Beiträge von Alexander

    Hallo Markus,


    ich finde dass der Unterschied zwischen Kuhpilz und Saandröhrling hier sehr gut erklärt wird. Das ist mit auch schon passiert dass ich dachte dass ich nur Kuhröhrlinge habe, aber es waren auch Sandröhrlinge dabei. Da habe ich mich über mich selbst sehr geärgert. Der Unterschied ist ziemlich deutlich - beim Sandröhrling sind die Poren viel kleiner und dunkler. Man soll einfach nur auf die Hutunterseite genau schauen.


    Übrigens, vom Geschmack und vor allem von der Konsistenz her sind die Sandröhrlinge besser.

    Hallo Ralf,


    obwohl ich beim Lesen Tränen lachte ==13 habe ich auch etwas Mitleid mit allen die Pilzführungen machen.
    Ich war in den letzten Wochen etwa fünf Mal mit jemandem unterwegs wer vorher nie Pilze gesammelt hat, jetzt aber von Pilze Sammeln begeistert ist, vor allem von leckeren Reizkern. Er machte am Anfang genau dasselbe ("ist das wieder dieser weißer Flaschendings"?), aber nach mehrmaligem Wiederholen konnte er sich die Namen der Pilze einprägen. Es dauert halt ein wenig bis das Gehirn neues Wissen verdaut. War bei mir auch so und passiert mir auch jetzt manchmal. Als Führer einer Pilzführung hat man wahrscheinlich allein durch die Menge der Neulinge sehr schlechte Ausgangslage. Die Anzahl von Fragen und "Dingsda von eben" wird mit der Anzahl Teilnehmer multipliziert.


    Den "Geflecktblättrigen Flämmling" kurze ich auch aus Flämmling ab, weil ich den Namen kaum ausprechen kann. Solche Namen finde ich furchtbar. Mein Gehirn weigert sich auch die Namen Wurzelnder Schleimrübling und Grubiger Wurzelrübling zu merken (ich habe gerade nach Xerula radicata gegoogelt und diese Namen reingepastet). Grubiger Schleim... oder doch Wurzel... oder Wurzelnder Grubenr... argh... einfach Xerula radicata bitte! Als ich den Pilz zum ersten mal von Pablo gezeigt bekommen habe, da hat er auch zuerst versucht den deutschen Namen mir zu nennen damit ich mir ihn notieren kann, hat aber dann schnell doch gesagt einfach nach "Xerula radicata" zu suchen. War auch besser so.

    Hallo Maria,


    also am nächsten Tag schmeckten uns die Pilz-Frikadellen sowohl kalt als auch aufgewärmt sehr gut. :yumyum: Gestern habe ich dieses Rezept mit Stockschwämmchen ausprobiert. Es war anders aber auch lecker. Ich finde es toll dass der Eigengeschmack der Pilze dabei nicht verloren geht und sogar mehr zum Vorschein kommt. Man soll nur so wenig von anderen Zutaten nehmen wie nötig. Für mich hat folgende Zusammensetzung am besten funktioniert: pro 250g Pilze etwa 1 Ei, 80g Zwiebel, 80g Semmelbrösel. Ein wenig Basilikum war auch gut.

    Also, ich muss sagen - diese Taler sind wirklich lecker! :yumyum: Schmecken nicht extrem pilzig aber mild und angenehm pilzig. Und sie bestehen fast zur Hälfte aus Pilzen!
    Maria, danke noch mal! :thumbup:


    ~1. Versuch
    Also, zuerst hatte ich folgende Zutaten:
    150g Pilze
    50g Zwiebel
    50g Ei (1 Stück)
    80g Semmelbrösel
    Salz, Pfeffer, und etwas vom frischen Basilikum (ich hatte einen Basilikumtopf von ALDI und konnte einfach nicht widerstehen etwas davon dazuzugeben)

    vermischt:

    mit Semmelbrösel:

    in der Pfanne:

    Langsam gebraten, ca. 20 Minuten auf mittlerer und teilweise untererer Stufe, großteils unter einem Deckel.
    Ergebnis: lecker und gut gelungen!


    ~2. Versuch
    Dann hatte ich 270g Restpilze. Ich habe bereits festgestellet, das weniger Semmelbrösel auch genug und sogar besser wären. Die Menge von Zwiebeln und Gewürzen fand ich gut und ich bin bei einem Ei geblieben, wie Maria mir geraten hat.
    Also:
    - 270g Pilze
    - fast 100g Zwiebel
    - 50 g Ei (1 Stück)
    - 90g Semmelbrösel
    - Salz, Pfeffer, frischer Basilikum


    Trompetenpfifferlinge und Violette Laktrichterlinge habe ich erst im Oktober dieses Jahres zum ersten mal gefunden und verarbeite sie gerne zusammen. Erstens - es sind kleine dünnfleischige Pilze die etwa die selbe Garzeit haben. Zweitens - die Farbkombination finde ich ganz toll! Und dann sind die beiden Pilzarten aromatisch und lecker, ich finde dass sie gut zusammen harmonieren.


    Ergebnis: auch lecker! Ich kann das Rezept zum Nachkochen nur empfehlen. Ich werde die meisten Taler im Kühlschrank aufbewaren und bin gespannt wie sie morgen und übermorgen schmecken werden.


    Hallo Maria und vielen Dank für die schnelle Antwort! :thumbup: Ich bin gerade mit dem Putzen fertig geworden ;)
    Also, ich nehme erstmal ca. 150 g Pilze und versuche daraus Taler zu machen. Dann probiere ich sie bevor ich den Rest der Pilze verarbeite. Und ich werde davon berichten ;)
    Das mit den Pilzen die etwas mehr saften ist eine wichtige Anmerkung, Danke!

