Beiträge von Thomas

    Zitat

    Sooo sicher wäre ich mir da nicht. Ein X. chrysenteron mit so schön geschlossener Huthaut bei diesem trockenen Wetter?


    Hi Schobbeschlebber,
    1. Du hast völlig recht, "eindeutig bestimmt" ist der nicht, jedenfalls bin ich dazu nicht anhand eines Fotos in der Lage :)
    2. Die etwas runzelige, nicht aufgerissene Huthaut kommt aber bei chrysenteron ss. str. gar nicht soo selten vor. Vergleiche Z.B. mal die Fotos auf der CD vom Jürgen, falls Du die hast, oder etwa auch den 2. Pilz von rechts bei Engel et al., S. 199, unteres Bild. Trotz der ganzen Abspaltungen bleibt der Rotfußröhrling im strikten Sinn immer noch eine variable Art. (Oder es stecken da doch noch bisher unerkannte Arten oder Varietäten mit drin?)
    Gruß
    Thomas

    Hallo,
    das Blauen hat wenig mit dem Alter der Pilze zu tun, sondern ist ein wichtiges Merkmal zur Artbestimmung, wie ich oben schon mal geschrieben habe. Dein Pilz blaut auch, wenn er älter wird, nicht.
    Gruß
    Thomas

    Hallo,
    X. chrysenteron im strikten Sinne, also der "eigentliche" Rotfußröhrling blaut im Fleisch fast gar nicht, vor allem nicht in der unteren Stielhälfte, und genau das ist ein wichtiges Kriterium zur Abgrenzung gegen ähnliche Arten.
    In einem weiteren Sinne gefaßt, können Rotfußröhrlinge gar nicht bis relativ stark, langsam bis relativ schnell (30 sec) blauen.
    Gruß
    Thomas

    Hallo zusammen,
    wers bei den Filzröhrlingen genau wissen will, darf nicht vergessen, dass es noch ein paar mehr Arten gibt als die genannten.
    Die Pilze aus dem Garten gehören übrigens sicher zum communis-Komplex. Hier wäre es sehr interessant zu wissen, ob karottenrote Punkte in der Stielbasis zu finden waren und welche Form die Sporen hatten. Standort und Aussehen würden nämlich für X. bubalinus sprechen, eine Art, die communis sehr ähnlich sieht, sich aber molekularbiologisch wohl trennen läßt.
    Viele Grüße
    Thomas

    Hallo,
    der erste Filzröhrlinge dürfte - wie schon vermutet - X. porosporus sein. Der zweite ist kein Xerocomus, sondern der Nadelholzröhrling Pulveroboletus o. Buchwaldoboletus lignicola. Ein schöner Fund, den man nicht oft sieht!
    Gruß
    Thomas

    Hallo Antun,
    in der Pilzsachverständigen-Liste der DGfM (siehe Link oben) ist nur ein Berater in Frankfurt selbst aufgelistet. In Mörfelden oder in Hofheim gibt es weitere.
    Gruß
    Thomas
    P.S.: 15 km westlich von Ffm

    Hi Antun,
    das wußte ich schon, dass Du Frankfurt am Main meinst. Da ist zwar nur ein Berater gelistet, aber außen rum gibt es ja auch noch ein paar Ortschaften ...
    Gruß aus 15 km Entfernung
    Thomas

    Hallo,
    das Geschriebene kann man nur bestätigen! Erd- und Haarzungen sind nur mikroskopisch bestimmbar (und auch dann nicht immer einfach, weil manche Arten mikroskopisch sehr variabel sind).
    Makroskopisch kann man schon mal Vermutungen äußern, aber dazu müßte man zumindest den ganzen Fruchtkörper sehen, um erkennen zu können, ob der Stiel z.B. glatt oder schuppig ist.
    Eine wirkliche Bestimmung geht aber nur mit Sporen- und Paraphysenmerkmalen.
    Gruß
    Thomas

    Hallo,
    ich denke übrigens, dass der alte Schlappen auf den Bildern 3 und 4 nichts von dem ist, was bisher genannt wurde, sondern dass das eine gar nicht so untypische uralte Netzhexe ist. Marone scheidet wegen Stielnetz aus und ein so alter Gallenröhrling sollte doch eine andere Porenfarbe haben und auch der Standort paßt ja nicht so toll.
    B. luridus ist ja nicht umsonst das Chamäleon unter den Röhrlingen. Ist halt schade, dass es z.B. kein Schnittbild gibt.
    Gruß
    Thomas

    Hallo Andreas,
    ich hätte bei der 3 genau das Gegenteil getippt. Für mich sieht die Trama vor allem auf dem ersten Bild ziemlich weißlich aus. Blauen kann auch ferrugineus. Wäre interessant gewesen, ein bißchen deutlicher das Basalmyzel zu sehen.
    Gruß
    Thomas
    P.S.: Die ersten beiden passen.

    Hallo,
    also Rotfußröhrlinge oder Ziegenlippen sind das sicher nicht (viel zu starke Verfärbung).
    Anstelle von Hexenröhrlingen würd ich es mal mit dem Schwarzblauenden Röhrling (Boletus pulverulentus) versuchen.
    Gruß
    Thomas

    Hallo Eveline,
    ich habe mich vorhin ein bißchen in der Sebastian-Rinz-Str. unter den Linden umgesehen und dort eine ganze Reihe von Pilzleichen gefunden, die sich - soweit überhaupt noch möglich - nur zwei Arten zuordnen ließen. Die Mehrzahl gehörte zu Boletus radicans, wie ja auch schon vermutet wurde. Und ansonsten war noch Boletus luridus da, der bekanntermaßen variabel ist. Beide Arten sind im Moment innerorts gut vertreten und stehen z.B. auch im Botanischen Garten zusammen.
    Viele Grüße
    Thomas

    Hallo Eveline,
    hört sich ganz interessant an. Auch mir fehlt da etwas die Vorstellungskraft, aber wenn Du mir genau sagen würdest, wo die Teile stehen, könnte ich mal schauen gehen ...
    Gruß
    Thomas

    Hallo,

    Zitat

    ich tippe in Richtung Rotfussröhrling?


    Ja, das ist ein Rotfußröhrling, und zwar aller Wahrscheinlichkeit nach der Starkblauende Rotfuß Xerocomus cisalpinus. Beim letzten Bild erkennt man gut das blauende Stielfleisch, das X. chrysenteron nicht hat.
    Gruß
    Thomas

    Hallo,
    das sollte Leccinum duriusculum sein, der Pappel-Rauhfuß, der gewissermaßen eine Rotkappe ohne Hutrot ist ;)
    Gruß
    Thomas

    Hallo,


    wer Lust hat, an einem von mir geleiteten VHS-Kurs in Hofheim am Taunus teilzunehmen, kann sich noch bis zum Ende der Woche bei der Volkshochschule anmelden.
    Auf das Programm der VHS gehen ( program.html ) und dort unter "Suche" "Pilze" eingeben, dann kommt man zu einer Beschreibung der Angebote und kann sich anmelden.
    Insbesondere für die zweiteilige Veranstaltung würde ich mich über Teilnehmer freuen.
    Wer noch Fragen hat, kann sich natürlich auch jederzeit per Mail bei mir melden.


    Viele Grüße
    Thomas