Beiträge von nobi_†

    Danke für einen weiteren spannenden Kräuterbeitrag, Maria! :thumbup:


    Ich persönlich bin ja ein Fan vom Bitteren Schaumkraut (Cardamine amara), auch Falsche Brunnenkresse genannt.
    Die Art ist meiner Meinung nach an den entsprechenden Standorten ungleich ergiebiger als das Wiesen-Schaumkraut.


    Wiesen-Schaumkraut habe ich noch nicht probiert, daher meine Frage: Ähneln sich die beiden Arten eigentlich geschmacklich?


    Liebe Grüße vom Nobi

    Das sind Spitzmorcheln.


    Viele Pilzfreunde suchen sie seit Jahren vergeblich - und bei Dir kommen sie einfach ins Haus! ;)


    Die Pilze sind Saprophyten, leben also von totem organischen Material.
    Eventuell befindet sich etwas Rindenmulch oder sonstiges in Zersetzung befindliches Holz im Wuchsbereich.
    Daran wachsen sie sehr gern, es ist sozusagen ihre Nahrung.


    Die hübschen (und leckeren) Pilze sind keine Gefahr für das Mauerwerk.
    Allerdings benötigen sie wie alle Pilze Feuchtigkeit zum Wachstum.
    Und diese solltest Du natürlich vom Haus fernhalten.


    Nobi

    Tolles Portrait, Dieter! :thumbup:


    Leider scheitere ich in meiner kalkarmen Region bereits an der Wirtspflanze.


    Sollte ich mal wieder in einem Kalkgebiet unterwegs sein, werde ich natürlich die Augen offenhalten.


    LG, Nobi


    Bourbon ? Echt ? Schüttel! :nana:


    Das war auch bis Freitag exakt meine Meinung! :thumbup:
    Ein Maker's Mark Cask Strenght mit 55,75% hat mir gezeigt, das auch Bourbons trinkbar sind!
    Weizen statt Roggen.
    Dadurch ist dieser edle Tropfen natürlich nahe am Scotch!


    Und natürlich nix gegen einen guten Rum.
    In der Runde bin ich gern mit dabei!
    Bei uns ist gerade ein 12jähriger Flor de Cana aus Nicaragua offen, da gönnen wir uns gelegentlich ein Tröpfchen! :yumyum:


    ...kleine gelbe Frk. die ich dann an den gemusterten Sporen und Sporengröße als Ascobolus lignatilis angesehen habe. Sporen: 12,7 - 13,6 x 7,1 - 8 µm.


    Nun, Hans, Ascobolus lignatilis ist eine +/- deutlich gestielte kräftige Art (bis 1 cm) mit größeren Sporen als von Dir gemessen.
    Auch sind die Sporen meist auffällig spindelig.
    Deinen gut dokumentierten Fund würde ich als Ascobolus crenulatus ansprechen!
    Hier passen die Mikromerkmale ausgezeichnet, und auch makroskopiasch kommt das weit besser hin.



    Bei der weiteren Reife muß mir warscheinlich dann bei den in Kultur stehenden Frk. ein Fehler unterlaufen sein!
    Nach einigen Tagen war ich sehr erstaunt, daß die Sporen an allen Frk. glatt und ohne Maserung waren!


    Das konnte ich ebenfalls bereits an verschiedenen Ascobolus-Arten beobachten.
    Fehlentwickelte bzw. ungefärbte Sporen sind unter Feuchtkammerbedingungen nichts ungewöhnliches.
    Über die Ursachen kann ich nur spekulieren. Temperaturschwankungen sind sicher eine davon.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Ein kniffliges Problem, aber ich denke, ein lösbares, Ralf!


    Meiner Meinung nach fällt das durchaus noch in die Variabilität von Trichodelitschia minuta.


    Begründung:
    T. munkii kenne ich mit deutlich schlankeren, polar verjüngten Sporen von 18-21 x 6-6,5 µm.
    Sie hat flache, einfache Keimporen ohne prominenten Porenkragen (Collar), welcher auf Deinen Bildern zu sehen ist und der typisch für minuta ist.
    Die Gelhülle um die Sporen ist stets zweigeteilt, ich sehe gelegentlich eine deutlich dreigeteilte Hülle.
    Dieses Merkmal ist allerdings nicht immer sehr gut ausgeprägt.


    Einige Porenkragen (grün) und zwei Sporen mit +/- gut sichtbarer dreiteiliger Gelhülle (rot) habe ich auf folgendem Bild markiert.