    Hallo Maria!


    Nachdem ich heute ca. 300g Trompetenpfifferlinge und noch einige violette Lacktrichterlinge fand möchte ich gerne Dein Rezept mit diesen herrlichen kleinen Pilzen nachkochen.
    Falls Du online bist, würdest Du bitte für mich angeben in welchem Verhältniß ungefähr die Zutaten zu verwenden sind. Auf den Bildern sehe ich etwa nach Volumen Pilze:Zwiebeln:Ei:.Semmelbrösel = 2:2:1:1. Stimmt das ungefähr?


    Und ansonsten - gibt es irgendwelche Pilze wo Du sagen würdest dass man sie auf diese Weise besser nicht zubereiten soll? Vielleicht Hallimasch (vorger abgekocht)? Violette Röttelritterlinge?


    Danke!


    genau das gilt nur für die akute Toxizität. Bei der Mutagenität/Krebserregende Wirkung gelten da andere "Gesetze". Da reicht schon theoretisch ein Molekül einer krebserregenden Substanz, um Krebs zu bekommen! In solchen Fällen wird dann mit Wahrscheinlichkeiten und Risiken gerechnet; ein Umstand/Ansatz, der in klassischen akuten/subakuten Toxikologie keine Rolle spielt(e). Man spricht hier von dem sog. MOE-Wert. Der schöne klassische Lehrsatz von Paracelsus gilt in dem Fall nur eingeschränkt!


    Hallo Stefan,


    danke für Deine Antwort! :thumbup:


    Krebserregende Wirkung wird vielen Lebensmitteln nachgesagt. Man soll nur danach googeln - da findet man Fisch, Reis, Schokolade, Wein, Tee, Softdrinks, usw usf. Oehrling hat ja von "Alarmismus" bereits geschrieben. Und man findet ebenso schnell auch die Info dass teilweise selbe Lebensmittel von Krebs schützen sollen, wie Soja und Rotwein.


    Ich verstehe absolut dass es ein sehr ernstes Thema ist. Und gleichzeitig verstehe ich dass so einiges was in Medien darüber steht einfach hineininterprätiert ist. Ich finde dass man bei solchen Sachen neutral bleiben soll und sich darauf beschränken was direkt nachgewiesen ist.


    Ich werde die verlinkte Publikation gerne lesen. Auf dieser BfR-Seite habe ich gleich nach "Nebelkappe" gesucht und zwei Treffer gefunden:


    Die beiden Dokumente stufen Nebelkappe "nur" als unverträglich bzw. ungeniessbar ein.


    Was ich hier sage ist dass ich denke das es falsch ist umstrittene Pilze als giftig zu bezeichnen.


    Ob nun jemand einen dubiosen Pilz als umstritten oder giftig bezeichnet, ist imho Meinungssache, weniger eine Frage von richtig oder falsch. Die von dir gegessenen Pilze schmecken dir doch nicht weniger gut aufgrund der Tatsache, dass die jemand giftig genannt hat. Ist doch so, oder?


    Klar! Ich finde allerdings dass die Aussagen "Die Pilzart ist tödlich giftig" und "Die Pilzart beinhaltet Substanzen die isoliert und hochdosiert krebserregend sein könnten, deshalb wird rein vorsichtshalber erst mal vom Verzehr abgeraten" sehr unterschiedliche Bedeutung haben. Etwa so unterschiedlich wie Verzeher von grünen Knollenblätterpilzen und Verzeher von Erdritterlingen.


    Hier geht es nicht nur um eigene Meinung. Beim Grünen Knollenblätterpilz ist die erste Aussage ja definitiv richtig, nicht falsch.



    @Pablo
    auf dem Foto mit den Habichtspilzen liegen nicht nur Kiefernnadeln, sondern auch reichlich Esskastanienblätter herum. Und damit ist auch ziemlich klar, wo die Habichtspilze her sein dürften. ;)


    In der Pfalz gibt es zig Kilometer von solchen Stellen, wo am Rande eines Kiefernwaldes Kastanien wachsen ;) Aber ich habe an Pablo bereits eine PN geschickt und falls irgendein PSV / Hobby-Mykologe / Pilverrückter Details zur Stelle im MTB 6414 haben möchte, bitte eine PN an mich.

    Hallo Pablo und willkommen zurück!



    Ich sag's mal so: Mir persönlich wäre die Nebelkappe bedenklicher als Trich.terr.


    Mir auch.



    Das erscheint mir wesentlich diffuser, schwerer einzuschätzen, was es nun mit der möglichen genverändernden Wirkung auf sich hat.


    Für mich wäre das Hauptproblem in Unverträglichkeiten die bei Nebelkappen häufiger zu sein scheinen als bei anderen Arten. Genverändernde Wirkung wäre mies, aber nach heutigen Erkentnissen ist das eine Vermutung weil, wie Pälitzhofer bereits oben geschrieben hat "die Dosis mache das Gift". Aber trotzdem, selbst wenn ich Nebelkappe vetrage, werde ich sie höchstens ab und zu vorsichtig in Maßen geniessen.



    Aber sag mal: Was war das mit den Habichtspilzen? Hast du welche hier in der Gegend gefunden?
    Da würde mich natürlich der Standort interessieren. Daß ich sie dir nicht wegfuttere, weißt du ja. :)


    Die sind aus dem Pfälzer Wald. Eine PN mit genaueren Angaben folgt. Und Du darfst sie auch wegfuttern wenn Du magst! :D

    Hallo Stefan!



    also zu den Erdritterlingen: Da hat ja Siegmar im Tintling und in der ZMykol ja inziwschen einiges revidiert.


