Hallo zusammen,
ich kann ein bißchen was vom Pilzwochenende des APR in Hilchenbach erzählen.
Björn
Hallo zusammen,
ich kann ein bißchen was vom Pilzwochenende des APR in Hilchenbach erzählen.
Björn
Ja, das ist eindeutig Kuehneola uredinis. EDIT: Meine Aussage bezieht sich nur auf die Blätter mit den Uredien auf der Oberseite.
Björn
Wenn du auf den Blättern schaust, dann kann es auch schon reichen, wenn du dort Uredien findest. K. uredinis ist die einzige Art, die Uredien auf der Blatttoberseite bildet.
Björn
Hallo zusammen,
was sagt denn das Mikroskop zu diesen Pilzen? Mit Sporen etc. kommt man doch deutlich weiter als mit Makrofotos, wenn es um Pyrenomyceten geht.
Björn
Hallo zusammen,
das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Kuehneola uredinis. Der bildet gerne jetzt im Frühjahr seine Uredien an Stängeln. Bis vor kurzem hätte ich sogar gesagt, daß das sicher K. uredinis ist, bis mich Julia Kruse darauf hinwies, daß auch eine der beiden Phragmidium-Arten solche Lager ausbilden kann. Zur Unterscheidung muß man schauen, ob Paraphysen vorhanden sind.
Björn
Hallo Sandra,
ich hab die hier tatsächlich mit der Nadel eingesammelt. Einfacher und schneller geht es natürlich, wenn man ein Tesa-Präparat macht. Es gibt auf Rumex noch andere Ramularien, aber in der Praxis ist es dann doch fast immer R. rubella. Ursprünglich war auf meinem Fund auch fast kein Rasen, aber nach 1-2 Tage in der feuchten Kammer konnte ich mich dann vor Konidien nicht mehr retten.
Björn
Hallo zusammen,
da ich dieses Wochenende nur relativ wenige Fotos gemacht habe, präsentiere ich einfach mal sämtliche Funde des letzten Wochenendes in einem Rutsch. Den Anfang macht unsere MAB-Exkursion ins Vogelsangbachtal am Samstag:
1. Milesina vogesiaca ex Polystichum aculeatum
2. Urocystis ficariae ex Ficaria verna
3. Urocystis anemones ex Anemone nemorosa
4. Puccinia poae-nemoralis ex Poa nemoralis
Weiter geht es am Sonntag mit einer kleinen Runde auf die Halde Lipper Höhe in Marl. Dort sind am Fuße der Halde zahlreiche Weymouth-Kiefern gepflanzt. Außerdem wachsen dort Johannisbeeren, also die perfekte Grundlage für:
5. Cronartium ribicola ex Pinus strobus
6. Taphrina pruni ex Prunus padus
Und zu guter letzt ein Fund vom Freitag Abend
7. Melampsora aecidioides ex Populus sp. An und für sich sind Roste auf Leuce-Pappeln ja sehr schwer zu bestimmen, dieser hier ist nach Aussage von Pascal Frey aber sehr gut charakterisiert durch die großen Paraphysen und das frühe Auftreten an frischen Austrieben durch in den Knospen überwinternde Uredosporen.
Björn
Hallo zusammen,
ich kenne die Filme zwar auch nicht, würde mich aber grundsätzlich den Punkten von Harald ohne Wenn und Aber anschließen wollen. Ansonsten habe ich noch zwei weitere Punkte anzumerken:
1. Wenn die Filme optisch so gestaltet sind wie die Homepage, wird man sich das keine 2 Minuten lang anschauen können, ohne daß einem die Augen aus dem Kopf fallen. Das ist ja Webdesign aus der Jungsteinzeit.
2. Wenn ich mir die Beschreibung des aktuellen Films über Bauch-, Gallert- und Nichtblätterpilze anschaue (eigentlich ist jede dieser drei Gruppen geeignet um mindestens ein ganzes Buch oder mehr damit zu füllen), fällt auf, daß da noch eine sehr veraltete Nomenklatur verwendet wird. Die Heterobasidiomycetes sind eine paraphyletische Gruppe, die man deshalb heute eigentlich in der Form nicht mehr verwendet, gleiches gilt für Gasteromycetes und Aphyllophorales
Björn
Hallo Corne,
ja, die Roste auf Anemone nemorosa führen teilweise schon zu etwas höher gewachsenen Blättern (die auch ansonsten etwas spidderig aussehen). Ich bin schon auf deine Fotos gespannt.
