Beiträge von Gerd

    Hallo Lutine,


    Zitat:
    bin ganz stolz auf meinen ersten Mycetinis scorodonius...oder Mycetinis alliaceus..die kann ich nicht auseinanderhalten. aber der knoblauchduft ist überwältigend.




    Hmm, da musste ich erst einmal schlucken und nachprüfen, ob es eine Gattung "Mycetinus" gibt und welche Arten darin untergebracht wurden.


    - Na sowas: Da wurden doch glatt einige nach Koblauchriecende Marasmius-Arten in eine neue Gattung verschoben.


    ---> Kann noch nicht so lange her sein oder wird (außer in Funga Nordica) derzeit noch weitgehend (inkl. F. Gröger (2006): Regensburger Myk. Schriften Bd. 13) ingoriert.


    - Aber, "M. alliaceus, ein Holzbewohner mit sehr dunklem langen Stiel, kannst du schon einmal ausschließen.
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    Zitat:
    "dann habe ich meinen ersten gürtelfuß gefunden :)
    welcher weiß ich nicht. schleimiger kopf gefunden im fichtenwald, buchen und eichen aber nahe bei."


    - Dein angeblicher "Gürtelfuß" (wäre ein "Braunsporer!) hört auf den Namen "Hygrophorus olivaceoalbus" (Natternstieliger Schneckling). Und das ist ein "Hellsporer !!!)
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    Zitat:
    dann gab es diese hübschen baumbewohner. da hab ich gar keinen plan. war im buchenwald auf totholz hilfe ich hab nicht dran gerochen *schäm* klein, maximal 2,5 cm hutdurchmesser


    - Ist ein "Helmling" (Mycena spec.)
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    Zitat:
    und diese waren direkt einen stumpf weiter. etwas größer, aber nicht viel.


    --- Auch ein Helmling. Evtl der "rosablättrige Helmling (Mycena galericulata), wegen der stark queradrigen Lamellen und Wuchs auf Holz-


    Zitat:
    dieser hier hat mich irgendwie beschäftigt. vielleicht erfahre ich was es ist. im buchenwald...aber auch fichten in der nähe. moosiger untergrund. pilz ca 6 cm hutdurchmesser. farbe ist cremeweiß mit lachsfarbenen flecken. lamellen gleiche farbe. kein milchen, kein verfärben. stiel nicht hohl. geruch unspezifisch. lamellen elastisch biegsam. es geht um den größeren.


    - Eindeutig "Rhodocollybia maculata" (Gefleckter Rübling), eine Art, die wir gerade erst bestimmt/diskutiert haben.



    Zitat:
    der kleinere stand unmittelbar daneben, ist aber ziemlich sicher ein täubling(lamellen brüchig, stiel fest und bricht wie eine karotte) . was ich von diesem pilz nicht glaube...aber bitte belehrt mich eines besseren :)


    - wenn du den kleinen auf Bild 1 meinst, dann ist dass dein oben vorgesteller "Schneckling".


    Grüße
    Gerd

    Hallo Beorn,



    Ok, cool. Es ist ein Champignon, wahrscheinlich aus der Gruppe der nach Anis duftenden Arten. ...
    Vergleiche in dem Fall mal Agaricus Sylvicola (dünnfleischiger Anischampignon) und Agaricus Essettei (schiefknolliger Anischampignon). Eher aber ersteres.


    :thumbup: Jetzt hast du Witterung aufgenommen und verfolgst die richtige Spur.


    Übrigens:


    (1) Für "Leucoagaricus leucothites" (Rosablättriger Egerlingsschirmpilz) sind die Lamellen viel zu stark "rosa" gefärbt und insbesondere der "Ring" viel zu ausgeprägt lappig/häutig.


    (2) Und man kann es erahnen, dass die Ring-Unterseite "zahnradartig" belegt ist.
    ---> Und deshalb favorisiere ich bei diesem Fund auch "Agaricus silvicola" (Dünnfleischiger Anis-Egerling).


    Grüße
    Gerd


    PS.: Hmm, die Sippen um "A. silvicola" haben wir vor Kurzem HIER diskutiert.

