Beiträge von Gerd

    Hallo Naan832,



    einen Amanitafund hätt ich noch für heute. :)
    Einen weißen Scheidenstreifling.
    ...
    Ich denke hier an Amanita vaginata var. alba, die weiße Variation des Grauen Scheidenstreiflings. Könnte das passen oder gibt es Alternativen?


    - Einen "Scheidenstreifling" (Amanita sect. vaginatae) kann ich bestätigen.


    ---> Aber, da viele Arten dieser Sektion "Albinos" produzieren, halte ich mich bei der Artbestimmung zurück, obwohl du viele Details gezeigt hast.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Bauernhelmi,




    - Du hast das –žBundesamt für Strahlenschutz (BfS)–œ angesprochen.
    ---> Für mich ist dies eine absolut vertrauenswürdige Quelle, die nach der –žTschernobyl- Katastrophe–œ im Gegensatz zu den ratlosen/überforderten Politikern, sofort sachlich die Probleme/Konsequenzen angesprochen hat.
    -----------------------------------------------
    Danke, habe jetzt den Artikel komplett gelesen und deine Zitate überprüft. Und damit das nachvollziehbar wird, bringe ich als Anlage einen Grundlagen-Foliensatz aus meinem Fundus.


    ---> Beachte bitte, dass nicht die Zerfallsrate (Becquerel(Bq)) sondern die Äquivalenzdosis (rem oder neuerdings Sievers (Sv), ein um Faktor 100 kleinerer Wert; "breit grinns" auch so kann man Werte verniedlichen!) die Wirkung auf den menschlichen Körper beschreibt.


    - Und nachfolgend der aktuellen Situation entsprechend werde ich annehmen, dass sich Bq-Angaben auf Cs(137) und Frischgewicht beziehen und ich nur die Äquivalenzdosis für Erwachsene berechne.
    --------------------------------------
    Fall 1:


    –ž....Der Genuss von 500 gr.Lebensmittel mit 3.000 Bq/kg entspricht etwa einem einmaligen Lungenröntgen.–œ


    Äquivalenzdosis bei Genuss: 0,5kg x 3.000Bq/kg = 1.500Bq ===> 1,5 x 1,4 = 2mrem = 0,02mSv


    - Bei dem Vergleich mit einem –žLungenröntgen–œ (beachte ---> nicht CT (Torax)!!!) habe ich ein kleines Problem:


    ---> Die im Internet angegebenen Werte schwanken, soweit von mir recherchiert) zwischen 0,02mSv und 0,3mSv, wobei mir bei Geräten neuerer Bauart Werte zwischen 0,02 und 0,08mSv realistisch erscheinen.
    ---> Bei meiner letzten –žLungenüberprüfung–œ (vor 2 Jahren) wurde ich vermutlich mit 0,05mSv belastet, obwohl mir die Assistentin die Anzeige auf dem Gerät nicht erklären konnte.


    Fazit 1:
    Ok, die Größenordnung passt und die Belastung bei einer –žThorax-Röntgenuntersuchung dürfte sogar eher etwas höher liegen.
    -------------------------------------------------


    Fall 2:


    –ž....Selbst der Genuss von 200 Gramm Pilzen mit 4.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm entspreche einer radioaktiven Belastung von 0,01 Milisievert. Dies lässt sich laut Bundesamt für Strahlenschutz mit der Belastung durch Höhenstrahlung bei einem Flug von Frankfurt am Main nach Gran Canaria vergleichen.–œ


    Äquivalenzdosis bei Genuss: 0,2kg x4.000Bq/kg = 800Bq ===> 0,8 x 1,4 = 1,12mrem = 0,012mSv


    - Bei den Flugreisen gibt es vertrauenswürdige Daten:


    http://www.bfs.de/de/bfs/publi…bis_2002/jb2002_was05.pdf


    http://www.helmholtz-muenchen.…rtal/PDF/FLUGS_EPCARD.pdf


    - Ein Einfachflug –žFrankfurt –“Gran Canaria–œ belastet mit 10 –“ 18 µSv = 0,01 –“ 0,018mSv. Details über Gründe der Schwankungsbreite kann man o.G. Links entnehmen!!!


    Fazit 2:
    - Dieser Vergleich passt. :thumbup:
    --------------------------------------


    Und abschließend kommentiere ich noch "genussvoll" dieses Zitat eines ahnungslosen "selbsternannten Strahlenbiologen und altgedienten Atomkritiker":


    –žLengfelder meint hingegen, dass jedes unnötige Becquerel eines zuviel ist.–œ


    - Radio ERIWAN würde da wie folgt antworten:


    (1) Im Prinzip richtig !
    ---> Darauf habe ich in meinen zitierten Beiträgen bereits aufmerksam gemacht.


