Beiträge von bwergen

    Pilz 1 ist ein Trichterling der Gruppe um Clitocybe dealbata/candicans. Insbesondere erkennbar am fehlenden Mehlgeruch sowie der seltsam firnisartigen Hutoberfläche. Die Lamellen sollten mehr oder weniger weiß sein, jedenfalls nicht rosa.


    Pilz 2 ist ein Risspilz, aber NICHT I. rimosa, falls das Foto nicht so rotstichig sein sollte, würde ich jetzt mal Inocybe godeyi nennen. Ansonsten müsste diese Art mikroskopiert werden.


    Pilz 3 ist Lactarius pyrogalus, falls Du zufällig auch Haselsträucher irgendwo rumstehen haben solltest.


    lg björn

    Das IST ein Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare), jedoch muss auch ich sagen: Ich hasse Bilder, auf denen Finger zu sehen sind, die einen Pilz in der Hand halten :D tut mir leid, nix gegen Dich!


    lg björn


    Liebe Pilzfreunde,


    Bei mir wachsen jedes Jahr auch diese Pilze hier im Garten auf der Wiese:
    So auch jetzt gerade - kennt die jemand? habe sie nirgends gefunden.





    Schau dir mal den Tränenden Saumpilz (Lacrymaria lacrymabunda) an.


    lg björn

    Zitat

    Ralf oder Björn (oder am Besten im Doppelpack Beide) auf Pirsch zu begleiten, der solle sie wahrnehmen, es lohnt sich!


    Willst Du das ernsthaft anderen Menschen antun? :D


    Schöne Fotos.


    gruß björn

    Her mit der Anthracobia :D


    wühlt deine Katze öfters in Brandstellen rum? Dann nehm ich die nämlich auch gleich mit :P


    An dem Pilz bin ich übrigens auch sehr interessiert...die Arten aus dieser Gattung sind ziemlich unübersichtlich strukturiert, die Literatur besteht praktisch nur aus widersprüchlichen Angaben. Nur, wie machen wir das? Soll ich die Dinger bei Dir abholen? :D

    Sieht für mich schwer nach einem Körnchen-Röhrling (Suillus granulatus) aus. Ohne nähere Merkmale (Stielbasis evtl. mit rosafarbenem Myzel/Basis?) und der sicheren Bestimmung der Begleitbäume ist aber leider in dieser Gattung nicht viel machbar ;)


    lg björn


    puh
    ich wußte du bist der beste. also muss ich vermutlich nicht verrecken falls doch ein ministück mit in die glucke geraten ist :)
    danke dir
    und nun gute nacht :)


    Doch, zusammen mit der Oxalatsäure an den Außenspitzen der Krausen Glucke wirkt der Knopf des Knopfstieligen Rüblings tödlich giftig...hoffentlich hattest Du DEN nicht dabei :D


    Hallo Björn,


    kannst auch gerne ein paar Bilder von den "gewöhnlichen" einstellen.;)


    Klar, die kommen natürlich mit hier rein, sonst wärs wirklich nur ne Schlauchpilzparade, auf jedem Bild rote, braune oder violette Scheiben :D


    Gibts denn mikroskopische Merkmale der Unterscheidung?


    Nein, nicht dass ich weiß. Es gibt sehr wohl diverse Mikromerkmale, um die einzelnen Rotkappen (z.T. Inhalt von Kaulozystiden grau, hyalin, dunkelbraun...) und Birkenpilze (Zylindrozyten zahlreich, selten usw.) zu unterscheiden.


    Grundsätzlich gilt:
    Birkenpilze haben eine zu kurze Huthaut, im Alter beugen sich die Röhren so bauchig hervor, dass man sie von oben aus sehen kann. Außerdem gibt es hier grundsätzlich keine Rottöne auf dem Hut, sondern immer grau, graubraun, kastanienbraun, weniger häufig auch gelbbraun oder sogar graugrünlich.


    Rotkappen haben eine überstehende Huthaut und eine lange sehr flache Röhrenschicht. Sie sind auch die etwas robusteren, festfleischigeren Pilze. Die Hutfarben reichen von orangebraun über orangerötlich bis hin zu fast gelborange, rotbraun, dunkel rötlich.


    Verfärben tun sich recht viele von ihnen, und zwar in ganz unterschiedlichen Farben, z.B. graugrün, rötlich, dunkelbraun, graubraun. Dabei sind die Birkenpilze bzw. die hier nicht erwähnten "Raufüße" oftmals diejenigen, die sich grün, blau oder rötlich verfärben, während die Rotkappen gerne dunkelgrau werden.


    Hinweis: Die Färbung bezieht sich hier auf die Reaktion des Hut- oder Stielfleisches mit der Luft.


    lg björn

    Über die Psathyrella kann man nicht viel sagen, da müsste man mindestens noch nachgucken, ob die Lamellenschneiden rötlich gefärbt sind oder nicht. Alles weitere wäre nur noch mikroskopisch fortzusetzen.


    Die Keule ist eine Vielgestaltige Holzkeule, Xylaria polymorpha. Das ist ein Schlauchpilz aus der Gruppe der Kernpilze.


    Die Stäublinge sind Birnenstäublinge (Lycoperdon pyriforme).


    Der putzige Geselle ist eine Hundsflechte, möglicherweise die Schuppen-Hundsflechte (Peltigera praetextata).


    Die erste Koralle dürfte die Steife Koralle (Ramaria stricta) sein, die übrigen Korallenbilder zeigen Clavulina cristata.


    Der Gelbe Knolli folgt sowie daneben der Saitenstielige Knoblauchschwindling (Mycetinis alliaceus).