    Also, auch wenn die bestimmungsrelevanten Merkmale nicht optimal ausgeprägt und die Sporen etwas klein sind, ist das meiner Meinung nach, wie bereits erwähnt
    Trichodelitschia minuta.
    Kleinsporige minuta mit Sporen um 20-22 x 8-9 µm konnte ich gelegentlich finden.


    Liebe Grüße vom Nobi


    Auch hier komm ich auf Sp. australis
    wo mach ich hier den Fehler ?


    Ich denke, dass Du keinen Fehler machst, Bernd!
    Sp. australis ist als Massenpilz recht variabel.
    Auch ich hatte hin und wieder kleinsporige Aufsammlungen (zB. 38-42 x 8), die ich australis bestimmen konnte.



    Mal sehen was Nobi dazu sagt.


    Ich schließe mich da gern Deinen Ausführungen an, Ralf.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo, liebe Stammtischler,


    lange habe ich nicht mehr an diesem Tresen, der für mich einer der sympatischsten dieser Welt ist, platzgenommen.
    Nun hatte ich gestern ein Erlebnis, das gut hierher passt und das ich gern mit Euch teilen möchte.


    Ich war mit Frau und guten Freunden zu einer Whiskyverkostung auf der Elbe unterwegs.
    Nördlich von Meißen, auf einem kleinen Schiff.
    Bei traumhaftem Frühlingswetter sind wir 17:00 "in See gestochen" und hatten bis kurz vor Mitternacht einen großartigen Abend.


    Ich mag nicht zu viele Worte machen, sondern Euch lieber ein paar Bilder zeigen.


    Elbtal mit Weinbergen im Abendsonnenschein.



    Biberrevier. Leider hat sich keiner gezeigt. Sie kommen wohl erst mit der Dämmerung aus ihrer Burg.
    Auf dem Schild (halblinks) steht übrigens eine 92. Das heißt, vor 92 km hat die Elbe die tschechische Grenze überwunden und fließt seitdem in Deutschland.



    Der Löwenkopf. Ein imposantes Felsmassiv.



    Blick auf Meißen mit der Albrechtsburg.



    Sechs Whiskys durften wir blind verkosten. Die Auflösung war doch einigermaßen überraschend!
    Das Spektrum reichte übrigens von Irland über Schottland (logisch!) bis zum amerikanischen Bourbon (Fassstärke!) Letzterer hat uns alle positiv überrascht.



    22:40. Unser Schiff ist längst wieder im Hafen und unsere Freunde (5. und 6. Fenster von links) sind noch eifrig am Nachschenken!



    Darauf einen in Eichenfässern gereiften Single Malt der bayrischen Destille Liebl, welcher ebenfalls Bestandteil der Verkostung war.
    Auf Euer Wohl oder wie der Schotte sagt "Slà inte mhath". :yumyum:


    Ahoi, Jan-Arne!
    wieder ein einwandfrei angelegter
    und daher bestechend überzeugender Fake.
    Fast wäre ich neidisch geworden.... :cool:


    Dem schließe ich mich kommentarlos an! :D


    Ich frage mich bloß, wie Du von dieser "Nichtart" so tolle Bilder schießen konntest, Jan-Arne? 8|
    Fotoshop???


    Liebe Grüße und danke für diesen super Beitrag.


    Nobi

    Super Eindrücke aus Hornberg sind das, Harzi! :thumbup:


    Den Trauermantel kenne ich immer nur fliegend, noch nie hat der mir Modell gesessen.


    Gibst Du noch einen kleinen Einblick in den Pyreno-Kurs?
    Ich denke, da würde nicht nur ich mich sehr freuen (und evtl. gleich fürs nächste Jahr reservieren).


    Liebe Grüße vom Nobi


    wenn es wirklich eventuell ein eher seltener Fund sein könnte, wäre es dann sinnvoll zu mikroskopieren?


    Dann wüssten wir es genau!
    Vorschläge gibt es ja einige. Ich schicke Dir mal meine Adresse. ;)



    Das Mikroskopieren wird auch nur feststellen, dass es G. ancilis ist.


    Sehe ich ebenso, aber man kann es zur Sicherheit dennoch überprüfen.



    Aber ganz egal was für eine Lorchel es nun wirklich ist - ich habe mich riesig gefreut so etwas überhaupt einmal gefunden zu haben.


    Die Freude kann ich nachvollziehen, bin ich den Scheibenlorcheln doch schon seit Jahren vergeblich auf der Spur!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Liebe Foris, insbesondere ihr Computerspezies,


    hier mal eine technische Anfrage.
    Ich arbeite mit Win7 und nutze online nahezu 100%ig den Firefox.
    Nun ergibt sich nach dem neuesten Update auf die Version 52.0.2., dass bei den Forums-Soundtracks alle als Film verlinkten Videos verschwunden sind! X(
    D.h., anstelle des bisher vorhandenen Bildschirmes zum anklicken des jeweiligen Songs sieht man jetzt nur noch einen weißen Fleck!


