Hallo zusammen,
mich hat etliche Zeit das gleiche Problem wie Rübezahl beschäftigt.
Und Pablo schrieb erst vor Kurzem, dass er sich bei rein fotomäßiger Bestimmung von Schwefelköpfen zurück hält. Das kann ich durchaus verstehen.
Auch der Link von Ingo zeigt gänzlich überständige Exemplare recht im Bild vom Grau-/Rauchblättrigen Schwefelkopf, mit denen man aber esstechnisch nichts mehr anfangen könnte.
Genau darin liegt aber der Ansatz die beiden unterscheiden zu lernen, wie ich für mich selbst festgestellt habe.
Hier bei uns haben wir mittlerweile die zweite Welle was Grünblättrige Schwefelköpfe, Grau-/Rauchblättrige Schwefelköpfe und Stockschwämmchen betrifft.
Anhand der überständigen Exemplare habe ich bei mir selbst den Blick für die Bestimmung sensibilisiert. Die überständigen Fruchtkörper insbesondere des Grau-/ Rauchblättrigen Schwefelkopfs sind sogar mit einiger Übung von oben zu bestimmen, der Blick "Käfer von unten" dient dann nur noch zur Bestätigung.
So kam ich weiter und bin mir jetzt auch bei jüngeren Fruchtkörpern recht sicher.
Tatsächlich weiterhelfen würden aber wohl nur Aufnahmen die "im Labor" zuhause gefertigt werden. Selbst grünes Laub im Himmel wirft auf den Fotos einen Grünstich, andererseits bringt tristes verregnetes Wetter die tatsächlichen Farben nicht richtig rüber.
Ein Beispiel von heute. Ich fand (rechts im Bild) Stockschwämmchen - kuehneromyces mutabilis /Pholiota mutabilis und Schwefelköpfe (links im Bild) gemeinsam auf einem Stubben. Das wollte ich natürlich festhalten.
(Die Schwefelköpfe sind deutlich weiter aufgeschirmt)
Im Feld ganz klar der Grünblättrige Schwefelkopf - Hypholoma fasciluare,
hätte ich nur das Foto gesehen, wäre vermutlich Hypholoma capnoides rausgekommen.
Übrigens hat glaube ich Hajdu auf eine Geschmacksprobe hingewiesen, die beim Grünblättrigen Schwefelkopf stark bitter ausfällt. Dies würde zur Klarheit führen, wie auch Dr. Lüder in "Grundkurs Pilzbestimmung" schreibt.
Hier noch die Aufnahme .
(Draufklicken, dann wird die Aufnahme noch größer)

VG, Markus