    (2) Aber wenn man "jegliche Becquerel" vermeiden will, solte man sich mit einem recht dicken –žBleimantel–œ umgeben und Atmung und jegliche Nahrungsaufnahme verweigern !!!!!


    - Und übrigens kann ich diesem Herrn nur dringend empfehlen:
    (a) völlig auf "Wildschwein"(insbesondere wenn nach der Ernte von Maisfeldern geschossen) zu verzichten.
    (b) wenigsten ein Minimum an "wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen" zu akzeptieren keinen derartigen "Unsinn" zu verbreiten. X(


    Grüße
    Gerd

    Hallo Zakaria,



    hast Du auch an einen Eichenfilzröhrling gedacht? Bis auf etwas Blauen passt eigentlich Alles.
    Beim Kratzen an der Haut an der Basis sollten rötliche Punkte sichtbar werden...


    - Ich bin zwar nicht Toffel und gestehe auch spontan auf diese Art spekuliert zu haben. Aber, ich weigere mich weiterhin, diesen Fund ("Xerocomus sl."-Arten sind sehr kritisch) mangels belastbarer Merkmale zu bewerten.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Bauernhelmi,



    Tut mir leid:


    - Aber über Flugreisen kann ich da nixs lesen sondern nur etwas über Cs-Belastung von Wildschweinen.


    ---> Und dieser Beitrag ist typisch für Zeitungsartikel, den ich gleich zu entsorgen empfehle X(


    - Mir reicht folgendes Anfangs-Zitat aus diesem Artikel, bei dem mir unklar ist, ob ein ahnungsloser "selbsternannter Strahlenbiologe und altgedienter Atomkritiker" und/oder ein ahnungsloser Journalist einen derartigen Unsinn verbreitet hat:


    "Zwei, drei Mal im Jahr kommt bei Edmund Lengfelder ein Wildschweinbraten auf den Tisch. Das Fleisch stammt von Jägern aus seinem Bekanntenkreis. Doch bevor der Braten in den Ofen geschoben wird, zückt der Münchner Strahlenbiologe und altgediente Atomkritiker einen Geigerzähler und fahndet nach Spuren radioaktiver Stoffe. –žDas Fleisch wird systematisch auf Verstrahlung untersucht. Ich werde sicherstellen, dass kein Becquerel aus Tschernobyl in meinen Körper kommt.–œ


    - Mein Fazit:
    ---> Solch ein Unsinn (Tschernobyl-Kontamination" mit einem "Geigerzähler zu messen) kann nur einem völlig ahnungslosem "altgedienten Atomkritiker" einfallen. Und dieser Unsinn wird dann von einem ahnungslosen Journalisten auch noch verbreitet.


    - Meine Empfehlung:
    ---> Aufmerksam meine Links (da werden seriöse Informationen gebracht und derartiger Schwachsinn (inkl. Geigerzähler-Messung) an den Pranger gestellt.
    -------------------------------------


    [quote='bauernhelmi','https://www.newboard.pilzforum.eu/board/index.php?thread/&postID=171844#post171844']
    auch das andere Zitat hab ich mehrfach gelesen z.b.
    Lungenröntgen
    [Quote]


    - Meine neg. Meinung zu diesem "Institut" habe ich bereits in einer Analyse in einem meiner Links detailliert begründet.


    ---> Und deshalb verzichte ich diesen Beitrag zu lesen, analysieren, kommentieren, zumal mir die angegebene Belastung bei einem "Lungen-Röntgen" (entsprach etwa der Anzeige bei meiner letzten Lungenprüfung) plausibel erscheint.


    Grüße
    Gerd


    Hier der Blick auf die Röhren:


    Ich leg mich fest: Ziegenlippe!
    (..hatte ich auch reichlich in den letzten Tagen...)


    - Da bliebe zu klären, ob du deine Funde (beachte das helle Fleisch, die Färbung unter der Huthaut, die Färbung in der Stielbasis) evtl. fehlbestimmt hast ???


    ---> Wäre unschädlich, wenn der gezeigte, von dir verm. fehlbestimmte Fund, im Kochtopf landet.
    ----------------------


    Frage:


    - Bietet deine Pilzliteratur weitere Sippen aus dem "Ziegenlippen-Komplex" an, die du ausschließen kannst???



