Schön, dass es immer noch Interesse an dem Beitrag gibt!
Auf einige Eurer Wortmeldungen möchte ich im folgenden gern noch antworten.
Die Schwarzborstlinge sind natürlich ein Traum. Die würde ich auch gerne mal live sehen wollen. Bisher hats noch nicht wirklich geklappt.
Wie wärs mit nächstes Jahr im März in meinem Hauswald? Ich hatte sie erst am Montag wieder. Man könnte ja auch Ralf einladen!
Und danke für die Tipps zum Coprinellus.
Wie von dir nicht anders gewöhnt wieder großartige Bilder, wobei mir die Bilder der nicht pilzlichen Motive und der gängigen Arten ebenso gut gefallen wie die der selteneren.
Danke, Karl.
Als ich die Rotrandigen entdeckte, sagte ich zu Matthias, dass ich sie schon so oft gesehen habe, aber selten so charakteristisch.
Logisch, dass wir ein paar Fotos schießen mussten.
Danke für die Schönheiten. Schwarzborstling, wieder was für die Liste "Möchte ich gerne auch finden".
Ich drück' Dir ganz fest die Daumen, Markus! Du musst ihn im März an moosigen Wegböschungen in Fichtenwäldern suchen.
Der geht übrigens auch ohne Mikroskop. 
Wahrscheinlich habt Ihr wunde Knie, wenn Ihr aus dem Wald kommt vom "Großpilze" fotografieren.
Ganz so schlimm ist es nicht. Aber die Jeans müssen hinterher schon in die Wäsche!
An einer verharzten Stammwunde fand Nobi winzige gelbe Pünktchen, die sich bei genauer Betrachtung als Pycnidiellum resinae, die Nebenfruchtform von Sarea resinae entpuppten:

Da hat es sich also doch gelohnt, etwas Harz abzukratzen. Super Bild auch von den winzigen Kügelchen!
Nobi, falls Du noch Material von dem Typha-Blatt mit Arthrinium hast, da lohnt es sich wirklich noch die kleinen Pünktchen auf Phaeosphaeria-Arten zu prüfen, die Blätter quellen über davon.
Leider hatte ich nur ein winziges Blattfragment mitgenommen und da gibt es tatsächlich "nur" Arthrinium curvatum var. curvatum.
Aber jetzt weiß ich, worauf ich zukünftig achten muss!
Die Dungpilze hatte ich im Wesentlichen auch, und einen spektakulären obendrein!
Auch wenn meine Mikros z.Z. mit meinem Equipment nicht umwerfend sind, zeige ich ein paar Bilder.
Zumal wir die Art noch nicht in diesem Forum hatten!
Und die wichtigsten Merkmale sind gut erkennbar.
Winzige schwarze Pünktchen an Rehkötteln im Frühjahr hören gern auf den Namen Sporormiella vexans.
Die Sporen dieser Art sind 7-zellig, und nichts anderes erwartete ich, als ich einen ca. 0,3mm kleinen Fruchtkörper unters Mikro legte.

Große Überraschung! Wir haben hier eine 8-zellige Art!


Es handelt sich um Sporormiella bipartis, eine Art, die ich letztmalig vor 15 Jahren fand!
Zwei meiner wenigen Funde stammen übrigens ebenfalls aus dem Fichtelgebirge (Vordorfermühle und Zeitelmoos, 2001).
Nachzulesen in Mycologia Bavarica 10, 2008.
Nun also ein weiterer Fundort in dieser Region.
Typisch und namensgebend sind die Sporen, welche bei Reife in zwei gleichgroße Teile zerfallen.

Falls Du die Art nicht hast, Matthias, schaue ich mal, ob ich etwas Material trocknen und Dir anschließend zuschicken kann.
Liebe Grüße vom Nobi