Beiträge von Alexander

    Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage, und zwar - wie stellt man Sporenabdruck bei Porlingen her? Soll man irgendwas anders machen als sonst bei Sporenpulverabdrücken?


    Ich habe es genauso wie bei Lamellenpilzen versucht, habe aber kein Sporenpulver bekomen :( Ich habe gleich vier Pilze zum Aussporen hingelegt, die alle in den letzten zwei Tagen frisch aus dem Wald kamen und anschließend großteils in meiner "Lernkiste" auf Balkon landeten (siehe Bild). Ich vermute das drei davon Rotrandige Baumschwämme sind und einer eine Lackporling-Art. Das Sporenpulver sollte weiß bzw. braun sein. Und genau das habe ich auch gehofft zu sehen, aber nach ca. 20 Stunden gab es immer noch kein Sporenpulver.


    Hallo Maria, hallo zusammen!


    Für mich ist u.a. das Dickeverhältnis von Hutfleisch zu Lamellenschicht ein wichtiges Merkmal. Auf dem Schnittbild sehe ich dass Deine Pilze viel Hutfleisch haben und relativ schmale Lammelen.
    So soll es bei Maipilzen sein. Mich hat jemand (weiss leider nicht mehr wer) hier im Forum auf dieses Merkmal aufmerksam gemacht, und ich finde es sehr gut um Verwechslung mit Rötlingen auszuschliessen.


    Übrigens, als ich letztes Jahr meine ersten Maipilze gefunden habe, habe ich damals zum ersten mal einen PSV aufgesucht. Hat sich gelohnt ;)
    In diesem Jahr finde ich leider kaum Maipilze, und wenn dann sind sie klein und madig. Aber bei uns hat es erst vor kurzem endlich gut geregnet, vielleicht kommen die Maipilze noch.

    Hallo Grüni,


    das Thema ist auch für mich sehr interessant. Ich habe mir letztes Jahr mehrere Pilzbücher aus der Stadtbibliothek und bei Thalia-Filialen angeschaut. Dabei waren u.a. der BLV-Pilzführer, 1 mal 1 des Pilzesammeln, "Pilze" von Thomas Laessoe, usw. Dann habe ich mein erstes Pilzbuch gekauft und es war "Grundkurs Pilzbestimmung" von Rita Lüder. Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen. Es umfasst alles und ist nicht zu speziell. Das Buch bietet eine Einführung in die einzelnen Gattungen und in die großen Pilzgruppen in die man Pilze zur Bestimmung als erstes einordnen kann. Zu jeder Gruppe gibt es einen Bestimmungsschlüssel für ausgewählte Arten. Am Ende gibt es noch einen Teil mit Pilzportraits zu gängigsten Speise- und Giftpilzen. Es ist ein sehr guter Grundkurs eben mit allem was man über die Pilze im Allgemeinem wissen muss.


    Als nächstes Buch habe ich mir das "Handbuch für Pilzsammler" von Andreas Gminder gekauft. Dieses Buch finde ich auch gut. Die Fotos sind größer als in "Grundkurs Pilzbestimmung", die Infos über die einzelnen Arten etwas ausführlicher. Allgemeiner Teil ist deutlich kleiner als bei Rita Lüder, der Teil mit Bestimmungsschlüssel größer.


    Aber am Ende bestimme ich die Pilze eigentlich meistens mit Hilfe von google, 123pilze, Wikipedia, usw... Solche Pilzbücher für Änfänger sind zwar toll für die Übersicht und wegen des allgemeinen Teils, müssen aber zwangsweise die Artenvielfalt und Anzahl der Fotos einschränken.


    Ich persönlich werde zuerst keine Pilzbücher mehr kaufen. Später aber vielleicht spezielle Literatur zu einzelnen Gattungen oder solche Bücher die beatephmc vorgestellt hat. Bücher die viele große Blider mit allen Merkmalen beinhalten würde ich mir auch irgendwann mal gerne holen, bspw "Pilzkompendium" (hier vor kurzem von Stefan/Climbingfreak vorgestellt). Aber der Bedarf ist bei mir noch nicht da, denn zuerst muss ich erst mal die Grundkenntnisse verdauen ;) Spezielle Literatur kostet auch deutlich mehr als die Einstiegsbücher.

    Hallo liebe Pilzfreunde!


    Ich bin gerade in Norditalien, in Südtirol nahe Sterzing/Vipiteno. Hier gibt es bei LIDL im Frischeregal neben Champignons den Südlichen Ackerling (Agrocybe cylindracea, auf Italienisch "Pioppino")! Kein Sonderangebot, sondern scheinbar dauerhaft im Sortiment bei Obst und Gemüse. Ich bin begeistert! :yumyum: In Deutschland kenne ich nur getrocknete längliche Südliche Ackerlinge aus einem Asia-Markt. Pioppino ist ein wirklich leckerer Zuchtpilz. Eine 250g-Packung kostet 2,99€. Also, ein kleiner Tipp für Italienreisende ;)


    Hallo,


    ich habe hier vor kurzem über meine Erfahrungen mit Morcheln geschrieben und Links zu Rezepten gepostet. Eine Omelette kann man mit Morcheln bestimmt auch machen. Ich würde das aber nicht tun, sondern die Morcheln nur mit Salz und Öl "pur" gebraten bevorziehen.

