Beiträge von Naan83

    Hallo Hasenbovist!


    Der Gifthäubling, Galerina marginata, hat....:
    1. keine Velumreste am Hut
    2. einen silbrig überfaserten (und keinen genatterten! Stiel)
    3. meist einen sichtbaren Ring (der im Alter auch mal flüchtig sein kann)
    4. mehlig-ranzigen Geruch
    5. wächst meist auf Nadel-, aber auch auf Laubholz
    6. hat rostockerbräunliches Sporenpulver



    Der natternstielige/gesellige Schwefelkopf, Hypholoma marginata, hat...:
    1. gerne Velumreste am Hutrand (heller)
    2. meist einen richtig auffallend genatterten, schlanken und sehr langen Stiel
    3. keinen richtigen Ring
    4. riecht unaufällig, schmeckt bitter
    5. wächst gern auf Nadelholz
    6. hat violettschwarzes Sporenpulver
    7. hat hellere Lamellenschneiden



    Hallo Andi, Tuppie und Joli!


    Dankeschön! :sun::sun::sun:



    P.S.: Der Thread steht weiterhin jedem offen, der Bilder, Gedanken, Gedichte zum Thema "Herbst" mit den anderen teilen möchte! :P

    Boletus badius steht nicht umsonst inzwischen bei den Dickröhrlingen. Der kann dünn oder dick sein, ganz wie er will. ;)


    Die Porenfarbe ist bei sehr jungen Pilzen hellcremegelb. Ich wäre vom Bild auch, wie Harry, sofort auf den Maronenröhrling gegangen. Seid ihr denn sicher, dass der nicht blaut, der wurde ja noch gar nicht durchgeschnitten? Vielleicht nochmal kräftig auf die Poren drücken. Muss aber auch nicht immer blauen. ;)


    Übrigens - Steinpilze haben ein Netz auf dem Stiel, der Maronenröhrling nicht.

    Hallo Norbert,


    danke fürs Ausprobieren. :thumbup:


    Dann votiere ich jetzt für den Laubfreundtrichterling, Clitocybe phyllophila, der auch recht groß werden kann, und bei feuchtem Wetter eine leicht bräunliche Hutmitte haben darf, vgl. Deine Pilze wären mit bis zu 14 cm Durchmesser aber erheblich größer als normal, was aber nichts heißen muss, die Pilze machen ja gerne was sie wollen. ;)

    Liebe Reinhilde, vielen Dank, es freut mich, wenn dir mein Beitrag gefallen hat! :)



    Lieber Nobi,


    ich mag das Gedicht von Trakl auch sehr gerne. Sehr warm gestimmt - für seine Verhältnisse - mit ein bißchen Melancholie - wie der Herbst. ;)


    Danke auch für deine netten Worte zu den Bildern, das freut mich natürlich sehr. :)


    Ich habe in der Tat überlegt, einen eigenen Thread aufzumachen. Andererseits möchte ich diesen Herbstimpressionenthread ja gerne weiter fortführen, und das ist kaum möglich, wenn ich immer wieder einen neuen Thread ausfmache. :/


    Bei dem "Helmling" könntest du Recht haben. Ich habe im Fotorausch mehr auf den Holzritterling geachtet, und dem Kleinen nicht unters Röckchen geschaut. Inzwischen denke ich, dass du mit dem Mooshäubling Recht haben dürftest. :thumbup:

    Hallo Norbert,


    bei den Rötelritterlingen und -trichterlingen (Lepista) lassen sich die Lamellen mit dem Fingernagel und etwas Druck besonders leicht (wie auf einer seifigen Schmierschicht) vom Hut wegschaben - das ist sozusagen ein Gattungskennzeichen.


    Hier sieht man es am Beispiel des Wasserfleckigen Röteltrichterling, Lepista flaccida f. gilva ganz gut...:


    Verklärter Herbst


    Gewaltig endet so das Jahr


    mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.


    Rund schweigen Wälder wunderbar


    und sind des Einsamen Gefährten.


    Da sagt der Landmann: Es ist gut.


    Ihr Abendglocken lang und leise


    gebt noch zum Ende frohen Mut.


    Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.


    Es ist der Liebe milde Zeit.