    Gibt es einen Link wo ich mehr dazu lesen kann?



    Für die Nebelkappen sollte eigentlich in diesem Artikel alles gesagt sein.


    Ich verstehe nicht, warum du so eine Faktenlage ignorierst.


    Versteh mich bitte nicht falsch. Ignorieren tue ich doch nichts. Ich habe mich mit diesem Thema schon beschäftigt bevor ich mich an Kostversuche getraut habe. Den Artikel kenne ich. Dort wird ziemlich eindeutig gesagt dass aus Nebelkappen zwar Nebularin isoliert wurde und dass Pilzvergiftungen bekannt sind aber man weiss nicht ob Nebularin für die Nebenwirkungen verantwortlich war oder was anderes. Und offensichtlich nicht jeder hat Beschwerden nach dem Verzehr. Wie es so oft ist - selbst die Wissenschaftler wissen noch nicht was genau beim Essen der Nebelkappen passiert. Vorsichtshalber wird vom Verzehr abgeraten.


    Was ich hier sage ist dass ich denke das es falsch ist umstrittene Pilze als giftig zu bezeichnen. Sie sind umstritten, werden oft ohne bemerkbaren Probleme gegessen, und wie alle Pilze sind sie nicht komplett erforscht. Umstritten - nicht weniger aber auch nicht mehr. Sonst würde man Rita Lüder's Buch wo sie Nebelkappen empfielt wahrscheinlich verbannen müssen. Mein Exemplar ist übrigens alles andere als veraltet - 4. Auflage von 2015.


    Dann versäumst Du aber u.U. die besten Pilze. Einige, die manche! sogar als ungenießbar ansehen, gehören zu meinen Lieblings!pilzen, z.B. der schuppige Porling, der große Scheidling, grüne Anistrichterlinge, aber auch diverse andere. Die sammeln wir nicht nur nebenbei, sondern fahren gezielt zum sammeln, weil ich die soo gerne mag Meine Tochter mag beide übrigens auch gerne.


    Ich probiere mittlerweile jeden Pilz, der irgendwo als eßbar angesehen wird und SICHER ungiftig ist.


    Du scheinst einen sehr interessentant Geschmackssinn zu haben :D
    Ich probiere auch gerne neue Arten, insbesondere wenn es nichts anderes gibt. Wenn es aber sonst viele leckere Pilze gibt dann fehlt mir die Motivation was anderes zu probieren. Ich habe auch schon Amanita fulva, Xerula Radicata, Graue Wulstlinge, Samtfusskremplinge, Sklerotien-Stielporlinge, Aniszählinge und Rehbraune Dachpilze gegessen. Und da müsste ich oft feststellen dass ich manche durchaus essbare Pilze lieber im Wald lassen sollte. Vor allem die mit Rettich- und Anis-Geruch. Aber manche "exotische" Arten sind durchaus lecker - Xerula Radicata und Sklerotien-Stielporling, zum Beispiel.


    Ich beobachte oft dass Menschen ganz verschiedene Meinungen über Speisewert diverser Arten haben. Ich glaube dass jeder Pilzsammler eigene Lieblingspilze hat die den anderen nicht so toll schmecken und umgekehrt. Ich zum Beispiel mag Butterpilze total, aber Perlpilze und Anis-Champignons nicht so. Meine Kinder mögen keine Reizker dafür aber Hallimasch. Nur bei Parasolen und Pfifferlingen scheinen wir uns alle ganz einig zu sein.


    Hallo Oehrling,


    die Erklärung ist sehr einfach :) Die Kiefern-Habichtspilze waren nur vier Stück und fast alle recht groß, ziemlich fest, evtl. etwas zu alt um sie zu essen. Und - ganz wichtig - ich hatte davor bereits kiloweise Pilze eingesammelt - die meisten waren Reizker und Maronen. Da muss ich nicht unbedingt noch eine Pilzart probieren, von der ich gelesen habe dass sie sowieso nicht jedem schmeckt.
    Am Sontag war ich noch mal im Wald und habe den Korb mit Riesenschirmlingen und Maronen voll gekriegt. Da habe ich auch Erdritterlinge und Nebelkappen gesehen, diese aber nicht mitgenommen - es gab ja genug andere Pilze die mir besser schmecken. Erdritterlinge und Nebelkappen sind für mich eher was für "schlechte Zeiten" falls menn Korb sonst leer bleiben würde.


    Aber ich wiederhole noch einmal: was ist so schlimm daran wenn ich vorerst den besagten Pilz einfach weglasse und nicht esse? Andererseits: mit welchem Argument setzt man sich über die Experten-Bewertungen hinweg? Und warum?


    Wie ich bereits geschrieben habe - sowohl Erdritterlinge als auch Nebelkappen sind stellenweise Massenpilze. An manchen Tagen, wo kaum was besseres zu finden ist, könnte ich mein Korb nur damit voll kriegen. Geschmacklich sind die beiden Arten OK. Zwar nicht sehr lecker, aber auch nicht gerade schlechter als manche Täublinge oder Rotfussröhrlinge.


    Als Experten-Meinung möchte ich die Entwarnung durch DGfM-Toxikologen bei Erdritterlingen und die Empfehlung (mit Unverträglichkeits-Warnung) der Frau Dr. Rita Lüder bei Nebelkappen noch mal erwähnen. Erfahrungen in anderen europäischen Ländern, wo beide Arten gegessen werden, ist auch ein Argument. Die Liste der DGfM heißt ja auch nicht "giftverdächtige Pilze" sondern "Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert".



