Beiträge von bwergen

    Ja wie schon gesagt postet hier ruhig eure Gallenröhrlinge und Steinpilze rein, sehr gut wärs, wenn die Bilder direkt nebeneinander gehalten werden können. Dafür ist dieses Thema ja da, damit man unterschiedliche Bilder vergleichen kann.

    Du mit deiner Mäandertrüffel, du hast doch selbst damit angefangen, von wegen "ja die ist ja so groß, die müsste hier doch überall zu finden sein, guckt auch noch aus der Erde raus" :D


    Falscher Pfifferling würde ich ausschließen: a) wegen der Farbe ( die sind mehr orange)
    b) wegen dem Stiel : der falsche Pfifferling hat nie einen so dicken Stiel
    c)wegen der Fraßspuren: Falsche Pfifferlinge werden nicht von Schnecken angefressen
    d) wegen der Größe: auch wenn die Größe immer noch nicht genannt wurde, soll dieser doch größer als ein normaler Pfifferling sein: bei falschen Pfifferlingen werden eigentlich kaum größere Größen erreicht.


    Angeschichts mehrerer Varianten, die farblich und größenmäßig sehr unterschiedlich ausfallen können, sehe ich dein Ausschlussverfahren aber als eher fragwürdig an. Insbesondere der Schneckenfraß erinnert an vorzeitliche Bestimmungsmethoden.


    Um das mal zu klären:


    Der Falsche Pfifferling hat Lamellen, die sehr schmal sind und zum Hutrand hin mehr oder weniger stark gabeln. Es gibt mindestens 2 Formen:
    a) eine relativ stattliche, meistens in Laubwäldern oder an freien Stellen wachsende Form, welche mehr oder weniger orange oder gelborange (nicht intensiv orange) gefärbt und eine Hutbreite von über 50mm haben kann.



    b) eine sehr zierliche, dünnstielige Form aus Nadelwäldern, welche kräftig orange gefärbt ist und meistens ne "schlabberige" Konistenz hat. (hab ich jetzt kein Bild von, wird aber evtl. demnächst folgen, die Art ist ja häufig).


    Also was Größe, Farben, oder Fraßspuren angeht, danach würde ich einen Pilz, dessen Größe noch nicht mal genauer angegeben ist, nicht beurteilen. Ich sags gerne nochmal:
    Größe, Farbe und Form gehören nicht zu den Hauptbestimmungsmerkmalen, sofern sie nicht absolut charakteristisch sind, wie z.B. die Größe des Riesenkrempentrichterlings (Leucopaxillus giganteus) oder die Lamellenfarbe des Blutschirmlings (Melanophyllum haematospermum). Trotzdem sollten diese Angaben nicht fehlen und die Bilder sollten möglichst farbecht sein, um den Gesamteindruck abzurunden.


    Der Falsche Pfifferling gehört in die weitere Verwandtschaft der Kremplinge, hat aber eine eigene Familie (Hygrophoropsidaceae) und wird zu den Röhrlingsartigen (Boletales) gezählt, dies aufgrund der ablösbaren Lamellen.



    Kurz und knapp: Dein Pilz ist ein Ölbaumtrichterling (Omphalotus olearius).


    lg björn

    Du Schwein du...Trüffelschwein :D


    jetzt fehlt nur noch das Grunzen, dann könnten wir ins Geschäft kommen ^^


    Glückwunsch. Ich freu mich auf morgen.


    lg björn


    Hm ja, das wäre auch möglich gewesen, aber sag nicht, die Nahaufnahmen taugen nix, denn wie man sieht, gibt es einen deutlichen Unterschied auch im mittleren Alter der Fruchtkörper (die waren beide ja nicht alt!), und zwar: Die Poren vom Gallenröhrling sind größer und daher deutlich besser als einzelne erkennbar, außerdem haben sie schon eine Rosafärbung, die ich so bei einer kleineren Aufnahme (bei dem Licht) nicht hinbekommen hätte. Du kannst aber gerne hingehen, und diesen Thread durch ein passendes Schaubild ergänzen :P


    lg björn


    1. Wie stark darf ich über die Lamellen fahren, um zu sagen, dass sie flexibel sind? (seicht /mit Druck?)


    Eher seicht, also nicht so dass der halbe Hut abbricht (wie bei mir immer^^)



    2. Angenommen die Geschmacksprobe ergibt einen milden Eindruck; kann ich den Pilz (gemäß der gängigen Regel) bedenkelos zu Speisezwecken sammeln?


