Beiträge von Naan83

    Hallo Stephan,


    danke für deinen Hinweis. Ich sehe gerade ich bin mit den Namen völlig durcheinandergekommen. :shy:


    Also dann gibt es wohl drei ähnliche Arten


    Strohblasser Ritterling, T. album, v.a bei Birke und Laubbäumen
    Unverschämter Ritterling, T. lascivum, Laubwald
    Lästiger Ritterling, T.inamoenum, Nadelwald (+ Laubwald?)

    Hallo zusammen,


    hier ein Fund einer Gruppe weißer Ritterlinge vom gestrigen Tag, ich würde diese gerne als Strohblasse Ritterlinge bestimmen wollen (Tricholoma album). Könnte das hinkommen? Da der wohl sehr ähnliche lästige Ritterling (Tricholoma inamoenum) im Nadelwald wächst, habe ich diesen ausgeschlossen (Edit: Korrektur, siehe Anmerkung unten). Gibt es hier noch ähnliche weitere Arten, die in Frage kommen könnten?


    Fundort: Buchenwald, basisch bis neutral, Odenwald, ca. 500m ü.M.
    Fruchtkörper ca. 5-8 cm hoch, manche direkt aneinander wachsend
    Farbe der gesamten Pilze: weißlich mit matt hellgelblichen Tönen, vor allem im Hut
    Lamellen: ausgebuchtet angewachsen (Burggraben)
    - ocker- bis rostige Flecken an Stiel und Lamellen der ausgewachsenen Exemplare
    - sichtbare weiße Basismyzelstränge
    Geruch: unangenehm stinkend, süßlich, etwas an den Schwefelritterling erinnernd, aber nicht so stark 'schwefelig'.





    Edit: Zur Frage des Vorkommens des lästigen Ritterlings finde ich inzwischen widersprüchliche Angaben... Der BLV Pilzführer schreibt von einem Vorkommen im Nadelwald, im Tintlingsporträt hingegen wird von einer Laubwald- (T. lascivum) und einer Nadelwaldform (T. inamoenum) geschrieben. Im BLV Pilzführer trägt der Strohblasse Ritterling (T. album) zu allem Übel auch noch das Synonym "T. lascivum"... - bedeutet dies, dass sich beide Arten, Strohblasser und Lästiger Ritterling, gar nicht klar abgrenzen lassen? :/
    --> Edit 2: Bin komplett mit den Arten durcheinander gekommen. :D
    Da hätte ich mich vor der Anfrage besser mal genauer mit der Literatur auseinandersetzen sollen, GPBW konsultieren etc. Muss ich nachholen...;)

    Hallo zusammen,


    bei nochmaligem Hinsehen kommen mir die Pilze für Rettichhelmlinge doch auch etwas komisch vor, danke für den Einwand, Björn.


    Mycena rubromarginata, der rotschneidige Helmling gefällt mir jedenfalls ganz gut, wobei ich jedoch leider keine roten Schneiden sehen kann... da bräuchte man einfach bessere Bilder.

    :):thumbup::sun:


    Herrlich, wie sich dieses Forum vernetzt und sich immer mehr von uns kennenlernen!


    Da kann man ja sich nur mitfreuen. :)


    Danke jedenfalls für den wunderbaren Bericht, lieber Günter, und deine Ergänzungen, lieber Markus. :) Ihr hattet sicherlich ein tolles, erlebnisreiches Wochenende mit spannenden Pilzen.


    Das weckt Vorfreude auf zukünftige Treffen, und erzeugt ein bißchen Respekt vor euren Bergen und der Ulrik'schen Kondition. :shy:


    Und das "Zwergelfeuer" ist mir ja schon seit Hornberg ans Herz gewachsen. Jedes Mal im Wald muss ich an dich denken, Günterle, wenn ich die sehe, odr? Das Zwergelfeuer breitet sich jedenfalls in Windeseile nach überallhin aus, jetzt ist es schon in Sachsen angekommen, dank Nobi...:thumbup:

    Hallo,


    in allen Punkten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. In Tüten gehen die Pilze leider schnell kaputt, verderben und sind kaum mehr bestimmbar - dementsprechend sehen sie eben jetzt auch aus.
    Ich würde aber neben dem Vorschlag Schirmling (Lepiota) durchaus eine der helleren, kleineren Riesenschirmlingsarten (z.B. den Acker-Riesenschirmling, Macrolepiota exoriata) für möglich halten, gerade auch im Anbetracht des Standortes. Wesentlich wäre hierbei z.B., ob sich der Ring am Stiel hin- und herschieben lässt, ohne kaputt zu gehen.


    Aber ohne bessere Aufnahmen und nähere Angaben zu Größe, Oberflächenstruktur, Ring (verschiebbar?) kann man diese Pilze nicht bestimmen, und das Ganze bleibt spekulativ.