    Grüße
    Gerd

    Hallo Björn,



    Allerdings muss man sich auch A. franchetii angucken, aufgrund der gelben Töne in den Velumresten auf dem Hut und der Stielbasis. Meiner Meinung nach reicht die Färbung aber nicht für diese Art aus, außerdem sind die Velumreste von A. franchetii mehr warzig isoloiert und nicht schollig, wie hier gezeigt.


    - Und ich favorisiere A. franchettii, zumal da einige Var. beschrieben wurden, die durchaus schwächer gelb gefärbte Velumreste haben können.


    - Ja, deinen Hinweis auf eher warzig isolierte Velumreste auf dem Hut findet man in der Literatur.


    ---> Doch auch damit habe ich ein Problem:


    (1) Die Velumreste verflachen nach Literatur [1] zum Hutrand hin :thumbup:


    (2) Und bei den Abbildungen, die [1] bringt kann ich eine "pyramidale" Struktur meist nicht einmal zur Scheibe hin erkennen.


    (3) Immer daran denken: "A. franchettii" steht "A. excelsa" (Grauer Wulstling" nahe und wurde auch schon als Var. des "Grauen Wulstings beschrieben.


    (4) In meiner Literatur finde ich keinen Hinweis darauf, dass von "A. excelsa=A. spissa" eine Var. oder Forma mit gelben Velumresten beschrieben wurde.


    Literatur:


    [1] P. Neville - S. Poumarat (2004): Amaniteae; Fungi Europaei vol. 9


    Grüße
    Gerd

    Hallo Thomas,



    heute habe ich einen gelben Filzröhrling gefunden, den ich nicht so recht zuordnen kann:



    Hat jemand eine Idee?


    - Bei diesen spärlichen Angaben verkneife ich mir eine Idee, zumal einige Arten der Gattung "Filzröhrlinge" (ist m.E. sicher einer :thumbup:) zwischenzeitlich arg durchmischt und teilweise auch in andere Gattungen geschoben wurden.


    Vorschlag:


    - Bringe wenigstens einige der hier angesprochenen Minimalangaben und dann beteilige ich mich an weiteren Spekulationen.


    ---> Wenn ich verwegen bin, spekuliere ich wegen der Gelben Röhren auf eine Art aus dem Ziegenlippen-Komplex und kann mich allerdings mit "Ziegenlippe" nicht so recht anfreunden.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Bauernhelmi,



    was ich kürzlich gelesen habe war besonders der Bayerische Wald, der Raum um Berchtesgaden und der Grossraum Augsburg-München besonders belastet. Glaube das stand auf der DGfM-Seite.


    Grad hab ich doch noch den Bericht gefunden


    Bericht der DGfM - Radioaktive Belastung


    - Diesen Bericht kannst du an Hasen verfüttern, da


    (1) "Äpfel" (Frischpilze) mit "Birnen" (Trockenpilze, da müssen die Werte durch 10 dividiert werden) verglichen werden X(


    (2) die Werte nicht einmal aus den höchst belasteten Gebieten Bayerns stammen.


    ---> Ich empfehle dir folgende Beitragsserie, in der das Thema sehr ausgiebig/fast erschöpfend diskutiert wurde.


    ---> Und zusätzlich noch diese Beiträge:


    http://forum.fungiworld.com/in…opic=1320.msg6140#msg6140


    http://forum.fungiworld.com/in…opic=1189.msg5407#msg5407


    - Und eng damit verwandt ist das Thema "Schwermetall-Kontamination", dass wir u.A. HIER diskutiert haben.
    ----------------------



    - Hier würde mich die Quelle interessieren, die diese Werte veröffentlicht hat???


    ---> Ansonsten komme ich nach meinen Literarturrecherchen bei der Flugreise auf völlig andere Werte.


    Grüße
    Gerd


    Übrigens:


    für den Normalverbraucher reicht die Kenntnis folgender DGfM-Poster völlig aus:


    http://www.dgfm-ev.de/node/1199


    http://www.dgfm-ev.de/node/1198

    Hallo Zarkaria,



    ich danke dir für diesen Link und dem Stern, der mich jetzt aufgrund eines –žIdiotentests–œ völlig unberechtigt zum Pilzexperten ernannt hat !!!

    –œIhr Testergebnis
    Sie haben 14 von 14 möglichen Punkten erreicht.
    Glückspilz
    Gratulation, Sie kennen sich wirklich aus mit Pilzen!–œ


    ---> Aber diese Punktzahl habe ich nur erreicht, weil ich die Naivität der Autoren richtig eingeschätzt habe und 1 (2?) Mal nicht meine Überzeugung angekreuzt habe.