    Zu persönlichen Verträglichkeit: insbesondere bei Arten denen krebserregende Wirkungen nachgesagt werden oder die im Verdacht stehen Autoimmun-Rhabdomyolyse auszulösen ist die Aussage bezüglich der individuellen Verträglichkeit auf Basis einiger weniger Mahlzeiten - ganz vorsichtig ausgedrückt - schwierig. Diese Vergiftungsprozesse scheinen über Jahre abzulaufen bzw. häufigen Verzehr.


    Da muss ich Dir Recht geben und das sind meine einzige Bedenken bei der Frage ob ich solche Arten essen möchte oder nicht.

    Hallo Safran!



    Zu den Erdritterlingen:ist ja prima, wenn das mittlerweile weiter untersucht wurde. Aber die Gefahr einer Rhabdomyolyse würde ich mich nicht aussetzen, wenn sie gegeben wäre,selbst bei 0,1 oder weniger Wahrscheinlichkeit.


    Genau diese scheinbare Gefahr stelle ich in Frage. So wie ich es verstehe, die Wahrscheinlichkeit der Rhabdomyolyse existiert erst mal rein theoretisch, und selbst die theoretische Gefahr betsteht nach dem Verzeher von unrealistischen Mengen. Die ganze Geschichte mit der chinesischen Studie scheint mir einfach von Sensationalismus angetrieben zu sein.



    Kremplinge werde ich weiterhin nicht mal probieren- auch wenn die Wahrscheinlichkeit, daran zu sterben, sehr gering ist.


    Das würde ich auch nicht machen. Beim Kahlen Krempling ist aber die Lage ganz anders.



    ich finde die angeregte Diskussion zum Erdritterling spannend - auf dem Gebiet ist ja gerade einiges in Untersuchung und es ist gut den neusten Stand zu erfahren. Aber: wenn ich Deine Beiträge hier lese habe ich eher das Gefühl Du möchtest eine Legitimation dafür dass Du Pilze isst die die DGfM aktuell als giftverdächtig deklariert. Die wirst Du aber von uns nicht bekommen.


    Hallo Thomas!


    Da kann ich versichern dass es nicht meine Absicht ist eine Legitimation zu bekommen. Diese gibt es für Erdritterlinge und Nebelkappen weder hier im Forum noch bei PSV. Essen oder nicht essen ist meine eigene Entscheidung auf meine eigene Verantwortung.



    Öhrling schrieb schon: "Du bist in dieser Sache absoluter Herr deiner Meinung und deines Willens." Wenn Du also Pilze isst dann kann Dich niemand davon abbringen. Aber ein Hinweis sei mir dennoch gestattet. Die Faktenlage zu den Erdritterlingen ist ohne Frage dünn.


    Gibt es aber mindestens eine einzige Speisepilz-Art zu der die Faktenlage nicht dünn ist?



    Ebenso zum Grünling. Und beim Kahlen Krempling sind die exakten Mechanismen ebenso nicht wirklich offengelegt. Diese Pilze können bzw. könnten unter Umständen tödlich wirken.


    Was Grünlinge und Kahle Kremplinge betrifft - ja, und da gibt es auch entsprechende Erfahrungen und Beweise.



    In diese ziemlich unklare Faktenlage hinein bereitetst Du Dir nun diese Pilze einmal zu und sagst "Also ich hab sie gut vertragen." Davon kann man - mit Verlaub - überhaupt nichts ableiten, nicht mal für Deine eigene individuelle Verträglichkeit.


    Individuelle Verträglichkeit der Pilze von einer bestimmten Stelle im Wald kann ich nach mehrmaligen Verzehr aber schon ableiten.



    Ich persönlich kann nicht nachvollziehen wieso man hier mit der eigenen Gesundheit spielt und sich zwanghaft auf die Pilze stürzt die Experten zumindest als giftverdächtig deklariert haben.


    Da kommen wir genau auf den Punkt! Ich kann beim besten Willen da kein Spiel mit Gesundheit oder gar mit dem Leben erkennen (betrifft nur Erdritterlinge und Nebelkappen). Ich sehe keine Legatimation für so eine Deklaration. Wären die Arten tatsächlich giftig und nicht nur potentiell unverträglich wie alle Lebensmitteln, dann sollten sie zumindest EU-weit als solche deklariert werden. Es kann doch nicht sein dass man im 21. Jahrhundert die selbe Pilzart in Deutschland nicht zum Verzehr freigibt aber in einem Nachbarland auf dem Markt verkauft! Was die Leute bei DGfM sich dabei gedacht haben kann ich leider bei allem Respekt nicht nachvollziehen. Ein Toxikologe aus eigenen Reihen gibt Entwarnung, aber der Pilz bleibt auf der Liste der giftverdächtigen. Das passt nicht zusammen. Und was Shiitake auf der Giftpilzliste macht verstehe ich überhaupt nicht. Diese Beispiele können solche Listen leider sogar diskreditieren. Und das wäre sehr Schade.


    Heute 15 Minuten zur Arbeit zu fahren war verhältnismäßig viel gefährlicher. Es hat regenet, die Bundesstrasse war sehr naß. Schon wieder gab es heute Morgen auf der Strecke einen Unfall. Soll ich jetzt komplett auf ÖPNV umsteigen? Die Möglichkeit gibt es ja. Aber die wenigsten tun es.



    Der Wald steht voll von herrlichen Speisepilzen - was kostet es Dich diese wenigen Arten welche gerade umstritten und in der Diskussion sind wegzulassen?


