Ahoi,
und erstmal ganz kurz einen gezielten Toast auf Mausmann:
...Da lichtest du, wohl unbewußt, eine umherziehende Herde scheuer Zwerg-Zaglossus ab und keiner merkt es.Außer mir.
Putzig!![]()
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Jo, Matthias, Du bist wahrhaftig der Einzige, der diesen scheuen kleinen Waldbewohner nicht nur bemerkt, sondern identifiziert hat.
Chapeau dafür!![]()
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Der Zaglossus pygmaeformis ist ein Bewohner der gesamten Palaearktis
und wurde bisher (lediglich 3x) in situ abgelichtet.
Sein Vorkommen wird normalerweise anhand der Fraßstellen,
des Auswurfes und seiner...Häufchen nachgewiesen.
Sein bevorzugter Lebensraum sind Laub-, und hier besonders Buchenwälder, wo er sich in der Bodenstreu, insbesondere auf Moosteppichen, seinen Lebensraum mit den
(allerdings wesentlich kleineren) Bärtierchen teilt.
Im Gegensatz zu letzteren kann Z. pygmaeformis
längere Trockenperioden unbeschadet überstehen.
Seine diesbezügliche Strategie allerdings gilt als Terra inkognita der Wissenschaft und wird uns ganz sicher in künftigen Arbeiten öfter begegnen.
Der Lebenzyklus ist extrem kurzlebig, weshalb die geschlechtsreifen Tiere
den größten Teil ihres Erwachsenendaseins mit Balz und Paarung zubringen, ohne dabei auf Nahrungsaufnahme angewiesen zu sein (lediglich Feuchtigkeit wird benötigt, daher wohl auch der bevorzugte Lebensraum in Moospolstern).
Deswegen, lieber Mausmann, gehst Du leider fehl in der Annahme einer Herde. SRY
Was sich hier zeigt, ist ein paarungsbereites Weibchen (links im Bild)
mit aufgerichtetem Geschlechtsapparat.
Ich hatte einfach nur das Glück des Lichtes auf meiner Seite bei dieser (4.) Aufnahme der Art.
(Daher auch die bisher noch nicht derart dokumentierte
Stellung der Stacheln)
Ich konnte eine sehr kurze Belichtungszeit einstellen,
döste vor dem moosbewachsenen Baumstumpf vor mich hin,
dachte über das Wachstum und den Sinn Desselben
und Überhaupt nach
und - fast zufällig - betätigte ich den Auslöser.
Seltsam, daß sonst niemand das putzige kleine Kerlchen erkannt hat...![]()
