Beiträge von Calabaza

    Guten Abend zusammen,


    heute war ich nochmals mit dem Rad unterwegs, in anderen Waldbereichen als gestern. Parasole in Zweier- und Dreiergruppen, einfach toll. Der einzelne war der schönste Parasol (Macrolepiota procera), leider war der Hut nicht ganz intakt, er hätte sonst Fotomodell werden können. Zum Größenvergleich habe ich neben den einzeln stehenden Parasol eine 0,5 Liter Sprudelflasche gestellt.



    dann noch das Paar , und das Trio


    Dann stoperte ich über diese nette Gruppe von Stäublingen:



    Zwischendrin fand ich noch etwas nicht Pilziges, die Früchte erinnerten mich an Physalis, nur eben orangefarben. Innen war nach Abtasten auch eine kugelrunde Frucht.



    So, dann fand ich noch den hier. Mit Champignons ist es wohl ein Thema für sich.
    Hutdurchmesser 6,8 cm. Hut trocken. Nach anfassen (Druck) gilbend, fast zitronengelb.
    Stieldurchmesser 1,7 cm.
    Gesamtgröße 8 cm hoch
    Geruch Anis.
    Stiel nach Schnitt und Druck nicht farbändernd. Eine Manschette konnte ich nicht feststellen. Trotz der Trockenheit war er knackfrisch.
    Lamellen leicht bräunlich rosa.
    Er wuchs unter Fichten am Waldrand nahe einer Wiese.
    Ich vermute den Schafegerling / Anis-Champignon, Agaricus arvensis.
    Was seht ihr ?


    Liebe Grüße,


    Markus

    Hallo Ingo,


    nett, nochmal einer der kritisch nachfragt. Tut mir gut, es gibt also mehr von meiner Sorte und ich muss mir keine Sorgen mehr wegen mir machen.


    Also, den ersten habe ich mitgenommen, daheim nochmals zerlegt und angeschaut. (Das war ca. 2-3 Stunden nach dem Fund).


    Den einen, rausgedrehten der Gruppe auf den zweiten Fotos, habe ich einige Zeit betrachtet. Wie du auf den Fotos siehst, ist es mir nicht gelungen, (das lag wohl am aufgeschütteten Holz / dem Untergrund), diesen mit Knolle raus zu drehen. Das heißt, es gab eine Bruchstelle am Stiel, die sich aber nicht verfärbt hat. Der Hinweis auf den nicht durchgeschnittenen Stiel gab ich im Hinblick auf massiv / innen hohl.
    Die Gelbverfärbung auf dem Hut war auch im Original deutlich erkennbar.
    Ich ging bislang davon aus, dass sie nur auf Druck /Schnitt der jeweiligen Bestandteile entsteht.


    Deine zwei Vorschläge hatte ich auch in Erwägung gezogen. Mit euren (Pilzner11 und du) Vorschlägen kann ich das nochmals überprüfen. Die wachsen hier in meiner Nähe, ggf. auch erst nächstes Jahr wieder.


    Besten Dank also auch an Dich.


    VG Markus

    Da kann ich dir nur recht geben........
    Insoweit dieses Merkmal also nicht von einer Schnecke oder anderen Kollegen entfernt wurde, ist der verschiebbare Ring auf dem Stiel nicht nur die Überprüfung eines wesentlichen Merkmals, sondern letztendlich damit auch das Vorspiel zu einem sehr leckeren Gaumenschmauß.


    Grüße,
    Markus

    Neben den Parasolen heute fand ich noch die nachfolgenden Pilze.


    Der Erste stand in einer räumlicher Nähe (20 cm) neben zwei gleichen kleinen der augenscheinlich gleichen Art, die aber schon stark zerfressen waren.


    Der Hut trocken und glatt, keine Verfärbung auf Druck oder Schnitt, weder Hut noch Stiel. Ich habe es versäumt den Stiel durchzuschneiden. Deutlicher Geruch nach Anis. Der Durchmesser des Hutes betrug fast 9 cm. Er wuchs unter Buchen und Eichen in einem Mischwald mit wenig Nadelholz, wenige Meter vom Waldrand.


    Im selben Bereich des Waldes fand ich dann noch diese Gruppe direkt neben dem Schotterweg auf einer Ablagerung von offensichtlich nicht mehr gewolltem Holz/Holzresten. Dieses konnte ich aufgrund des Zustandes leider nicht bestimmen.