    In so ein Wald will ich hin :D Bei uns hier habe ich bis jetzt Pilze meist suchen müssen. Erdritterlinge und Nebelkappen gibt es aber stellenweise reichlich, im Gegensatz zu meisten herrlichen Speisepilzen. Nebelkappen wachsen auch gerne in großen Truppen und in der Zeit wo andere Pilze schon weg sind.

    Hallo Ralf,



    Kann man über die giftigkeit des Erdritterlings ja noch streiten, wo bitte liegt der Zweifel bei der Nebelkappe?


    So wie es aussieht, viele Leute vertragen sie zwar, werden aber vom Verzehr abgeschreckt weil es Personen gibt die sie doch nicht vertragen.
    Stell Dir vor, Du kaufst ein Käsebrötchen und wirst gleich von Gluten- und Laktoseintoleranz gewarnt bzw. wirst vom Kauf ganz abgeraten!



    Solche Themen wie dieses hier machen es den Leuten draußen im Feld recht schwer, die unbedarften Pilzsammler vor möglichen Schäden zu bewahren. Oft genug murren die Leute etwas, wenn ich denen die Nebelkappen aus dem Korb nehme. Irgendwo haben sie gelesen, dass man die doch essen kann.


    Bei mir gibt es das definitiv nicht. Und bei jedem verantwortungsbewussten Pilzkundigen sollte es das auch nicht geben.


    Wenn man es so richtig streng und konsequent durchzieht, dann soll man vollkommen vom Pilzgenuss abraten. Denn es gibt ja Leute die nicht mal Steinpilze vertragen (schwer zu glauben, wurde mir aber von einem PSV bestätigt). Ich respektiere zwar Deine Position, denn sicher ist sicher, aber mir persönlich ist es einfach viel zu sicher. Die Eigenschaften von Inhaltsstoffen vieler Pilzarten sind nicht mal erforscht. Wir haben ja über alle "sichere" Pilzarten kaum Studien und Erkentnisse. Ein kleines Risiko ist ja immer dabei, genau wie beim Autofahren.


    Übrigens, in letzter Zeit müsste ich öfters anderen Pilzsammlern mit denen ich entweder unterwegs war oder die ich im Wald getroffen habe Tipps geben. Ich habe sie bei Nebelkappen, Hallimasch & Co immer auf mögliche Nebenwirkungen angewiesen. Dabei bin ich immer auf völlige Ablehnung dieser Pilzarten gestoßen. Zu den Reizkerarten wurde ich auch schon mehrmals von Pilzsammlern befragt ("Dient diese giftige Farbe zur Abschreckung?"), und ich habe sie als sehr empfehlenswert und schmackhaft gelobt. War es vielleicht doch etwas fahrlässig von mir? Aus den Reizkern haben Wissenschaftler wahrscheinlich noch keine Stoffe isoliert getestet...

    Hallo und vielen Dank an alle für ihre tolle Kommentare! :thumbup:



    Hallo Konrad,


    es gibt aber doch zahlreiche "Selbstversuche"! Die Menschen haben doch Erdritterlinge öfters schon gegessen. Es gab leider bis vor kurzem keine zuverlässigen Statistiken über die Auswirkung, aber freiwillige und implizite "Menschenversuche" gibt es doch.



    Mensch ist nicht gleich Maus, Mensch nicht gleich Mensch und Pilzsippe nicht gleich Pilzsippe, und Fruchtkörper nicht gleich Fruchtkörper...


    Autofahren halte ich aber ebenfalls für gefährlicher :P


    Da bin ich ganz bei Dir. Ich finde dass man da wie bei allen Allergien und Unverträglichkeiten ein bisschen Detektiv spielen soll um rauszufinden was man verträgt.



    ich persönlich vertrete die Meinung, dass wir uns generell auf die Positivliste der DGfM verlassen können, denn diese entspricht dem derzeit aktuellen Stand der Forschung.


    Hallo Markus,


    ich kann Dir leider nur bedingt zusimmen. Sich verlassen - ja, definitiv... Aber ist vom Verzehr anderer Pilzarten abzuraten?
    DGfM finde ich persönlich ganz toll, aber wenn Shiitake auf der Giftpilzliste steht, da kommen Zweifel zumindest an den Listen an. Das passt irgendwie überhaupt nicht zusammen. Shiitake wird nicht nur in Asia-Läden sondern auch in manchen Bio-Läden angeboten und soll ein Vitalpilz sein. Wir hatten schon mehrmals eine Pfanne voll eingeweichter trockenen Shiitake gebraten, und auch die Kinder haben reichlich davon genascht. Und alles ziemlich gut vertragen.



    Alles andere ist höchstwahrscheinlich von regionalen und insbesondere individuellen höchstpersönlichen Faktoren abhängig, weshalb jeder für sich selbst entscheiden muss, ob und in wieweit man einen Versuch ins Kritische hinein wagt.


    Volle Zustimmung von mir.



    Wir können allerdings als seriöses Forum nur zum Verzehr dessen raten, was von der DGfM aktuell auf die Positivliste gesetzt ist.


    Das finde ich richtig, aber gleichzeitig finde ich dass man die akute Gefahr nicht übertreiben soll. Ich habe schon in Pilzberatungen erlebt, dass Hallimasch nach der berechtigten Warnung des PSV komplett abgelehnt wurde. Das ist für mich reine Pilzverschwendung.



    Wir sind ein freies Land. Natürlich darfst Du Kahle Kremplinge essen. Einst galten sie als tolle Speisepilze. Heute wissen wir aber, dass sie auch schwere (tötliche) Reaktionen hervorrufen können. Selbiges aber zum Glück wohl seltener gilt für den Grünling. Bei Erdritterlingen ist es vermutlich ähnlich.


