Beiträge von bwergen


    ok, vielen Dank, ich bin zwar auch manchmal auf dieser Seite, hatte aber den Link zum Thread nicht mehr in petto. Werd mir jetzt aber endgültig den Schlüssel runterladen, damit er nicht schon wieder verloren geht.


    lg björn

    Angesichts des Jahresabschluss 2011 habe ich eine kleine Fundliste der von mir in diesem Jahr gefundenen Pilze erstellt. Folgendes kam dabei heraus:


    Ständerpilze: 336 Arten
    Lamellenpilze: 151 Arten
    Röhrlinge: 32 Arten
    Täublinge/Milchlinge: 30 Arten
    Stachelinge: 15 Arten
    Nichtblätterpilze (Stäublinge, Porlinge, Rindenpilze usw.): 108 Arten


    Schlauchpilze: 178 Arten
    Pezizales (operculate Arten): 53
    Helotiales (inoperculate Arten): 46
    Kernpilze (unitunicat/bitunicat): 79


    Schleimpilze: 3


    Gesamtartenzahl: 514 (inkl. Schleimpilze: 517)


    Bemerkung: Berücksichtigt wurden nicht die tatsächlich gefundenen Arten, sondern nur diejenigen, die auch von mir bestimmt und fotografiert wurden! Die tatsächliche Gesamtartenzahl liegt somit vermutlich +/- 70 Arten drüber.


    Wer Interesse an der Fundliste hat, kann sich bei mir gerne melden.


    lg björn


    -------------------------
    edit: Mit dem eben noch bestimmten Rindenpilz Hyphoderma setigerum (demnächst mehr!) steigt die Artenzahl somit auf 518 (inkl. Schleimpilze).

    Interessante Bilder. Peggy kommt übrigens am 4.1. mit. Damit würde ich unser nächstes Treffen entsprechend auf den 4.1. datieren.


    Diatrype bullata ist so richtig. Die gelben Becherlinge auf den letzten Bildern dürften Knopfbecherlinge (Orbilia, Hyalorbilia) sein, für H. inflatula sind sie mir aber insgesamt zu gelb. Von den Dingern habe ich mich aber bisher komplett ferngehalten, zumindest mal solange, bis mir irgendwas gescheites und übersichtliches über die Gattung in die Hände fällt, und auch dann muss ich noch immens viel Zeit in die Bestimmung stecken. Soweit habe ich aber nicht vor, in den nächsten paar Jahren einzusteigen.


    Für die nächsten Jahre werden definitiv weiter die Kernpilze sowie die operculaten Schlauchpilze im Vordergrund stehen. Alleine damit würde man ja schon gut 65% aller Schlauchpilze abdecken. Und ein paar inoperculate Sachen kenne ich ja dann auch noch, obwohl ich da vergleichsweise unwissend bin :D


    lg björn

    Phlebia rufa ist aber nicht radial-merulioid. Das ist relativ eindeutig Phlebia radiata (der heißt nicht umsonst radiata).
    ;)


    Na, das beruhigt mich. Ich dachte schon, es gäbe noch einen zweiten radiären Kammpilz. So ist die Welt doch gleich einfacher.


    H Gr Dryocopus


    Naja, ich hab von den übrigen 40 Arten der Gattung Phlebia noch gar nix gesagt :D die weisen aber alle, soweit ich das überblicke, gewöhnlich keine Radialstruktur auf.


    Hallo
    Ich hatte bei Björn seine Weihnachtspilze den Zusammenfließenden Rindenpilz
    gesehen. Über die Feiertage habe ich so einen ähnlich aussehenden Pilz entdeckt. Sieht sehr schön aus, wie er alles so weiß überwächst. Ist ein ziemlich fester Pilz. Könnte der auch ein Zusammenfließender Rindenpilz sein? Bei Laux und Gerhard ist der so nicht zu finden.


    Ich bin beeindruckt. Du scheinst den Pilz richtig erkannt zu haben. Das freut mich :thumbup:


    Der Pilz hat eine wachsartige Konsistenz (das Wort "cero" kommt aus dem lateinischen und heißt "Wachs")


    lg björn


    Nur als Info gemeint:
    Der Pfennigporling (existiert als eigene Art ja nur als Kümmerform des Löwengelben Porlings) ist durchaus zentral gestielt, ich hab den schon in unterschiedlichen Formen gefunden, auch der Stiel hat bei weitem nicht immer eine schwarze Basis, sondern vielmehr variiert auch der Anteil dieser Farbe am Stiel. Lediglich die kaum erkennbaren "Wimpern" am Hutrand könnten ein Indiz für den Winterporling sein. Dieser sollte letztlich aber einen mehr oder weniger dunkleren Hut haben, der dazu noch etwas eingewachsen schuppig-faserig ist. Bei dieser Farbe und Größe erscheint mir das ganze als Winterporling relativ fragwürdig. Um sowas zu entscheiden, müsste man das Teil jetzt echt mal in natura sehen.