    ---> Übrigens, bei dem Test sind mir einige Fehler aufgefallen, gegen die ich noch ein Zock-Angebot anbieten werde.
    -------------------------------


    - Ihr müsst euch dazu leider noch einige Tage gedulden, da ich in den nächsten Tagen offline bin und danach erst meine Bewertung der Fragen/korrekten Antworten (werde ich nochmals sehr kritisch betrachten) veröffentlichen kann.


    --> Macht nix, denn dann kann ich auch auf Probleme, die andere Forums-Mitglieder hatten, berücksichtigen und kommentieren.


    Vom Stern ernannter Pilzexperte lässt grüßen


    Gerd


    PS.: Übrigens, ich habe den Test ohne Kenntnis weiterer Kommentare zum Test (eigene Probleme würde ich derzeit noch nicht veröffentlichen !!!) durchgeführt.

    Hallo Hans,





    - Beim "Scheidenstreifling" (ist ganz gewiss einer) gibt es derzeit zwei Meinungen:


    (1) "Amanita vaginata" (Grauer Scheidenstreifling)


    (2) "Amanita submembranacea" (Grauhäutiger Scheidenstreifling)


    - "Schwierig, da ich die gezeigten Bilder diplomatisch formuliert nur als "suboptimal" bezeichnen würde. Aber, da du einige Zusatzinfos :thumbup: mitgeliefert hast, gibt's von mir auch einen Kommentar:


    Anmerkung zu Vorschlag "A. vaginata":


    ---> Den halte ich (beachte fehlenden Buckel, zu starker Grauen in der Volva der Stielbasis und zu starke Stielnatterung) schlicht für eine Fehlbestimmung.


    Anmerkung zu "A. submembranacea"


    ---> Mit diesem Vorschlag kann ich mich (beachte fehlenden Buckel, deutliche, zur Basis hin stärker werdende Stielnatterung, Grauen der Stielvolva, ...) anfreunden.


    - Obwohl mir kein geeigneter Sparringspartner einfällt, o ganz zufrieden bin ich aber mit dieser Bestimmung noch nicht
    bestätige ich "A. submembranacea" nur mit Vorbehalt.


    hans,


    - Du kannst "die Kuh schnell vom Eis holen", wenn du mikroskopisch (vergleiche Anlage) die "Volva-Struktur" bewertest.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Markus,



    Ach so, den im 123 Forum kann man essen - danke.


    auch dort wird gar niemand, und da bin ich mir ganz und absolut sicher, via Internet eine Verzehrfreigabe losgelassen haben.



    - Tut mir leid, dass ich dich enttäuschen muss:


    ---> Es ist in Foren (auch in diesem!) fast normal, dass "übermütige, halb-/unwissende" Speisepilzsammler leider Beiträge wie "ab damit in die Pfanne" veröffentlichen. Und dies (ich unterstelle großzügig einmal, dass sie sogar die gezeigten Fruchtkörper korrekt erkennen und für noch essbar (nicht vergammelt) einschätzen.


    - Das Problem dabei ist allerdings, dass sie den Rest des Sammelguts nicht beurteilen können.



    - Ein weiteres nicht abschätzbares Problem ist, das durch falsche Lagerung die Fruchtkörper zum Zeitpunkt des Verspeisens bereits vergammelt sind.


    ...

    ---------------------------------------------


    - Und wie so etwas enden Kann, da zitiere
    ich folgendes Beispiel:


    (1) Meinem Mentor (Helmut Lieb, bester Pilzkenner und DGfM-Pilzberater in Konstanz) wurde von zwei ihm sehr gut bekannten Krankenschwestern ein Korb von gesammelten "Pilzen" mit dem Hinweis "dieses Mal nur zwei Arten" gezeigt.


    (2) Ok, konnte man beide auf den ersten Blick eindeutig
    als "Stockschwämmchen" ansprechen :thumbup:


    (3) Aber, um sicher zu gehen, hat er jeden Fruchtkörper begutachten.


    (4) Und oh Wunder: Im Sammelgut fanden sich noch zwei "Grüne Knollenblätterpilze" (Amanita phalloides)


    - Reaktion der Damen: Ach ja, da wollten wir sie noch fragen, was das ist.

    Hallo Pablo,



    Vielen Dank für den Link! :thumbup:
    (Auch wenn ich auf der Seite keine Bilder angezeigt bekomme. Wird das mit einer Anmeldung besser?)
    Da war ich wieder mal zu kurzsichtig: Es wäre ja auch einfach zu einfach gewesen. Aber das ist eben die Welt der Pilze: Herrlich komplex und auf wunderbare Weise vielfältig. Darum mag ich sie.