    Hallo Manfred,


    ich finde dass es doch Unterschiede gibt. Es gibt Menschen die nach dem Verzehr von Grünlingen und Kahlen Kremplingen verstorben sind! Die Fälle sind auch dokumentiert. Eine der Fragen die ich hier gestellt habe ist ob es Menschen gibt die wegen der Erdritterlinge Probleme hatten.



    ...
    Aber aus Sicht des eine Beratungshaftung übernehmenden Pilzsachverständigen stellt sich die Sache anders dar. Er gibt die Pilze nicht frei, ja darf das gar nicht, ohne seinen Versicherungsschutz zu verlieren.


    Hallo Oehrling,


    aus der Sicht des PSV würde ich das ganze auch so sehen.
    Dieser Versicherungsschutz ist wahrscheinlich sogar das Hauptproblem...



    Manchmal glaube ich, GER haben bloß nicht die richtige Lobby, weil sie nicht von Unternehmen industriell produziert oder gehandelt werden, und stehen der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung sowie dem darauffolgenden Bashing sozusagen wehrlos gegenüber. Würden Wissenschaftler im Mäuseversuch herausfinden, dass fettige Hamburger oder farbige zuckerhaltige Blubbergetränke bei Überdosierung zum Tod führen können, und stellte man sich vor, dass sie diese bahnbrechenden Erkenntnisse auch noch veröffentlichen bzw. an die Presse geben (etwa unter der Überschrift: "Neue Forschungserkenntnis: Hamburger vom Schnellrestaurant tödlich giftig!"), hätten sie sofort die Lebensmittelindustrie gegen sich und würden mit Unterlassungs- bzw. Schadensersatzklagen überzogen. Dabei kann ich mir durchaus vorstellen, dass ein Erdritterling nicht gesundheitsschädlicher ist als ein mit Farb- und Aromastoffen aufgepimpter Industriefraß.


    Da bin ich ganz Deiner Meinung!



    Hallo Rabbit!
    Es sind sehr interessante Erkenntnisse über die Du berichtest!


    Für mich ist das ganz einfach.


    Pilze sind eine Delikatesse und kein Grundnahrungsmittel. Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, zweifelhafte Arten zu verspeisen. Wer das dennoch auf eigene Gefahr macht, soll das gerne tun.


    Das sehe ich auch so. Nur die potentielle Gefahr soll man aber nicht überschätzen, das wollte ich mit diesem Thema sagen. Auto fahren finde ich gefährlicher.
    [hr]


    Ich vergleiche das immer mit Sauerkraut. Die Menge macht es! Aber auch verträgt nicht jeder Sauerkraut.


    Wirklich?! Ich kenne niemanden wer Sauerkraut nicht verträgt. Manche mögen Sauerkraut halt nicht, aber das ist was anderes.
    Aber bis vor kurzem habe ich auch nicht gewusst dass manche Leute Butterpilze, Hallimasch oder Shiitake nicht vertragen. Unverträglichkeit von Speisepilzen ist mir aus eigener Erfahrung nicht bekannt. Da bin ich wahrscheinlich ziemlich robust gebaut, zum Glück. Ich mag zwar nicht alle Pilze in großen Mengen (Pilzragout ist definitiv nicht mein Ding), aber ich vertrage sie alle.


    Ich habe folgende Pilze ohne Folgen probiert, die von DGfM als "Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert" eingestuft werden:
    Gemeiner Erdritterling
    Hallimasch
    Netzstieliger Hexenröhrling
    Schwefelporling
    Butterpilz
    Körnchenröhrling
    Gallenröhrling - schmeckt extrem bitter, ich habe nur ein angebratenes Stück probiert und wollte nicht mehr.
    Nebelkappe


    Hallo Veronika,


    über die Nebelkappe - da scheinen die Meinungen genau wie beim britischen Marmite klar polarisiert zu sein - entweder man mag das Aroma oder man hasst es. Dazwischen gibt es keine Stufen. Ich persönlich mag Nebelkappen und kann Marmite nicht leiden. Und ich vertrage seit Kindheit auch Hallimasch und Butterpilze.


    Unverträglichkeit bei anderen Lebensmitteln ist ein sehr guter Punkt! Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass man im asiatischen Restaurant hierzulande vorgewarnt wird dass ein Gericht die Erdnüsse enthällt auf die manche Leute sehr allergisch reagieren, dann Shiitake - der Pilz steht sogar auf der Giftpilz-Liste der DGfM, und dann vielleiht noch Soja, Sellerie, Zitrusfrüchte, Geschmacksverstärker, und sonstige Dinge die ganz üble Auswirkung auf "sensible Personen" haben könnten.


    Hallo Anna!
    Deine Vergleichsbilder sind einfach Klasse! :thumbup:

    Hallo liebe Pilzfreunde!


    Nachdem ich vor kurzem zum ersten Mal ganz vorsichtig Erdritterlinge probiert habe, wundere ich mich um so mehr über die Reaktion auf die gewisse wissenschaftliche Publikation aus dem Jahr 2014, die dafür gesorgt hat dass Erdritterlinge von manchen Medien als giftig eingestuft wurden. Ich habe jetzt Erdritterlinge zwei Mal nacheinander in geringen Mengen gegessen (etwa 100g pro Malzeit) und habe, wie erwartet, keinerlei Beschwerden. Ich habe dann auch den Rest der Pilze mit Essig und Gewürzen eingekocht - siehe Bild. Nicht mein Lieblingspilz, aber angenehm pilzig im Geschmack und durchaus akzeptabel.