    Im Kahn den blauen Fluss hinunter


    wie schön sich Bild an Bildchen reiht -


    das geht in Ruh und Schweigen unter.

    Georg Trakl


    Eine kleine bunte Herbstwanderung...



    Fliegenpilz, Amanita muscaria





    Fliegenpilz mit Wohlriechendem Schneckling, Hygrophorus agathosmus



    Tintenfischpilz, Clathrus archeri




    Dehnbarer Helmling, Mycena epipterygia




    Butterrübling, Rhodocollybia butyracea



    Violetter Lacktrichterling, laccaria amethystina



    Stockschwämmchen, Kueneromyces mutabilis



    Geweihförmige Holzkeule, Xylaria hypoxylon - alias Zebrapilz *hihi*



    Ziegelroter Schwefelkopf, Hypholoma lateritium




    Lärchenröhrling, Suillus grevillei



    Grüngelbe Gallertkäppchen, Leotia lubrica



    Schleimstieliger Helmling, Roridomyces cf. roridus






    Dunkelviolette Schleierling, Cortinarius violaceus




    Spechttintling, Coprinus picacea




    Farbfeuerwerk: Vermutlich ein Mooshäubling, Galerina spec. (Danke, Nobi!) vor dem Olivgelbem Holzritterling, Tricholomopsis decora



    Maronenröhrling, Boletus badius



    Fundglück




    Erntezeit




    Verklärter Herbst


    Gewaltig endet so das Jahr


    mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.


    Rund schweigen Wälder wunderbar


    und sind des Einsamen Gefährten.


    Da sagt der Landmann: Es ist gut.


    Ihr Abendglocken lang und leise


    gebt noch zum Ende frohen Mut.


    Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.


    Es ist der Liebe milde Zeit.


    Im Kahn den blauen Fluss hinunter


    wie schön sich Bild an Bildchen reiht -


    das geht in Ruh und Schweigen unter.

    Georg Trakl


    Butterrübling, Rhodocollybia butyracea


    Violetter Lacktrichterling, laccaria amethystina


    Stockschwämmchen, Kueneromyces mutabilis


    Geweihförmige Holzkeule, Xylaria hypoxylon - alias Zebrapilz


    Ziegelroter Schwefelkopf, Hypholoma lateritium


    Fliegenpilz, Amanita muscaria


    Dehnbarer Helmling, Mycena epipterygia


    Lärchenröhrling, Suillus grevillei






















    Äpfel




    Hallo zusammen,


    einen Ritterling würde ich bei dieser Form ausschließen.


    Lepista/Rötelritterling/-trichterling gefällt mir als Idee ganz gut. Hast du den Test mit den verschiebbaren Lamellen gemacht, Norbert?


    Es gibt übrigens auch eine weiße Erscheinungsform der Nebelkappe, vgl. LINK. Aber wenn du den Geruch gut kennst, kann man die wohl ausschließen.


    Und auch andere fast weiße Rötelritter- und -trichterlinge, die ich aber nicht aus eigener Anschauung kenne. Z.B. mit Veilchengeruch: Lepista irina. Mit eher beigen, engstehenden Lamellen: Dichtblättriger Rötelritterling, Lepista densifolia .


    Aber aber auch einen stämmig gewachsenen Trichterling würde ich nicht völlig ausschließen.

    Hallo Sigi, Andi und Andreas!



    Klar, 600 km sind ein bißchen weit. :(


    Und ja, mein Vorschlag cotylidia pannosa dürfte wahrscheinlich nicht so stämmig sein, ich bin nicht mehr davon überzeugt. :shy:


    Inzwischen mag ich da einfach einen großen und sehr jungen Porling sehen. 8| auf die genaue. Art lege ich mich nicht fest, aber manche können dort auch so gestielt und fächerförmig wachsen, bevor sie sich ausbreiten; Riesenporling, Bergporling, oder etwas anderes, irgendetwas in diesem Umfeld.......


    So ähnlich wie auf diesem nachfolgenden Bild; es zeigt allerdings eine Art, die bei uns nicht vorkommt, dem Bergporling (Bondarzewia montana) aber sehr nahe steht... Bondarzewia berkeleyi - in der Mitte mit für mich vergleichbarer Wurchsform):


    Link

    Hallo!


