Beiträge von Alexander

    Hallo Markus,


    super Idee, ein toller Test :thumbup:
    Die Frage kann ich verbindlich nicht beantworten ohne die Pilze in der Hand zu haben und sie genauer studieren zu können.
    Aber unverbindlich...
    Auf dem Bild #1 sehe ich irgendwas was eher nach Hallimasch aussieht. Auf dem Bild #2 - Stockschwämmchen.

    Hallo Stefan, Melanie, Pablo, Konrad,


    Danke und... ihr seid einfach Klasse! Wirklich - in 20 Minuten so viele hilfreiche Antworten, einfach super!


    Bei #3 bin ich etwas verwirrt. 123pilze sagt - Zitat: Lamellen: Weißlich, breit angewachsen oder etwas herablaufend, teils vorher gebuckelt. . Wikipedia sagt da was anderes. Der Geruch ist auch viel intensiver als "leicht mehlartig". Ich habe sogar mit Risspilzen verglichen die "spermatisch" riechen sollen - aber nichts passendes gefunden.

    Guten Abend zusammen,


    ich möchte wenige Funde von gestern zeigen, die ich versucht zu bestimmen habe. Alle Arten wuchsen auf Boden. Die Bestimmung ist mir leider nur im Fall #5 (hoffentlich) gelungen. Mir fehlt da die Erfahrung. Auch die Geruchsbeschreibung ist meist sehr laienhaft, aber ich lerne gerne dazu.
    Ich werde diese Pilze definitiv nicht essen. Alle Exemplare liegen noch etwas angetrocknet auf dem Balkon, d.h. ich kann noch einige Merkmale nachprüfen.
    Vielleicht erkennt ihr die Arten oder zumindest die Gattung, das wäre hilfreich für mich. Für Tipps und Hinweise zur Bestimmung bin ich immer dankbar. Für Kritik auch.


    1) Diesen Pilz habe ich zuerst von oben für ein Butterpilz gehalten und war überrascht als ich ihn as dem Boden herausgedreht habe.
    Fundort: Mischwald mit Kiefern und Birken
    Geruch: mehlig, wie ein Maipilz.
    Sporenpulver: hat nichts abgegeben.


    2) Im Wald dachte ich dass es ein Körnchenschirmling ist, aber das ist wohl was anderes weil die Lamellen bei Körnchenschirmlingen breit angewachsen sein sollen.
    Fundort: bunter Mischwald. Kiefer, Birken, aber auch zahlreiche andere Arten.
    Geruch: etwas nach Gas, so in die Richtung Kartoffelbovist.
    Sporenpulver: hell, weißlich


    3) Ich habe gehofft dass es Brauner Rasling ist, aber die Lamellen scheinen ausgebuchtet angewachsen zu sein. Auch der Geruch passt nicht. Kann das vielleicht ein Risspilz oder ein Ritterling sein?
    Fundort: Wiesen auf einem Friedhof mit verschiedenen Laubbäumen.
    Geruch: stark ausgeprägt, kann ich leider schlecht beschreiben.
    Sporenpulver: hell, weißlich.


    4) Hier habe ich leider keine Idee. Der Hut ist sehr schön halbkugelig.
    Fundort: Mischwald mit Kiefern und Birken
    Geruch: mild pilzig
    Sporenpulver: hell bräunlich, wie der Hut


    5) Erd-Ritterling (Tricholoma terreum)?
    Fundort: Wiesen auf einem Friedhof, mit allen möglichen Baumarten rumherum
    Geruch: mild pilzig
    Sporenpulver: weiß


    Danke im Voraus


    Hallo Marco,


    Danke Dir! :thumbup:
    Der Kollege ist kein "Wald-Typ" :D Aber vielleicht schmeckt es ihm und nächstes Mal kommt er einfach mit. Sein Hund wird sich bestimmt über ein Waldspaziergang freuen.

    Hallo zusammen,


    ich habe eine kurze Frage die bereits im Betreff formuliert ist.
    Ein Kollege von mir möchte gerne ein Parasol-Schnitzel probieren. Ich habe gestern gegen 18:30 zwei gute junge Exemplare gefunden und heute für ihn ins Büro gebracht. Die Parasole sind die ganze Zeit im Kühlschrank, ohne Plastiktüte oder luftdichter Dose selbstverständlich. Der Kollege kann sie heute Abend erst zubereiten. Aber hält ein Parasol so lange? Ich weiss dass man u.a. Schopftintlinge, Perlpilze, Rotfussröhrlinge am selben Tag noch verarbeiten muss, deshalb habe ich Bedenken. :huh: Vielleicht hat jemand damit Erfahrung?

