. ;)
    Wäre mal interessant, was medizinische Fakultäten mit den alten Mikroskopen machen, wenn sie zB Bestände erneuern–¦ ? Also in diesem Sinne wird es da auch eine Weiterentwicklung bei mir geben. Aber zuerst werde ich wahrscheinlich mal noch in eine bessere Kamera und zwei oder drei Bücher investieren. Ganz normale Standardliteratur, denn auch da bin ich noch sehr dünn bestückt. Und das Knipsen von kleinen Dingen mit Autofokus ist echt schikanös!


    Soviel mal dazu; zurück zur Funga.
    VG, Beorn.

    Hallo, Jan - Arne!


    Viel kann ich nicht gerade sagen, aber so ganz im Dunkeln sollst du nicht bleiben:
    2
    Sieht mir nach einem abgegriffenen Träuschling aus, da tendiere ich zu Stropharia Caerula.
    4
    Für mich am ehesten ein Spaltblättling, im zweifel mal den gemeinen: Schizophyllum Commune
    5
    Würde ich auch als Samtfußrüblinge, Flammulina Velutipes einordnen.


    Beim goldgelben Zitterling habe ich noch so im Kopf, daß man sich da nie zu sicher sein sollte, ;)
    Und die Knubbeln um den rum werden wohl rötliche Kohlenbeeren, Hypoxylon Fragiforme sein.


    Der Gallertbecher kann auch der Großsporige, Ascocoryne Cylichnium sein, wenn da keine Nebenfruchtform zu finden war.


    LG, Beorn.


    Edit:
    Zu langsam :rolleyes:
    Winfrieds Idee mit einer Laccaria Art bei eins finde ich gut. muss aber nicht der rote sein. Da gibt es etliche Arten.
    Eine Mycena bei 2 wäre mir jetzt gar nicht in den Sinn gekommen. Da stimmt mE der Habitus schon nicht. Und wenn der "Überziehende" = Mycena Epipterigia sein sollte, ist das auszuschließen. Der sieht schon ganz anders aus:


    Nochmal Grüße!

    Hallo, Mentor!


    Auch von mir mal einen herzlichen Dank!
    Würdest du nicht immer wieder brav Austern zeigen, ich wüsste wohl nicht mehr, wie die eigentlich aussehen. :D


    Was ist denn der weiße Gelibber am Stamm auf dem Bild nach dem genialen Bild mit von den Büschelraslingen in der Fichtenschonung? Hast du den benamst?



    LG, Beorn.

    Hallo, Ralf!


    Ein Superbericht, danke für die Arbeit. :thumbup:
    Du weißt ja, ich hätte zwar das meiste als Kiefer angesprochen, aber das ist dann so wie mit Kirsche und Birke. ;)


    Nein, das ist wirklich sehr anschaulich und hilfreich, ich hätte mit zwei Bestimmungsanfragen warten sollen. Das wäre jetzt nämlich auch klar gewesen.


    LG, Beorn.

    Hallo, Chris!


    Ja, Stummelfüßchen (Crepidotus) oder auch Zwergknäuelling (Panellus). Aber welches? Und welche Art?
    Da kenne ich mich zu wenig aus.
    Aber vielleicht hat jemand anderes ja noch eine Idee. ;)


    VG, Beorn.

    Hallo!


    Mein Tip - bei den gezeigten Photos allerdings mehr eine Ahnung - ist Nebelkappe, Lepista Nebularis. Viel bleibt ja bei der Größenangabe nicht übrig, und die unrunden Hutormen passen doch eher zur Nebelkappe als zum Mönchskopf.


    Über den Geruch müsste man dann natürlich nochmal reden. Aber ich gehe jede Wette ein, daß dieser Pilz nicht nach Austernseitling riecht. Da war wohl der Wunsch Vater des Gedanken. Ein Problem, das ich selbst aber auch recht gut kenne. ;)


    LG, Beorn.

    Hallo!


    Jupdedi, ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen. :P
    Aber lass sie nur gut ausreifen. Hoffenlich quillt der Köttel nicht zu sehr über von Arten, nicht daß du da noch einen Monat oder so mit beschäftigt bist. ;)


    LG, Beorn.

    Hallo!


    Ich muss mal das System überarbeiten, daß nur die Leute fragen dürfen, die noch nicht getippt haben...


    Wer soll denn jetzt noch fragen?
    Und so viele Fehler bei den eingeloggten Antworten.
    Zszszszs.