    Für mich war es die gleiche Art von Pilz, allerdings jünger. Die Hutdurchmesser lagen insgesamt deutlich unter dem oben Genannten, der Rest ansonsten gleich. Außer, dass die Lamellen eine erkennbare Rosatönung hatten. Was altersentsprechend passend würde.


    Weiß jemand was dazu ?


    VG Markus

    Hallo Beorn,


    nochmals ich wegen Nr. 1. Ich fahr morgen nochmals hin und schau mir den genauer an. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass die Parasole gerade bei Trockenheit und je älter sie werden, den schuppigen Stiel verlieren, also wenn derselbe dann immer stärker holziger wird.

    LG Markus [hr]
    Hallo Beorn,


    Verfärbungen des Parasols beim "Ärgern" habe ich noch nie festgestellt. Weder auf Druck noch auf Schnitt. Den ohnehin nicht essbaren holzigen Stiel lasse ich immer an Ort und Stelle. Der verschiebbare Ring ist aber ein sicheres Merkmal.


    LG Markus

    Hallo Beorn,


    Danke für deinen Hinweis,


    wie gesagt, ich musste größtenteils mit Blitz fotografieren. Der Stiel und anderes kommt auf den Fotos teilweise nicht wirklich gut raus. Abgesehen davon, sie hatte ALLE als unverkennbares Merkmal den verschiebbaren Ring auf dem Stiel. Davon abgesehen, der ganz große Teil steht noch.
    Ich pflege meine Freundschaften und "fresse" sie nicht alle auf.
    Dir aber nochmals Danke für deinen Hinweis. Man darf trotz aller Freude über einen schönen Fund nicht oberflächlich in der Bestimmung werden.


    LG Markus

    Liebe Melanie,


    die sind leider nicht zum Einfrieren oder Trocken geeignet. Jedenfalls habe ich noch keine geeignete Methode gefunden, sie haltbar zu machen. Sonst hätte ich dich gerne beteiligt. Vllt. kennst du ja eine Möglichkeit.


    LG Markus

    Hallo zusammen,


    morgen habe ich meinen letzten Urlaubstag und so schnappte ich mir heute Nachmittag das Fahrrad und war ein paar Stunden unterwegs. Neben anderen Funden, eigentlich schon fast auf dem Heimweg, endeckte ich in einem Abstand von 10 Metern parralel zum geschotterten Waldweg auf 30 Meter Länge in einem Abstand von jeweils ein paar Metern die oben Genannten in reichlicher Anzahl. Wäre es nicht auch hier so trocken, würde es vermutlich richtig "abgehen". Ich war trotzdem begeistert, denn es sind bis dort nur 10 Minuten von daheim mit dem Fahrrad. Es war kurz vor 20 Uhr, also im Wald praktisch schon dunkel. Ich musste daher größtenteils mit Blitz fotografieren. Teilhaben lassen wollte ich euch dennoch.


    VG Markus



    Mausmann :
    Rein quantitativ in personifizierter Betrachtung magst du Recht haben. Qualitativ und organisatorisch im Hinblick auf diverse Treffen, u.a. "Hier trifft sich der Norden" sehe ich bei euch keine Minorität. Solche Aktivitäten würde ich mir mal hier ( im "Wir können alles außer Hochdeutsch-Land") wünschen.


    Weiter so,


    VG Markus

    SwissPilz : Müssten die bei euch nicht lila Flecken haben ??????


    Spaß beseite, ich finde wieder mal den Standort hochinteressant. Den Fotos nach inmitten einer Wiese. Wie weit waren denn die nächsten Bäume (so wie es aussieht eben Fichten) in etwa entfernt ?


    Grüße, Markus

    Servus Ohr,


    das Foto hat mich auf dieee Idee gebracht. Warum sollte ich nicht einen meiner geflochtenen Fliegenfischerkörbe zum Sammeln verwenden ? Luftig, Hände frei, Transportraum ausreichend, ....


    Grüße an dich,


    Markus

    Die von dir beschriebenen Sympthome deuten für mich auf Bakterien des Typus Campylobacter hin.


    Da ich allerdings kein Arzt bin, empfiehlt es sich dringend, einen solchen aufzusuchen.


    Interessant wäre die Art des genossenen Fleisches. Ich habe selbst innerhalb einer größeren Personengruppe als einziger nicht duchgegartes Geflügelfleisch in einem Restaurant einer renommierten Kette abbekommen.