Björn
Hallo zusammen,
am Karsamstag habe ich eine Wanderug in der Nähe von Bielefeld unternommen. Die Anreise mit dem Zug verlief zwar etwas holperig bzw. mit Verspätung, weil einige Düsseldorf-Fans meinten, sie müßten im Zug rauchen und dadurch Feueralarm auslösen, aber letztlich war es dann doch eine schöne Wanderung mit erhofften und unerwarteten Funden. Der Höhenzug nordwestlich von Bielefeld ist ganz interessant, weil es zum Teil Gebiete mit Kalk und zum Teil Gebiete mit saurem Boden gibt, was sich dann auch direkt im Wald sichtbar macht, wenn die Vegetation schlagartig von Bärlauch zu Heidelbeere wechselt.
1. Tranzschelia anemones ex Anemone nemorosa
2. Puccinia sessilis ex Arum maculatum
3. Peronospora bulbocapni ex Corydalis cava
4. Uromyces ficariae ex Ficaria verna
5. Entyloma ficariae ex Ficaria verna
6. Puccinia aegopoddii ex Aegopodium podagraria
7. Rhopographus filicinus
8. Enteridium lycoperdon
9. Milesina kriegriana ex Dryopteris sp.
10. Dann das unerwartete Highlight der Tour. Auf einer kleinen Wacholderheide wurde ich direkt am ersten Strauch fündig: Gymnosporangium cornutum ex Juniperus communis. Den suche ich ja schon seit drei Jahren in der Westruper Heide vergeblich auf Juniperus, obwohl ich ihn da jeden Sommer auf Sorbus aucuparia nachweisen kann. Auffällig ist, daß der Pilz an sehr dünnen Ästchen saß, dort keine Verdickungen produzierte und relativ flache, orange-braune Lager produzierte.
11. Weiter ging es zum Jakobsberg, der im Frühling von Hepatica nobilis violett gefärbt wird. Die meisten Blüten waren jetzt zwar schon weg, aber dafür gab es die ersten Blätter und auf ihnen Urocystis syncocca.
12. Nochmal Puccinia sessilis ex Arum maculatum
13. Ochropsora ariae ex Anemone nemorosa
14. Und noch mal Tranzschelia anemones ex Anemone nemorosa
15. Plasmoverna pygmaea ex Anemone nemorosa
Björn
Hallo zusammen,
am Karfreitag habe ich mal wieder eine Runde durch die Rheinaue Walsum hier in Duisburg gedreht und mich dabei besonders um die Phytoparasiten auf dem Deich konzentriert:
1. Puccinia sessilis ex Allium ursinum
2. Peronospora lamii ex Lamium album
3. Urocystis alopecuri ex Alopecurus pratensis
4. Uromyces sp. ex Euphorbia cyparissias
5. Peronospora cyparissiae ex Euphorbia cyparissias
6. Peronospora sp. ex Vicium sp.
7. Peronospora hiemalis ex Ranunculus acris
8. Peronospora galii ex Galium mollugo agg.
9. Puccinia lagenophorae ex Bellis perennis
10. Uromyces scutellatus ex Euphorbia cyparissias
11. Urocystis sp. auf unbestimmtem Gras
12. Uromyces scutellatus ex Euphorbia cyparissias
13. Mastigosporium album ex Alopecurus pratensis
14. Daldinia concentrica
15. Ein unbestimmter, grauer Ascomycet auf japanischem Staudenknöterich. Da die Fruchtkörper noch nicht ganz reif waren, wollte ich sie in der feuchten Kammer nachreifen lassen, aber über Ostern haben sie sich dann leider in Matsche verwandelt...
Björn
Hallo Lyd,
das ist kein Phytoparasit, sondern einfach Teil der Pflanze. Bei einigen Sippen von Ficaria verna gibt es diese schwarzen Streifen oder Flecken.
Björn
Oh sehr schön! Die fehlt mir auch noch.
Björn
Hi Steve,
yes, you are right, the linked books are the ones that I referred to. However, I should emphasize that both are in German actually.
If there is no Nymphoides around in Malta, identification becomes easy indeed. Concerning the germ pores, I don't think that you will be able to get the spores germinate in a mount (I have never seen this happening, and I look at a lot of rusts microscopically). Some mounting media like Hoyzer's medium might still make the germ pores visible more easily, but often you can already spot them quite easily when mounting spores in water (due to the large size and the three-dimensional nature of spores, it is often hard to judge germ pores on photos, but if you look and can focus through the spores, things get easier).
