Beiträge von Alexander


    Öhm... Vor allem Gesamteindruck. Bei Volvariella kommen solche Velumreste auf dem Hut nicht vor. Auch würde ich da bei Fruchtkörpern in dem Alter schon ein deutliches Rosa bis Rosabraun in den lamellen erwarten. Auch der Fingerabdruck auf der Stieloberfläche hat was zu bedeuten (ist mir bei vielen Scheidenstreiflingen schon passiert, bei glattstieligen Arten) und die Riefung am Hutrand sieht auch sehr danach aus.


    Danke! :thumbup: Sowas wollte ich wissen.
    Übrigens, der Pilz lag bei mir aufgeschnitten in einer offenen Dose, und sein Geruch ist ziemlich penetrant geworden. Es geht, nach meiner Einschätzling, in Richtung Brätling.

    Hallo Pablo, Hallo Peter,


    danke für die schnelle Rückmeldungen! :thumbup:



    Das ist schon ein Scheidenstreifling.


    Um etwas zu lernen frage ich mal - was war ausschlaggebend für diese Einschätzung? :)



    Du kannst aber auch Fragen stellen!
    Das macht ja richtig Spaß!


    Immer gerne! :D Denn wer nicht fragt...



    ad 2: Was mich bestimmungstechnisch voll aus der Kurve schmeisst, sind die Velumreste auf dem Hut...
    Interessantes Ding,


    Die Trockenheit und die Temperaturen bis zu 26-30 Grad in den letzten drei Tagen sollen berücksichtigt werden. Das kann ein Grund für untypisches Erscheinungsbild sein.


    Gruß!
    Alex

    Guten Abend liebe Pilzfreunde!


    Heute in der Nähe von Mannheim: extrem trockener Wald auf Sanddünen. So gut wie pilzleer bis auf wenige Täublinge, Porlinge und diesen Pilz hier.
    Mich würde sehr interessieren ob es ein Scheidenstreifling (Amanita, Sektion Vaginatae), bspw Grauer Scheidenstreifling, oder ein Scheidling (Volvariella) ist. Oder doch was ganz anderes?


    Gefunden am Wegesrand. In der Nähe gab es diverse Bäume. Nadelbäume: nur Kiefer, Laubbäume: alles mögliche - Eiche, Birke, Rotbuche, Eberesche, Linde und einige Bäume und Sträuche die ich nicht kenne. Weiss jemand vielleicht von welchem Baum das Blatt auf dem Bild ist?


    Hut: graubraun, ca. 5,5 cm Durchmesser, Rand gerieft, in der Mitte wahrscheinlich die Reste des Gesamthülle
    Lamellen: gelblich, vielleicht ein Hauch rosa. Weder rein weiß noch richtig rosa.
    Stielbasis: ohne Knolle, mit Volva, wie bei Scheidenstreiflingen.
    Stiel: weiß, weich (etwas wattig), vor allem oben leicht vertikal gereift. Die Oberfläche ist weich, sogar die Fingerabdrücke bleiben sichtbar.
    Geruch: seltsam, etwa nach Krabben und leicht süßlich...(?) Sorry, ich weiss dass diese Beschreibung nicht die Beste ist.


    Danke und viele Grüße!
    Alex


    Hallo Stefan!


    Ich kenne mich noch nicht so gut aus und bin gespannt was die Profis sagen werden ;) Aber...
    Was spricht beim #1 gegen den Eichenfilzröhrling?
    #2 sieht aus wie ein Sklerotienporling. Ist der Hut zäh, oder lässt er sich bis zur Mitte aufreisen? Beim Sklerotienporling wäre der Hut nicht zäh.


    Aber ich kenne die beiden Arten erst seit kurzem, Pablo sei Dank! Ich lasse mich immer gerne eines Besseren belehren.


    Gruß!
    Alex

    Ich kann ebenso den von Pablo geposteten Link sehr empfehlen. Mit dieser Anleitung klappt es wunderbar. Die Druckvorlage habe ich auf A4 ausgedruckt und in eine Klarsichtfolie gesteckt - so ist die Unterlage wiederverwendbar und abwaschbar.


