Beiträge von Naan83

    Hallo zusammen!


    Heute waren Pablo, Stefan und ich im Pfälzerwald unterwegs. Dort fanden wir neben vielen weiteren spannenden Funden die folgenden Zersetzer-Pilze, bei welchen wir vermuten, dass es sich um safranrote Schüpplinge (Pholiota astragalina) handeln müsste. Da wir die Art noch nicht aus eigener Anschauung kennen, möchten wir uns natürlich absichern, da sie ja leicht mit dem ziegelroten Schwefelkopf verwechselt werden kann.


    Standort war ein Esskastanien-Eichen-Kiefernwald mit unterstreuten Birken auf Sandboden. Die Pilze wuchsen büschelig an einem Totolzstumpf, höchstwahrscheinlich an Nadelholz. Die Stiele sind weißgelblich und auffallend aufgerissen, fast schon "genattert". Die Hüte leuchten in einem orangerötlichen bis flamingofarbenen Ton und werden beim Befeuchten etwas schleimig. Der Geruch war eher unspezifisch, Geschmack wohl ganz leicht bitterlich (nur Pablo hat probiert... er kann ja ggf. ergänzen). Leider gab es nur wenige recht junge Fruchtkörper ohne ausgereiften Lamellen.










    Vom Blitz leidern etwas farbverfälschtes Bild zuhause (Gelbstich)...


    Vielen Dank für Hinweise!

    Hallo Pablo,


    nach dem Preview und dem anschließenden Frischpilz-Nachschub aus dem Pfälzerwald jetzt also der Tagesausklang mit deinem tollen Italien-Bericht. Danke dafür, denn mit Text ist der natürlich nochmal so schön - die Bilder schaut man sich gerne zweimal an. :thumbup:


    Klasse Funde und Fotos, eine atemberaubende Landschaft... das Ganze erzeugt aber auch ein bischen Fernweh nach bella Italia... :nana:


    Und jetzt steht noch Arbeit an. Fundnachbearbeitung und so. Wobei das meiste Gepilz soeben auf den Kompost gewandert ist. Aber eben nicht alles. ;)

    Klingt nach einem spannenden Lehrgang :P , Pilserfahrung von Vorteil, würde ich sagen, Günterle :)


    Dürfte nicht allzu trocken sein, der Kurs. :D


    Allerdings schlägt bei mir mein Virenprogramm Alarm, wenn ich die verlinkte Hornberg-Seite aufrufen will und bei den Doppelpilzen kursiert seit gestern die Meldung, dass die Seite prinzipiell nicht erreichbar wäre, da sie gehackt worden sei... 8|


    Was da wohl los ist... :/

    Lieber Uli!


    Wie traurig! Denn den kleinen, frechen, wuseligem Ludwig hatten wir - mit all seinen kleinen Macken und Eigenheiten - bei unserem Besuch sehr ins Herz geschlossen. Er war ein Hund mit Charakter, den man so schnell nicht vergessen wird. Vor allem nicht nach diesem Nachruf, der ihm ein verdientes Denk-mal-an-Ludwig setzt.

    Hallo Alake,


    interessante Speisepilze sind bei deinen Funden nicht dabei. Essensfreigaben kannst du hier im Forum aber ohnehin nicht bekommen. :)


    Wenn du aber interessiert daran bist, neue Arten kennen zu lernen und Pilze im Forum bestimmen lassen willst, reicht es für den Anfang aus, nur ein bis zwei Exemplare vollständig herauszunehmen ( gesamter Fruchtkörper, das ist für die Bestimmung wichtig, nicht abschneiden!), diese dann mit Fotos zu dokumentieren, und hier einzustellen, am besten mit einer Beschreibung der wichtigsten Merkmale, Geruch etc...