    Hallo zusammen,



    Ein Waldfreundrübling sensu lato, im weiteren Sinne also, ist das auf jeden Fall. Wahrscheinlich auch im engeren Sinne, nur kann man es eben nicht mit Sicherheit sagen. Sehr ähnlich ist Gymnopus (Collybia) aquosus, häufig mit knolliger Basis, hier ja nicht zu sehen. Und der Gelbblättrige Waldfreundrübling, G. ocior, hat dummerweise auch nicht immer gelbe Lamellen.


    Ich kann da noch eine kleine Ergänzung liefern:


    - "G. aquosus" (hellhütiger (Waldfreund-)-Rübling) ist leicht von den beiden anderen Arten zu trennen, da diese Art ein sehr auffällig "rosa-pink"-gefärbten Basismyzel hat.


    - "G. ocior" (Gelbblättriger (Waldfreund)-Rübling) hat zwar nicht immer deutlich gelb gefärbte Lamellen, aber fällt häufig gegenüber "G. dryophilus" durch deutlich dunklere Hutfarben auf.


    - "G. dryophilus" (Gemeiner Waldfreund-Rübling) achte ich insbesondere auf die Stielfarbe die eigenartig gelblich-fleichfarbene Stielfarbe, die recht hellen Lamellen und den gegenüber "G. ocidor" helleren Hut.


    ---> Interessant wäre noch, ob diese 2 Arten unterschiedliche Biotope besiedeln?
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    Ansonsten stimme ich "Hübchen" und würde auch "Gymnopus cf. dryophilus) (Gemeiner Waldfreundrübling) vermuten.


    Grüße
    Gerd


    Literatur:
    Antonin & Noordeloos (1997): A monograh of Marasmius, Collybia, and related genera in Europe. Librin Botanici, IHW Verlag (Eching)


    - Hier findet man hervorragende Beschreibungen und Abbildungen zu diesem Artenkomplex.

    Hallo Safran,



    Aber was eigentlich so gar nicht hinkommt, wäre die Farbe:gestern im Wald aller dieser Pilze: weiß und teilweise rosa überhaucht( jetzt beim Trocknen geht es aber echt in weiß-cremefarbene), aber keine Flecken, o.k.beim gezeigten fand man welche verdächtige am Stiel und da habe ich die anderen Pilze nicht untersucht.


    Gäbe es aber eigentlich überhaupt eine Alternative?


    Na klar gibt es eine Alternative, wenn du deinem Fund mit dem (allgemein anerkanntem) aktuell genutztem Namen ansprechen möchtest:


    "Rhodocollybia maculata = Collybia maculata" (Gefleckter Rübling) :D :D :D


    - Übrigens,genau die von dir genannten Merkmale Hut-/Stielfarben(auch wenn nicht beide rostfleckig!), deutliche Rostflecken am Stiel) in Verbindung mit Habitus und sehr engstehenden Lamellen kennzeichnen diese Art bereits m.E. bereits alternativlos und eindeutig.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Schmidtlux,



    Nachtrag:


    Da dieses Gebiet bis zur Bebauung in den 1960er Jahren Sumpfgebiet war, könnte event. auch Suillus flavidus in Betracht kommen?


    - Da finde ich allerdings ein gewaltiges Haar in der Suppe:


    ---> "S. flavidus" hat als Mykorrhizaparnter "2-nadlige Kiefern.


    Grüße
    Gerd

    Hallo londessi,



    [font="Arial"]
    Hallo, komme bei den Kollegen auf dem Foto nicht weiter. Könnten das Speisetäublinge sein? Eigentlich ist der Hut doch viel zu bräunlich...
    freue mich über eure Hilfe!
    [/font]


    - So kommen wir mit der Bestimmung nicht weiter.


    ---> Doch sollte völlig klar sein: Bereits die Lamellenfarbe schließt die bisherigen Vorschläge (Speise-Täubling; Frauen-Täubling) völlig aus.
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    Was wir im Minimum zu einer Täublings_Bestimmung benötigen sind Angaben zum "Standort (Ort, Höhenlage, Bäume in der Nachbarschaft); Angaben zum Geruch und Geschmack; Angaben darüber, wie weit sich die Huthaut abziehen lässt; Hut feucht schmierig oder trocken?; Schnittbild.