    Kennt jemand einen dokumentierten Vergiftungsfall mit Erdritterlingen, egal welcher Art? In Frankreich scheint der Pilz ja schon lange sehr beliebt zu sein und wird offenbar ohne Probleme verzehrt. Die Katalanische Regeierung hat eine extra Seite zum Thema "Pilze sammeln" eingerichtet und listet dort den Gemeinen Erdritterling als sehr populären Pilz für Pilzsammler, neben Leistlingen, Reizker- und Schnecklingsarten. Wikipedia-Artikel in manchen anderen Sprachen (u.a. Spanisch und Französisch) stuft den Erdritterling als Speisepilz ein.


    In Wikipedia wird, mit entsprechenden Verweisen auf die Informationsquellen, folgendes festgehalten:

    • chinesische Wissenschaftler haben im Rahmen ihrer Studie die Stoffe aus (Zitat) "Previously Unknown Poisonous European Mushroom Tricholoma terreum" isoliert. Diese Inhaltsstoffe wurden isoliert und dann vermutlich hoch dosiert an Mäuse verfüttert. Die Ergebnise wurden am 17 April 2014 veröffentlicht mit dem Fazit: "...Both compounds were found to increase serum creatine kinase levels in mice, indicating that T. terreum may be the cause of mushroom poisoning ultimately leading to rhabdomyolysis."
    • weiter, Zitat aus Wikipedia mit Verweis auf "Tintling":
      "Entwarnung gab es von Prof. Dr. Siegmar Berndt, Toxikologie der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, der errechnete, dass Menschen von 70 kg Körpergewicht ca. 46 kg Frischpilze zu sich nehmen müssten, damit durchschnittlich die Hälfte von ihnen einen Schaden erleiden würde."


    Ich bin zwar kein Wissenschaftler sondern nur ein pragmatischer Informatiker, aber dadurch bin ich mit Logik ein bisschen vertraut. Also, was ich daraus schließe ist folgendes:

    • Mäuse mit hochdosierten und isolierten Stoffen zu füttern töten die armen Mäuse nicht mal, erhöht aber bestimmte Werte.
    • Diese erhöhten Werte implizieren dass Erdritterlinge vielleicht zur Vergiftung führen könnten ("may be the cause of mushroom poisoning") die zur Rhabdomyolyse führt.
    • Ein Toxikologe der DGfM hat Entwarnung gegeben.


    So weit so gut, da wundert micht erst mal nichts. Die Wissenschaftler haben also Stoffe aus Pilzen isoliert und evtl. negativen Einfluss auf Mäuse beobachtet. Sowas tuen manche Wissenschaftler offensichtlich. Hätten sie Stoffe aus Knoblach, Zitronen, Erdnüssen oder sogar aus Steinpilzen isoliert und sie an irendwelche Tiere verfüttert, dann hätten sie wahrscheinlich was ähnliches oder viel schlimmeres herausgefunden, aber warum auch immer fiel die Wahl auf Erdritterlinge.


    Was ich nicht verstehe - warum bezeichnet man man den Erdritterling danach als Giftpilz? Ich gehe oft auf 123pilze.de. Die Seite mag ich, sie ist wie ein gutes Pilzbuch mit tabellarischen Darstellung der Merkmale. Aber dort sind die Erdritterlinge sogar aus "tödlich giftig" eingestuft. Bitte nur als konstruktive Kritik verstehen, kein Angriff - ich schätze 123pilze.de wirklich sehr!
    Warum soll man überhaupt auf den Verzehr verzichtet - 46 kilo schafft doch kein Mensch in kurzer Zeit zu essen! Und 70kg Körpergewicht ist sowieso beneidenswert :D Habe ich irgendwas übersehen? Denke ich zu einfach oder naiv?


    Mir ist sehr bewusst, dass Inhaltstoffe in Pilzen und anderen Nahrungsmitteln ein sehr komplexes Thema ist. Ein PSV muss auf die mögliche Allergien, individuelle Unverträglichkeiten usw hinweisen, und das tut ein PSV auch, das ist alles korrekt. Aber darf man solche Pilze wie Erdritterlinge unter Generalverdacht stellen, oder sogar als giftig bezeichnen und dadurch sie in die gleiche Schublade wie den Grünen Knollenblätterpilz stecken? Wenn man Nüsse oder Zitrusfrüchte essen oder Milch trinken möchte wird man doch nicht gleich davon mit möglichen Unverträglichkeiten abgeschreckt!


    Diese Diskussion habe ich bereits gefunden und gelesen.


    Als nächstes habe ich die Nebelkappe probiert. Die Nebelkappe soll u.a. in Frankreich nach dem Abkochen als meist gut verträglicher Speisepilz gelten (etwa wie Hallimasch bei uns - die meisten vertragen ihn doch). Und Rita Lüder empfielt in ihrem bekannten Buch "Grundkurs Pilzbestimmung" die jungen Exemplare zu probieren. Das habe ich auch gemacht und gut vertragen. Geschmacklich ein interessantes Erlebnis! Die Nebelkappen rochen beim Braten fast wie ein süßes Gebäck, sehr witzig. Die Kinder kamen angerannt und haben gefragt ob wir Weihnachtsplätzchen backen ;) Man muss den Pilz nicht mögen, aber man kann ihn durchaus probieren - das ist meine Meinung dazu. Was meint ihr?

    Hallo Jörg,


    das ist wirklich schön! So eine Stelle will ich auch mal finden ;)


    Zur Erweiterung der Transportmöglichkeiten habe ich immer eine Stofftasche dabei. Ich habe leider selten davon Gebrauch gemacht, und Pilze sind im Korb sowieso besser aufgehoben, aber die Tasche erfüllt ihren Zweck. Sie muss halt nachher gleich gewaschen werden.