    Die Fruchtkörper auf deinen neuen Bildern sind relativ klar als Winterporlinge (Polyporus brumalis) zu identifizieren.


    lg björn


    Keine Ahnung, ob ich damit gemeint war, aber ich war die letzten Tage leider viel unterwegs und hab daher auch nicht wirklich lange hier reingeguckt.


    Es ist definitiv ein Vertreter der Gattung Helmling (Mycena), stellt sich nur die Frage, welcher von den herbstlich-winterlichen Arten dies jetzt sein soll. Im niederrheinischen Gebiet ist mir des öfteren sogar schon Mycena abramsii (Voreilender Helmling) über den Weg gelaufen, der üblicherweise erst ab März-April kommen sollte, dem aber die Witterung (bis 10 Grad) ganz gut zu gefallen scheint und daher schon weit früher gefunden werden kann. Dein Fund würde ich entsprechend in diese Gruppe (Mycena niveipes-abramsii s.l.) einordnen, mehr kann man makroskopisch nicht machen, es geht nur mit dem Mikroskop weiter (Sporengröße, HDS-Zellen).


    lg björn

    Mit dem Samtfußrübling (Flammulina velutipes) liegst Du wohl richtig (es gibt allerdings eine Verwechslungsmöglichkeit, nämlich Flammulina elastica, die sich nur mikroskopisch ausschließen läßt), bei der zweiten Art dürfte es sich um den Gelbstieligen Muschelseitling (Sarcomyxa serotina) handeln.


    Wie denn? Wenn du schon einen Namen in den Raum wirfst, dann will ich auch den Rest hören, inkl. deiner Quelle (von F. elastica) :P


    lg björn

    [1] Pseudoclitocybe cyathiformis, Kaffeebrauner Gabeltrichterling


    [2] Mycena tintinnabulum, Winter-Helmling (hier: graue Lamellen, deutlich unterschiedlich gefärbter Stiel)


    [3] Sieht mir eher nach einer Variante eines Flämmlings (Gymnopilus penetrans) aus als denn nach einem Häubling.


    [4] Rhodocollybia butyracea, Butterrübling


    [5] Ascotremella faginea, Schlauchzitterling


    [6] Tremella foliacea, Rotbrauner Zitterling

    lg björn


    Hallo Martina,


    sehr schön, kannst du davon auch Fotos präsentieren? Würde sicherlich einige interessieren hier ;)


    lg björn

    Sehr schön, es freut mich, dass unsere Beiträge bei euch ankommen, und die Bilder von Ralf und Melanie sind ja auch überaus sehenswert :)


    Die Auswertung meiner Daten kommt noch. Ich glaube aber nicht, dass ich es dieses Jahr noch schaffe. Die nächsten Tage werde ich womöglich auch nicht viel Zeit dafür haben.


    Ich war gestern am Niederrhein bei Emmerich und habe auch dort einige interessante Sachen gefunden. Der Beitrag wird wohl zuerst kommen, da die Arten bereits durchgearbeitet sind ;)


    lg björn

    Hallo Ralf,


    wieder mal interessante Funde. Wenn der letzte Becherling nicht B. citrina ist, müsste man wissen, ob die Fk einen Stiel haben oder nicht (es sieht so aus, als hätten sie einen). Wenn sie kräftig schwefelgelb sind, dann ist es womöglich Bisporella sulfurina, das müsste ich mir aber vor Ort angucken.


    lg björn

    Ja da hilft nur , dass man alle Stummelfüßchen nachmikroskopiert, und das kann eine aufwendige Sache werden, ich hab für 4 mikroskopierte und untersuchte sowie fotografisch abgelegte Pilze gestern den halben Tag verbraucht (von 14 bis 22 Uhr). Eine der 4 Arten ist hier nicht dabei, weil sie noch nicht bestimmt wurde (und die ich mit meinen begrenzten Mitteln wahrscheinlich auch nicht bestimmen kann). Sollen sich die Bayern damit auseinandersetzen, ich hab den in deren Forum gesetzt :D


    lg björn

    Einen kleinen Ausflug habe ich heute dann doch noch gemacht, und zwar in die hiesige Drover Heide, ein weitläufiges Areal mit Heide- und Waldflächen, bestehend überwiegend aus Birken, Eichen und Haselnusssträuchern.