    Ich sehe euch hat's auch so richtig erwischst. :D


    Und ja, Verständnis beim Partner ist bei diesem Hobby fast alles. Oder noch besser, ein Partner der das Hobby teilt. :P


    Wenn ihr wüsstet was in unser Küche so momentan auf der Fensterbank, Heizung und sogar auf dem dem Esstisch herumliegt... :shy: :evil:


    Euer Balkonprojekt ist jedenfalls eine Wucht... Und wenn dann auch noch was nachwächst.... :evil:


    ...ich vermute einfach mal irgendwelche Sägeblättlinge... aber die Knöpfe sind ja noch sehr klein... Falls keine Lamellen, ein kleiner Stielporling. Ihr berichtete ja weiter? :evil:

    Hallo in die Runde, hallo Alina, hallo Stephan! :sun:


    Erstmal: große Klasse, Alina, das du die Mühe auf dich genommen hast und nochmal tolle Fotos nachgeliefert hast. Lieben Dank dafür! :thumbup:


    Und ja, Psathyrella spadiceogrisea wächst eigentlich eher im Frühjahr, seltener wohl aber auch im Herbst. Die Hüte waren auf manchen der in meinem Beitrag verlinkten Fotos dieser Art bei jungen Pilzen bei manchen Exemplaren recht dunkel, aber ich habe inzwischen selbst Zweifel an diesem Vorschlag - in der Regel sind sie sicherlich heller. :shy: :thumbup:


    Der wässrige Mürbling, Psathyrella piluliformis ist natürlich eine Idee. Für diesen sind mir die Fruchtkörper aber irgendwie jung zu stämmig und 'festaussehend' (und die neuen Exemplaren mit 7,5 x 14 cm auch etwas zu groß), zudem scheint mir der auffällig mit groben Fetzen behangene Hutrand beim Fund von Alina für diese Art merkwürdig. Ich kenne die wässrigen Mürblinge eigentlich jung ganz zart mit Schleiern behangen... :/





    Man könnte farblich vielleicht noch über den schokoladenbraunen Mürbling, Psathyrella spadicea nachdenken. Aber auch da passt für mich manches nicht, wie das Velum am Hut. Wahrscheinlich kommt man hier aber einmal mehr ohne Mikroskop einfach nicht weiter. X/


    Schade, denn die Pilze sind einfach wunderschön, und ich hätte gerne gewusst wie sie heißen. :)[hr]
    Edit:


    Eikes Collage am Stammtisch bringt mich auf folgende Idee:


    Alinas Pilze wuchsen ja nicht klar auf Holz, sondern daneben in der Erde. Evtl. könnte hier ja Psathyrella bipellis, der purpurne Mürbling in Frage kommen, welcher bei Kalk auf humusreichen Böden, die mit Holzresten vermischt sind, vorkommt. Hierzu scheinen mir auch die ausgebleichten alten Exemplare ganz gut zu passen, der im Alter geriefte Rand wäre hier typisch.

    LINK


    Vielleicht schreibt Eike ja noch was zu den neuen Bildern. ;)


    Edit: Hier noch ein eigenes Bild eines Fundes, bei dem ich den Purpurmürbling vermute...


    Hallo zusammen,


    ich wäre aufgrund der Lamellenform und der relativ eng stehenden Blätter auch klar für einen Dachpilz. Pluteus diettrichii, der Rissige Dachpilz, wäre eine Option, er wächst auf der Erde im Laubstreu:


    Vgl.: Link und Link

    Bei den Rötlingen gäbe es zum Beispiel auch den Grindigen Rötling, Entoloma scabiosum, er passt für mich aber nicht so recht.


    Die Ähnlichkeit zu Ritterlingen und Risspilzen ist hier aber wirklich frappierend. 8| Das bringt mich auf eine Idee für eine andere Anfrage.


    Hallo Anna
    gibt bestimmt 5 Arten wo die Huthaut so manchmal aufreißt ..


    Naja war aber jedenfalls ein guter Gedanke .. Hätte der ne Knolle gehabt hät ich den auch so genannt !