    Grüße
    Gerd


    Vergleiche mal - Elfenbein-Röhrling (Suillus placidus)


    - Ich kenne den "Elfenbein-Röhrling" nur +- weißlich, ohne Ringreste am Stiel und mit rötlichen Drüsenpunkten am Stiel.
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    - Deshalb werfe ich mit deutlichen Restzweifeln "Suillus sibiricus spp. helveticus" (Helvetischer Körnchen-Röhrling) vor.



    Grüße
    Gerd

    Hallo lutine,



    ich finde es gibt einige aus der gattung lepiota, die dem gezeigten sehr ähnlich sehen, zumal man vom stiel nix sieht oder von den lamellen, ob es einen ring gibt...usw
    wie wäre es mit dem lepiota subincarnata (der rötet auch) , oder lepiota felina?


    - Damit wir nicht aneinander vorbei reden, zeige ich zuerst einmal Ausschnitte des angefragten Fundes:



    Na sowas, ich kann auf den Bildern wohl mehr Merkmale als du erkennen und bewerten:


    - Größe des noch nicht völlig aufgeschirmten Hutes, Schuppung des Huts, Stielquerschnitt (mit enghohlem, nicht sehr dünnem Stiel und deutlicher, intensiver Rötung des Stielfleischs), ein kräftig entwickelter Ring.


    ---> Mir reichen diese Merkmale aus, um wenigstens eine Gattungseinengung durchzuführen. Reichen mir allerdings zu einer Artbestimmung auch nicht aus.
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    - Bei deinen Vorschlägen "Lepiota subincarnata , oder Lepiota felina" kann ich kaum Übereinstimmungen (beachte: Ringausprägung, Hutgröße/-schuppung, Farbänderung) mit dem o.g. Bild erkennen :rolleyes:


    ---> Ich würde dir empfehlen statt nur Bildvergleich wenigsten auch noch eine Detailbeschreibung zu deinen Vorschlägen zu lesen. Dann wirst du schnell feststellen, dass du rel. kleine, schmächtige Arten vorschlägst, die zudem nicht einmal einen ausgeprägten Ring haben.


    Größe
    Gerd


    Bin auf meiner heutigen Tour auf ein Nest (9 Stück) Erdsterne gestoßen...
    Ziemlich große Dinger von allesamt ca. 10cm Durchmesser. Beim rötlichen tippe ich auf Geastrum rufescens (Rotbrauner Erdstern). Allerdings wuchsen da zwei Farben durcheinander, teilweise nebeneinander, und beim anderen weiß ich nicht so recht... Ist ein anderer oder?...
    Gefunden unter Fichten, ca. 900m, nördl. Kalkalpen.
    Danke für Eure Hilfe!


    - Du zeigst nur Bilder der gleichen Art, die du nach meiner festen Überzeugung korrekt als "Geastrum rufescens" (Rotbrauner Erdstern) bestimmt hast.


    Achte einmal auf folgende Merkmale:


    (1) Exoperidie (Außenhülle) mehr als 5-zackig, recht dickfleischig, rel. flach (meist nur schwach gekrümmt) am Boden liegend (Durchm. 6-10cm), im Alter rotbraun verfärbend, Nicht hygrometrisch (bei Trockenheit die Sitzen der Lappen nicht anhebend)


    (2) Endoperidie (Innenhülle) leicht gestielt (nur bei trockenem Frk. feststellbar) der Exoperidie aufsitzend,


    (3) Peristom (Öffnung aus der die Sporen entlassen werden) unregelmäßig gewimpert bis schwach keglig (die Endoperidie kaum überragend, ohne scharfe Begrenzung/Hof oder Ring.