    Die "wichtigsten" Bäume sind, meiner Meinung nach: Kiefer, Fichte, Rotbuche, Eiche, Birke. Für Judasohren-Sammler im Winter auch Holunder :)
    Siehe auch: http://www.baumkunde.de/baumbestimmung/


    Gruß!
    Alex


    oh doch; zumindest wird Russula sardonia (Zitronenblättriger Täubling, Säufernase) als giftig in einigen Pilzbüchern geführt. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Bruchreizker (Lactarius helvus).


    Hallo Stefan!


    Ja, Du hast Recht. Ich müsste dazu schreiben - nicht "nicht giftig", sondern "höchstens unverträglich". Ich meine - man kann davon nicht sterben oder bleibende Schäden davontragen.
    Diese wenige Ausnahmen sind, meines Wissens, manche Täublinge und Milchlinge, die kurzzeitig oder auf Dauer nach dem Verzehr eventuell negative Auswirkungen haben, bspw. Olivbrauner Milchling und Bruchreizker.


    Gruß!
    Alex

    Hallo Gruwe!


    Ich kann mich nur den Anderen anschliessen - für das 1. Thema sind die Pilze super dokumentiert!
    Pilz #1 ist einer der Filzröhrlinge, eventuell ein geimener Rotfussröhrling.
    Die Pilze #2, 3 und 4 sind zumindest rein optisch typische Täublinge.
    Bei #5 muss ich passen.


    Die Täublinge (und auch die Milchlinge) sind dank ihrem bruchigem Fleisch recht einfach als solche zu bestimmen und die genaue Art muss ein Spiesepilzsammler nicht unbedingt wissen, denn giftige Täublinge gibt es nicht. Nur welche die schlecht schmeken.


    Gruß!
    Alex

    Hallo Andre und herzlich Willkommen im Pilzforum!


    Nach meinem Wissensstand kann ein Steinpilz kein Rosa in den Röhren haben. Es sind die Gallenröhrlinge. Manchmal ist der Geschmack nicht deutlich bitter. Einfach kritischer prüfen und evtl. länger kauen. Den Steinpilz schmeckt nach Steinpilz, nicht nach "irgendwas" und schon gar nicht bitter.


    Die Marone rechts habe ich gesehen bevor ich den Text gelesen hat, diese ist deutlich anders gefärbt. :)


    Den letzten Pilz würde ich riechen und probieren. Aber da hat Pablo schon was dazu geschrieben. Ich hätte auf den Schönfussröhrling getippt, aber Pablo ist sehr viel erfahrener als ich.


    Gruß!
    Alex

    Hallo Maria!


    Ich würde auch sagen - das sind 3 Flockis. Was können sie sonst sein? Glückwunsch zum Erstfund! Das war bestimmt ein schönes Erlebnis :)
    Ich persönlich, als Anfänger, rieche zur Sicherheit an solchen Pilzen und mache auch die Geschmacksprobe! Sowohl der Geruch als auch der Geschmack soll nicht unangenehm sein.


    Gruß!
    Alex


    Wo die Art noch recht regelmäßig auftritt (3 unterschiedliche Fundpunkte in den lezten drei Jahren) ist das Tal östlich von Schriesheim, alle Fundpunkte (die ich kenne) liegen an den nach Süden gewandten Hängen, jeweils an Wegrändern in Laubwaldgesellschaften (Rotbuchen und Eichen überwiegen, einmal auch Fichten und Hainbuche am Standort) auf Buntsandsteinböden, wohl aber nicht wirklich sauer. Alle drei Fundstellen liegen im MTB 6518/123, auf dem Gemeindegebiet Schriesheim.
    (2 x 6.8.2014, Fundstellen ca. 100 meter auseinander, der dritte Fund letzten Samstag 30.7.2016, ein Stück unterhalb)


    Ich kann das nur bestätigen - MTB 6518. Wir sind gestern nachher auch ca. 15-25 km südlicher gewesen, aber nichts ausser Täublingen gefunden,


    Hall Alexander,
    dann scheint L. glauc. wirklich "kritischer" zu sein - wenn er zu (?) bitter war.
    Auf tagelanges Wässern würde ich dann wieder verzichten, vor allem ... erst wässern, dann "fritieren", das passt wohl nicht so gut.
    Mir erscheinen die gebr. Stückchen auch ein bisschen dunkel geworden zu sein?