    Nee, liegt nicht daran, dass du nicht angemeldet bist.


    ---> Die Bilder (sind übriges unwichtig!, sofern du die Beitragstexte lesen kannst) werden verm. nicht mehr angezeigt, seit ERIC (auch schon einige Jahre her) einen SW-Update durchgeführt, bei dem ein ChAOS mit älteren Beiträgen entstanden ist.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Pablo,



    Du zeigst da eigentlich zwei Pilze.
    Einmal einen Filzröhrling (möglicherweise Ziegenlippe) und darauf einen Goldschimmel (Hypomyces chrysospermus).


    - Da empfehle ich dir diese Beitragsserie zu lesen und du wirst dann ganz gewiss sehr nachdenklich :P


    - Übrigens "Ziegenlippe" (Xerocomus subtomentosus s.str.) kann ich nicht bestätigen. ;(
    ----------------------------
    - Auf Links zu weiteren, späteren Diskussionen zum Thema (in dem zitierten oder in anderen Foren verzichte ich), da ich dort immer auch auf den o.g. Links zum "ERIC-Forum" hingewiesen habe.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Harry,



    bin mir sehr sicher mit A. strobiliformis
    nehme auch gerne Wetten an :D


    - Auch wenn du nur Babys, die man nicht bestimmen sollte, gezeigt werden, halte ich nicht dagegen.


    - Denn eine Amanita spec. ist es in jedem Fall.


    ---> Und, die Details lassen m.E. keine andere Bestimmung zu:


    (1) Kalkhaltiger Bode, Laubbäume


    (2) Ausprägung des Aufreißen des Hutvelums, inkl. am Hutrand hängende Velumfetzen


    (3) Lamellen nur anheftet, nicht frei.
    ---> Ein Merkmal, das in der Populärliteratur meist nicht korrekt als "frei" bezeichnet wird.


    (4) Stiel mit kräftigem Ring


    (5) Die rübenförmige Stielbasis mit Gürtelzonen


    Grüße
    Gerd (Amanitafan)

    Hallo Christian,



    ..., dass das der Schwarzschneidige Rettichhelmling (Mycena pelianthina) ist. Der hat mich nämlich auch neulich genarrt, weil er trotz seiner Eigenschaft als Helmling und im Gegensatz zu den anderen Rettichhelmlingen einfach keine hellen Lamellen hat. So einer.



    Helle Lamellen ist ein rel. Begriff. Ich bringe nachfolgend eine Auswahl an Rettich-Helmlinge (werden in Mycena sect. Calodantes zusammengefasst):


    - M. kuehneriana ---> L. blass rosa-lila, skandinavische Art

    - M. pearsoniana (Fleischfarbener Rettich-Helmling) ---> L. lilabraun


    - M. diosma" (Duftender Rettich-Helmling) ---> L. violett, rosa-violett


    - M. pelianthina (Schwarzgezähnelter Rettich-Helmling)
    ---> Gehört aktuell in die Gattung Prunulus !


    - M. dura (Hartstieliger Rettich-Helmling) ---> L. weißlich ?; in Italien, Österreich, Schweiz, meist im Grasland


    - M. pura (Gemeiner Rettich-Helmling) ---> L. grau weißlich bis blass lila


    - M. rosea (Großer Rettichhelmling) ---> L. weißlich bis blass rosa
    ---------------------


    - Ach ja: Da gibt's noch die nicht einmal seltene "Albinoform" (Mycena pura fm. alba). Voila:



    Literatur:


    - Gröger, F. (2006):Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa Teil 1; Reg. Myk. Schr. Band 13

    Hallo Pablo,



    Das hier ist für mich schon recht klar ein Narzissgelber mit etwas ungewöhnlicher Hutbeflockung. Habitus, Hutfarben, Hutrand, Stiel, dünner Ring (kann auch fehlen) und vor allem die nahezu klassische Knollenform weisen recht klar zu A. gemmata.


    :thumbup: :thumbup: :thumbup:



    - Bereits dieses Bild in Verbindung mit dem Standort (Fichte auf +-saurem, nicht kalkhaltigem, Boden) sollte ausreichen diesen Fund als "Amanita gemmata" (Narzissengelber Wulstling) zu bestätigen.


    - Übrigens, wer eine Beschreibung dieser Art mit den hier vorgestellten Bildern und den Zusatzinfos vergleicht, wird kaum auf die Idee kommen, dass es sich um eine andere Art handelt.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Toffel,



    Offenbar kann der Harzige Lackporling (G. resinaceum) auch so aussehen. Dann würde ich den jetzt doch dem Wulstigen vorziehen.



