Beiträge von Rada

    Jemand noch eine Idee was es denn im entferntesten sein könnte? Nennt mir mal mögliche Pilze dann forsche ich da mal weiter, ich hab SIE ja auch live gesehen.


    Mögliche Pilze:


    Steinpilz



    auch im allerentferntesten Eck nix anderes in Sicht. :)


    Wie schon geschrieben habe ich solche mageren Exemplare schon des öfteren gefunden. Interessanterweise meist am Rand von Fichtenwäldern unter Birken. Trotzdem Steinpilz.

    Markus,


    das ist definitiv ein Steinpilz, gib Dich geschlagen.:D


    Ich hab schon öfter so schlanke, große Exemplare gefunden. Es gibt auch keinen anderen Röhrling, der sonst passen könnte.

    Die Fotos sind leider sehr klein und extrem unscharf. Könnte ein Klapperschwamm sein, ein Eichhase oder ein junger Riesenporling.
    Kann man echt kaum erkennen.

    Hallo Sven,


    da bin ich anfangs auch drauf reingefallen. Das sind abgeworfene Sporenkapseln vom Pillenwerfer ( Pilobolus sp.):)

    Vergleiche mal, ob der Laubholz-Knäueling (Panus conchatus ) hinkommt.


    Nachtrag. Oberlausitzer könnte "rechter" haben.

    Heute war ich mit Sebastian (Yezari) auf Tour. Muss man sich mal vorstellen, der Kerl fährt mal eben 2 1/4 Stunden bis zu mir und nachher wieder zurück. Das nenn ich Engagement.
    Zu allem Überfluß kann man den Burschen auch noch gebrauchen.:)
    Von (mindestens) drei heutigen Neufunden hat er vier getätigt.:D


    Ziel des heutigen Ausfluges war, die Bestände an Cortinarien zu sichten und für Björn reichlich Arbeit zu beschaffen. Doch zunächst mal das, was so "nebenbei" gefunden wurde.


    (Seltsamerweise funktioniert Fett- und Kursivschrift nicht, dann eben alles in Standard)


    Dünnstieliger Helmkreisling (Cudoniella aciculare)



    Weißgesäumter Birnmoosbecherling (Octospora leucoloma)



    Vielgestaltige Holzkeule (Xylaria polymorpha)



    Muss jedesmal auf ´s Bild , Dehnbarer Helmling (Mycena epipterygia)



    Der Zitterzahn (Pseudohydnum gelatinosum) stand schon lange auf meiner Wunschliste. Dank Sebatian hab ich nun einen Wunsch weniger.





    Blauer Saftporling (Postia caesia)



    Unbestimmt.:D



    Schwefel-Ritterling (Tricholoma sulphureum), auch ein Erstfund.



    Hier hatte ich zunächst an den Kastanienbraunen Becherling (Peziza badia) gedacht. Nach dem Umdrehen hat mich aber der deutliche Stiel davon abkommen lassen. Muss ich mir noch genauer anschauen.




    Violetter Rötelritterling (Lepista nuda)



    Braunkappe (Stropharia rugosa-annulata)



    Siamesische Rotfußzwillinge



    [hr]
    Und ein Teil der "Beute" an Cortinarius sp. und vermutlich Innocybe sp. Alles (noch) unbestimmt.

















    Und die kleine Raupe Nimmersatt, die sich eine ganze Fichte vorgenommen hat.:)








    Hat Spass gemacht Sebastian, jederzeit wieder.

    Hallo Holger,


    Ja, beim absaugen geht ein Teil der Sporen verloren. Das ist aber nur bei Scutellinia kritisch, weil die Sporen nach dem Kontakt mit BWB nicht mehr freigesetzt werden. Ansonsten bleiben meist genug Sporen übrig. Das erhitzen dient nur dazu, dass sich die Fargpibmente besser an den Sporenornamenten anheften. Da musst Du halt ein wenig rumexperimentieren.