    Hallo zusammen,


    ich habe gerade die Fotos vom Dienstag den 11.04.2017 sortiert. Da haben wir eine Stelle mit Kastanienbraunen Porlingen aufgesucht die ich vom Vorjahr kenne. Dort waren einige ausgewachsene sowie ganz junge Exemplare mit hellen Hütten und ohne schwarzen Mitte. Hier ein Paar Bilder als visuelle Ergänzung zu vorherigen Antworten:


    Hier links (unscharf) ist mein Pilzmesser als Maßstab.


    Hier ausgewachsen, selber Tag, selber Fundort:


    ich war auch erstaunt dass die Maipilze schon so früh dran sind. Im letzten Jahr fand ich Sie zur Blütezeit der Walderdbeere, aber die blühen jetzt noch nicht. Speisemorcheln fand ich im letzten Jahr erst am siebten Mai. Nur die Morchelbecherlinge lassen sich hier jetzt schon sehen!


    Hallo Ulli,


    sehr schön! :thumbup: Diese Maipilze werden wahrscheinlich pünktlich zum Georgstag erntereif sein.
    Bei uns im Rhein-Neckar-Gebiet ist momentan alles ausgetrocknet. Ich war gerade eben im Wald, an mehreren Morchel- und Maipilz-Stellen wo ich vor zwei Wochen noch Morcheln fand. Nichts da! :( Keine vertrockneten Morcheln, keine fnachgewachsenen Morcheln, keine mini-Maipilze, also absolut nichts. Nur Schwefelköpfe mit Trockenschaden. Wir hatten seit zwei Wochen keine Niederschläge gehabt. Aber demnächst soll es endlich regnen.

    Hallo Craterelle,


    solche Dokumentation finde ich auch sehr interessant. Leider komme ich selbst nicht so oft an dieselben Stellen wieder. Nicht jeden Tag auf jeden Fall. Aber falls doch dann werde ich daran denken das Pilzwachstum zu dokumentieren.


    Ich habe schon mit Gedanken gespielt eine Action Cam zu besorgen und diese für wenige Tage im Wald vor einem Pilz zu lassen... aber das wäre mir zu riskant.


    Hallo, Alex!


    Halt im Waldpark auch immer die Augen auf nach dem Orangeroten Dachpilz und dem Wolligen Scheidling!


    Mach ich :thumbup: Danke für den Tipp.



    Ich fahre am Samstag früh für eine Woche weg, am Karfreitag ist packen und so angesagt, da muss ich leider passen.


    OK, wir wollen auch am Ostern (eher kurz danach) weg fahren. Gerne ein anderes mal :)

    Hallo Pablo!



    Der treibt im Waldpark an diversen Stellen sein Unwesen. :)
    Besonders mag er Stämmme, die periodisch von Wasser überspült werden. Also in solchen Gräben, wie zB dem "Schlauch" sitzen manchmal wahre massenansammlungen an den Stämmen.


    Am Schlauch habe ich nicht geschaut. Ich habe zwei oder drei Stellen mit vielen Pilzen in der Nähe des Strandbads entdeckt, etwa dort wo wir ein mal letztes Jahr zusammen waren.


    Vielleicht soll ich demnächst den Getigerten Sägeblättling auch probieren... :/



    Morcheltechnisch sind in diesem jahr übrigens die Vorkommen unter Rosaceen ganz gut. Also zB Streuobstwiesen, vor allem die älteren und eher unegpflegten wären gut.


    Solche Obstwiesen kenne ich leider noch nicht aber... ich habe jetzt mehrere Morchelstellen auf Sanddünen bei uns in der Gegend entdeckt! Da wo der Sand wie im Sandkasten rumliegt habe ich Speisemorcheln gefunden! Keine Obstbäume in der Nähe, keine Eschen. In den "typischen" Auwäldern dagegen fand ich kaum was :) Kann mich aber über meine Funde nicht beschweren, nur über das trockene Wetter...



    Ich hatte iegentlch vor, in diesem Jahr mal den Westrand des Kraichgaus nach solchen Stellen abzusuchen, idealerweise an Stellen, wo kleine Tälchen aus den Hügeln zur Ebene runter führen. Da könnte es auch noch feucht genug sein.
    Nur komme ich wohl nicht dazu.


    Ich wollte am Freitag oder Samstag mal wieder nach Pilzen schauen, da habe ich Zeit. Falls Du da auch Zeit und Lust hättest, könnten wir gerne einen Ausflug nach Kraichgau machen. Scheint mir nicht sooo weit zu sein, etwa 40-50km oder so?

    Einen schönen guten Abend zusammen!


    Bei uns ist es seit Tagen so trocken, dass ich mit der Morchelsuche jetzt aufgehört habe. Und bis die Maipilze da sind dauert es noch etwas. Also gingen wir heute nach jungen Porlingen gucken und haben dabei diese für uns neue hübsche Pilze entdeckt, ganz jung und in großer Zahl.
    Frage: könnten diese was anderes als Getigerte Sägeblättlinge (Lentinus tigrinus) sein?