    LG,Eike


    Hallo Eike, schau dir mal Bild 1 an - meinst du nicht, da könnte ein Teil des Stieles abgebrochen sein, ganz weiß, ohne Erdreste und so... :/

    Hallo Eike, danke für den Hinweis, da hast du natürlich auch wieder Recht. :thumbup: War nur eine Erst-Assoziation aufgrund der Hutstruktur.


    Edit: Wobei ich mir nicht sicher war/bin, ob der Stiel/die Knolle nicht abgebrochen ist (erstes Bild sah irgendwie so aus...) :)

    Hallo Alina,


    dein Fund erinnert mich an den Schmalblättrigen Faserling, Psathyrella spacideogrisea: vgl. LINK und LINK


    Ein bißchen irritiert mich allerdings der stark glänzende Hut (hat es sehr geregnet?) sowie die abgesetzten, zähnchenartigen Velumreste am Hutrand. Sieht irgendwie auch ein bißchen aus wie eine Kreuzung eines Faserlings/Mürblings mit dem Lederbraunen Ackerling, Agrocybe erebia, nur ohne Ring... :/;)

    Hallo liebe Joli,


    bitte verzeih, bei der Nummer 2 bin ich mir mit meinem Hinweis bei nochmaligem Drübersehen nicht mehr sicher und möchte ihn gerne korrigieren. Die Stiele sind für H. marginata doch irgendwie nicht so recht passend... Da muss ich wohl etwas übermüdet gewesen sein. :yawn:
    Ich meine jetzt doch Häublinge (Galerinas) zu erkennen, aber weiter nicht den Gifthäubling (Galerina marginata), dafür ist der Ring zu schwach entwickelt. Möglicherweise ist es der braunfüßige Häubling (Galerina badipes), oder eine andere mir nicht genauer bekannte Art.

    Lieber Hartmut, vielen Dank! :sun:


    -----


    Das Porträt ergänzend zeige ich noch ein Stockschwämmchenbild der letzen Tage, was die erstaunliche Variabilität in der Größe der Fruchtkörper veranschaulichen kann. Sie heißen ja auch nicht umsonst "mutabilis" - wandelbar... :


    Hallo Joli, Hallo Hartmut,


    klasse euch ein wenig über die Schulter linsen zu dürfen... :)


    Ihr wart ja im Cortinarienparadies! :sun::sun::sun:


    Da wäre ich gerne dabei gewesen. Denn die sind einfach so hübsch, und kompliziert.... :)

    Hallo Joli,


    toller Fotospaziergang, danke für den kleinen virtuellen Urlaub. :)


    Den "Trichterling" (3.) sehe ich wie Peter (evtl. = Gabeltrichterling) und die "Marone" ist auch für mich eher ein Rotfuß (wohl der bereifte, X. pruniatus).


    Dein "Gifthäubling" (2.) ist der gesellige/ natternstielige Schwefelkopf (Hypholoma marginatum) , man sieht gut noch Velumreste am Hutrand (hat der Gifthäubling nicht!), den richtig genatterten Stiel ohne richtigen Ring (--> genattert und nicht nur silbrig überfasert wie beim Gifthäubling...).


    Ich finde ja Lepista nuda auch sehr lecker! Habe ich heute eingekocht... :)


    Beim "Lacktrichterling" (9.) bin ich mir unsicher. Laccaria laccata, der rötliche Lacktrichterling, ist für mich hier nicht sicher, dafür stehen die Lamellen mir zu eng beieinander und auch die Farbe passt mir nicht so recht. Edit: Die Gruppe der kleinen braunroten Lacktrichterlinge ist nicht leicht zu bestimmen, da braucht man mehr Angaben, Detailfotos, Farbe des Basismyzels etc. um weiterzukommen (Farbe des Basismyzels wäre beim zweifarbigen übrigens lila, aber hierfür passt mir bei deinem Fund der glatte glänzende Hut nicht...).


    Die rauchblättrigen Schefelköpfe würde ich unter Vorbehalt so bestätigen, sofern die Farben hier stimmen. Fotos können natürlich täuschen, aber es sieht mir sehr danach aus. Sicherheit verschafft eine winzige Geschmacksprobe (ausspucken...), die grünblättrigen wären sehr bitter, die rauchblättrigen mild.