    Hier mal ein willkürliches Beispiel, wie sich das anschaut.



    Ich habe das gleiche Problem auch auf einem anderen Rechner feststellen können.


    Frage:
    Welche Einstellungen muss ich ändern, um wieder die Filmchen sehen zu können?


    PS.
    Normale links sind nach wie vor sichtbar und auch abrufbar.
    Beim IE wird mir mitgeteilt: "Nur sicherer Inhalt wird angezeigt" und ich sehe ebenfalls ein leeres Feld!
    ABER. Es gibt da den Button "Gesamten Inhalt anzeigen". Wenn ich den drücke ist alles wieder ok!


    Sicher wird es beim Feuerfuchs ähnlich sein, nur dass es da keinen entsprechenden Button zu geben scheint.
    Oder ich bin zu blöd, den zu finden.


    Es wäre doch schade, wenn das vor vier Jahren von Pablo auf meine Anregung etablierte Unterforum nicht mehr nutzbar sein sollte.
    Wieviel tolle Musik schlummert doch da, und ganz nebenbei hat man einige User etwas näher kennengelernt!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Maria,


    Jahreszeit, Fundort und Habitus sprechen klar für eine Scheibenlorchel.


    Da ich auf deinem schrägen Foto jede Menge Fichten zu erkennen glaube, könnte es neben der von Jörg vermuteten Schildförmigen Scheibenlorchel (Gyromitra parla, an Laubholz) durchaus auch die Nadelholz-Scheibenlorchel (Gyromitra ancilis) sein.
    Deine Fruchtkörper sind noch sehr jung.
    Da fällt es schwer, etwas konkreteres zu sagen.


    Eine "Peziza" (eine der artenreichsten Becherlingsgattungen, wobei nur wenige Arten direkt an Holz vorkommen) würde ich nach meinen Erfahrungen ausschließen,
    auch wenn es natürlich möglich sein kann.
    Letztlich hilft tatsächlich nur das Mikroskop.


    Ganz gleich, wie der Pilz heißt - ein schöner Fund ist es allemal! :thumbup:


    Liebe Grüße vom Nobi

    Lieber Dungpilzler und alle anderen interessierten Pilzler natürlich auch! ;)


    Bei der Nachkontrolle einiger am letzten Wochenende während der Schwarze-Diamanten-Tour aufgesammelten Rehkötteln entdeckte ich eine Art,
    die ich seit gut 15 Jahren nicht mehr gesehen habe. Auch wenn ich sie in dem genannten Thread bereits vorstellte, möchte ich ihr doch ein eigenes Thema widmen.
    Ich hoffe, das ist soweit ok, auch wenn es gewissermaßen eine Dopplung ist.


    Immerhin hatten wir diese Species bisher noch nicht in diesem Forum vorgestellt und somit können auch die Dungpilzspezies, die meinen und Matthias' langen Beitrag nicht gelesen haben, diese Art für sich entdecken.


    Winzige schwarze Pünktchen an Rehkötteln im Frühjahr hören gern auf den Namen Sporormiella vexans.


    Die Sporen dieser Art sind 7-zellig, und nichts anderes erwartete ich, als ich einen ca. 0,3mm kleinen Fruchtkörper unters Mikro legte.


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    Große Überraschung! Wir haben hier eine 8-zellige Art!


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    Es handelt sich um Sporormiella bipartis, eine Art, die ich letztmalig vor 15 Jahren fand!
    Fundort: Bayern, Fichtelgebirge, Weißenstadt, unterhalb Großer Waldstein, MTB 5837/31
    Zwei meiner wenigen Funde stammen übrigens ebenfalls aus dem Fichtelgebirge (Vordorfermühle und Zeitelmoos, 2001).
    Nachzulesen in Mycologia Bavarica 10, 2008.
     
    Typisch und namensgebend sind die Sporen, welche bei Reife in zwei gleichgroße Teile zerfallen.


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    Ahmed & Cain nennen in ihrer Sporormiella-Monografie mehr als ein Dutzend Arten mit achtzelligen Sporen. Inzwischen sind einige weitere beschrieben worden.
    Ich selbst konnte bisher neun dieser bemerkenswerten Arten untersuchen.
    Alle sind meiner Meinung nach ausgesprochene Raritäten, wobei Sp. octomera und Sp. octonalis noch relativ gut verbreitet scheinen.
    Jedenfalls konnte ich diese beiden Arten jeweils mehr als zehnmal nachweisen.