    Hallo Johann!


    Ich finde ein sehr spannend aussehender Pilz, den du da aufgetrieben hast :thumbup:
    Leider weiß ich überhaupt nicht was das ist, nicht einmal die Gattiung, es würde mich aber sehr interessieren, das herauszubekommen. :)


    Angaben zur Sporenpulverfarbe und genauere Detailaufnahmen der Hutoberfläche (ist die samtig, sieht irgendwie so aus?) wären klasse, gerade bei so einer harten Nuss. ;) Und die Farbe ist mir auch noch nicht so ganz klar, wie gelb waren die wirklich - eher weißgelb, wie auf den Bildern, oder richtig gelblich?


    Und vielleicht kannnst du ja zum alten Beitrag im Schwammelforum verlinken?


    Meine einzige lose Assoziation v.a. zu den Lamellen und zur prinzipiellen Form wäre ein Holzritterling (in etwa wie eine 'entfärbte' Form des Olivgelben Holzritterlings, Tricholomopsis decora), aber da finde ich überhaupt keine farblich passenden Arten, höchstens vielleicht in Nordamerika (-->Tricholomopsis bella, Tricholomopsis sulphureoides etc.). Aber da hast du den Pilz ja sicherlich nicht gefunden :D ...weitere Details, wie z.B. der fransige Rand, passen zu dieser Idee auch wieder nicht, ist eh nur wildes Raten :shy:


    Ist wahrscheinlich was gaaaanz anderes. Also, Experten vor! ;)

    Hallo Björn,


    habe die Bilder eben verglichen, mich dabei an den schönen Fotos auf deiner Seite erfreut! :sun: Das gemeinte Foto habe ich auch gefunden. :thumbup:


    Mir kam Inocybe bogardii auch sehr passend vor. Vielen Dank für deine Einschätzung, ich freue mich jetzt einfach mal, dass mein Bestimmungsversuch zumindest nicht völlig abwegig ist!

    Hallo zusammen,


    gestern waren Pablo, Stefan und ich mal wieder in den Pilzen.


    Dabei fanden wir in einem Buchenmischwald (Buchen, Eichen und einzelnen Nadelbäume) am Wegesrand folgende sehr auffälligen Risspilze-Truppe. Die Pilze dufteten sehr intensiv obstartig-süßlich-parfümiert, aber wirklich angenehm, und so ganz anders als die meisten Risspilze, an denen wir schnuppern durften. ;)


    Da sie ein recht markantes Erscheinungsbild haben, hoffe ich hier trotz der Grenzen der Makroskopie zumindest zu einer groben Eingrenzung zu gelangen.


    Die Fruchtkörper waren für Inocyben recht groß, ausgewachsen ca. 5-8 cm hoch und die Grundfarbe recht hell-cremfarben mit ockerrötlicher Überfaserungen. Der Hut war feinschuppig-radialfaserig mit fransigem Rand, die Hutform ert kegelig, dann stumpf gebuckelt und zuletzt abgeflacht aufgeschirmt und zum Teil zum Rand hin abgesetzt.


    Das Fleisch der Pilze rötete deutlich im Schnitt (Schnittbilder muss ich noch auf den Rechner übertragen, kann ich hier, wenn gewünscht, gerne auch noch einstellen). Die Lamellen der jungen Fruchtkörper waren mit weißen Cortinafasern umsponnen, die Lamellen der ausgewachsenen Pilze zeigen aufällig weißliche Schneiden, die der älteren deutliche Flecken.


    Ich finde den duftenden Risspilz Inocybe bongardii hier passend. Aber da ich die Art noch nicht kenne, möchte ich um Meinungen bitten, ob diese Bestimmung rein makroskopisch zumindest hinkommen könnte.








    Liebe Isa, lieber Uli,


    zu traurig, was da bei bei euch geschehen ist. so Schlag auf Schlag. Mir fehlen die Worte. Es tut mir furchtbar leid und ich wünschte man könnte daran etwas ändern. :(



    Liebe Kuschel,


    Auch bei dir, was für eine unglaublich traurige Geschichte. :(


    Katzen hab ich unwahrscheinlich gerne und mag mir so etwas nicht einmal vorstellen. Ich fühle ganz fest mit dir, fühl dich umarmt.

    Hallo Björn und Ingo,


    lieben Dank für die Bestätigung!