    Bei Melzer oder Lugol wird i.d.R. ein Quetschpräparat mit Wasser angesetzt, und die Chemikalie dann neben das Deckgläschen geträufelt, dass sie sich in das Präparat zieht. Absaugen muss man da nix.


    Das ist der Standard, vielleicht muss man bei bestimmten Arten anders handeln, dass entzieht sich aber meiner Kenntnis.


    Wichtig ist noch, dass man die Sporen vor der Zugabe von BWB, Melzer oder sonstigen Chemikalien in reinem Wasser vermisst, weil die Substanzen die Sporen verändern können.

    Hallo Beorn,


    wie gesagt, wenn man was erkennen kann außer schwarzen Pickeln, gibts auch ein Makro.


    Übrigens schön, dass Du hier mitliest.:thumbup:

    Hallo Holger,


    am meisten wird wohl Baumwollblau zum einfärben genommen.
    Mit Ausnahme von Scutellinia sp. gebe ich einen Tropfen BWB auf den Objektträger, lege die Probe da hinein, Deckgläschen drauf und gequetscht. Dann mit dem Feuerzeug erhitzen, bis das BWB anfängt zu verdampfen. Eine Minute warten und dann mit Papiertüchern das BWB unter dem Deckgläschen absaugen. Dazu das Papier an die eine Seite des Deckgläschens halten, und an der anderen solange tropfenweise Wasser an den Rand des Deckgläschens geben, bis das BWB abgesaugt ist.


    Bei Scutellinia quetsche ich erst mit wenig Wasser, lasse dann BWB unter das Deckgläschen laufen. Dann weiter wie oben beschrieben.

    Hallo Nobi,


    erst mal wieder ein dickes Dankeschön.:)


    In meiner digitalen Ausgabe von Doveri wird auf den Seiten 740 und 741 Podospora decipiens auf Italienisch beschrieben. :cursing:


    Ich weiß nicht, was da mit den Seitenzahlen passiert ist, jedenfalls stimmt da nix mehr.


    Das rumknobeln und suchen bei der Bestimmung macht ja auch Spass. Blos wenn man die vierfache Zeit braucht, um überhaupt ne Info zu finden (oder auch eben nicht), als um die Info zu vergleichen und auszuwerten, dann wird das schonmal öde. Ich sag ja, es geht nix über bedrucktes Papier. :)


    Zur anderen Art, da bin ich gar nicht sicher, ob es nicht eine Nebenfruchtform (gibt es die überhaupt auf Dung?) oder ein Zygomycet o.ä. ist. Die Dinger sind jedenfalls frisch. Davon gibt es noch genug, also werd ich die mal vermessen und dokumentieren.


    Und nen Stern bring ich auch gleich noch an.:)

    Hallo Nobi,


    solche Anfragen sind schon etwas spezieller, da dauert es manchmal bis ein Björn oder Sven oder Nobi oder sonstwer vorbeischauen.


    Ich glaub nicht, dass das Lugol überaltert ist. Ist noch kein halbes Jahr alt.
    Das werd ich aber morgen an einer Peziza badia testen, an deren Wohnort ich vorbeikomme.:)

    Hiermit komme ich auch nicht klar. Winzige, orangefarbene Kügelchen, die lose auf der Oberfläche von Rehdung sitzen. Beim quetschen kommt ein großes Sporenpaket zum Vorschein.
    Ich hab keine Idee, wo ich da suchen soll. Mir gehts erst mal um die Gattung, falls das überhaupt was ist.




    Hier hab ich mal wieder Stunden vergeblicher Suche aufgewendet.


    Substrat ist Wildschweindung.


    Das es sich um eine Sphaeronaemella sp. handelt, wage ich zu behaupten. Im Doveri ist die Gattung zwar im Inhaltsverzeichnis aufgeführt, in der digitalen Version stimmen die Seitenangaben aber in keinster Weise mit den Tatsachen überein. Also dreimal die 840 Seiten durchgescrollt, Nix, nada.:cursing:
    Google spuckt nur magere Infos aus, mit denen nix anzufangen ist.
    So macht Bestimmungsarbeit nur sehr begrenzt Spass.