    - Ich, nach Betrachtung des im Erstbeitrag gezeigten Bilds) auch :thumbup:



    M.E. kommen nur in die engere Wahl:


    (1) Ganoderma recinaceum (Harziger Lackporling)


    (2) G. pfeifferi (Kupferroter Lackporling)



    - Und wenn, würde mich überraschen der "Streichholz"-Test neg. ausfallen sollte, dann ---> (3) "Ganoderma australe = G. aspersum" (Wulstiger Wulstling)



    (1) wurde in allen Entwicklungsstufen und über mehrere Jahre hinweg bei Harry gezeigt und sehr intensiv diskutiert.


    Grüße
    Gerd



    Nachtrag:


    - Habe jetzt auch noch die Restbeiträge gelesen.


    ----> Und da wurden nur wenige, nachvollziehbare Gründe genannt, die für "G. resinaceum" sprechen.
    ---------------------------


    - Aber, eine Beweisführung für G. resinaceum mit Argumenten (ich zitiere mit meinen Worten) wie:


    (1) "G. pfeifferi" wurde in BW noch nicht nachgewiesen (---> und kann daher ausgeschlossen werden!)


    (2) Ein Kenner der Materie kann nach Bildmaterial diesen Fund bestimmen


    (3) Ich bin mir jetzt (auf Angabe von konstanten Trennmerkmalen wird verzichtet)sicher, dass es "G. resinaceum" ist.



    halte ich für falsch und keineswegs belastungsfähig. X(
    ----------------------


    - Übrigens, bei dem gezeigten Bildmaterial fehlen z.B. ein Schnittbild, Angaben zur Porendichte, Angaben über Gewicht der Fruchtkörper, Harzkanäle etc.
    - Auf den "Streichholztest" kann man nach den letzten Bildern verzichten, da der in jedem Fall positiv ausfällt und Harz in der Huthaut bestätigen wird.

    Hallo Klaus,


    du verwirrst mich:


    Frage:
    ---> Warum bist du Mitglied ROLF und unterschreibst mit Klaus? 8|
    ----------------------------------------------------------------------------



    Habe Heute einen Pilz an einen Wegrand gefunden den ich bei uns
    noch nie gesehen habe.
    Vielleicht kann mir jemand helfen und sagen was es ist.



    - Dein Fund ist ganz sicher, (wurde bereits festgestellt) eine "Holzkeule" (Xylaria spec.)


    - Und ich stimme (sogar ohne Restzweifel) bei Bild 1 wegen der doch rel. kompakten, bei mehreren Fruchtkörpern flachbreiten, teilweise oben etwas "herzförmig" eingeschnittenen Form zu, dass es sich um "Xylaria polymorpha" "Vielgestaltige Holzkeule" handelt.
    ----------------------------


    - Hättest du nur Bild 2 (da hast du wohl den schlankesten Fruchtköper deiner Kollektion) gezeigt, dann wäre ich mir da nicht mehr so sicher gewesen und hätte die Art nur mit Restrisiko als "X. polymorpha" bestätigt. Und dann zusätzlich folgende Details angefordert:


    ---> Angabe zum Substrat und einen Längsschnitt durch den Fruchtkörper.


    Grüße
    Gerd

    Hallo,




    Also mir würde nichts einfallen was gegen den Frauentäubling spricht.


    - Und ich "zocke" 20 Chips dagegen, dass dies nie und nimmer ein "Frauentäubling" (Russula cyanoxantha); inkl. (*) einer der var. oder forma ist.


    (*) z.B. var cyanoxantha, forma cutefracta, var. flavovirida, forma peltereani, var.variata, etc !?


    ---> Ich kenn jetzt diese Art seit ca. 40 Jahren und überprüfe kaum noch (*) die "Geschmeidigkeit" (die Lamellen "verkleben" beim darüberstreichen).
    (*) wenn überhaupt, dann rel. selten nur noch, wenn ich zwischen "R. cyanoxantha (Laubwaldform) und R. heterophylla schwanke.


    ---> Ansonsten habe ich ja bereits auf einige Ungereimtheiten (könnte die noch etwas erweitern) hingewiesen, die m.E. den Frauentäubling schlicht ausschließen.