    (4) Unterseite der Exoperidie stark mit Substrat verfilzt


    - Diese leicht erkennbare Art dürfte im Ulmer Raum neben "Gewimperten Erdstern" die zweihäufigste Art sein.
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    Ein gutes Beispiel, an dem ich zeige wie einfach es ist, diese Art (sollte man sie nicht kennen) nach z.B "Michael - Hennig -Kreisel (1986): Handbuch für Pilzfreunde Bd.2: 143ff." auszuschlüsseln. Und dies sogar auch dann, wenn man nur die auf den Bildern erkennbare Merkmale berücksichtigt und die restlichen Merkmale ignoriert:


    2. Endoperidie mir nur einer "Sporenmündung, bei Reife geschlossen bleibend
    2.2 Exoperidie meist mindestens 5-zipflig
    22.1 Mündung fein bewimpert, die Endoperidie wenig überragend
    2.2.1.2 Mündung ohne Hof oder Peristomring, Exoperidie außen mit Substrat verfilzt, Endoperidie sitzend oder (G. rufescens) undeutlich gestielt


    ---> G. rufescens (band II/172); Exoperidie nicht hygrometrisch, außen rosa überlaufen, innen anfangs hellrosa, dann rotbraun und schwammig zerklüftet


    ---> G. fimbriatum; Merkmale passen nicht


    ---> G. floriforme; stark hygrometrisch; kleine Art


    Grüße
    Gerd

    Hallo Beorn,



    Nur nur noch so viel:

    - Alle weiteren "Schirmpilz"-Gattungen ("Lepiota s.l", inkl. "Leucoagaricus") schließe ich aus.


    - Schau dir einfach einmal die Ausprägung des Rings an. So etwas findest du nur bei den "Riesenschirmlingen" (Gattungen Macrolepiota; Chlorophyllum), wobei wegen des starken Rötens die erstgenannte Gattung komplett (inkl. Macrolepiota permixta") ausschließen kann.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Lutine,



    auf mausmanns letztem bild hängen die zapfen jedenfalls...!
    also doch fichte?


    - Da muss ich erneut Zweifel anmelden:
    ---> Fichtenzapfen sind nicht so grobschuppig und langgestreckter. :)
    ---> Ich würde da (Bilder sind leider sehr unscharf), obwohl ich keine Kiefernnadeln erkennen kann eher auf eine Kiefer tippen.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Scotch,



    Könnt Ihr mir mal einen Tipp geben für diesen Pilz?


    Es war im Mischwald, am Wegrand. Keines meiner uralten, alten und neuen Pilzbücher gab wirklich etwas her...


    - "Tapinella atrotomentosa = Paxillus atrotomentosus" (Samtfuß-Krempling)


    ---> Eine recht häufige Art, die morsches Nadelholz besiedelt und in den meisten populären Pilzbüchern abgebildet wird.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Lutine,



    ich habe mal gelesen, dass die zapfen bei fichten hängen, die bei tannen stehen.


    - Richtig, aber da gibt es noch einen Unterschied:
    ---> Bei den Tannen fallen die Schuppen einzeln ab und nicht wie bei Fichten als komplette Zapfen.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Beorn,




    - Für mich ist das eine Art oder var. aus der Gruppe "Safranschirmlinge", die Vellinga (2002) in die Gattung "Chlorophyllum" verschoben hat.


    ---> Zur Art äußere ich mich bei diesen Bildern (mit fast komplett fehlendem Stiel/Stielbasis, Schnittbild und völlig unzureichenden Zusatzinfos) nicht.


    Nur nur noch so viel:

    - Alle weiteren "Schirmpilz"-Gattungen ("Lepiota s.l", inkl. "Leucoagaricus") schließe ich aus.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Malone,



    ist ein junger Riesenporling.


    - So sehe ich das auch ("Meripilus giganteus", Riesenporling. :zu:
    ---> Diese Art ist leicht an den bei Druck schwärzenden Poren erkennbar.
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    - Natürlich gibt es (zum Glück nur 2) weitere ähnliche Pilzarten in anderen Gattungen, die ähnliche Fruchtkörper ausbilden. Nachfogend eine kurze Zusammenfassung/Gegenüberstellung:


    (1) Gattung "Meripilus" (Riesenporling), in Europa nur eine Art [1, S. 546], Meripilus giganteus (Riesenporling).
    ---> Poren auf Druck schwärzend
    ---> Hauptsubstrat in BW (Baden-Württemberg) ist Rotbuche, in weitem Abstand gefolgt von Eiche, sehr selten an div. anderen Laubhölzern oder Tanne
    ---> Vertikale Verbreitung: planar bis eumontan (hauptsächlich kollin bis submontan)


