Gibts denn mikroskopische Merkmale der Unterscheidung?
Nein, nicht dass ich weiß. Es gibt sehr wohl diverse Mikromerkmale, um die einzelnen Rotkappen (z.T. Inhalt von Kaulozystiden grau, hyalin, dunkelbraun...) und Birkenpilze (Zylindrozyten zahlreich, selten usw.) zu unterscheiden.
Grundsätzlich gilt:
Birkenpilze haben eine zu kurze Huthaut, im Alter beugen sich die Röhren so bauchig hervor, dass man sie von oben aus sehen kann. Außerdem gibt es hier grundsätzlich keine Rottöne auf dem Hut, sondern immer grau, graubraun, kastanienbraun, weniger häufig auch gelbbraun oder sogar graugrünlich.
Rotkappen haben eine überstehende Huthaut und eine lange sehr flache Röhrenschicht. Sie sind auch die etwas robusteren, festfleischigeren Pilze. Die Hutfarben reichen von orangebraun über orangerötlich bis hin zu fast gelborange, rotbraun, dunkel rötlich.
Verfärben tun sich recht viele von ihnen, und zwar in ganz unterschiedlichen Farben, z.B. graugrün, rötlich, dunkelbraun, graubraun. Dabei sind die Birkenpilze bzw. die hier nicht erwähnten "Raufüße" oftmals diejenigen, die sich grün, blau oder rötlich verfärben, während die Rotkappen gerne dunkelgrau werden.
Hinweis: Die Färbung bezieht sich hier auf die Reaktion des Hut- oder Stielfleisches mit der Luft.
lg björn