    Hallo Pablo



    Glückwunsch zu den Birkenmilchlingen. :thumbup:
    Und das sieht ja schon nach einer reht ordentlichen Menge aus.


    Danke! :) "Nur" 250 Gramm. Mein Vorhaben eimerweise Milchlinge zu finden und dann mit Silieren zu experimentieren werde ich wohl für ein Jahr verschieben müssen. Aber trotzt kleiner Menge hoffe ich dass es klappt.



    Bei dem weißen Birkenpilz bin ich unschlüssig: Ein paar blaugrüne Flecken an der Stielbasis schließen Leccinum holopus nicht aus. Sicher bilden auch Leccinum scabrum und Leccinum cyaneobasileucum weiße Formen aus, aber bei L. cyaneobasileucum ist die Anatomie der Stielschüppchen ja eine andere. Bei deinem Pilz sehen die schon eher sparrig aus, dann wär's eben holopus, wozu auch die olivbraunen Flecken auf dem ansonsten recht glatten Hut passen würden.


    Kann L. holopus auch ausserhalb von feuchten Gebieten wachsen? Ich habe ihn auf einem Hang gefunden, relativ weit oben und nicht unten im Tal.

    Hallo Carmen,


    ich habe noch nie Pilze gegessen die ich nicht vertragen habe. Butterpilze esse ich seit Kindheit und ich mag sie sehr. :yumyum: Ich ziehe nicht mal die schleimige Huthaut ab, sondern bürste die Hüte wie bei den Champignons kurz ab!



    es wurde beobachtet, dass nach Verzehr bei einigen Menschen Unverträglichkeitsreaktionen auftraten.


    ... damit stehen sie ernährungstechnisch auf einer Stufe mit Haselnüssen, Erdbeeren, Sellerie, Ei, Fisch usw.


    Das ist genau meine Meinung. Sogar Rotwein wird von einigen Menschen schlecht vertragen. Und manche vertragen gar keine Pilze, nicht mal Steinpilze. Ich glaube dass jeder soll da ein bisschen Detektiv spielen und rausfinden ob man bestimmte Lebensmittel verträgt oder nicht.

    Guten Morgen zusammen,


    Danke für die Infos und Einwände! :thumbup: Ich habe wieder mal einiges aus dem Forum gelernt.



    der weiße Birkenpilz ist eine weiße Form vom Wollstieligen Birkenpilz (Leccinum cyanobasileucum). Der hat mich vor ein paar Jahren auch schon einmal "verarscht" :D . Warum die so aussehen konnte mir bisher noch keiner erklären. Der andere blauende gehört zur gleichen Art.



    soo selten ist cyaneobasileucum nicht. Der ist nur unterkartiert und sehr unbekannt. Beachte auch bitte meinen nachträglichen Einwand zu deinem Halopus...


    Gut zu wissen dass es Albino-Varianten von L. scabrum und L .cyanobasileucum gibt. Das Fleisch hat sich nicht verfärbt (oder verfärbt sich das Fleisch bei Albinos nicht?).



    #7 wurde ja als Chlorophyllum rachodes (Keulenstieliger Garten-Safranschirmling) eingestuft.
    Helft mir mal auf die Sprünge warum, bei dieser diffizilen Trennung der Chlorophyllum-Arten.


    Ich bin mir eigentlich überhaupt nicht sicher dass es sich um Chlorophyllum rachodes handelt. Ich bin mir aber sicher dass ohne Stielnatterrung und mit dieser intensiver Verfärbung kann das kein Parasol bzw. essbare Macrolepiota sein. Mit der Gattung Chlorophyllum bin ich mir zu >90% sicher. Würde mich auch interessieren, wie man dort die Arten makroskopisch unterscheidet, deshalb die Bestimmungsanfrage.