    Zu deinen Pilzen:


    1. Birkenporlinge ist richtig
    2. Vgl. mit Grünblättriger Schwefelkopf, Hypholoma fasciculare, giftig.
    3. Da müsste bei Verletzungen Milch ausgetreten sein. Sind Milchlinge (Lactarius), für die genaue Artbestimmung braucht man mehr Angaben ( Milch mild oder scharf, Bäume in der Umgebung...).
    4. Vgl. mit dem gefleckten Rübling, Collybia maculata. Vielleicht sind auch noch andere Arten untergemischt, das kann man nicht ausschließen.
    5. Dein letzes Bild mit dem gerieften Hutrand zeigt auf jeden Fall einen anderen Pilz, einen Scheidenstreifling, vermutlich den fuchsigen ( Amanita fulva). Er ist wohl auch auf dem Übersichtsbild zwischen den hellen Pilzen in der Mitte untergemischt. Du zeigst also mehr als vier Arten. Gerade bei der Gattung Amanita, zu der auch die tödlich giftigen Knollenblätterpilze gehören, ist es sehr sehr wichtig, dass die Pilze ganz aus dem Boden geholt werden. Die zum Scheidenstreifling gehörige Scheide wurde in diesem Fall nicht mitgebracht, was die Bestimmung erschwert und Verwechselungen mit anderen Arten fördert, da kann man nicht vorsichtig genug sein. Ist nicht bös gemeint. :)


    P.S.: Kiefernreizker sind die Milchling nicht, ich gehe von einer weißmilchenden Art aus, und nicht von einem Blutreizker.

    Hallo Jan!


    Sehr gut, dass ihr dem grünen Knollenblätterpilz gleich zu Anfang so viel Aufmerksamkeit geschenkt habt :thumbup:, momentan steht er auch bei uns wie gesät im Wald. Man kann ihn nicht gut genug kennen, wenn man Lamellenpilze für die Küche sammelt. Nicht jedes Exemplar des Grünen Knollenblätterpilzes ist jedoch typisch ausgeprägt, und darin liegt eben die Gefahr, ihn bei flüchtigem Hinsehen mit anderen Pilzen ( Täublingen, Scheidenstreiflingen) zu verwechseln.


    Das von dir verlinkte Bild eines sehr jungen Grünen Knollenblätterpilzes hat übrigens sehr wohl einen Ring, dieser verdeckt, was auf dem Foto nur schwer zu sehen ist, als Schutzschicht noch die Lamellen, beim weiteren Aufschirmen des Hutes würde er dann sichtbar unterhalb des Hutes herunterhängen.


    Als relativer Anfänger würde ich dir persönlich sehr empfehlen, erstmal komplett die Finger von der Gattung Amanita als Speisepilze zu lassen. Scheidenstreiflinge lohnen (mit Ausnahme vom Safrangelben Streifling, Amanita Crocea) ohnehin nicht wirklich für die Küche, schmecken relativ muffig... Man verpasst also wirklich nicht viel. Mit wesentlich mehr Erfahrung kann man sich dann irgendwann den Perlpilz von einem Pilzsachverständigen zeigen lassen, der, wenn man ihn einmal kennen gelernt hat, gut kenntlich ist.


    Prinzipiell unterscheidet man die Streiflinge/ Scheidenstreiflinge (Amanita Sekt. vaginatae, früher Amanitopsis) von den Echten Wulstlingen (z.B. dem grünen und weißem Knollenblätterpilz) dadurch, dass erstere einen gerieften Hutrand und keinen Ring, letztere i.d. R. keinen gerieften Hutrand und dafür jedoch einen Ring (Manschette) haben. Die bescheidete Knolle des Grünen Knollenlätterpilzes ist zudem meist wesentlich stärker verdickt als bei den Scheidenstreiflingen.


    "In der Regel" heißt aber auch, dass untypischer Exemplare des grünen Kollenblätterpilzes im Einzelfall ganz anders aussehen können... Sie können eine wenig verdickte Scheide haben, der Ring kann im schlimmsten Fall auch komplett abgefallen sein (ist ja sehr fragil) und der Hutrand kann bei feuchtem Wetter und im Alter auch mal leicht gerieft (da durchsichtig werdend, und da sich die Lamellen durch die Huthaut durchdrücken können) erscheinen ( dies ist keine echte Riefung wie bei einem Scheidenstreifling, könnte aber von einem Anfänger als solche interpretiert werden).