    Wild geraten könnte es S. fimicola sein.







    Hier komme ich wieder ins Zweifeln. Unter Zugabe von Lugol färben sich zwar die Asci orange, aber es gibt keinerlei Blautöne.
    Ansonsten erinnert das doch sehr stark an eine Peziza sp.
    Fundort war recht frisch aufgeschobene Erde am Wegrand.











    Danke für die netten Kommentare. Freut mich, wenns gefällt.





    Hallo Rada, wie war der Geruch beim Tellerling? Könnte es nicht auch der Würzige sein?


    Joa nu.... Lamellenpilze sind nicht so mein Ding, und in dem bisschen Literatur darüber kann ich nix anderes finden. In Google wird die Deutsche Bezeichnung Fleischrötlicher und Würziger Tellerling gleichsam für R.truncata benutzt. Hast Du mal einen wissenschaftlichen Namen für Deinen würzigen Tellerling ?
    Proben hab ich natürlich mitgenommen, die harren noch weiterer Bestimmungsbemühungen zwecks Absicherung. Der Geruch ist säuerlich, fruchtig.[hr]

    Daggi,
    Hund sieht Eichhörnchen -> Eichhörnchen sieht Hund -> Eichhörnchen dreht Hund lange Nase :nana: -> Hund rotiert und rennt kopflos hinter dem frechen Eichhörnchen her, dabei trampelt der natürlich auch einfach rücksichtslos über Pilze und wickelt den Ralf mit der Leine ein -> Ralf kann sich gerade noch abstützen, bevor er, eingeschnürt durch die Hundeleine, mit der Nase zuerst auf dem Waldboden landet :D :evil:


    Melanie, Du hast das haargenau erklärt. Anzufügen sei noch, dass das ganze explosionsartig passiert. Vom erkennen des Eichhörnchens ( Alternativ: Maus, Ratte, Vogel, Reh, Hase, imaginäre Waldgeister, etc.) bis zum totalen Tumult vergeht nur ein Wimpernschlag.:)


    Wobei die beiden Fußhupen ob mangelnder Körpermasse ja noch recht wenig Kräfte aufwenden können. Ihre beiden Vorgänger hatten 30 und 40 Kilo. Da wurde, am Boden liegend und ein Insekt betrachtend, aus eine Nord-Süd Ausrichtung ganz schnell mal Ost-West.:D


    Danke für den schönen Bericht.


    Aber mal im ernst ... am meisten mußte ich lachen über einen Käfer der den Namen "problematicus" tragen muß. Was hat der denn verbrochen ? :D


    Als der gute Herr Herbst das Tierchen im Jahre 1786 benamsen wollte, stand er vor einer Vielzahl von Subspecies, Variationen und Formen. Und da die Artabgrenzung deswegen recht problematisch war, hatte er zumindest einen passenden Namen.

    Nachdem ich gestern alleine unterwegs war, wollten heute Frau und Hunde ausgeführt werden.:)


    Klar, dass sich das fotografieren da auf Besonderheiten beschränkt.




    Elegant


    Der Amiant-Körnchenschirmling (Cystoderma amianthinum)







    Grazil


    Die zierliche Koralle (Ramaria gracilis)







    Plump


    Der Fleischrötliche Tellerling (Rhodocybe truncata)


    Ein Erstfund, den habe ich vorher noch nie gesehen. Große Freude über diesen knubbeligen Gesellen.:)








    Mächtig


    Beutelstäubling (Lycoperdon exipuliforme)


    Das ganze Waldstück stand voll von diesen beeindruckenden Gestalten.




    Und hier kommt auch das Eichhörnchen ins Spiel.


    "Schatz, wenn ich die so fotografiere, kommt die Größe nicht richtig zur Geltung. Halt mal so ein Teil in die Kamera, damit man einen Maßstab hat."


    "Grummel, Gerummel."


    " Ja, so ist gut. Moment noch, ich muss die Kamera anders einstellen."