    Ja, die Farbe der Lamellen kommt im Kuntstlicht und mit Blitz nicht richtig herüber. Da hab ich eben noch ganz schnell Fotos der diskutierten Details unter der Herdlampe gemacht und die Bilder nicht nachbearbeitet.. :shy:


    Der Geruch ist übrigens wirklich speziell, aber sehr einprägsam. <X


    Hallo Pablo,


    du hast halt die Hände eines Künstlers und willst die Pilze nicht zu hart anfassen. ;)


    Ich würd jetzt auch einen Schnaps nehmen. Am besten Birnenschnaps. ;)

    Lieber Pablo,


    bei den beiden Exemplaren, die wir mitgenommen hatten - wirklich kein Kruppstahl.:D


    Die sind sogar recht leicht zu brechen, fasern dabei auf und fühlen sich unwesentlich stabiler an als die anderer Helmlinge, die wir heute mitnahmen. Kannst du gerne morgen nochmal begucken, beriechen, befühlen, falls wir nochmal losziehen... ;)

    Hallo zusammen,


    heute fanden wir auf einem Baumstupf im Laubwald (vermutlich an Eichenholz) eine große Gruppe büscheliger Pilze, die ich gerne als buntstielige Helmlinge (Mycena inclinata) ansprechen möchte, ich finde hierzu passt alles sehr gut. Allerdings waren die Stiele der Pilzchen relativ steif und fest, so dass in der Gruppe auch die Ansicht vertreten wurde, dass es sich vielmehr um Schwindlinge handeln müsse, und dabei der Hornstieligen Schwindling (Marasmius coeharens)als Alternativevorschlag im Raum steht.


    Nun ist die Frage, ob relativ stabile Stiele beim buntstieligen Helmling möglich sind (ähnlich wie beim rosablättrigen Helmling)?


    Vor Ort war uns übrigens erstmal kein besonderer Geruch bei den Pilzen aufgefallen, inzwischen empfinden Stefan und ich den Geruch der beiden mitgenommen Exemplare im Stiel als mehlig-ranzig.






    Hallo juripuh,



    na die hast du ja ordentlich herausgeputzt und abgeschrubbt, denen brummt bestimmt noch der Pilzschädel...! :D
    Bestimmt Cortinarius lavatus, eine neue Art... ;)


    Spass beiseite. Du zeigst jedenfalls schöne Pilze aus der Gattung der Schleierlinge (namensgebend sind die faserigen Velumfäden zwischen Hut und Stiel, die du ja schon bemerkt hast).


    In dieser Gattung gibt es schier unzählige Arten, davon nur wenige makroskopisch bestimmbar. Für einen Bestimmungsversuch, der zu etwas führt, braucht man meist wesentlich mehr Angaben als du lieferst, besonders zur Oberflächenbeschaffenheit der Pilze (Hut/ Stiel schmierig oder trocken, Velum auf dem Hut?), und zum Geruch, Größe, Fleischfarbe, etc. um nur wenige zu nennen. Optimal wären natürlich Standortfotos mit Schnittbild. ;)


    Bitte zeige uns doch in Zukunft außerdem immer Fotos der ungesäuberten Pilze, da beim Abbrausen Merkmale verloren gehen müssen, insbesondere die Oberflächenbeschaffenheit (Trocken, schleimig...?), Velumreste bei jungen Pilzen etc.


    Ich könnte mir bei deinen Pilzen z.B. die Schleiereule vorstellen, Cortinarius praestans. Aber das ist nur eine unverbindliche Idee, und bleibt ohne genauere Größenangabe, Geruch und Ausehen der Pilze vor dem Waschgang im Grunde nur Spekulation.

    Hallo zusammen,


    über Nacht hat sich an den Pilzen nichts wesentliches verändert, Sporen wurden nicht abgesondert. Da allseits ja berechtigte Zweifel bestehen, inzwischen auch bei mir (;) ), wird es sich vermutlich bei unserem Fund doch um Schwefelköpfe handeln. :shy:



    Nun hoffe ich nur, die echten safranroten Schüpplinge recht bald zu finden, um sie mir dann einprägen zu können. :P


    Danke in die Runde für eure Ideen und Hinweise!


    Und danke an dich, Andreas, für deine ergänzenden Bilder. :thumbup:

    Hallo Daggi!


    Grüner Anistrichterling sehr ich auch so. :thumbup:


    Zum Schleierling - wie bereits gesagt wurde auf jeden Fall ein Cortinarius, man sieht deutlich das rotbraune Sporenpulver an den Schleierresten am Stiel. Wie hat der denn gerochen? Vielleicht nach Zedernholz? Und wie dunkel-violett war der Hut? Ich glaube ja deine Bilder wurden mit Blitz gemacht und die Farbe kommt eher etwas hell hell herüber, kann das sein? :/ Hast du noch ein Bild des Hutes von oben? Ich hab den dunkelvioletten Schleierling im Verdacht, C. violaceus.