    Doch was bedeutet Seltenheit bei Dungpilzen, die kaum jemand wahrnimmt?
    Kann man das überhaupt bewerten?
    Ich kann da nur für mich sprechen.
    Für mich ist ein Dungpilz selten, wenn ich ihn auf bisher hunderten untersuchten Proben mit tausenden Kötteln nicht oder nur ganz wenige Mal entdecken konnte.


    Und genau das ist hier der Fall!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Spannende Erstanfrage, Bernd!


    Inzwischen hast Du ja reichlich kompetente Antworten bekommen.
    Eutypella möchte ich ebenfalls gern ausschließen. Sind die nicht alle achtsporig?


    Bleibt also Diatrypella.
    In der Tat gibt es neben der inzwischen synonymisierten D. tocciaeana und D. verruciformis eine weitere Alnus-Art (Diatrypella placenta), allerdings mit winzigen Sporen (4-6 x 1 µm).
    Ich vermute bei Deinem Fund eher Diatrypella favacea, die ich z.Z. ebenfalls sehr oft an Erlenzweigen finde.
    Jedenfalls glaube ich, dass es diese Art ist. Oder sollte es doch verruciformis sein!?:shy:
    Am besten vergleichst Du mal mit Björns schöner Vorstellung.


    Die Asci sollten wie von Klaus erwähnt auffällig langstielig sein.


    Liebe Grüße vom Nobi

    So, nach einem Jahr Schweigen gibt es einige Neuigkeiten zu der Art zu vermelden.


    Inzwischen hat Peter Püwert die Art 2x an Mäuse- und 1x an Fuchslosung gefunden und auf Ascofrance.fr vorgestellt.
    Nach Vergleich mit seiner Dokumentation bin ich mir inzwischen recht sicher, dass es sich tatsächlich um Saccobolus geminatus handelt.


    Hier geht es zu Peters Beitrag.
    Da findet ihr auch meine verlinkte Anfrage vom Vorjahr, auf die damals leider niemand eine Antwort wusste.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Nun, das sollte schon intermedia sein, Bernd!


    Wenn ich mit der Originalbeschreibung von Lorenzo vergleiche, so hat lasiocarpa doch deutlich größere Sporen.
    Dass an sich unbehaarte Species gelegentlich Haare ausbilden können, habe ich auch schon oft beobachtet.
    Ich denke, dass gewisse Umwelteinflüsse (u.a. Trockenheit) für solche "Nothaare" verantwortlich sind.


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Ich ergänze gleich noch zu Deiner Anfrage vom Vorjahr zu Saccobolus cf. geminatus. Es gibt etwas Neues. Schau mal da.

    Auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem Forum, Bernd!


    Deine Beiträge zur mikroskopischen Holzbestimmung habe ich mit großem Interesse gelesen.
    Jedenfalls, soweit sie mir vorliegen (Teile 1-3 in der SWPZ).


    Dass Du Dich zukünftig verstärkt den Pyrenomyceten zuwenden willst, finde ich toll!
    Ich selbst finde sie ungeheuer faszinierend, wenngleich ich auf diesem "weiten Feld" ebenfalls ein stetig Lernender bin.


    Auf Deine Anfragen und Kommentare bin ich bereits sehr gespannt.


    Nobi

    Danke für diesen schönen Rundgang durch ein mir sehr vertrautes Gebiet, Stefan! :thumbup:


    Ich habe ja einige Jahre ganz in der Nähe gewohnt (DD, Tharandter Str., Kesselsdorfer Str.) und in Pesterwitz/Altfranken gearbeitet.


    Am westlichen Waldrand des Jochhöh-Schlösschens fand ich vor ca. 25 Jahren "meine" ersten Fingerhut-Verpeln (Verpa conica).
    Sie wuchsen dort zu Hunderten unter alten Kirschbäumen.
    Leider habe ich sie in den letzten Jahren nicht mehr entdecken können.


    Aber ich denke, dieses tolle Gebiet ist immer wieder für interessante Pilzfunde gut.
    Das wäre doch auch mal was für eine gemeinsame Exkursion!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Schön, dass es immer noch Interesse an dem Beitrag gibt! :)
    Auf einige Eurer Wortmeldungen möchte ich im folgenden gern noch antworten.



    Die Schwarzborstlinge sind natürlich ein Traum. Die würde ich auch gerne mal live sehen wollen. Bisher hats noch nicht wirklich geklappt.


    Wie wärs mit nächstes Jahr im März in meinem Hauswald? Ich hatte sie erst am Montag wieder. Man könnte ja auch Ralf einladen! ;)
    Und danke für die Tipps zum Coprinellus.