Björn
Hi Steve,
it is definitely not P. striiformis. That does not fit in terms of colour of the uredia and it does not infect this host. On Bolboschoenus, there are two rusts: Uromyces lineolatus and Puccinia scirpi. They are distinguished most easily when teliospores are present: Uromyces has single-celled teliospores while Puccinia has two-celled teliospores. Unfortunately, here you only got uredospores. The uredospores of Uromyces lineolatus have three, more or less equatorial germ pores while those of Puccinia scirpi have two germ pores. Another hint can come from plants in the surroundings. U. lineolatus alternates between Bolboschoenus and Apiaceae like Apium, Daucus, Helosciadium, Oenanthe, Pastinaca, Sium, Torilis but also Glaux, Hippuris while P. scirpi alternates to Nymphoides.
In terms of literature, you should check Klenke & Scholler (2015) which is the most up to date book on phytoparasitic fungi in central Europe (I know that Malta is not in central Europe, but they often mention fungi from the Mediterranean area). Apart from that, the old book by Gäumann (1959) is also always worth taking a look - you can find a free digitized version at the ETH Zürich.
Björn
Hallo zusammen,
ich werde wohl erst später dazustoßen können, da sich um 19 Uhr der Mykologische Arbeitskreis Bergisches Land virtuell trifft.
Björn
Hallo zusammen,
gestern ging es mit dem APR auf eine Exkursion in die Bövinghauser Bachtal an der Stadtgrenze Bochum/Dortmund. Da es in den letzten Tagen ja durchaus feucht war, ließen auch die Pilze nicht lange auf sich warten.
1. Hemitrichia calyculata
2. Ein Rost auf Allium ursinum, in diesem Stadium leider nicht bestimmbar
3. Metatrichia floriformis
4. Disciotis venosa
5. Peronospora corydalis ex Corydalis solida
6. Hyaloperonospora niessliana ex Alliaria petiolata
Björn
Hallo Mario,
bei Nr. 1 sehe ich eher eine Exidia glandulosa. Dazu paßt auch das Substrat Eiche sehr gut. Phaeotremella sollte eher hirnartig und bräunlicher statt schwarz sein.
Björn
Das dürfte dann in der Tat Exidia saccharina sein. Es gibt bei Neuhoff noch eine Exidia umbrinella, die aber nicht so ausgebreitet und gehirnartig sein sollte.
Ansonsten was das Mikroskopieren dieser Glibberpilze angeht: Man muß nur wenig genug Pilzmaterial nehmen, dann läßt sich das gut quetschen und man bekommt schöne Präparate.
Björn
Wenn es nur um die Sporen geht, braucht das Geglibber nicht unters Deckglas. Da reicht ein einfacher Sporenabwurf. Normalerweise werfen die Glibberpilze auch dankbar ihre Sporen ab.
Björn
Hallo Schupfi,
was sagt denn das Mikroskop? Da lassen sich Exidia und Phaeotremella ja ganz leicht über die Sporenform trennen.
Björn
Hallo Ingo,
du kannst Björns neue Homepage hier finden. Wobei neu natürlich relativ ist. Er hat da vor gut 2 Jahren scheinbar ziemlich intensiv dran gearbeitet und bei Facebook auch regelmäßig von Fortschritten berichtet (nach dem Motto "schon X Gattungen bearbeitet, bei Y Gattungen geht eine erste Version online"). Mittlerweile gibt es dann die besagte Version online, wobei Björn die selber nirgendwo erwähnt oder bewirbt (und mir schon mal einen Rüffel gegeben hat, daß ich den Link bei FB gepostet habe - aber ich meine, wenn er nicht will, daß die Leute sich das anschauen, soll er es halt nicht online stellen) und sich da in letzter Zeit auch nichts Neues mehr tut.
Björn
Hallo Thorben,
bei meinem Fund messen die Sporen 17.2-19.4 x 5.2-6.2 µm, Q=2.9-3.4. Das liegt zwar irgendwie zwischen den beiden Arten, wenn man die Angaben aus der Arbeit zu Grunde legt, aber ich denke, daß aufgrund der Sporenform, des Sporeninhalts und des Q-Werts mein Fund tatsächlich P. apiculatum sein sollte.
Björn
Hallo Ingo,
überprüfe doch noch mal genau, ob das erste Ästchen nicht auch ein Birken- statt Buchenast war.
Björn
