... Tschernobyl und Fukushima haben die Gesellschaft gelehrt, dass Atomenergie nicht akzeptabel ist ...
Ich korrigiere mal wie es meiner Ansicht nach richtiger hieße.
Tschernobyl und Fukushima hätten die Gesellschaft lehren sollen, dass Atomenergie nicht akzeptabel ist.
Ich kann da nämlich nicht viel erkennen. Selbst die Japaner wollen ihre Atomkraft nicht mehr aufgeben. Erst waren alle erschrocken aber schnell fiel man wieder in alte Muster zurück.
Und Tschernobyl ? "War da mal was ? Ach, ja das Atomkraftwerk das versagte, nicht wahr. Wie geht es deinen Kindern ? Habt ihr Lust zum Essen zu kommen ? Es gibt Wildschweinbraten mit Pilzen des Waldes."
Es ist wie es immer war. Der Mensch schaut daß es ihm gut geht. Manch einer mehr, manch einer weniger. Wie es den anderen geht, das juckt doch keine Sau. Man sagt zwar gerne mal "Oh, wie schrecklich!" Aber eigentlich war es das auch schon. Es ist selten so gemeint und fast nie ein Anlass etwas deswegen zu unternehmen. Nur wenn es einem selbst spürbar an die Wäsche geht reagiert Mensch.
Zwar ist nicht wirklich jeder so aber ich halte es für die Normalität.
Die Rote Liste halte ich für eine Orientierungshilfe was jegliche Gesetzesangelegenheit angeht. Ist ein Gebiet schutzwürdig ? Wie beurteile ich die Interessen eines Einzelnen gegenüber der Natur oder dem Allgemeinwohl ? Wo kann ich argumentieren diverse Verbote auszusprechen ?
Lauter solche Dinge. In Deutschland muß alles geregelt sein um der Ordnung willen und weil wir eine Bürokratie haben wie wenige andere. Was niedergeschrieben ist, das hat Gewicht. Logik folgt viel später.
Für Naturfreunde stellt die Rote Liste gewiss viel mehr dar aber ich denke nicht daß das eine Bedeutung hatte als der Gesetzgeber begann sich mit Naturschutz auseinander zu setzen. Und heute immer weniger denn Ideologie hat in der Politik keine Chance und wird auch alles andere als gern gesehen unter Politikern. Sie ist nämlich äußerst unbequem und gefährlich weil man immer den Interessen anderer entgegenwirken muß. Die wehren sich natürlich nach ihren Möglichkeiten. Wer dabei Macht ausspielen kann, der tut das dann auch.
Kein Weg um beliebt und gewählt zu werden.
Ich bin abgedriftet. :shy:
Für mich persönlich ist die Rote Liste auch eine Orientierung.
Man kann daran sehen wo sich Natur findet die besonderer Wertschätzung bedarf. Leute, die Erfahrung und/oder gute Kenntnisse haben, haben an der Aussage solcher Schriften gearbeitet. Bessere Ratgeber wird es schwerlich geben. Also vertraue ich darauf daß eine Rote Liste mich wohlwollend schult.
Dieses Wissen um eine gute Orientierung hilft mir zugleich auch anderen Menschen sagen zu können "Das ist selten und schützenswert!" oder, sich weiter informierend, "Man findet sowas nur wo es ... gibt" !
Die Rote Liste ist somit indirekt auch Werkzeug in Sachen Natur zu bilden.
Daß die Inhalte dann weiter anregen sich näher mit diesen in der Natur zu findenden Lebensformen auseinanderzusetzen kommt als nächstes.
Eine Rote Liste hat also in jedem Fall einen Zweck in meinen Augen. Einen recht wichtigen zudem, will ich doch daß Natur bewahrt und gefördert wird.
Als Seitenhieb gegen den Naturschutz sei noch angemerkt daß ich überhaupt nicht mag daß eine Rote Liste dazu führen kann den Menschen von der Natur auszusperren. Ich meide jedes Naturschutzgebiet denn dort bin ich verdammt vom Weg aus dorthin zu glotzen wo es interessant und lebendig zu werden verspricht. Diejenigen die sowas nicht interessiert, die juckt es auch weiterhin nicht ob da ein Schutz ist. Die meisten werden es auch ignorieren und fürchten höchstens mal erwischt werden für etwas das Strafe kosten würde, obgleich sowas wohl fast nie vorkommt.
Aber ob da zum Beispiel eine Autobahn durchgehen soll, das ist denen egal. Mir übrigens auch!!! :nana: Zwar nicht wirklich, aber ich werde es auch gar nicht registrieren ob da die Bagger den Wald platt gemacht haben. Nicht vorher, nicht nachher.
Das mal so meine Gedanken zu diesem Thema.
Man könnte wohl noch tausend Dinge schreiben aber derzeit wachsen irgendwo auch Pilze. 