Hallo, Rhiannn!
Ich glaub dir ja
Will dein Urteil gar nicht anzweifeln. Ich will nur verstehen, warum ich zu einem anderen (falschen) Urteil komme, was mir nach gründlichem Lesen der Beschreibungen auch immer noch richtig erscheint. Du sagst, später rötlich getönt. Aber wie weiß man, wann später ist? Wenn du verstehst, was ich meine 
Also, woher weiß ich, dass das oben kein noch im früheren Gelb-Stadium befindlicher Glattstieliger Hexenröhrling ist? An der Größe und Hutausbuchtung allein kann das ja auch nicht liegen, oder doch? Weil Bild auf Wiki eben auch schon ein großer Pilz und trotzdem gelbe Poren (guckstu, ich lerne
Wo ich vorher Röhren sagte, meinte ich in der Tat die Poren)
Es st schon wirklich etwas verzwickt. Zumal es auch noch "Rotporer" mit noch deutlicher gelben Poren gibt. Dazu würde zB auch der Ochsen - Röhrling gehören, oder noch besser: Flockis mit Pigmentstörung. 
Ob auch der Echte Gelbe Hexenröhrling zu den Rotporern gezählt wird, weiß ich gerade nicht.
Das mal zur Einleitung. Denn ehrlich gesagt: Ich weiß gerade nicht, wie ich es dir erklären soll, so daß du mit den Infos auch was anfangen kannst. Denn vieles dabei sind eben Erfahrungswerte. Und das betrifft dann schon Sachen wie "Hröße und Hutausbuchtung". Da geht es darum, sich nicht so sehr auf einzelne Merkmale zu verlassen, sondern um die Beurteilung eines Gesamtbildes.
Am liebsten würde ich dich jetzt mal einladen zur nächsten Pirsch, mit ein paar Pilzen in der Hand ist es am einfachsten. Denn wo du recht hast: Selbst die besten Beschreibungen geben meist nur ein Idealbild wieder und könne nicht alle Faktoren und Variationsmöglichkeiten berücksichtigen.
Dazu mal noch ein Beispiel.
Wenn du diese Hutunterseite mit Porenschicht siehst:

An was denkst du da?
Wahrscheinlich das selbe wie ich vor einem Jahr: Ein Rotporer, da muss man mal die Arten angucken.
Was wurde draus? Eine Sackgasse.
Der Pilz ist nämlich ein Wurzelnder Bitterröhrling (Boletus radicans) also ein reiner Gelbporer.
Aber das sind so die Sachen, die mit der Zeit dann etwas besser verständlich werden, je mehr Pilze von einer Art man gesehen hat. Und eigene Funde, die auch gut untersucht und angeschaut werden, helfen besser weiter als jede Literatur.
LG, pablo.