    Müdigkeit, Schlappheit, Gelenk-, Gliederschmerzen, totale Abgeschlagenheit waren die Symptome.
    Eine medikamentöse Behandlung dafür gab es zunächst nicht.


    Zur Klärung der Ursache aber : ich schließe mich meinen Vorrednern bedingungslos an ==> Arzt. Prügel ihn nötigenfalls hin. Auch ein unbelehrbarer Stuhrkopf lebt nur einmal.


    VG Markus

    Halo Yezari,


    ich freue mich, mal einen/mehrere Champignon/s per Foto zu Gesicht bekommen zu haben, der keine recyclebare Umverpackung mit Frischhaltefolie oben drüber hat (und aus dem Supermarkt stammt).


    Danke für die Fotos.


    VG Markus

    Hallo Kaetzchen,


    der war auch als möglicher Kandidat in Betracht gezogen. Was fehlte, war die beschriebene basale / an der Stielbasis karminrote Färbung, was aber offensichtlich vorkommen kann. Anhand der Bilder kann ich keinen letztendlichen Vergleich vornehmen, da ich Röhrenfarbe usw. nicht erkennen kann.


    Interessant war allerdings noch nach dem Hinweis von Andreas, als ich Teile vom Kompost zum Gahren aus den Pilzen für die Geschmacksprobe herausschnitt, das auf den Schnittflächen eine nicht übermäßige häufige, aber deutlich zu sehende rote Sprenkelung gleichzeitig in Verbindung mit der Blauverfärbung erschien.


    VG Markus

    Hallo Andreas,


    ich geh jetzt raus und hol ein Stück, dass ich dann in die Pfanne haue. Das will ich wissen...


    Bis nachher.


    Grüße,


    Markus[hr]
    So, jetzt kenn ich diesen Geschmack auch.......


    In der Pfanne bei mittlerer Hitze (um durch zu große Hitze das Bitterwerden zu vermeiden) wurden Stücke des Hutes mit Haut und des Stiels zwar schön goldgelb bis hellbraun, aber leider ungenießbar bitter.


    VG Markus

    Hallo Safran, hallo Mausmann,


    ich sehe es genau so, eine Marone ist es keinesfalls. Im dortigen Bereich fand ich diesen Sommer schon zwei kleine Maronen, die sehen gänzlich anders aus.


    Evtl. nochmals als Ergänzung :


    Die Farbe der Röhren war eher gelblich als olivgrün.
    An zwei (kleinen) Stellen mit Schneckenfrass am größten Exemplar war eine deutliche Rotverfärbung erkennbar. Die gab es weder bei einem Druck-, Schnittproben noch beim Abziehversuch des Hutes.
    Ich konnte keine Rotverfärbung provozieren.
    Was vielleicht auch noch interessant sein könnte: Der Stiel hatte im Querschnitt einen Rand / Rinde, der sich farblich vom "Inneren" unterschied. Er blieb hell, das Innere verfärbte sich schnell.
    Ich habs auch meine Tochter an den Röhren probieren lassen. Zartes Antippen, Verfärbung von einer Sekunde auf die andere.


    Ich habe niemand anderen probieren lassen, aber meine Geschmacksknospen sind i. O.
    (Das bestätigen regelmäßig die Vernichter meines Kartoffelsalates, meiner Kuchen, etc. ;))


    VG Markus


    Hallo Laterne,


    eindeutig Leistenpilze, d.h. Pfifferlinge :)


    Herzlichen Glückwunsch!


    Hallo Bollenhut,


    willkommen im Forum, erlaube ich mir jetzt mal als auch noch nicht zu "altes" Mitglied auszusprechen. Das mit dem Bollenhut musst du den Nordlichtern hier erstmal klarmachen, die denken sonst, es geht um eine neu entdeckte Pilzart und fangen das googeln an. :D
    Schön, das noch jemand aus dem Süden dazugestoßen ist. Nordlichter gibt`s hier ja viele :nana: allerdings sind sehr sehr kompetente dabei. :thumbup:


    VG :yawn:

    Hallo Pilzner11,


    Danke auch (wieder) an dich für deine Einschätzung. Und für den Hinweis.


    Die Pilze wurden nicht abgeschnitten, gerade wegen des erwähnten Erkennungsmerkmals.
    Auf Foto 3 wurde das Messer nur zum Größenabgleich von mir hingelegt, was dann auch auf Foto 4 erkenbar sein sollte.
    Das Messer benutze ich lediglich zum Freilegen des Stiels, festellen der Verfärbung bei Schnitt und späterem "Zuschaufeln" des Myzels. Ich denke das ist so korrekt.