    Erst gestern hatte ich ein sehr merkwürdiges Exemplar des grünen Kollenblätterpilzes in der Hand: die Basis und damit die Scheide war aufgrund des Regenwetters beim Herausnehmen des Pilzes abgebrochen und im Boden geblieben, der Fruchtkörper sehr klein, schmächtig und hell, fast gelb, und so im Dämmerlicht des Waldes für einen Anfänger kaum von den umstehenden Pfirsichtäublingen zu unterscheiden. Da wird man schon nachdenklich.


    Also mein Tipp wäre auch: mit leicht kenntlichen Pilzen bei den Röhrlingen anfangen, sich dann ein paar Arten mit klaren Merkmalen, wie z. B. den Parasol von jemandem mit Ahnung zeigen lassen und hinzunehmen. Und so oft wie möglich bei geführten Pilzwanderungen mitgehen. Denn was Leisten und Lamellen sind, muss man erstmal richtig verstanden haben, sonst kann man auch den Pfifferling verwechseln, wie übrigens fast jeden Pilz, den man nicht kennt. :)


    P.S.: Leistlinge meint nur die Pfifferlingsverwandtschaft, ein Edelreizker hat Lamellen.

    Hallo Jan-Arne,


    wie einige Vorredner schon geschrieben haben, handelt es sich bei deinen Funden klar um amethystschuppige Pfifferlinge. Die sind dieses Jahr bei uns in der Region recht häufig, das ist zumindest mein Eindruck. Wir haben die letzen Tage ganz ordentliche Mengen von ihnen gefunden.

    Hallo Michael,


    der ästige Stachelbart kommt meist abgestorbenen Buchenstämmen, seltener auch an anderem Laubbäumen vor, aber nicht im Nadelwald. Das heißt, man hat vor allem dort Chancen ihn zu finden, wo im Buchenwald Totholzstämme liegenbleiben dürfen.

    Lieber Nobi,


    was für ein toller Pilz und was für schöne Fotos. Würde ich auch gerne mal bewundern. Den dornigen Stachelbart haben wir schon gefunden, aber den ästigen leider noch nicht.

    Lieber Helmut, liebe Joli, lieber Stefan, lieber Nobi und liebe Inni!


    danke für eure netten Posts, schönen ergänzenden Bilder und die Musik. Die Sommersongs haben mir besonders gut gefallen, Helmut. :thumbup:


    Und die Tomaten sind natürlich auch besonders leckere Zeugen des ausgehenden Sommers, liebe Joli. Welche Farbenpracht. In unseren Garten stehen ja Tomatenpflanzen von zwei besonders lieben Forenmitgliedern ;), von den wir fleißig ernten. Gestern haben wir dann Tomatensauce aus Gartentomaten eingekocht. Allerdings mussten wir noch weitere Tomaten vom Bauern zukaufen, sonst hätte das nur wenige Gläser ergeben. :) Aber egal, der Geschmack ist einfach ein anderer und wir freuen uns den ganzen Herbst über den Sommer aus dem Glas.

    Hallo Helmuth,


    Ach... Cortinarien sind für mich eine Hassliebe, wie bei so vielen, ohne Mikro fällt der Schleier ja selten...


    Aber sie sind gleichzeitig sehr reizvoll und hübsch, was deine spannenden Funde einmal mehr zeigen! Bin gespannt was dabei noch herauskommt. :P

    Hallo Waldbummler,


    fragen ist nie dumm - und braucht dir nicht unangenehm sein, wir helfen gerne! :)


    Bei vielen deiner Pilze bräuchte man jedoch unbedingt zusätzliche Angaben und vor allem Fotos von mehr Ansichten, um sinnvoll bei der Bestimmung helfen zu können. So muss vieles ungenau bleiben bzw. recht spekulativ. Schau dir mal folgende Hinweise an: LINK


    Ansonsten ein paar Tipps zu Gattungen und Arten, mit denen du deine Funde mal vergleichen könntest:

    Bild 1: Tintlinge (Coprinus spec. )
    Bild 3: Täublinge (Russula spec.)
    Bild 5: Gelborangemilchender Helmling (Mycena crocata)
    Bild 6: Birkenporling (Piptoporus betulinus)
    Bild 8: Hartbovist (Scleroderma spec.)
    Bild 9: Schleimiger Wurzelrübling (Xerula radicata)

    Hallo Mario,


    sieht mir wirklich aus wie der Buckeltäubling - zumindest der Große. Auch wenn man den Buckel kaum sieht, kann man ihn meistens mit dem Finger erfühlen. Die Huthaut müsste recht bitter schmecken (--> Name), kannst du ja das nächste mal ausprobieren...