    Zu bitter war er nicht. Etwas bitter - ja, aber keineswegs ungeniessbar. Bei uns ist nichts übrig geblieben - das ist schon mal ein gutes Zeichen.
    Die dunklen Stücken rechts sind entstanden nachdem die hellen Stückchen links doch etwas weich waren. Ich wolte die richtigen "Chips" machen und habe dann etwas intensiver frittiert ;)

    Hallo abeja!


    Gesagt, getan. Bei der ersten Gelegenheit nachgemacht! Grünender Pfeffermilchling (Lactarius glaucescens) frittiert im Ölivenöl, dann nur mit etwas Salz gewürzt.



    Fazit: etwas bitter aber interessant. Um den bitteren Geschmack zu entfernen werden alle scharf schmeckende Milchlinge vor dem Silieren für ein bis mehrere Tage im Wasser gehalten. Wasser soll 2-3 mal täglich gewechselt werden. Vielleicht werden die Pfeffermilchlinge nach solcher Vorbehandlung auch gebraten besser schmecken... Das muss ich irgendwann mal auch ausprobieren :)


    Gruß!
    Alex

    Liebe Pilzfreunde,


    es würde mich interessieren was für Pilze ich an mehreren Eichen gefunden habe. Solche Pilze wuchsen büschelig immer an alten oder toten Eichen, ganz unten am Stamm, fast auf dem Boden. Den Geruch kann ich schlecht beschreiben (pilzig/leicht parfümiert?), aber er ist deutlich und definitiv vorhanden.
    Sporenpulver ist weiß/cremeweiß.
    Ich habe an den Spindeligen Rübling (Gymnopus fusipes) zuerst gedacht, aber sein Hut auf den Fotos sieht deutlich dunkler aus.


    Unten sind noch Bilder von drei Röhrlingsarten. Alle drei sind meine persönliche Erstfunde. Zwei konnte ich bestimmen (bitte um Bestätigung oder Korrektur meiner Bestimmung), den dritten leider nicht. Ich habe sie alle gefunden im Eichen-Buchen-Wald mit wenigen Hainbuchen.


    Pilz 1) evtl. ein Rübling



    Pilz 2)
    Geschmack und Geruch: mild, angenehm pilzig. Fleisch ohne Verfärbung. Sein Wirt hat ihn sofort verraten. :D
    Schmarotzerröhrling (Pseudoboletus parasiticus)


    Pilz 3)
    Geschmack und Geruch: mild, angenehm pilzig. Schnittbild zeigt blaue Verfärbung oben und orangenes Fleisch in der unteren Hälfte.
    Aprikosenfarbener Röhrling, Xerocomus armeniacus
    Übrigens, gibt man bei google "Aprikosenfarbener Röhrling" ein, dann kommt das Pilzportait als erstes Ergebnis! :thumbup:


    Pilz 4)
    Da bin ich ratlos. Vielleicht sind die Exemplare einfach zu klein für die sichere Bestimmung... Ich bin mir sogar nicht ganz sicher dass es die selbe Art ist.
    Die Schnittstelle war später bei Röhren leicht blau angelaufen. Stielbasis ist spitz. Röhren dottergelb.


    Vielen Dank im Voraus und einen schönen Abend!


    Gruß!
    Alex


    Danke Alex, ich denke auch, dass dies der Cantharellus pallens sein kann. Er schmeckt jedenfalls vorzüglich :yumyum:


    Das kann ich nur bestätigen. :) Ich hatte zuletzt Glück auch noch den Samtpfifferling zu verkosten - noch eine andere Pfifferlingsart, aber selber herrlicher Geschmack.



    eine weitere schöne Doku zum Vergleich gibt es im Nachbarforum:
    http://www.pilzepilze.de/cgi-b…bs/pconfig.pl?read=330740


    Diese ist echt toll, Danke für den Link! Ich werde das Bild für mich mal auf dem Handy abspeichern.