    Ja kannst du, sofern du den vorliegenden Pilz eindeutig als Täubling oder als Milchling erkannt hast.




    3.Gibt es gefährliche Verwechslungsmöglichkeiten des Frauentäublings?


    Gibt es nicht, grünhütige Exemplare könnten mit dem Grünen Knolli (Amanita phalloides) verwechselt werden. Insbesondere von oben gesehen können gewisse Täublinge wie der Grünfelderige T. (R. virescens) oder der Grasgrüne Birken-T. (R. aeruginosa) dem Giftpilz überaus ähnlich sehen.
    Die meisten der grünlichen oder violettgrünlichen Täublinge, deren Farben wolkig vermischt sind, können als Speisepilze gegessen werden.


    lg björn

    Aufgrund immer wiederkehrender Anfragen wegen Steinpilzen und Gallenröhrlingen habe ich euch allen hier ein Schaubild mit den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen erstellt. Diese sind: Stieloberfläche und Röhrenfarbe im Alter der Fruchtkörper.




    Du Glückspilz, da ist die Eifel ja quasi deine Westentasche - ich muss immer 1-2 Stunden fahren um irgendwo hinzukommen.


    Richtich, aber ich fahre auch, und zwar mit dem Zug, ins Bergische Land, wo ich derzeit zusammen mit Rada Pilze kartiere...da kriegt man auch etliches zu sehen ;)

    Hallo,


    sieht nach Gallenröhrling (Tylopilus felleus) aus. Auf dem ersten Foto könnte man am ehesten die etwas rosafarbenen Poren erkennen, außerdem spricht das wohl etwas trockengeschädigte Stielnetz dafür.


    lg björn


    Und als welche art darf ich nun in meinem Reich der unwissenden diesen Pilz "abspeichern".. Rus. cyanoxantha vllt.? :) Danke für die schnellen Antworten


    Darfst du, beachte aber neben den schmierigen Lamellen immer auch die Hutfarben. Diese sind beim Frauentäubling meistens vermischt zweifarbig, und zwar violett und dunkelgrünlich.

    Das ist S. bovista. Bei S. verrucosum hast du eine zusammengezogene Stielbasis, welche selbst bis 50mm hoch sein kann und teilweise unterirdisch ist. Die Peridie von S. verrucosum ist nochwas dünner als von S. bovista und lässt sich daher bereits im mittleren Alter eindrücken (geht bei S. bovista weniger gut).


    lg björn


    soweit mir bekannt ist, ist der Frauentäubling der einzige Täubling, bei dem die Lamellen nicht brechen, sondern flexibel sind. Daher hast du bei diesem schonmal gute Chancen, daß es einer ist ;)


    Ich sag dazu nur: Der Frauentäubling ist nicht der einzige, das Merkmal mit den schmierigen oder nicht brüchigen Lamellen ist für die Gruppe der Frauentäublinge charakteristisch. Von diesen Arten gibt es also noch weitere ;)


    lg björn

    Verarsch mich nich :D :P


    ich würd auch sagen, Coniochaeta leucoplaca. Hab im Doveri nachgeguckt und die Merkmale passen eigentlich ganz gut (Sporen werden noch was größer angegeben). Die Spitze des Peritheziums hat kurze Setae, wie auf dem letzten Bild zu sehen.


    lg björn


    Bei H. peckii fräsen sich die Guttationstropfen förmlich in den Hut ein, schaut recht wild aus :D .


    Gruß,
    Johannes


    Genau, hab ich letztes Jahr in Österreich gesehen. Bei der hier gezeigten Art sieht man auf den Fotos aber auch Löcher im Hut, aus denen diese Guttationstropfen einst gekommen sein könnten. Ist aber nur eine Vermutung ;)


    lg björn

    Hmm Hypocopra schätze ich größer ein, sowohl von den Fk als auch von den Sporen. Die liegen meistens weit über 20 µm Länge.


    Erinnert mich an Sordaria minima, dessen Sporen aber keinen solchen Keimspalt aufweisen sollten...


    lg björn