Hallo Hannes,
die Vermutung oder in diesem Fall Entscheidungsfindung beruht auf Diskussionen, die in zahlreichen Foren liefen, verschiedenen Recherchen ( die allerdings auch nur den Verdacht auf Gyromitrin äußerten) und der sinnvollen Überlegung, dass selbst bei einem nur vermuteten Verdacht auf den Genuss besser verzichtet wird.
Aktuell bin ich bezüglich Quellen - Nachweisen keineswegs auf dem Laufenden, weil ich alles, was Lorchel betrifft, bereits letzten Herbst bis auf Weiteres kulinarisch abgeschlossen habe, zumindest bis eine eindeutige Entwarnung erfolgt. Ohne Not, soll heißen, bei so vielen anderen zahlreichen ohne Bedenken zu verzehrenden Funden, muss ja auch kein Wagnis eingegangen sein.
Marcel Bon schreibt ebenfalls (roh sind alle Lorcheln giftig, das ist für uns ja nichts Neues), dass trotz Abkochens aufgrund individueller Unverträglichkeiten vom Verzehr abzuraten ist.
Ewald Gerhardt beurteilt die Situation anders und stuft als essbar ein, ohne jeglichen Hinweis auf irgendetwas.
(S. 628. Der große BLV....)
Ebenso wie Laux, der allerdings nur schreibt, "Essbar, gut erhitzen !"
Im Zweifelsfall würde ich mich auf die Seite derer stellen, die Bedenken haben, zumindest solange, bis eine ausdrückliche Entwarnung und der explizite Ausschluss möglicherweise gesundheitsgefährdender Stoffe gefolgt ist.
LG,
Markus
Edit :
Emil, danke für den Link, 
der diesen Herbst allerdings seinen 14. Geburtstag feiert.
Ein forensisch hinterlegtes Ergebnis kam in der netten Runde auch nicht zustande. Gibt es sonst noch eine aktuelle Diskussion ?
Bis dahin bleibe ich bei meiner Einschätzung. 
LG,
Markus