    Ich glaube ich hebe das einfach mal auf.
    Fragen darf jeder, auch wenn schon getippt ist!


    LG, Beorn.

    Hallo, Ingo!


    Das zweite Bild passt in der Tat nicht dazu. Das ist Hypholoma Fasciculare. Und sollte eigentlich zeigen, daß im Inneren dieser Böschung wohl durchaus (Laub)holz steckt. Ich nehme an, daß die einfach vor einem oder zwei Jahren gerodet wurde, und nun überwachsen ist. ;)


    LG und eine gute Nacht,
    Beorn.

    Hallo, Ingo!


    Ja, der wird lang und darum auch etwas unübersichtlich. Für den nächsten Fund werde ich dann ein neues Thema aufmachen.


    Ich schreibe morgen noch mal etwas mehr zum Thema Pilzbegeisterung, Entwicklung, Mikroskopie...
    Ich muss morgen wieder früh raus, und will das jetzt nicht in zwei Sätzen abtun.


    Darum nur kurz was Fachliches:
    Dacromyces oder Dacrymyces? Bei Krieglsteiner finde ich sogar Dacryomyces!


    Und zu den ähnlichen Formen, wie auch Lacrymalis: Berücksichtigst du da insbesondere die gekörnte Oberfläche? Im Web bzw. bei Krieglsteiner lese ich, daß die Besimmung recht sicher auf Stillatus hinausläuft, wenn sich da auch die NFF finden lässt. Ich denke schon, daß eben diese auch auf dem Stamm zu sehen war.


    Die Frage ist nur: Was heißt das nun?


    LG an euch alle,
    Beorn.

    Hallo, Sven!


    Das ist natürlich blöd. Dann ist es ja ein Basidiomycet, und hat hier in dem Thema gar nichts zu suchen. :D


    Spaß beiseite,
    das sieht echt gut aus. Danke für den Hinweis. :thumbup:
    Ihr seid schon eine echt starke Truppe hier. Wieder habe ich einen neuen Pilz kennengelernt, den ich mir jetzt merke, denn der scheint ja quasi omnipräsent zu sein.


    So nebenbei hast du auch noch zwei weitere UMOs in meinem Archiv geklärt. Das eine stammt von einem anderen Stamm vom selben Tag:


    Dann ein weiterer Fund vom Oktober:


    Und auf dem Stamm bei den oben gezeigten Pilzen (also Dacromyces Stillatus) war auch noch sowas:



    Diese Dinger habe ich alle für Schleimpilze gehalten. Wird aber das Konidienstadium der zerfließenden Gallertträne sein. Da war auch noch ein etwas größerer Glibber in der Art auf dem oben gezeigten Stamm. Aber der wollte nicht scharf werden.


    Ich denke, vor dem Mikroskop muss erstmal noch eine bessere Kamera her. Autofokus ist nicht so gut.



    Vielen Dank,
    Beorn.


    Zeigen.:)


    OK.



    Also der nächste.
    Der Fundort ist kaum 100m vom Fundort der Dasyscyphella entfernt.
    Also auch Odenwald, ähnliche Höhe, Nordhang, schattig, eher trocken.
    Und weils so schön war, diesmal wieder meine Vermutung: Nadelholz.


    Der Verdacht wird dadurch erhärtet, daß an selbem liegendem Stamm auch folgendes saß:



    Das sollte wohl Oligoporus Caesius sein.


    Zum gelben Pilz:


    Wieder keine überprüfbare Größenangabe. :shy:
    Aber klar größer als der weiße oben. Aber ganz klar nicht im Zentimeter - Bereich.
    Auffällig: Nur an Stellen zu finden, wo der Stamm nicht den Boden berührte.
    Außerdem überall rau, die ganze Oberfläche irgendwie körnig.
    Die Gebilde sind ganz leicht durchscheinend.
    Teilweise einzeln und rundlich, dann aber auch gedrängt, verwachsen; Konglomerate bildens und dabei auch wellig verformt.
    Keine Stiele feststellbar. Keine Haare zu erkennen.


    Bilder:




    Leider habe ich von denen keine Proben.
    Wie eine Bisporella sieht das allerdings nicht aus.
    Ist es vielleicht noch ganz jung, und will erst noch größer werden?



    Ich bin gespannt auf eure Ideen.


    VG, Beorn.

    Hallo!


