Ansonsten was getan werden kann: Ehrenamtliche Mitarbeit bei der Pilzkartierung und bei den Fachgremien. Weiterhin ist es so, dass die PSV in vielen Landesteilen zu alt sind, bzw. auch insgesamt zu wenige da sind. Es fehlt der Nachwuchs und das Interesse. Hier in Dresden herrschen paradiesische Zustände, was das angeht. Wir haben hier 8 PSV für die ganze Stadt; allerdings sind davon 4 über 70, bzw. kurz davor.
Ich denke, dass ein grundsätzliches Interesse an Pilzen durchaus auch bei vielen jungen Leuten gegeben ist. Und die Tendenz dürfte aufgrund der Trends stark zunehmend sein. Aber man sollte die Menschen vielleicht noch mehr dort abholen wo sie gerade sind. Und dabei ist anfangs vielleicht manchmal ein zu tief gehendes Fachwissen eher hinderlich als förderlich
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Was mich interessieren würde ist, ob in die Ausbildung zum PSV oder auch Pilz-Coach andere Dinge wie z.B. Rhetorik oder wie man eine Führung / Veranstaltung gestalten bzw. durchführen kann, mit einfließt?
Ständig habe ich z.B. von vielen Menschen (viele Lehrkräfte darunter) gehört "Ja der/die hat schon ein Wahnsinns Wissen, aber er/sie bringt es so trocken und langweilig rüber und so genau wollten wir das alles eigentlich gar nicht wissen". Einige Pilzführungen habe ich ja mitgemacht und auf einigen Vorträgen und Ausstellungen war ich auch. OH je, da war es wirklich oft richtig langweilig und vieles des Gesagten/Erklärten hat mich nicht im Mindesten interessiert. Auch waren einige der Pilzführer, na sagen wir einmal etwas gewöhnungsbedürftig. (Dies ist schon ein ganze Weile her, denn ich bin aus den genannten Gründen und nachdem bei einer Pilzführung ein Teilnehmer böse angeschrien wurde (er hatte ältere Maronen in einer Plastiktüte gesammelt), nicht mehr zu Pilz-Veranstaltungen gegangen. Aber wie gesagt, es ist schon eine ganze Weile her.)
Was ich damit sagen will: Der übliche Weg dürfte wohl der über die Speisepilze sein. Wissenschaftliches interessiert einen da überhaupt nicht, auch nicht die wissenschaftlichen Namen. Es gilt also die Menschen bei den Erstbesuchen von Pilzveranstaltungen, welcher Art nun auch immer, so zu faszinieren, dass sie wieder kommen und nach und nach immer tiefer einsteigen. Ein ganz guter Weg dazu sind meiner Erfahrung durch meine Pflanzenarbeit nach Geschichten, Anekdoten usw. Das worüber man schmunzeln oder lachen kann, dass prägt man sich auch ein! Ich bin mir sicher, dass es nicht wenige Geschichten, Märchen, Gedichte etc. über oder mit Pilzen gibt und Anekdoten kennt sicher jeder auch. Vielleicht könnte man die einmal etwas sammeln und dann (z. B. hier) veröffentlichen. Und noch einmal meine Frage: fließt so etwas, auch Rhetorik, in die Ausbildung zum PSV oder auch Pilz-Coach mit ein?
Zeitgleich muss man natürlich auch für die "alten Hasen" etwas bieten. Dies kann man eine Zeit lang ganz gut miteinander verbinden (also bei den Pflanzen ging dies bei mir zumindest) aber man kann auch neue Wege beschreiten, einfach einmal quer-denken, oder dann eben spezielle Einzelveranstaltungen zusätzlich anbieten bei denen dann aber im Veröffentlichungstext ganz klar erkennbar sein sollte, dass es da eben ins Detail oder um etwas ganz spezielles geht.
Auch hier im Forum kann man noch öfter an diese Thematik denken. Wissenschaftliche Namen sind unabdingbar und sehr wichtig aber für viele User auch zunächst einmal abschreckend! Also vielleicht immer daran denken den Deutschen Namen an erster Stelle (Betreff im allgemeinen Bestimmungsteil!) zu nennen.
Pilze sind außerordentlich faszinierend wenn man sich damit beschäftigt. Und wenn man dann fasziniert ist dann kommt eine weitere ehrenamtliche Beschäftigung bei einigen (die große Masse wird es wie bei allen ehrenamtlichen Aktivitäten wohl nie sein) von ganz alleine. Der Weg bis zur Faszination über den Kochtopf hinaus bietet allerdings, zumindest meiner Erfahrung nach, durchaus noch Potential zur Optimierung. 
So, und jetzt hoffe ich, dass ich niemanden auf die Füße getreten bin. Natürlich kann ich mir nur über das von mir persönlich erlebte Gedanken machen und dies muss ja nicht allgemein gültig sein. 
Liebe Grüße
Maria