    (2) Gattung "Grifola" (Klapperschwamm) , weltweit [1, S. 530] nur eine einzige Art ---> Grifola frondosa (Klapperschwamm)
    ---> Poren auf Druck nicht schwärzend
    ---> Hauptsubstrat in BW ist fast ausschließlich Eiche, sehr selten an Rotbuche
    ---> Vertikale Verbreitung: –žplanar bis submontan–œ


    (3) Gattung "Bondarzewia" (Bergporling) weltweit [1, S. 491] zwei Arten, in Europa nur Bondarzewia mesenterica = B. montana (Bergporling).
    ---> Poren auf Druck nicht schwärzend
    ---> Hauptsubstrat in BW ist Weißtanne, in Abstand gefolgt von Rotfichte
    ---> Vertikale Verbreitung: –žhochkollin bis eumontan–œ; fehlt im Tiefland
    ---> Geschmack –žähnlich scharf wie ein Speitäubling–œ
    ---> Stielbasis strunkartig


    Literatur:
    [1] G.J. Krieglsteiner (2000): Die Großpilze Baden-Württembergs Band 1



    Grüße
    Gerd


    Zur weiteren Unterscheidung ziehe noch die Zeichnung des Stieles heran: Unterschied Netzstieliger und Flockenstieliger Hexenröhrling


    - Und ich halte mich bei "rotporigen" Röhrlingen in Zweifelsfällen (wenn es nicht leicht erkennbare Artensind; z.B. Hexenröhrlinge(flockenstielig, netzstielig, glattstielig), Satansröhrling) an einen Schlüssel.


    ---> Ein Beispiel findest du HIER


    Grüße
    Gerd


    gerd menno, du machst mich fertig :D
    wenn es doch keine fichtenreizker sind, dann hab ich immer was gegessen, was ich komplett fehlbestimmt habe.


    - Fehlbestimmt hast du die verm. nur, wenn absolut keine "Fichten" in der Nähe standen.


    ---> Übrigens, eine Fehlbestimmung ist nicht weiter schlimm: Die "karotten- oder rot-milchende" (Reizker-)Arten sind eh alle essbar.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Ingo,



    Rein spekulativ würde ich in Richtung Paxillus tendieren (Paxillus involutus = Kahler Krempling hat ja noch Zwillinge, die ich gerade, wenn ich Linde höre, schon auch in Betracht ziehen möchte), ...


    "Zwillinge" oder gar "Drillinge" ist die Frage:


    ---> Der Formenkreis "P. involutus" wurde in [1] aufgedröselt und enthält jetzt
    - P. involutus ss. str.; P. validus; P. obscuroporus


    ---> [2] synonymisiert die letztgenannten Arten und bezeichnet die als P. vernalis (älterer und daher anzuwendender Name)
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    "P. vernalis = P. obscuroporus" hatte ich, bevor diese Art beschrieben wurde, bereits in der Hand: Hut-Durchm. 30-40unter Winterlinde!!!


    Grüße
    Gerd


    Literatur:


    [1] C. Hahn & R. Agerer (1999)]: Studien zum Paxillus involutus Formenkreis; Nova Hedwigia 69/1-2: 241-310


    [2] A. Bresinsky & H. Besl (2003): Regensburger Mykologische Schriften Bd. 11

    Hallo Lutine,



    das ist 100% ein fichtenreizker!


    - Dann erklär mir einmal bitte anhand von Merkmalskombinationen, warum das ausgerechnet "Fiichtenreizker" (Lactarius deterrimus) sein sollen ???
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    - Und ich behaupte (*) genau so frech, bin mir allerdings leider nur zu 99,999...% sicher (sogar wenn "Fichten" in Nähe stehen), dass du diesen Fund fehlbestimmt hast und bin bereit darauf zu wetten !!!.


    (*) Unter der Voraussetzung, dass alle gezeigten Fruchtkörper zur gleichen Art gehören!!!
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    ---> Mich würde es übrigens nicht überraschen, wenn neben der bereits erwähnten (Blau-)Tanne noch eine zwei-nadlige Kiefer in der Nähe stehen würde.