    " Grummel,Grummel."


    " Nee, das war nix, nochmal."


    " Grummel,Grummel."


    " Ja, so wird das, Moment."


    Knips, Eichhörnchenalarm !!!!! Hektisches Köterrumgerenne.



    " Verd..., jetzt ist mir der Köter genau im Moment des Auslösens durchs Bild gerannt. Nochmal."


    " Grummel, Grummel."


    Knips. " Prima."
    Kuck. " Nee, nicht prima. Köterbein im Hintergrund."



    " Nochmal."


    " Grummel,Grummel !"


    Knips. Kuck. " Ja, nu is gut "


    "Grummel".



    Zu Hause festgestellt, dass immer noch eine Köterstelze auf dem Bild ist, nur eine dunklere. " Grummel,Grummel."


    Zum Abschluß lief uns dann noch ein Blauvioletter Waldlaufkäfer Carabus problematicus über den Weg. Bitte lächeln.


    So, jetzt kann ich wegen Dir da nochmal hinlatschen.:D


    Du hast natürlich ausnahmsweise Recht.;) Mich hat die Porenform von I. radiatus abgebracht.



    Ich habs natürlich nicht mit der Literatur verglichen, sondern mit den vielen Beispielen im Wald. Blöde Porlinge, noch nicht mal die können annähernd gleich aussehen.:(
    Den Lichteffekt hab ich aber tatsächlich nicht feststellen können, vermutlich weil die Poren so verzerrt und weit auseinander stehen.


    Hinlatschen muss ich nochmal, weil es ja evtl. I. nodulosus sein könnte. Den hab ich noch nicht.


    Schöne Bilderstrecke. Bei einigen von denen weiß ich oder denke ich zu wissen, welche es sind. Z.b. sind da Mycena galericulata, Galerina cf laevis und Inonotus radiatus (Erlenschillerporling). Marasmius epiphyllus könnte auch gut sein, allerdings sollte man ihn sich näher angucken.


    lg björn



    Hallo Björn,


    Galerina laevis passt recht gut. Galerina ist jedenfalls sicher nach einem Blick durchs Mikroskop.
    Inonotus radiatus schließe ich aber aus. Der wuchs an Buche und schillert nicht.
    Sehr interessant ist der Becherling. Keine Reaktion auf Melzer, aber sehr schon ornamentierte Sporen. Riesige Zellen und viel gelbes Pigment. Den stell ich heute abend nochmal gesondert im Bestimmungsforum ein.
    Welchen meinst Du mit Mycena galericulata ? Doch nicht die 21 ?

    Also, wenn man mit Zeigerpflanzen Kalkböden sucht, bietet sich dafür das Frühjahr, so um März/April an. Dann blüht - wo er vorkommt - der Seidelbast. Das ist ein bis ca. mannshohes Gehölz, dessen pinkfarbene Blüten im noch vegetationsarmen Wald sehr leicht auffällen.


    Auch gut ist es, eine kleine Platikflasche mit verdünnter Salzsäure mitzunehmen. Verdünnte Salzsäure ist recht harmlos, wenn man Augenkontakt vermeidet. Davon einfach einen Tropfen auf anstehendes Gestein träufeln. Braust es, ist es kalkhaltig. Braust es nicht, ist kein Kalk darin.

    Hallo Beorn,


    och das geht eigentlich mit der Arbeit. Ich muss die Fotos für die Dokumentation ja sowieso bearbeiten. Die fürs Forum werden dann nur verkleinert und eingestellt. Geht recht fix.


    Danke auch für Deine Bestimmungshilfen. Der Porling ist sicher kein Fenchelporling. Er roch nicht und wuchs auf Buche. Die Porlinge, Schicht- und Rindenpilze sind was für den Winter, lass ich zur Zeit eigentlich außen vor. Aber der hier war so hübsch.:)


    Mycena inclinata scheidet leider auch aus. Die Stiele der gezeigten Art waren m.o.w. gleichmäßig dunkelbraun.


    Trotzdem Danke.