So, ein wenig feedback.
Gestern habe ich mal meine erste Kochprobe mit dem Erbsenstreuling hinter mich gebracht. Gut ist schon mal die Feststellung daß ich heute noch lebe. 
Das also ist er, der Erbsenstreuling.
Nackig dann so.
Der Plan war also Geflügel in süß-sauer zu kochen und mit dem Erbsenstreuling zu pushen. Eine dunkle Sauce war dabei zudem Teil des Plans.
Ich hatte also Putenfleisch, Champignons, Honigmelone, Bambusstreifen und Mungobohnen-Keimlinge, rote Zwiebeln und Lauchzwiebeln, Curry, Honig, Salz, Pfeffer, Zucker und eine afrikansche Gewürzmischung, Butter und heißes Wasser sowie den Erbsenstreuling. Sojasauce und Fischsauce (bzw. Oytersauce) gehören ebenfalls dazu.
Als Beigabe kochte ich Curryreis.
Jetzt wollt ihr wahrscheinlich auch noch wissen wie ich das zusammengemurxt hab ?
Ja, sieht so aus.
Guddi ...
Curry-Reis bekommt ihr alleine hin, nehme ich an.
Also Reis kochen und kurz bevor alles Wasser aufgesogen wurde einen Löffel Curry hinein schmeißen und umrühren bis euch die Farbe gefällt.
Dann braucht es also noch zwei Pfannen.
In der einen brate ich die Champignons, genauso wie üblich. Die saugen mir sonst zuviel Flüssigkeit auf was mich in der anderen Pfanne gestört hätte.
In der zweiten, der eigentlichen Pfanne, kommt zunächst eine Ladung Curry auf den nackten Pfannenboden.
Vorsichtig erwärmen und in Bewegung halten um nicht zu verbrennen, sonst könnt ihr gleich die Pfanne noch mal reinigen und von vorne anfangen. Der Curry wird schnell ein kräftiges Aroma freigeben und braucht dann schnell ein Medium um aufgenommen zu werden und um nicht ins bittere zu kippen. Etwas Öl und darauf ein kleines Stückchen Butter sind meine Wahl. Einmal etwas verrühren und dann die Honigmelonenstückchen, welche mit etwas Zucker bestreut wurden, nach Vorliebe in die Pfanne dazugeben.
Ein Weilchen schwenken und schauen daß sich genügend Flüssigkeit auf dem Pfannenboden sammelt. Dann das gewürzte Putenfleisch hinein geben. Deckel auf die Pfanne um die Flüssigkeit aufzufangen. Ab und zu durchschwenken.
Nach einigem köcheln kommt jetzt der gemörserte Erbsenstreuling (ungefähr 2 Scheibchen) hinzu.
Eigentlich hätte ich das auch schon machen können bevor ich das Fleisch hinein schmiß aber es wird ja noch einiges an Flüssigkeit in die Pfanne kommen. Und ich wollte ja beobachten wie sehr der Erbsenstreuling eine Sauce zu verdunkeln in der Lage ist.
Zuerst sieht es ganz gut aus.
Ein wirklich dunkler Flecken entwickelt sich. Ein bißchen vertelen, verrühren und die dunkle Farbe verliert sich leider. Die Sauce ist noch braun aber nicht mehr dunkel. Hmpf ...
Ich könnte noch mehr von dem Pilz einsetzen aber angesichts der Flüssigkeitsmenge die noch kommt, unsinnig. Zudem weiß ich immer noch daß ich mit einem Giftpilz hantiere. Lieber sparsam bleiben!
Um die Sauce zu verdunkeln habe ich ja auch noch die Sojasauce.
Ich habe eine zeitlang gewartet und den Pilz köcheln lassen. Dann habe ich mal probiert.
Mir schmeckte es irgendwie etwas säuerlich. Im Nachhinein meine ich diese Geschmacksrichtung nur aus Gerichten wie einem deftigem Rinderbraten zu kennen oder vielleicht Sauerbraten.
Komischerweise entspricht die Optik des Pilzes tatsächlich meiner etwas abstrakten Geschmackserwartung. 
Nun denn.
Ich gebe jetzt die Bambussteifen in die Pfanne, die Keimlinge auch. Falls sie aus einem Glas sind kommt auch von der Flüssigkeit etwas dazu.
Mit Sojasauce und Fischsauce wird aufgefüllt und mit Honig wird abgeschmeckt. Das heiße Wasser habe ich parat um evtl. den Flüssigkeitsstand zu korrigieren. Dazu braucht es gewiss keinen Fond. Ihr müßt selber wissen wieviel Sauce ihr am Ende haben möchtet zu Reis oder was auch immer ihr zum Fleisch dazu habt.
Die Champignons, die Lauchzwiebeln und die Roten Zwiebeln kommen jetzt auch in die Pfanne und das Ganze wird verrührt.
Ist euch die Sauce zu dünn könnt ihr in Maßen mit kalter Butter nachbessern und deren Optik und den Geschmack etwas aufhübschen.
Notfalls kann man natürlich auch mit Stärke oder Mehl arbeiten, ist aber unschön.
Kurze Zeit später könnt ihr auftischen.
Ich wünsche Guten Appetit!
Mein Fazit:
Ein bißchen schmecke ich den Erbsenstreuling heraus, denke ich.
Für mein gewähltes Gericht hat er allerdings keinen sonderlichen Effekt gehabt. Das liegt auch an den vielen Aromen die ich im Gericht hatte, aber die waren notwendig. Der Geschmack nach dem Probieren als der Erbsenstreuling hinzu kam war mir aber auch nicht recht.
Das Endprodukt ist also eine Art Kompromiss.
Um mit dem Erbsenstreuling zu färben muß wohl eine geringere Menge Sauce herhalten. Beim nächsten mal.
Danke fürs Mitlesen! 