    Die Becherlinge sind keine Becherlinge, sondern Nestpilze. Es ist der Gestreifte Teuerling (Cyathus striatus). Diese Nestpilze gehören zu den Champignonsverwandten (Agaricaceae).


    lg björn

    Hi Ralf,


    schöne Bildchen, von schönen Pilzchen :D


    wie wärs jetzt mit ner erneuten Exkursion nächsten Samstag? Hätte da zufällig den ganzen Tag Zeit, weil ich am Fr arbeiten muss. Wäre also eine super Gelegenheit, nochmal nach Kleinzeugs zu suchen, insbesondere in dem von dir angesprochenen Kiesgrubengebiet (oder was das war) UND nochmal im Kalkgebiet, denn ich bin mir sicher, wir haben mit unseren Funden nur an der Oberfläche gekratzt von dem, was möglich war 8|


    Wie gesagt, ich hätte da wirklich Zeit ohne Ende und ich würd mich freuen, wenn das klappen würde.


    Bis dahin werden aber grad noch die Funde von vorgestern bestimmt.
    Heute war Octospora phagospora dran...der es natürlich war, genau wie im letzten Jahr.


    immer noch viel Arbeit...alles nur deinetwegen :D

    Hm Tips sind schwierig, ich schau mir die Biotope/Waldgesellschaften immer auch von "außen" an, um zu beurteilen, was man da finden könnte. Man kann auch an ungewöhnlichen Stellen ganz interessante Sachen vorfinden.


    Wir könnten uns doch mal irgendwo in der "Mitte", mehr zu deiner oder meiner Richtung, treffen, ich komm ja schließlich aus der Nordeifel und Wegberg ist nicht ganz so weit weg von mir ;)


    lg björn

    Ne, das ist definitiv KEIN Pantherpilz, sondern ein Perlpilz, und der erste ist das Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis). Ich weiß gar nicht, wieso Du hier sowas behauptest, @KF? :/


    Um das alles mal zu unterstreichen und Dir den Unterschied zu erklären:


    Der Pantherpilz hat einen mausgrauen Hut mit weißen Velumresten.


    Der Perlpilz hat einen rotbraunen, orangebraunen, ockerbraunen oder hellbraunen Hut mit größeren, z.T. schollenartigen Velumresten, die NICHT weiß, sondern ganz blass graubraun bis hell orangebraun aussehen.


    Der Graue Wulstling hat einen grauen Hut OHNE Rottöne und zudem ebenfalls NICHT weiße, sondern graue Velumreste auf dem Hut, die außerdem in oft größeren Schollen zusammenliegen ODER völlig fehlen können (in diesem Jahr schon oft beobachtet).



    Das Stockschwämmchen hat auf der Hutoberseite feine, weißliche Schüppchen, vor allem am Rand. Die sind hier mehr als deutlich erkennbar (zum Glück). Die dunkelrote Mitte ist zudem beim Stockschwämmchen deutlicher zu sehen als beim Gifthäubling, dessen Hut mehr oder weniger regelmäßig zu Hellbraun ausblasst.


    lg björn

    Hi Ralf,


    vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich kopiere den ganzen Mist vorher, bevor ich ihn abschicke. Denn sofern man noch hier schreibt, kann die Verbindung ja gerne abbrechen. Ist mir nämlich auch schonmal woanders passiert und das ist ärgerlich, wenn man da ne std. dran gesessen hat.


    Bilder kommen z.T. schon heute abend, denke ich. Bisher bestimmt sind:
    2 Scutellinia-Arten, Peziza gerardii.


    Noch ausstehen:
    diverse Trichophaea-Arten, eine Scutellinia, eine Leucoscypha, eine Pulvinula...hab bestimmt nochwas vergessen.


    lg björn


    Hallo Björn, bei 6. hätte ich bald eher an einen (recht hellen) Grubigen Wurzelrübling gedacht?


    Gruß Roger


    Ja da hast Du vielleicht recht, mir fiel es zu dem Zeitpunkt irgendwie nicht ein, an was mich diese Oberseite erinnerte :D



    Der Grubige Wurzelrübling / Wurzelnder Schleimrübling (Xerula radicata) hat oft einen recht langen Stiel, der durch eine +/- lange Wurzel mit dem Substrat verbunden ist, welches bisweilen tief in der Erde vergraben ist.


    lg björn

    Man kann auch etwas über diese Arten sagen, ohne sie ganz gesehen zu haben. Immerhin sind es für Handy-Fotos gar nicht so schlechte Bilder...


    Ich fang einfach mal der Reihe nach an:


    1. Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)


    2. Entweder der Breitblatt-Rübling (Megacollybia platyphylla) oder ein Ritterling (Tricholoma).


    3. Größter Scheidenstreifling (Amanita ceciliae)


    4. Glimmertintling (Coprinellus micaceus)


    5. Perlpilz (Amanita rubescens)


    6. könnte ein Dachpilz (Pluteus) sein, ohne Unterseite zu fotografieren nicht sicher bestimmbar.


    7. Birnenstäubling (Lycoperdon pyriforme)


    8. Glimmertintlinge zusammen mit einem Schneckling (Hygrophorus), vielleicht Hygrophorus eburneus. Wieder mal die Unterseite nicht erkennbar...


    9. Spechttintling (Coprinopsis picacea)


    10. Frauentäubling (Russula cyanoxantha), falls Lamellen biegsam und Stiel weiß, nach unten hin verjüngt.



    Ansonsten hat Fredy schon alles gesagt.
    lg björn