    - Und ich würde dir noch empfehlen, bevor du "mitzockst" sorgfältig die "Variabilität" (ja, gibt es!) der Hutfarben in gängigen "Monografien" (habe darauf verzichtet, da ich diese Art ausreichend gut, auch ohne Lamellentest , sogar nur nach Bild zu erkennen glaube) zu lesen.
    -----------------------


    - Ach ja noch etwas: :cool:
    ---> Ich verstehe nicht, warum nicht sofort auch noch Geruch und Sporenpulverfarbe abgefragt wurden
    ---> Und der für mich fragliche Hinweis auf "nicht splitternde" Lamellen m.E. bisher schlicht überbewertet wurde. Denn wer kann beurteilen, wie stark die Lamellen wirklich "malträtiert" wurden???


    Fazit:


    - Nicht ALLE milde Täublinge mit nicht sofort splitternden Lamellen sind "Frauentäublinge", auch dann nicht, wenn sie fehlbestimmt verspeist werden !!! 8|


    Grüße
    Gerd


    PS.:
    - Wäre nur noch zu klären wie wir, wenn du (oder ein Anderer) mitzockst den Gewinner ermitteln.


    - Nimm's mir bitte nicht übel, dass ich jetzt ausgerechnet dich und nicht einen anderen "Frauentäubling-Befürworter" ausgesucht habe.
    ---> Der Grund ist hoffentlich nachvollziehbar: (a) Dein o.g. Zitat, (b) mein Hinweis auf Recherche in glaubwürdiger Literatur. :D


    [hr]
    Hallo Daggi,



    wenn dieses merkmal nicht vorhanden ist würde ich den frauentäubling nicht sicher bestimmen wollen. wenn er mild ist würde ich ihn vermutlich trotzdem essen :D


    - Ich hatte mir früher in meiner "Mykophagenzeit" (endete vor ca. 30 Jahren) auch jeden "milden Täubling" in die Pfanne gehauen.


    - Aber, im Gegensatz zu dir habe ich keine Sekunde damit vergeudet, diesen Fund "fehl zu bestimmen", bevor er im Kochtopf landete


    Grüße
    Gerd

    Hallo Hans,



    ...ich glaube, ich weiß jetzt, wo mein Fehler liegt. Ich habe es gerade mal überschlagen (und dabei kleine Fehler in Kauf genommen) und komme auf noch höhere Wahrscheinlichkeiten! Ich erläutere es später, habe jetzt keine Zeit.


    Ich zeige nachfolgend, wie man diese Statistik-Aufgabe leicht und elegant lösen kann.


    (1) Ich betrachte 2 Personen :
    - Die Wahrscheinlichkeit für einen –žGewinn–œ (=Mehrfachgeburtstag) beträgt p(2) = 1/366


    → Die Wahrscheinlichkeit für einen –žVerlust–œ (kein Mehrfachgeburtstag) beträgt pâŒ(2) = (366 -2+1)/366 = 365/366


    (2) Ab jetzt betrachte ich nur noch Verlust-Wahrscheinlichkeiten (kein Mehrfachgeburtstag )
    - In (1) wurden bereits 2 Tage belegt.
    → Eine 3. Person vermeidet deshalb einen Mehrfachgeburtstag mit pâŒ(3) = (366- 3+1)/366 = 364/366


    (3) Bei pâŒ(2) und pâŒ(3) handelt es sich um voneinander unabhängige Ereignisse
    - Und deshalb muss man diese Wahrscheinlichkeiten multiplizieren, wenn beide Ereignisse eintreten sollen.
    → pâŒ(3_total) = pâŒ(3) * pâŒ(2_total)


    (4) Und so geht es stumpfsinnig weiter:
    - Bei jeder weiteren Person wird der Zähler um 1 reduziert und mit der Gesamtwahrscheinlichkeit der um eine Person kleineren Gruppe multipliziert.
    → also pâŒ(i) = (366-i +1)/366 und pâŒ(i_total) = pâŒ(i) * pâŒ(i-1_total); mit i >= 1 2 (= Anzahl der Personen) und pâŒ(0) =1.


    (6) Möchte ich bei einer Gruppe von i Personen meine –žGewinnchance–œ (wenigstens 1 Mehrfachgeburtstag ) wissen. Voilà :


    → p(i_total) = 1 - pâŒ(i_total)



    - Das Ergebnis sieht dann so aus:



    - Ein Ergebnis (widerspricht grass dem sog. "gesunden Menschenverstand" :rolleyes: ), mit dem ich schon einige Gruppen in "ungläubiges" Staunen versetzt habe.


    - Und in der Realität ist das eine "untere Abschätzung" der Gewinnwahrscheinlichkeit, da


    (a) Geburtstage am 29.02. genau so behandelt werden wie Geburtstage an anderen Tagen
    (b) Geburtenreichere Monate nicht berücksichtigt werden
    --------------------------------------------


    Alles klar?