    In der Tat konnte ich keinerlei bitteren Geschmack feststellen, was dann auch mich irritiert hat. Ich habe allerdings tatsächlich von jedem der dreien die einzelnen Bestandteile hinsichtlich des Geschmacks geprüft. Keinerlei Bitterkeit. Völlig geschmacksneutral. Die Blauverfärbung war übrigens vor 20 Minuten (d.h. ca. 6 Stunden nach dem Fund, evtl. schon früher, gänzlich verschwunden und in den Originalzustand nach dem Auffinden mit einer Abweichung in einen leichten Braunton wieder verändert. )
    Danke auch für deine Unterstützung,


    VG Markus

    @ Ohr : Danke, das war ein grundsätzlicher Fehler meiner Betrachtung.....
    Sklerotien-Stielporling (Polyporus tuberaster) könnte hinkommen.


    @ Sachse : Super, habe gerade nachgelesen, Wurzelnder Bitterröhrling (Boletus radicans) passt
    insoweit, neben den beschriebenen Merkmalen steht der Hutrand über, lässt sich nicht
    abziehen. Die Blauverfärbung schwächt tatsächlich nach einiger Zeit ins Bräunliche
    ab.
    Den Schönfussröhrling hatte ich auch im Visier allerdings war mir die Rotfärbung
    des Stiels zu gering, obgleich teilweise eine geringe rötliche Sprenkelung erkennbar
    war.


    Danke an euch für die schnellen hilfreichen Antworten.


    VG Markus

    Guten Abend zusammen,


    ich war heute 2 1/2 Stunden unterwegs, Dank des starken Regens in den letzten zwei Tagen wurde ich fündig. Allerdings sind zwei dabei, die ich nicht sicher bestimmen kann, daher wäre ich für Unterstützung dankbar. (Ja, ich habe mir schon reichlich Gedanken gemacht)


    Nachdem ich im für mich eigentlich interessanten Teil dieses Waldstücks nichts ausser Spuren starker Wildschweinaktivität fand, fand ich am Wegesrand an einem Stück Holz unter Buchen diese hier.


    Ein Röhrling, ich dachte eventuell an einen Rostroten Lärchenröhrling, aber da passen Stiel und Röhren gar nicht.


    Hutdurchmesser 10,5 cm und 13,5 cm.
    Stiellänge 7cm und 14,5 cm
    Hut schmierig.
    Geruch leicht pilzig angenehm.
    Keine Verfärbungen auf Druck oder Schnitt.


    Auf den Querschnitt habe ich aufgrund der zunächst vermuteten seltenen Art verzichtet.



    Den selben fand ich 50 Meter weiter nochmals, artgleicher Standort, deutlich kleiner.


    Dann ging`s weiter...


    Am Wegesrand fand ich die nachfolgenden drei Exemplare. Ich bin mir nicht sicher, tippe allerdings auf Maronenröhrlinge (Xerocomus badius). (Habe ich bisland so noch nicht gefunden) Mein Vergleich mit einigen anderen Röhrlingen führte mich immer wieder zur Marone zurück.


    Der größte Hut hatte gut 15 cm Durchmesser, die Stiellänge lag bei ca. 13 cm. Der Hut fühlte sich jeweils filzartig trocken an.
    Extrem schnelle Blauverfärbung der gelben (schon fast olivenfarbigen) Röhren auf Druck, ebenso auf Schnitt. Dasselbe betrifft den Rest des Pilzes. Nahezu geruchsneutral.
    Der Geschmack war kein bisschen bitter, ich alle Teile des jeweiligen rohen Pilzes mit der Zunge getestet.
    Standort unter bzw. neben Eichen.







    Dann ein weiterer persönlicher Erstfund, die Krause Glucke (Sparassis crispa)


    Die Hälfte blieb zum (hoffentlichen) Weiterwachsen stehen.




    In unmittelbarer Nähe davon zwei überreife Kartoffelbovisten Scleroderma citirnum), der hintere (nicht zu sehen) sorgt schon für Nachkommen. Die Sporen sind schon verteilt (sichtbar) und sehen aus wie kleine Reste verkohlten Holzes.



    So, ich hoffe es gibt keine Schelte und ihr wißt weiter.


    Danke schon im Voraus,


    VG Markus