    Gruß!
    Alex

    Hallo IME!


    Hast Du mal an diesen Pilzen gerochen? Der Geruch ist ein Erlebnis für sich! Tintenfischpilz riecht etwa nach einer vollen Mülltonne mit Restmühl, die bei der Sommerhitze einige Tage lang geschlossen Stand und dann aufgemacht wurde! :D


    Gruß!
    Alex


    Das hätte ich echt nicht für möglich gehalten, dass es sich tatsächlich um die echten handelt. ;)


    Hier gibt es eine schöne Gegenüberstellung.
    Dein Pfifferling sieht genau so aus wie auf den Bildern! Nur der Licht ist anders.



    P.S.: Fällt mir gerade noch ein - immer wieder finde ich übrigens auch Gelberle die blassgelb sind.


    Blasse Pfifferlinge (Cantharellus pallens)? Diese finde ich immer wieder auch, geschmacklich gleichwertig. Der Hut ist blass, die Leisten aber nicht.


    Gruß!
    Alex

    Hallo Janina,


    da ich mich erst seit Oktober letztes Jahres mit den Pilzen beschäftige, habe ich die Steinpilze bis jetzt nur wenige Male gefunden. Diese wuchsen aber in ganz verschiedenen Wäldern. Sommersteinpilze waren im bunten Mischwald mit vorwiegend Buche und Kiefer Die "echten" (Boletus edilus) waren sowohl im Rotbuchen/Hainbuchen Laubwald als auch im reinen Fichtenwald mittendrin! Es ist halt immer ein bisschen Glückssache. Bleib einfach dran, irgendwann werden die Steinpilze Dich finden! ;)


    Gruß!
    Alex

    Hallo abeja,


    das ist sehr interessant! Wir haben am Wochenende wenige Exemplare sowohl vom Pfeffermilchling (Lactarius piperatus) als auch vom Grünenden Pfeffer-Milchling (Lactarius glaucescens) gefunden. Aus Neugier haben wir diese im Öl angebraten, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und probiert. Es war gar nicht schlecht! Der Geschmack war zwar kräftig und würzig, leicht bitter-scharf, aber nicht unangenehm. Ansonsten scheinen die Milchlinge, zumindest gebraten, wie Du auch sagst, eher Konsistenz und Geschmack von Gemüse zu haben. In die Richtung von Sußkartoffeln oder Kohlarten.


    Nächstes mal probiere ich auch "Pilzchips" :thumbup: Oder ich mache ein Versuch die Pfeffermilchlinge zu silieren, falls ich sehr viele davon finde.


    Grüß!
    Alex

    Hallo Maria,


    1) Ich habe meinen ersten Brätling erst vor kurzem gefunden. Dein Pilz könnte rein optisch ein Brätling sein, aber "Geruch neutral" passt nicht. Mein Brätling roch intensiv seltsam nach irgendwas - ein bisschen fischartig, ein bisschen wie ein Stinktäbling. Schwer zu beschreiben, aber definitiv alles andere als neutral.
    Bei 123pilze gibt es eine Pilzsuchmaschine. Wenn ich dort nach Lamellen, Milch, Orangener Hut und Stiel eingrenze, dann gibt es eine gute Auswahl an möglichen Kandidaten.


    3) so wie ich es verstehe - die Geschmacksproben sind bei leicht gifftigen Arten durchaus gestattet. Man soll halt eine kleine Menge vom Pilz bis ca. 20 Sekunden lang kauen, nahe der Zungenspitze, und dann aber ausspucken. Solange nichts verschluckt wird, ist es OK. Den Grünen Knollenblätterpilz oder ähnliches würde ich nicht probieren, aber den Gallenröhrling oder den Grünblättrigen Schwefelkopf durchaus, warum nicht? Habe schon mehrmals probiert.


    Gruß!
    Alex