    Nabend, kleiner Nachtrag, auf einer Wiese fand ich heute ohne die üblichen Anstrengungen ein paar schöne junge Schopfis.... und hab sie mitgenommen.


    Heute abend dann wie empfohlen nur mit ein wenig Öl und Butter angebraten.....mjamm mjam viiiil leckerer als mit Panade :P :P


    Toll! :thumbup:
    Das bestätigt meine These dass wenn ein Pilzsammler bestimmte Pilze nicht findet, dann finden die Pilze den Pilzsammler von alleine.


    Hallo Craterelle,


    Danke füe die Infos :thumbup: Wenn ich Habichtspilze noch mal finde, nehme ich gerne welche zum Probieren mit. Diesmal waren es nur vier Stück, und 2,5 davon habe ich im Wald gelassen. Nur ein Exemplar + eine Hälfte (für das Schnittbild aufgeschnitten) zum Anschauen und Zeigen mitgenommen.


    Eines macht mich neidisch. Das sind die tollen Habichtpilze. Nicht, dass ich sie als Speisepilze schätzen würde, ich halte sie eher für mittelmäßig. Ich wohne hier in Südmecklenburg im Sander- also Kiefernwaldgebiet. Als Kind gab es hier Habichtspilze in großer Zahl. Wir haben sie kaum gesammelt, es gab ja genug Pfifferlinge, Steinpilze etc. Seit Jahren habe ich hier keine Habichtspilze mehr. Der Wald hat sich auch total verändert. Die Bereiche unter den Kiefern mit (nur!) Nadelstreu und Flechten sind verschwunden. Inzwischen sind dichte Bestände von Landreitgras und zunehmend Brombeeren dominierend. Die Mykorrhizzapilze gehen definitiv zurück. Offensichtlich sind viel zu viele Nähtstoffe eingetragen worden.


    Hallo Manfred!
    Ja, die Veränderungen kann man auch hier im Südwesten in einigen Wäldern beobachten.
    Übrigens, die Habichtspilze wuchsen im Gebiet mit sehr gemischten Vegetation - Brombeeren, Gras, Moos und "nur" Nadelstreu - alles durcheinander. Der Waldboden war an dieser Stelle voll mit Nadestreu aber auch mit Kastanien- und Birkenblätter, wie man auf den Fotos sehen kann.



    Hallo Alexander,
    der "normale" Habichtspilz wächst eigentlich unter Fichten, nicht bei Kiefer.
    Unter Kiefer findest Du den Sarcodon squamosus, den Schuppigen Habichtspilz. der ist auch kulinarisch nicht so prickelnd.
    LG bUlla


    Hallo Ulla!
    Danke für den Hinweis :thumbup: Mir war klar dass ich irgendwelche Art vom Habichtspilz gefunden habe, nicht den Fichten-Habichtspilz (Sarcodon imbricatus). Ich habe gestern keine einzige Fichte im Wald gesehen. Kann man Sarcodon imbricatus und Sarcodon squamosus makroskopisch unterscheiden?



    Hallo Alexander,


    sehr schöne Funde und Bilder :thumbup: Den Habichtspilz hab ich leider noch nicht gefunden. :(


    Hi!
    Ich bis gestern auch nicht und habe überhaupt nicht damit gerechnet. Bei uns ist er sehr selten, so gut wie nicht vorhanden. Gleich daneben wuchsen noch viele alte Hohlfussröhrlinge, auch selten und auch direkt am Wegesrand. Diese Stelle habe ich mir gut gemerkt :)



    Dieses Jahr sind mir allerdings auch viele Truppen von Schopftintlingen aufgefallen, leider meist zu dicht an Straßen. :( :(


    Die Pilze auf den Fotos sind auch in der Nähe der Autostrasse gewesen. Sie winkten mir einfach beim Vorbeifahren zu. Diese Strasse ist aber eher wenig befahrene Verbinungsstrasse zwischen zwei Dörfen. Und bis zu ersten Pilzen waren es so etwa 10m Abstand. Die Trauben wachsen ja auch dort, dicht an der Strasse, diese isst man doch bzw. verarbeitet zu Wein.



    Doch letzte Woche fand ich endlich mal ein Grüppchen im jungen Zustand am Waldrand. Und wir haben sie erstmals auch verköstigt. :P


    Wir haben aber paniert und dabei ist der Geschmack wohl nicht wirklich durch gekommen. Man hat irgendwie nur die Panade geschmeckt.
    Genauso wie bei beim Fichtenreizker u. oft beim Parasol, ich muss mir da was anderes ausdenken.
    Beim nächsten Mal werden die auch einfach so wie bei Dir nur mit Butter angebraten. Wie haben die denn Dir geschmeckt?


    Sie haben mir sowie anderen Familienmitgliedern wunderbar geschmeckt. Nicht gerade mein Lieblingspilz, aber eine feine Delikatesse. Ca. 10 Minuten lang leicht goldbraun im Butter angebraten, nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und dann aufs Brot. Habe extra dafür frischen Brot vom Bäcker geholt. :)


    Mit Panade habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht - es schmeckt zwar, aber nicht nach Pilz, sondern nach Panade. Mit Parasol-Schnitzel war es eine interessante Erfahrung, aber mir schmecken Parasole besser wenn sie nur mt wenig Mehl paniert werden, ohne Ei und Semmelbrösel.



    Hallo Alex,


    schöne Funde, die hätte ich auch gern einmal :thumbup: .


    Hallo Jörg,


    Danke, aber im Vergleich mit dem was Du bei Deinen Parkbegehungen alles findest und zeigst, ist es doch nur eine Kleinigkeit was ich da habe :) Zumindest was die Artenvielfalt angeht.