    Gefunden im Waldpark Mannheim auf morchem Holz. Es war etwa die selbe Stelle wie hier. Ich bin mir fast sicher dass es Laubholz ist, denn dort kenne ich keine Nadelbäume. Ganz in der Nähe wachsen Kastanienbraune Stielporlinge.
    Die Lamellen sind gelblich/hell ocker. Die Schneiden sind uneben, aber nicht so stark gesägt wie beim Schuppigen Sägeblättling (den kenne ich inzwischen).
    Mit Geruchsbeschreibung habe ich nicht so gute Erfahrungen aber ich versuche es... Der Geruch ist stark ausgeprägt, vielleicht mit einer Anisnote. Kein unangenehmer aber auch kein milder Geruch.
    Der Geschmack ist ebenso stark ausgeprägt, angenehm würzig.


    Danke im Voraus!







    Wenn man so viele Sachen nur einlegt,dann braucht man ja einen begehbaren Kühlschrank :D


    Na ja, im November war bei uns ein Regal im Kühlschrank ziemlich voll mit Pilzgläsern und das Gefriefach war fast zu Hälfte mit gebratenen Pilzen gefüllt... und bis zum Jahresende war viel Platz wieder frei ;) Aber zugegeben, ich habe einige Gläser einfach an Familie und Freunde weitergegeben. Zu Raclette in der Weihnachtszeit gehen eingelegte Pilze weg wie heiße Brötchen :D



    Ach was, musst ja keine Riesenmengen zubereiten. Immer mal was Neues und nur ein, zwei Gläschen einlegen.


    Ja, genau so! Und dann verschiedene Gläser probieren und vergleichen. :yumyum:


    Danke für den Link! Ich habe meine Pilze immer gleich im Sud gekocht, damit möglichst viel Geschmack drin bleibt.
    Ich werde dann später mal mit Zwiebeln und Senfkörnern statt Knoblauch und Nelken experimentieren.



    Ich blanchiere die Pilze immer erst und koche den Gewürzsud parallel dazu auf. Den kann man ganz gut vorher abschmecken und bei Bedarf ggf. Essig hinzugeben.


    Das muss ich auch mal so probieren - separat blanchieren und separat Sud zubereiten.



    Hat jemand von Euch Erfahrung mit milchsaurem Einlegen im Steintopf?


    Ich habe das in vergangenem Herbst zum ersten mal selber ausprobiert. Ich kenne milchsauer eingelegte Pilze von früher, aus meiner Kindheit in Russland. Mein Opa hat damals immer Reizker, Birkenmilchlinge, usw milsauer eingelegt. Ich habe kein Steintopf, habe dafür Plastikbehälter und Gläser verwendet. Einiges ist mir sehr gut gelungen, vor allem junge Buckel-Täublinge (vorher abgekocht) und verschiedene Milchlinge u.a. Lactarius pubescens (Tagelang gewässert, ohne Abkochen) waren lecker. Bei anderen Arten hatte ich einige Probleme mit Schimmelbildung, vor allem bei Reizkern. Hallimasch ist auch gut gelungen, vorher abgekocht. Ich habe vor im nächsten Pilzsaison das ganze mehr zu dokumentieren und kann dann gerne darüber berichten.

    Hallo Jens,


    mich würde Dein Rezept bzw Deine Einkochtechnik interessieren. Auch welche Gewürze und wieviel Salz und welcher Essig wurden verwendet. Ich sehe auf den Fotos verschiedene Pfefferkörner, ein Lorbeerblatt, ein Stück Zwiebel...


    Ich habe letztes Jahr zum ersten Mal Pilze eingelegt. Die Ergebnmisse waren sehr unterschiedlich obwohl die Marinade fast immer gleich war - Salz, Essigessenz, Lorbeerblätter, Dill, Knoblauch, Nelken, Pfefferkörner. Die leckersten Gläser waren mit Pilzmischungen wo Röhrlinge dabei waren, vor allem Maronen. Der Schleim ist kein Problem - man kann Pilze vor dem Verzehr kurz abspülen. Täublinge waren auch ganz OK - diese habe ich sowohl mit Essing eingelegt als auch silieret - beides war lecker. Etwas enttäuschend dagegen waren die Erfahrungen mit violetten Röttelritterlingen und mit Erritterlingen.

    Hallo Safran,


    ich kann zwar nicht über eigene Erfahrungen berichten, finde den Thread aber grundsätzlich sehr interessant. Ich habe subjektiv auch das Gefühl dass seit ich wieder Pilze sammle, wirken Judasohren & Co eindeutig positiv auf meine Gesundheit. Das kann ich aber leider nicht glaubhaft nachweisen. Ich habe in den letzten Jahren bis auf chronische Bronchitis zum Glück keine andere Beschwerden gehabt, deshalb kann ich schlecht vorher mit nachher vergleichen. Und vielleicht ist es einfach die Zeit die ich aktiv draussen im Wald an der frishen Luft verbringe die den Unterschied zu früher macht...