Hallo Pablo, hallo Harry,
ganz sicher mit dem Pantherpilz bin ich natürlich nicht, und ich finde Harry's Einwand durchaus gut und wichtig. Aber für A. eliae ist mir persönlich die Knolle dann wiederum zu stark entwickelt (diese sollte bei eliae eher zylindrisch sein), und es sind mir auch für A. eliae (gefühlt) zu viel feinflockige Velumreste auf dem Hut vorhanden, bei den meisten Bildern sind diese Reste wesentlich grobscholliger (Kriegelsteiner spricht von einem Aufreißen in einzelnen Schollen...) vgl. hierzu auch dieses Bild von A. eliae aus dem Internet 
Die Farbe des Fundes ist für einen Pantherpilz zwar recht hell, aber die Pilze sind ja, wie wir wissen, gerne mal variabel und dies liegt wohl noch im möglichen Bereich.
Die von Harry angesprochen, fehlende Hutrandriefung (welche aus seiner Sicht, wäre es ein Pantherpilz, bei diesem Exemplar eher schon da sein sollte), finde ich persönlich nicht so problematisch: Bei einem so jungen, noch nicht aufgeschirmten Pantherpilzen muss diese vielleicht noch gar nicht deutlich zu sehen zu sein, vgl. z.B. dieses Bild aus dem Internet.
Der Stiel ist bei dem obigen Fund (zumindest für mich) in die Knolle eingepropft, wie ich es für den Pantherpilz ja auch typisch wäre.
Woran könnte man die Zuordnung vielleicht noch festmachen...? Der Geruch... Einen spezifischen Geruch hast wohl du nicht feststellen können, Pablo? Der Pantherpilz sollte leicht nach Rettich riechen, während A. eliae im Geruch meist als unauffällig beschrieben wird.
Dann wäre da noch der Stiel. Eine ausgeprägte Natterung oberhalb der Ringzone (durch das Aufreißen) wäre meines Wissens eher für A. eliae typisch (das war z.B. bei meinem Fund neulich auch sehr deutlich so). Ich kann eine solche hier bei den letzen Bildern zumindest nicht erkennen. Vielleicht kannst du ja hierzu ja noch Angaben machen...
Wichtig wäre ja dann auch noch der Ring.... War der Ring bei deinem Fund gerieft oder nicht? Eher nicht, würde ich vom Foto her meinen. Bei einem Pantherpilz dürfte der Ring ja auch nicht gerieft sein (- von einer ganz leichten, möglichen Riefung beim Tannen-Pantherpilz im Alter, vgl. Kriegelsteiner, jetzt einmal abgesehen... -).
Beim Kammrandigen Wulstling, A. eliae sind hierzu hingegen immer wieder wiedersprüchliche, etwas verwirrende Angaben zu finden. Da habe ich wohl nicht die richtige Literatur. Oft wird dieses Merkmal ganz ausgelassen. Im Kriegelsteiner findet sich leider keine Angabe zur Frage einer Riefung, genauso wie bei den meisten Internetseiten.
Im Online-Artikel des Tintlings steht klar und deutlich "nicht gerieft", wärend man auf gängigen Foren/Seiten aber immer wieder (aus meiner Sicht glaubwürdig) als Amanita Eliae bewertete Funde sieht, die durchaus eine Ringriefung aufweisen: Link
In deiner Art-Vorstellung hier im Forum schreibst du dann auch sinngemäß, beides sei möglich, Pablo. Vielleicht kennst du ja weitere Quellen?
Eine Beobachtung am Rand: Bei meinem hier im Forum neulich als A. eliae identifizierten Exemplar (fast weißhütig, übrigens mit gerieftem Ring) zeigen sich nun übrigens die rötlichen Farbanteile des Hutes im trockenen Zustand sehr viel stärker als noch hier, beim frischen Exemplar....

Wäre interessant zu sehen, ob das dein Pilz auch macht, du könntest ihn ja mal trocknen...
Oder zu erfahren, ob andere diese Beobachtung mit. A. eliae auch schon gemacht haben...
Ich tendiere aber bei deinem Fund oben persönlich weiterhin zum Pantherpilz. Vielleicht meldet sich ja noch jemand anderes mit mehr Ahnung hierzu zu Wort.