    Hallo zusammen, hallo Markus!


    Anhand der Fotos und des verschimmelten Zustandes ist das nur schwer zu klären. Mir persönlich kommt das Pilzlein vom Habitus und Hutfarbe eher wie ein lädierter Maronen-Röhrling daher, Boletus badius. ;)


    ...da wäre z.B. die genaue Stielbeschaffenheit wichtig... Ist die wie marmoriertes Holz...?

    Guten Morgen liebe Joli,


    Danke für deinen lieben Worte und für für deine wunderbaren Sommerimpressionen. Was für eine ruhige, unberührte Natur du zeigst, wunderschön, ich freue mich riesig, dass du diese Bilder an dieser Stelle für alle eingestellt hast. :)


    Mausmann hat übrigens Recht, mein Bild oben zeigt den Gelborangemilchenden Helmling, Mycena Crocata, und das war auch der Pilz, den wir gestern zusammen bewundern konnten. Die Milch ist bei ihm wesentlich heller als beim großen Bluthelmling, und sowohl in Form und Größe unterschieden sich die beiden Arten.


    Wir fanden es übrigens ganz klasse mal wieder mit dir zusammen loszuziehen. Nur zu schade, dass es dort so wenig Pilze gab. :(
    Wenn wir mal mehr Zeit haben zusammen herumzustreifen, zeigen wir dir noch ganz andere Stellen.

    Einen lieben Gruß in die Runde und vielen Dank für eure herzlichen Antworten, für Fotos, Lieder und Gedichte.


    Liebs Günterle, dankeschön! :sun:
    Ja, der Sommerweggang stimmt schon manchmal wehmütig. Zu kurz ist er irgendwie immer.



    Aber bin zuversichtlich und weiß ganz bestimmt, daß der Herbst noch einige Highlights für mich (uns) auf Lager hat! ;)


    Unsere Rede *ganzargvorfreuaufdenherbstundallesdrumherum* ;)


    Lieber Mausmann, danke! "Himmel von Afrika"? - eher "chicken of the woodstock"? ;) ...


    Hallo lieber Waldpilz, bauernhelmi, Peter, Hans und liebes Gänseblümchen - ich möchte euch allen für eure netten Posts und Kommentare danken. Bin ganz gerührt. :shy:



    Lieber Nobi! Erich Käster ist auch einer meiner Lieblingsdichter (und Stefans natürlich auch...). Das August-Gedicht ist wunderschön und regt zum Nachdenken an. Am besten gefällt mir: "Man dreht und wendet Raum und Zeit. Man ist gescheiter als gescheit,-das Unverständliche bleibt unverständlich." :thumbup: - klasse, dass du es hier eingestellt hast. Und danke für deine netten Zeilen hier und dort - ich freu mich natürlich sehr darüber, wäre aber wirklich nicht nötig gewesen!


    Lieber Mario - dankeschön - auch für das schöne Lied, das gerade bei mir im Hintergrund läuft!


    Lieber Pilz-o-Naut, danke dir für deine Zeilen, über die ich mich sehr gefreut hab. :sun:


    Liebe Sarah,


    ich finde deine Sommer-Bilder wunderschön, sie wecken Fernweh bei mir. Mit Kornblumen verbinde ich übrigens den Sommer wie mit kaum einer anderen Blume. Und das Meer... Ach ja, das Meer... *träum*


    Lieber Peter, danke! :shy: Man hobb(y)st sich halt so durch die Welt mit seinen kleinen Leidenschaften. ;)


    Liebe Melanie,danke, du Liebe, ich freu mich, dass es dir gefallen hat... Und wünsch mir gerade mal wieder, ich könnte dich in meiner Nachbarschaft einpflanzen und regelmäßig gießen. :evil: :rain:
    Aber du wirst ja gerade anderswohin verpflanzt. Mit hoffentlich nicht zu viel Stress, das wünsch ich dir jedenfalls... !