    PS: schöne Funde, Alexander, bei uns in der Westpfalz ist alles trocken und ich finde keine Pilze :(


    Bei uns im Rhein-Neckar-Raum hatte ich auch kaum Hoffnung... aber in den lezten zwei Wochenenden war ich in verschiedenen Wäldern vier mal unterwegs und immer, trotzt Trokenheit, über 1 kilo Pilze für die Pfanne gefunden. Hauptsächlich wachsen bei uns zur Zeit Schmierröhrlinge, Birkenpilze, Stäublinge, Reizker, sowie einige Täublingsarten. Perlpilze habe ich vor gestern seit Monaten nicht mehr gesehen.

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    ich hoffe dass ihr alle in den letzten zwei Wochen trotz wenig Regen auch einige schöne Funde macht. Zumindest das was ihr hier im Forum präsentiert ist für mich ziemlich interessant und manchmal beneidenswert ;)
    Gestern waren wir im Pfälzer Wald. Für mich war das ein sehr schöner Tag mit zahlreichen Erstfunden.
    Ich zeige sie der Reihe nach mit Bitte um Korrektur bzw. Hinweise auf die Verwechslungsmöglichkeiten, die anhand von Fotos denkbar wären. Dafür bedanke ich mich im Voraus!


    1) Birkenreizker (Lactarius torminosus), 100% sicher.
    Gefunden unter Birken. Milch ist weiß. Das ist kein wirklicher Erstfund, aber der erste in 20 Jahren. Ich habe einige Pilze mitgenommen um Silieren zu üben, bin sehr gespannt ob es klappt.


    2) Rosenroter Schmierling (Gomphidius roseus), 100% sicher
    Wuchs bei den Kuhröhrlingen in einem Mischwald mit Kiefern und Birken. Sehr hübscher kleiner Pilz, über diesen Fund habe ich mich persönlich besonders gefreut.


    3) Kuhröhrling (Suillus bovinus), 100% sicher
    Soll nur als Mischpilz brauchbar sein und sich beim Kochen hübsch rosa bis lila verfärben. Beides kann auch ich jetzt bestätigen ;)
    Interessant fand ich dass meine Kuhröhrlinge eher lila waren, und beim Kollegen, der mit uns am Anfang zusammen die Pilze gesammelt hat, sind die Pilze beim Kochen warum auch immer pink geworden.


    4) Da war ich erstmal erstaunt. Gefunden bei "normalen" Birkenpilzen. Meine Vermutung: Moor-Birkenpilz (Leccinum holopus)? Oder ist das ein Albino-Birkenpilz? (gibt es sowas überhaupt?)


    5) Violetter Laktrichterling, 90% sicher
    Gefunden in Moos am Rand vom Mischwald mit vorwiegend Fichten und Birken. Die kleinen Pilze wuchsen immer in Gruppen, aber nicht buschelig. Diese Pilze haben wir nicht gegessen, weil unsicher bei der Bestimmung.


    6) Warum verfärbt sich dieser Birkenpilz unten am Stiel blau? Ist das Leccinum variicolor? Die Hutfarbe ist eigentlich wie bei "normalen" Birkenpilzen und er wuchs auch direkt bei den Birkenpilzen die sich nicht verfärbt haben.


    7) Meine ersten rötende Schirmlinge ohne Stielnatterung. Ist das der Gemeine Safranschirmling (Chlorophyllum rachodes)?
    Diese wuchsen mitten im Mischwald mit vorwiegend Fichten und Birken, in der nähe von Fliegenpilzen.
    Geruch: nicht sehr ausgeprägt, auf jeden Fall roch dieser Pilz nicht nach Parasol.
    Die Verfärbung im Schnitt war zuerst Karroten-Orange, nach wenigen Minuten Weinrot, danach bräunlich. Passt zur Beschreibung von Safranschirmling.
    Natürlich wurden diese Pilze auch nicht gegessen.


    8) Dickblättriger Schwärz-Täubling (Russula nigricans), 99% sicher
    Ein riesiger 100-Gramm-Täubling. Die Lamellen sind entfernt stehend und extrem brüchig.
    Geschmack: mild, angenehm.
    Der Stiel verfärbte sich an den Schnittstellen zuerst rosa/rot, dann schwarz. In der Pfanne waren die Stückchen dann komplett schwarz.
    Ich hatte zuerst Bedenken wegen des Speisewertes, aber der Pilz schmeckte uns mild und lecker.