    Liebe Grüße
    Gerd


    Mausmann:
    - Klär uns doch bitte einmal auf, welche Bäume in der Nähe deines Fundes stehen. Und mich interessieren da nur Nadelbäume (Kiefer, Tanne, Fichte)
    - Und noch wichtiger wäre (auf einem Übersichtsbild zeigst du Fruchtkörper, die in einem Kreissegment stehen), welche Nadelbaumart im Mittelpunkt dieses Kreises steht.

    Hallo Markus,



    Ich schick dir die Teile zu. Hab ich schon mit meinem Vater, dem Heiligen Antonius Anbeter besprochen. Der will unbedingt auch noch mal mit raus.


    - Herzlichen Dank, freue mich schon, deinen Fund zu beurteilen.
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    Zum weiteren Vorgehen schlage ich folgendes vor:


    (1) Dein Fund ist definitiv kein "Sparriger Schüppling"


    ---> Dann sollten wir vor dem nächsten Wochenende (29.09) den Fundort aufsuchen und wenn du Lust hast können wir dabei gerne eine pilzkundliche Führung max. 12 Personen anhängen. 3 (max 4) Personen könnte ich mitnehmen. Und wenn es mehr sind, sollest du dich um eine Fahrgelegenheit kümmert.


    (2) Dein Fund ist ein "Sparriger Schüppling":


    - Auch dann wäre ich (natürlich kostenlos; 1 (2) Weizen würde ich allerdings nicht ablehnen) bereit in deiner näheren Umgebung eine Pilzführung (max. 12 Teilnehmer) als Vorturner zu begleiten.


    Grüße
    Gerd


    - Übrigens: Ist dir bekannt, dass es in Stuttgart einen "Pilzverein" (bin dort nur +-passives Mitglied) gibt.
    ---> Kann ich dir (kenne deren überregional bekannte Pilzkenner, auch die zwischenzeitlich abgewanderten oder Verstorbenen) wärmstens empfehlen.
    ---> Ein sehr rühriger "Pilzverein" mit monatlichen Treffen (leider am gleichen Tag wie wir, AMU (Ulmer Pilzfreunde), der viele Führungen, regelmäßige Pilzberatungen durchführt und eine zwei Mal im Jahr erscheinende Pilzzeitschrift herausgibt.

    Hallo Ingo,



    Schade, solche Bilder machen natürlich Spaß. Leider kenne ich die Lösung noch aus einem anderen Beitrag.


    - Danke, dass du da meinen "Fund" (*) nicht auflöst. :thumbup:


    (*)
    - ich weiß leider nicht mehr, ob ich dieses Bild bei Eric oder HARRY, meinen Lieblingsforen, eingestellt hatte
    .
    - Egal, ich kann mich noch daran erinnern, dass Pilzfreunde, die mindestens eine Klasse unter dir spielen, für mich überraschend, mein Bild völlig korrekt beurteilt hatten.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Beorn,


    interessant, wie du mein Bild kommentierst.


    - Völlig berechtigt erwähnst du, dass ich nur unzureichende (genau genommen keine!!!) Informationen zu diesem Bild geliefert habe.
    ---> Doch das war beabsichtigt.


    - Nur so viel: Du hast mich mit deiner Analyse nicht überzeugt!!! ;(


    Grüße
    Gerd[hr]
    Hallo Harry,



    quadratisch praktisch gut klingt doch ganz ok aus kulinaruischer Hinsicht ( Pilz ganz rechts ist natürlich gemeint )


    Frage:


    - Bei deinem "Orakel"-Kommentar komme ich zu dem Schluss, dass du das Bild bereits kennst!?


    Gib's zu
    Gerd


    PS.:
    - Freue mich natürlich auf weitere Kommentare.
    - Kenner sollten sich zurückhalten und höchsten orakelhaft äußern.
    - Mit der Bestimmung der Fruchtkörper auf diesem Bild lasse ich mir noch etwas Zeit.

    Hallo Mausmann,



    - Danke: Dein Schnittbild habe ich so erwartet und überrascht mich nicht.


    ---> Und, einen derartig "teils hohlen Stiel" bezeichne ich als "gekammert"


    Grüße
    Gerd