lutine: es sind ja auch 2 Paar Schuhe, ob man jetzt einen Pilz von einem Detailfoto im Pilzrätsel erkennen soll oder einen in der freien Natur findet, bei dem mal eben auch alle anderen Merkmale nachprüfen kann.
Es gibt sogar in der Tat ein Anfängerbuch, wo die Pilze grob nach Fruchtkörperfarben geordnet sind....frag mich nicht mehr welches, aber das macht echt null Sinn, weil es da quer durch die Gattungen geht und man so gar kein Gefühl dafür entwickelt, was irgendwie einigermaßen zusammengehört und warum. Da steht dann halt ein weißer Schneckling neben nem Trichterling und dem Parasol und dem weißen Knolli.
Mehr Sinn macht da dann schon ein Buch, das nach Sporenpulverfarbe strukturiert ist...das ist zum Bsp im Großen und Ganzen bei Marcel Bons Pareys Buch der Pilze so......fängt mit den Röhrlingen an, dann die Hellblättler und nach hinten immer dunkler werdend; zum Schluß was es sonst noch so gibt. (Nur Amanita fällt aus dem Rahmen...die kommen hinten.)
Und der hat vor allem einen Schlüssel drin, der allerdings auch schon bald die Sporenpulverfarbe verlangt und mit dem man dann aber ziemlich ohne mikroskopische Merkmale zumindest bis zur Gattung kommt.
Einen einfachen Schlüssel mit allerdings deutlich weniger Arten als im BLV Führer hat zum Bsp. auch das Handbuch für Pilzsammler von Gminder.
In ausführlich aber ohne Abbildungen und Artbeschreibungen, also rein den Schlüssel, findet man das auch antiquarisch bei Mosers Kleiner Kryptogamenflora.
Die meisten anderen ausführlichen Schlüssel arbeiten mit Mikromerkmalen.
Aber einen Schlüssel braucht man meiner Meinung nach schon, sonst blättert man sich in den reinen "Bilderbüchern" echt nen Wolf. Man muß ja auch nicht jeden Pilz schlüsseln, aber man bekommt dadurch ein Gefühl dafür, auf was man achten muß, um einen Pilz von anderen abzugrenzen.
Die Bilderbücher sind dann hinterher prima zum Vergleichen.
So..genug geschwafelt...;)