    Am Ende gab es über ein Kilo Pilze für die bunte Pilzpfanne. Nur die Birkenreizker auf diesem Bild sind nicht in der Pfanne sondern erst mal in einem Eimerchen mit Wasser gelandet.


    Von links nach rechts:
    -ein Teller mit Birkenreizkern (#1)
    -3 Perlpilze mit abgezogener Huthaut und Ring
    -4 Rotfußröhrlinge
    -weißer Raufuß (#4)
    -Birkenpilze, inklusiv #6
    unter den Rotfußröhrlingen:
    -2 Edelreizker
    -3 Hüte von Rehbraunen Dachpilzen. Diese sind auf Birken gewachsen und paniert wie Parasol schmeckten sie uns nicht so übel, wie die von Eiche.
    Mitte:
    -1 etwas älterer aber noch brauchbarer Steinpilz
    -3 kleine Flockis
    -2 Baby-Maronen
    -1 Rosenroter Schmierling (#2)
    Unten:
    -2 Parasole (oder eine verwandete Art mit typischen Parasol-Merkmalen und Parasol-Geruch)
    -ca. 20 Kuhröhrlinge (#3)
    -Flaschenstäublinge (im Brotkorb)
    -Fichtenreizker (im Brotkorb)
    -Täublinge diverser Arten inklusiv #8 (im Teller)


    Beim Kochen habe ich vergessen weitere Fotos zu machen, sorry, war ziemlich müde nach dem langen Tag :P


    Sonst im Wald gesehen: grüner Knollenblätterpilz, Fliegenpilz, Grünblättriger Schwefelkopf, Falscher Pfifferling in Massen, Kahler Krempling auch oft, und viele kleine weisse oder braune Pilze die ich niÑht bestimmen konnte :rolleyes:

    Hallo Gregor,


    danke für die tollen Fotos! Ein Beitrag über Einkochen würde mich auch sehr interessieren.


    Ich bin vor kurzem auf das Limit von 50 Fotos pro Thema gestoßen :D Über die Menge der Fotos hat sich hier, glaube ich, noch keiner beschwert, nur über die Qualität (und zu Recht!).

    Herzlichen Glückwunsch Pablo! Mögen alle Deine Vorhaben und Wünsche in neuem Lebensjahr in Erfüllung gehen!
    Viele spannende Pilztours wünsche ich Dir auch - das versteht sich aber von selbst ;)

    Hi!
    Ich habe erst in diesem Jahr mit Champignons angefangen und hatte schon oft Probleme mit dem Geruch, der manchmal sehr undeutig ist. Am besten ist es, nach meiner Erfahrung, ein Stück vom Stielbasis und etwas vom Hut zwischen den Fngern oder in der Hand zu zerdrücken, bis der "Saft" rauskommt und dann an diesem Pilzmatsch riechen. I nder Regel ist der Geruch dann doch deutlich - entweder nach Anis/Bittermandel oder nach Tinte. Oder bei Waldchampignons einfach angenehm nach "Champignons".


    Hallo Markus und vielen Dank für die Erklärung und fürs Foto! :thumbup:


    Hallo Alex,
    wenn du jetzt noch schreibst, welche Farbe die Schuppen unterhalb des Stieles haben, könnte man dir den "Stockschwämmchen-Award" erteilen.
    FG
    Oehrling


    Hallo Oehrling,


    Entschulidung, ich verstehe leider nicht wirklich was mit "unterhalb des Stieles" gemeint ist! Bitte um Aufklärung.
    Die Schuppen sind da, aber an manchen Stellen sind sie heller als der Stiel, an anderen dunkler.


    Hallo Alex,
    beschreib doch einfach mal in deinen eigenen Worten, wie der Stiel vom Stockschwämmchen aussieht. Anhand deiner Fotos. Dann sage ich was dazu.
    FG
    Oehrling


    Hallo Oehrling,
    - auf dem 2. Foto sehe ich bräunliche Stiele, mit einem braunem Ring, Stielspitze ist aber hell, fast weiß.
    - auf dem 3. Foto: die Stiele sind deutlich schuppig unter der Ringzone.
    - auf dem 5. Foto: die Stiele sind außen braun, unten dunkler, oben heller, im inneren sind sie aber hell und sie sind schuppig. Ein brauner Ring hängt und ist manchmal unten heller.