Mittlerweile sind meine Zweifel gewichen, dass der Pilz giftig ist.
Diese exemplare werde ich jetzt aber doch nicht mehr essen, da sie im Kühlschrank in der Plastikbox leider ihren leckeren geruch gegen den von verbrannten Autoreifen eingetauscht haben ...
Aber fürs nächste mal: Ich habe gelesen, dass man Amatoxin mit 25%iger Salzsäure nachweisen kann. Den Pilz auf Zeitungspapier ausdrücken und mit Salzsäure befeuchten, blaufärbung nach 5-10 Minuten. Was ist von diesem Test zu halten und wie aussagekräftig ist der?
Hallo Hauke,
wenn Du das mit jedem einzelnen Pilz machst, bist Du auf der sicheren Seite, sollte der Test gelingen. Kannst sie dann halt nicht mehr essen.:)
Bei Stockschwämmchen lauern zwei große Gefahren:
1.) Die grundsätzliche Verwechslung mit dem Gifthäubling
2.) Das irrtümliche mitsammeln von am gleichen Stubben, gemeinsam mit den Stockschwämmchen, gewachsenen Gifthäublingen.
Ersteres kannst Du Dir durch erlernen und erkennen der typischen Merkmale aneignen, bis Du 100% sicher bist, Stockschwämmchen fehlerfrei zu erkennen.
Zweiteres kannst Du nur durch sehr konzentriertes sammeln und betrachten jedes einzelnen Pilzes vermeiden. Ich empfehle entgegen der landläufigen Meinung, Stockschwämmchen immer komplett mit Stiel zu ernten. Beim späteren Putzen kann man den holzigen Teil entfernen, hat aber noch eine zweite Chance, etwaige Fehler zu bemerken.
Zu dem von Dir erwähnten oder ähnlichen Tests habe ich eine persönliche Meinung.
Die lautet: So lange man nicht in der Lage ist, eine Bestimmung ohne solche Tests vorzunehmen (was überhaupt keine Schande ist), sollte man tunlichst auf den Verzehr der übrigen, nicht getesteten, verzichten. ![]()