    Nachdem die Substratfrage nun wohl gekärt ist, würde ich eigentlich gerne Dasyscyphella Nivea cf einloggen. Nach den für mich überprüfbaren Merkmalen passt das sehr gut. Aber eben nur, soweit das Auge reicht. ;)


    Ja, ein Mikroskop wäre schon einer der nächsten Schritte. Aber das will nicht überstürzt werden. Immerhin bedeutet das ja auch, daß ich mich dort in die Technik reinarbeiten muss. Und entsprechende Literatur anschaffen. Auch das Mikroskop an sich soll dann schon was Vernünftiges sein.


    Langsam, Leute!
    Mich interessiert das schon sehr. Aber so richtig eingestiegen bin ich erst in diesem Jahr. Auch im Makroskopischen Bereich liegt noch einiges vor mir. Ich will zB mal ein paar lustige Rötlinge finden. Die ich dann ncht bestimmen kann und wieder ein Mikro brauche.


    Ach, egal.


    Pilz gut?
    Einen gelben Becherling hätte ich noch zu bestimmen. ;)



    LG, Beorn.



    PS.:
    Wofür steht eigentlich wieder dieses "cf"? So sinngemäß müsste das doch "ich glaube - weiß es aber nicht sicher" oder so heißen. Aber wie ist denn der genaue Wortlaut dieser Abkürzung?

    Ahoi!


    Dann fragt doch mal was!
    Wenn es nach drei Fragen immer noch ein Fischen im Trüben ist, dann können auch noch ein oder zwei Bonusfragen angehängt werden.


    Beispiele:
    Ist es ein Mykorrhiza - Pilz?
    Ist es ein Lamellenpilz?
    Wird der Hut breiter als xy Zentimeter?
    Ist der Pilz beringt?
    Ist das Sporenpulver regenbogenfarben?
    Ist es eine Gattung mit mehr als 200 Arten?
    Ist das Hutfleisch weiß?
    Ist die Stielbasis knollig?
    Verursacht der Pilz auch gekocht Brechdurchfälle?
    ...


    Übrigens denke ich schon nach, ob man den Punktestand ab und an resetten sollte. Mein Gedanke wäre dann so nach 10 Runden. Oder eher 5? Da muss ich noch eingehender nachdenken.


    Und wenn mal jemand anderes ein paar Runden (oder auch nur eine) auflegen würde, wäre das doch toll. :)


    LG, Beorn.

    Hallo, Andreas!


    Mein Handy schafft jedenfalls nicht solche Bilder. ;)
    Es ist aber schon beachtlich, daß da noch so knackige Pilze zu finden sind.
    Einen schönen Urlaub wünsche ich, und daß dazu das Wetter noch eine Weile warm bleibt.


    LG, Beorn.

    Hallo, Ingo!


    Zitat

    Der Hut war klar breiter als meine Schachtel Moods Filter.


    Kann jeder sagen, ich sehe keine Schachtel auf den Fotos, Buchenblätter aber schon.:/


    Schon richtig so. ;)
    Was nicht belegbar ist, bringt auch keinen Erkennungswert. Dafür aber Potential für Diskussionen.


    Zitat

    ...oder dem furchtbaren Pilz, der mir den ganzen Kühlschrank verpestet hat,...


    Welcher Pilz ist das?


    VG Ingo W


    Ja, das wüsste ich auch gerne. Momentan favorisiere ich Inocybe:


    Aber auch da bin ich noch nicht festgelegt. Da kommt dann wohl noch eine Anfrage, aber erst morgen abend. Geduld, bitte! Der Geruch war penetrant - stechend - mehlig. Und verstärkte sich immer mehr.



    LG, Beorn.

    Hallo, Ingo!


    Ist doch super, dann lerne ich nicht nur was über Pilze, sondern nämlich auch über Holz. Es gehört ja auch irgendwie zusammen.


    Die Verfärbungen waren mir schon aufgefallen, hatte sie eingangs erwähnt:

    Zitat


    Er ist weiß, teilweise sind die FK aber auch dunkel gefleckt. Eine Reaktion auf Verletzung scheint das nicht zu sein, beim Ärgern konnte keine Verfärbung festgestellt werden.


    Ich hatte nur keine Ahnung, wie das einzuordnen ist. Aber "im Alter fleckend, teilweise gänzlich grau verfärbend" ist schon ein echt gutes Erkennungszeichen.


    Danke für die weiteren Ansichten. :thumbup:


    LG, Beorn.