    Wie von dir nicht anders gewöhnt wieder großartige Bilder, wobei mir die Bilder der nicht pilzlichen Motive und der gängigen Arten ebenso gut gefallen wie die der selteneren.


    Danke, Karl.
    Als ich die Rotrandigen entdeckte, sagte ich zu Matthias, dass ich sie schon so oft gesehen habe, aber selten so charakteristisch.
    Logisch, dass wir ein paar Fotos schießen mussten.



    Danke für die Schönheiten. Schwarzborstling, wieder was für die Liste "Möchte ich gerne auch finden".


    Ich drück' Dir ganz fest die Daumen, Markus! Du musst ihn im März an moosigen Wegböschungen in Fichtenwäldern suchen.
    Der geht übrigens auch ohne Mikroskop. ;)



    Wahrscheinlich habt Ihr wunde Knie, wenn Ihr aus dem Wald kommt vom "Großpilze" fotografieren.


    :D Ganz so schlimm ist es nicht. Aber die Jeans müssen hinterher schon in die Wäsche!



    An einer verharzten Stammwunde fand Nobi winzige gelbe Pünktchen, die sich bei genauer Betrachtung als Pycnidiellum resinae, die Nebenfruchtform von Sarea resinae entpuppten:


    Da hat es sich also doch gelohnt, etwas Harz abzukratzen. Super Bild auch von den winzigen Kügelchen!



    Nobi, falls Du noch Material von dem Typha-Blatt mit Arthrinium hast, da lohnt es sich wirklich noch die kleinen Pünktchen auf Phaeosphaeria-Arten zu prüfen, die Blätter quellen über davon.


    Leider hatte ich nur ein winziges Blattfragment mitgenommen und da gibt es tatsächlich "nur" Arthrinium curvatum var. curvatum.
    Aber jetzt weiß ich, worauf ich zukünftig achten muss!


    Die Dungpilze hatte ich im Wesentlichen auch, und einen spektakulären obendrein!
    Auch wenn meine Mikros z.Z. mit meinem Equipment nicht umwerfend sind, zeige ich ein paar Bilder.
    Zumal wir die Art noch nicht in diesem Forum hatten!
    Und die wichtigsten Merkmale sind gut erkennbar.


    Winzige schwarze Pünktchen an Rehkötteln im Frühjahr hören gern auf den Namen Sporormiella vexans.
    Die Sporen dieser Art sind 7-zellig, und nichts anderes erwartete ich, als ich einen ca. 0,3mm kleinen Fruchtkörper unters Mikro legte.



    Große Überraschung! Wir haben hier eine 8-zellige Art!




    Es handelt sich um Sporormiella bipartis, eine Art, die ich letztmalig vor 15 Jahren fand!
    Zwei meiner wenigen Funde stammen übrigens ebenfalls aus dem Fichtelgebirge (Vordorfermühle und Zeitelmoos, 2001).
    Nachzulesen in Mycologia Bavarica 10, 2008.
    Nun also ein weiterer Fundort in dieser Region. :thumbup:
    Typisch und namensgebend sind die Sporen, welche bei Reife in zwei gleichgroße Teile zerfallen.



    Falls Du die Art nicht hast, Matthias, schaue ich mal, ob ich etwas Material trocknen und Dir anschließend zuschicken kann.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Das hat mal wieder Spaß gemacht, Euch zu begleiten! :thumbup:
    Danke für die großartigen Eindrücke, Karl!



    Böhmische Verpel (Verpa bohemica)
    Und damit kein Neid aufkommt habe ich die Vielen etwas verschleiert :D


    :cool: Wieso Neid? ;) Ich gönne sie Dir jedenfalls von Herzen!



    Küchen-oder Kuhschelle (Plusatilla vulgaris)
    Der Seidelbast stand in voller Blüte auch wenn auch etwas versteckt hatte.


    Im nahezu kalklosen Sachsen werde ich diese wunderschönen Pflanzen wohl nie finden. Umso schöner Deine Bilder.



    Hexenbesen an Birke ausgelöst durch Taphrina betulina


    Die hatte ich am Wochenende auch mit Matthias.
    Kannst Du mir erklären, wo man die Teleomorphe findet?
    Evtl. an abgefallenen Blättern? Wir waren uns da nicht sicher.



    Scheiben-Lorchel (Dicina ancilis)


    Gelungener Aprilscherz! :thumbup:
    Und schöne Fotomontage!
    Die Art gibt es natürlich nicht, auch wenn Ralf hier kürzlich das Gegenteil behauptete.


    Liebe Grüße vom Nobi