    Grüße
    Gerd

    Hallo Markus,


    Gerd wird sich hier gelegentlich wieder beteiligen, allerdings nicht mehr so häufig und umfänglich wie früher.
    Das war nun praktisch ein Zitat.


    - Ja genau so ist es, auch wenn ich in letzter Zeit hier rel. aktiv war.
    ---> Das liegt einfach daran, das in den anderen kleineren Foren in denen ich aktiv bin, derzeit noch "Flaute" ist.


    - Übrigens, zwischenzeitlich bin ich eh überfordert (der Tag hat leider nur 24 Stunden X( ) die Flut an Beiträgen zu lesen und ignoriere einfach die meisten Unterforen.


    - Und wenn ich kommentiere, dann häufig erst nach Recherche in meiner im Regal stehenden Literatur, da ich von Internet-Recherchen (sofern ich den Autor nicht kenne oder einschätzen kann) eh nix halte.
    ----------------------


    Dank übrigens an dich und Andreas für den Neuanstieg in diesem Forum.


    Grüße
    Gerd


    PS.:
    - Freue mich schon auf unser nächstes Treffen in deinem durchaus interessantem Sammelgebiet.

    Hallo Hans,



    - Herzlichen Dank, dass du als Schiedsrichter einspringst.


    ---> Ich erwarte, dass eh keiner gegen mich zockt, zumal, wenn ich jetzt noch meine Gewinnchance bei 37 Personen veröffentliche:


    - Schlappe oder sollte ich "erstaunlich" sagen? ---> 84,79% (gerundet) :thumbup:


    ---> Übrigens, ich schenke dir doch glatt 37 Chips, die ich von meinem Konto abbuche, zumal ich dich unfair (ohne jede
    Gewinnchance) über den Tisch gezogen habe. :cool:


    Also, ob sofort haben wir folgenden Kontostand:


    Gerd ---> 137Chips, hab's bereits korrigiert!
    Hans ---> 63Chips


    Grüße
    Gerd


    Übrigens:


    - Ich würde ab n=32 Personen (meine Gewinnwahrscheinlichkeit ---> p32 = 75,24%) n Chips setzen.


    - Und unter n= 25 (p25 = 56,77%), übrigens p23 =50, 63%, würde ich natürlich nicht "zocken".
    -------------------
    Man muss bei meinen angegebenen Wahrscheinlichkeiten übrigens noch beachten, dass die auf der Grundlage von "gleichverteilten" Zufallszahlen errechnet wurden.


    - In der Praxis liegen in einer realen Personengruppe die Gewinn-Wahrscheinlichkeiten sogar höher:
    (a) Geburtstage am 29.02. sind seltener
    (b) Es gibt Monate mit erhöhter Geburtenrate


    [hr]
    Hallo Pablo,


    Die "Zocker" (ob mehr oder weniger engagiert) schreiben sich ihren aktuellen Chipcounter meist in die Signatur. Ansonsten müssten wir deinen aktuellen Stand (=174 Chips) im Kopf behalten. ;)


    Danke, hab's doch glatt ohne Nachfrage geschafft "freu mich", meine Signatur entsprechend zu ändern :thumbup:


    Es freut mich, daß man sich nun erwiesenermaßen nicht nur auf deine Kompetenz in Sachen Pilzbestimmung verlassen kann, sondern auch mathematische Probleme in guten Händen weiß.


    -Na ja, meine Kenntnisse auf beiden Gebieten (bin weder "studierter" Mykologe noch Mathematiker) sind begrenzt.


    ---> Aber ich gestehe, dass mich "math. Probleme/Rätsel/Knobeleien", insbesondere wenn man sie mit Kreativität und ohne Einsatz höherer Mathematik lösen kann, seit mehr als 50 Jahren mehr interessieren als Pilzbestimmung.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Toffel,



    eine Auswertung wird es wohl nicht mehr geben. Aber zumindest lassen sich durch die Beschaffenheit der Hutoberfläche und vor allem das starke Blauen der Stielrinde Argumente gegen den Gemeinen (X. chrysenteron) und für den Bereiften Rotfuß (X. pruinatus) finden.


    - Und ich kann noch sehr wichtigeres Merkmal gegen "X. chrysenteron s.str." beitragen.


    - Diese Art zeigt im Gegensatz zu "X. pruinatus" kein "weinrot" an Fraßgängen im Hut/direkt unter der Huthaut.


    ---> Das ist ein Merkmal, dass in der Populärliteratur fast immer falsch beschrieben wird, da hier meist "X.chrysenteron s. lat.also inkl. X. pruinatus" beschrieben wird.


    Grüße
    Gerd