    Die Gesamtartenzahl beläuft sich sicherlich auf über 20, war ich doch nur knapp 80 Minuten unterwegs. Ich hab bzw. bin dabei alles kurz und klein zu mikroskopieren, hab praktisch alles mitgenommen, was nach Pilz aussieht und hatte schlussendlich mehrere Rindenpilze, ein Stummelfüßchen, ein paar Kernpilzchen sowie einen Faserling dabei. Die sollten dann auch eine Menge Arbeit machen, sodass ich mit allen heute gar nicht fertig geworden bin. Dennoch möchte ich euch hier kurz zeigen, was ich so gefunden habe ;)


    crepidotuscesatiivarces.jpg


    crepidotuscesatiivarces.jpg


    crepidotuscesatiivarces.jpg
    Crepidotus cesatii var. cesatii, Kugelsporiges Stummelfüßchen


    mycenapolygramma1.jpg
    Mycena polygramma, Rillstieliger Helmling


    pseudoclitocybecyathifo.jpg
    Pseudoclitocybe cyathiformis, Kaffeebrauner Gabeltrichterling


    tubariafurfuracea3a.jpg
    Tubaria furfuracea, Winter-Trompetenschnitzling (wird noch mikroskopiert!)


    cerocorticiumconfluens1.jpg


    cerocorticiumconfluens1.jpg


    cerocorticiumconfluens1.jpg
    Cerocorticium confluens, Zusammenfließender Rindenpilz


    cyphellopsisanomala3a.jpg


    cyphellopsisanomala3c.jpg
    Cyphellopsis anomala, Rasiges Hängebecherchen


    peniophoraquercina1a.jpg


    peniophoraquercina1b.jpg
    Peniophora quercina, Eichen-Zystidenrindenpilz


    stereumhirsutum1.jpg
    Stereum hirsutum, Striegeliger Schichtpilz


    diaportheinaequalis3a.jpg


    diaportheinaequalis3b.jpg


    diaportheinaequalis3c.jpg
    Diaporthe inaequalis, Falsches Ginster-Pustelpilzchen



    lg und ein Frohes Fest!
    björn

    Ja, find ich auch "abgefahren", aber wir verstehen ohnehin noch viel zu wenig von der Funktion vieler mikroskopischer Strukturen, und da wir es eben nicht verstehen, tun wir sie halt als "gegeben" ab. Bei einigen Arten können auch kopfige Endzellen festgestellt werden, deren Oberfläche von einer zumindest für Mikroorganismen klebrigen Substanz beschichtet ist. Auf diese Weise gewinnt z.B. der Austernseitling zusätzliche Nährstoffe. Tja, der Austernseitling als fleischfressender Pilz, wär hätte das gedacht? :D


    lg björn

    polyporalessp1a.jpg


    polyporalessp1b.jpg


    polyporalessp1c.jpg


    p1180127t.jpg

    Zitat

    Ein bisher unbestimmter Porling (Polyporales) an hängendem Ast von Salix/Alnus, auffallend semipileates bis effuso-reflexes Wachstum und scheinbar berindeter, rotbrauner Oberseite (erinnert gewissermaßen an eine Art der Gattung Fomitopsis). Strukturell besteht der Porling aus drei verschiedenen Hyphen-Typen, nämlich den generativen Hyphen, die auch noch Schnallen aufweisen, den Skeletthyphen sowie dazwischen Bindehyphen, die ihrerseits keine Schnallen tragen, wohl aber septiert sein können.
    Präparat wurde angefertigt mit 20% KOH.


    diatrypellaquercina3a.jpg


    diatrypellaquercina3b.jpg


    diatrypellaquercina3c.jpg
    Diatrypella quercina, Eichen-Eckenscheibchen


    valsapustulatacf1a.jpg


    valsapustulatacf1b.jpg


    valsapustulatacf1c.jpg
    Valsa pustulata, Pustelförmiges Einsenkkugelpilzchen

    Zitat

    An Ästen von Rotbuche (Fagus), Bergisches Land, 18.12.2011.


    p1170983.jpg
    Dasyscyphella nivea, Schneeweißes Haarbecherchen

    Zitat

    Fk. 0,5-2 mm breit, gestielt, reinweiß, Rand mit dichten, wolligen Haaren besetzt. An Nadelholz, Bergisches Land, 18.12.2011.


    Hallo Harry,


    so ungewöhnlich ist das gar nicht. Saftlinge vor allem auf Magerwiesen sind meiner Erfahrung nach Spätherbstpilze, sie erscheinen je nach Jahr oft erst ab Ende November (können natürlich auch früher kommen). 2010 hatten alle Papageiensaftlinge eine Eiskappe, die Granatroten Saftlinge waren gar komplett eingefroren :D


    lg björn