    Die Pilze am vormaligen Stockschwämmchenstumpf sind grünblättrige Schwefelköpfe - sie zeigen schön die namensgebende Form der jungen Pilze - wie knubbelige Zündhölzer... Man kann sich leider nicht darauf verlassen, dass immer die gleichen Pilze an einem Stumpen nachwachsen... ;)


    Ob die Bilder davor wirklich rauchblättrige Schwefelköpfe sind, ist anhand von Fotos schwer zu beurteilen. Die Lamellen scheinen auf den Bildern in der Tat einen Graustich zu haben, aber das kann täuschen, wie Hajdu schreibt sind ja auch Grüntöne an der Stielspitze zu sehen. Fast immer wachsen rauchblättrige Schwefelköpfe an Nadelholz, deine Pilze hier hingegen an Laubholz. Sicherheit verschafft eine kleine Kostprobe (Ausspucken :nana: ) - der rauchblättrige ist mild, der grünblättrige und auch der ziegelrote sind bitter.

    Hallo Lukas,


    ich sehen das wie Thomas - sieht aus wie ein alter Schönfußröhrling (Boletus calopus). Die Farben bleichen bei diesen Pilzen im Alter gerne stark aus, bis hin zu fast völlig entfärbten Exemplaren. Geschmack müsste bitter sein, den Geruch empfinde ich persönlich auch immer als etwas unangenehm.

    Hallo Mausmann,


    also cremefarben sind sie finde ich schon. Ich hab sie ja vorliegen. Ich weiß nicht wie das durch den Blitz herüberkommt. :D


    Sorry, aber ich bin weiter nicht überzeugt vom Ziegelroten Schwefelkopf. :/ ... Der Hut ist komisch, wird beim befeuchten wieder etwas schleimig. Es gibt übrigens sogar noch weitere Schüpplinge, die den Schwefelköpfen sehr ähnlich sehen können... Die Sache ist m.E. nicht so einfach, zumindest wennn man keine ausgewachsenen Fruchtkörper für deinen Sporenabdruck ect. hat.



    Hier nochmal eine Nachfotosession meiner Pilze. Zumindest gibt es finde ich jetzt Verfärbungen:


    Ich finde die Pilze durchaus vergleichbar mit solchen Bildern...



    LINK


    LINK


    LINK


    Hab auch alle Exemplare nochmal ausgiebig geärgert und einen weiteren, den größten, der jungen Fruchtkörper für einen Schnitt geopfert. Mal sehen wie sich die weiter entwickeln über Nacht.



    Vielleicht äußert sich ja noch jemand von unseren Experten, Ingo, Björn und da könnte man noch andere nennen... :)

    Hallo Markus,


    lieben Dank. Ich finde den Safranroten Schüppling auch total spannend und wollte ihn schon länger mal finden.



    Nachtrag zu den Verfärbungen:


    Auf einigen der Stielbilder vor Ort sieht man rötliche Verfärbungen an Fraasstellen - dort ist das Fleisch schon etwas gerötet (sieht man z.B. am durchgeschnittenen Fruchtkörper oben auf Bild 1 und 2, und im Stiel bei Bild 4 und 6.



    Hier noch ein Link zu Fundbildern von Rudi Markones (vgl. junge Fruchtkörper). LINK

    Hallo lieber Markus, :sun:


    danke für deine Hinweise! :thumbup:


    Genau diese Fragen haben uns auch beschäftigt, den BLV hatten wir ja mit vor Ort... (alte Auflage...) :D


    Die Pilze haben im Schnitt aber nicht geschwärzt, weder vor Ort noch jetzt später bei mir zuhause, sie sind maximal etwas angelaufen. Nun habe ich an anderer Stelle auch gelesen, dass dieses Merkmal eher im Alter der Fall zutreffe, und die gefundenen Pilze sind eben sehr jung. Ob die Tatsache, dass hier kein Schwärzen zu sehen, ist ein Auschlusskriterium ist, kann ich ohne Funderfahrung der Art kaum einschätzen.


    Der Safranrote Schüppling kommt jedenfalls nur an Nadelholz vor, der Ziegelrote Schwefelkopf meist - aber nicht ausschließlich - an Laubholz.


    Bin auch gespannt was da herauskommt und bin über jeden Hinweis, wie man die Arten im Feld sicher auseinanderhalten kann dankbar. :)


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    Edit: In Pilze der Schweiz steht auch etwas von im Alter schwärzend, sowie auf Druck.
    Habe nochmal nachgesehen: Bei den im Kühlschrank gelagerten Fruchtkörpern sind leichte Verfärbungen an Druckstellen zu sehen, ob diese aber ausreichen, kann ich nicht einschätzen. Morgen schau ich mir die Gesellen nochmals an und mache Fotos.


    Hallo Mausmann: Die Lamellen müssen im jungen Zustand nicht gelb sein, sondern cremefarben (zumindest laut Pilze der Schweiz), das wäre für mich also allein kein Unterscheidungskriterium.