Beiträge von Alexander

    Hallo zusammen,


    kann man Austernseitlinge, Lungenseitlinge und Rillstielige Seitlinge überhaupt makroskopisch auseinander halten?
    Wir haben allein in dieser Woche zwei Mal ähnlich aussehende Seitlinge gefunden. Ich halte diese Pilze für Austern- oder Lungenseitlinge... aber so ganz sicher bin ich mir nicht. Vielleicht kann mir jemand die Unterschiede die man ohne Mikroskop erkennen kann bitte erklären? Da wäre ich sehr dankbar.
    Die Gattung soll Pleurotus sein - soweit kenne ich mich inzwischen aus, aber noch nicht darüber hinaus. Geruch war angenehm, aber nicht unbedigt nach Anis. Als Substrat dienten in beiden Fällen Laubbäume.


    Hallo Kogge,


    ich sehe hier auch einen älteren Schwefelporling dessen gelborangene Farbe schon etwas ausgeblichen ist. Später wird er fast weiß und sehr brüchig.



    aus Schaden wird Frau (manchmal) klug. Ich hab letztes Jahr meinen ersten Schwefelporling geerntet und dachte, das der auch noch recht jung sei :)
    Aber die Fories haben mich eines besseren belehrt. Also geschmeckt hatte er mir trotzdem, aber die Kommentare zu meinem Beitrag waren alles andere als Apettitanregend ;)


    https://www.pilzforum.eu/board…highlight=Schwefelporling



    Hallo Rotfüßchen,


    insbesondere bei Pilzen sind die Geschmäcker ziemlich verschieden :) Es ist egal was den anderen schmeckt oder nicht schmeckt, man soll alles selbst probieren.


    Substrat spielt natürlich auch eine Rolle. Ich schmecke leider den Unterschied zwischen Pilzen die auf Eiche wuchsen und die von Buche oder Birke. Ich habe letztes Jahr mehrmals den nach Rettich schmeckenden Rehbraunen Dachpilz probiert. Pilze von Eiche waren teilweise extrem ungenießbar, die von Birke eher mild. Schwefelporlinge habe ich auch einige Male gesammelt, und solche die Ende September auf Weide wuchsen schmeckten mir etwas besser.


    Hallo Alex,


    ich habe gerade in verschiedenste Bücher geschaut. Nach -15 cm, -12 cm, -12 cm, -15 cm, -15 cm kam ich in Ludwigs Pilzkompendium (Band 1) nun endlich ans Ziel: "Hut 5-19[(30)] cm". Das zeigt aber nicht unbedingt, dass Ludwig die einzig korrekte Beschreibung geliefert hat, sondern dass die Größe von Pilzen sehr variabel ist und je nach Standort und Witterung auch mal das "Soll" unter- oder überschreiten kann. :)


    LG, Jan-Arne


    Und sogar dermassen unter- oder überschreiten! :) Weder die Hutgröße noch die Hutfarbe hat hier gestimmt! Und dann noch diese orangene Flecken...
    Je mehr ich mich mit Pilzen beschäftige desto klarer wird es mir dass Pilze sich ab und zu gerne nicht an ihre Beschreibungen durch namhafte Mykologen halten :D Egal wie gut diese Beschreibungen sind.



    Hallo Alex,


    wir haben den schuppigen sägeblättling auch vor kurzem gefunden und wenn er auch sehr schneckenzerfressen war, so hatte er auch diese stellenweise Gelbfärbung und ein Exemplar war sehr groß. Hutdurchmesser war nicht mehr feststellbar, aber der Stiel war mndestens 16cm lang und hatte an der Basis einen Durchmesser von über 4cm! Auch wir hatten uns gewundert, dass unsere Literatur nur von Stiellängen bis 12cm und Durchmesser bis 2cm sprach. Bilder hier --> https://www.pilzforum.eu/board…-4-persoenliche-erstfunde


    Eure Funde sind auch ganz toll - Riesenexemplare mit zu großen Stielen!

    Hallo,


    kann mir jemand bitte einen Tipp geben, was für eine Art das hier sein könnte? Ich dachte zuerst an den Schuppigen Sägeblättling, aber die Pilze, die ich gefunden habe, scheinen größer und dunkler zu sein. Auch die Hutschuppen sind nicht so wie auf den Schuppigen Sägeblättlingen, die ich früher gefunden habe.


    Gefunden gestern in einem sonst pilzlosem Wald an drei Stellen unweit voneinnander entfernt.
    Substrat: morsches Holz, kann leider nicht genau sagen welches. Im Wald stehen alte Kiefer gemischt mit Buche, Eiche, u.a.
    Stellenweise gibt es gelbe und orangene Verfärbung in Lamellen. Auf dem Schnittbild sieht man diese Farben auch am Stielbasis. Allerdings gibt es keine Verfärbung an der Schnittfläche, auch nach mehreren Stunden nicht.
    Geruch: etwas stechend, besonders wenn frisch aufgeschnitten, evtl. mit leichter Anisnote.
    Geschmack: eher mild, nicht bitter oder scharf, etwa so wie sein Geruch - angenehm pilzig aber mit unangenehmen Beigeschmack.
    Hutgröße: ca von 8 bis 25 cm.


    Danke im Voraus!


    2017-06-08 22-04Uhr_064.JPG

    Hallo Jan-Arne,


    vielen Dank für Deine Antwort!



    das sollte man annehmen, aber leider ist das auch hier wieder nicht so ganz einfach. Ihr kennt das ja... :D


    Ja, das kenne ich inzwischen :D Also es ist doch nicht so einfach wie beim Spaltblättling...

    Hallo zusammen,


    ich finde dieses Thema interessant. Ich würde gerne mehr Pilzarten kennenlernen, vor allem solche die oft vorkommen und nach makroskopischen Merkmalen bestimmbar sind. Über die Schichtpilze habe ich erst vor kurzem was gelesen.
    Eine Frage die ich dazu habe ist: wenn ich ein Pilz finde, der flach und fest wie eine Tramete ist, auf Holz wächst, und unten glatt ist (weder Röhren noch Lamellen noch Stacheln hat) dann ist das immer ein Schichtpilz?


    Die Schichtpilze gehören laut Wikipedia zur Ordnung der Täublingsartigen (Russulales), das finde ich irgendwie faszinierend :/ So sehen die Verwandten der Täublinge und Reizker also aus 8|

    Hallo Juliane,


    sehr schöne Funde! :thumbup: Vor allem diese jungen Flockis können einen etwas neidisch machen :)
    Nach Baby-Pfifferlingen habe ich gestern gezielt geschaut, aber es war noch nichts da.


    Coole Pilzfunde! Aber dünnschalige Kartoffelbviste sind jung auch innen weiß(allerdinsg außen braun)!


    bei uns gehts auch los, hab heute auch die ersten Röhrlinge(Hexen) gefunde, echt zu cool! und auch erste babypfiffis, aber die waren noch im Knopfstadium :D


    Hallo Juliane, ich habe Deine Fotos gesehen, echt toll! Auf solche Funde habe ich auch gehofft :)
    Das mit den jungen Kartoffelbovisten wusste ich nicht, Danke. Ich habe sie letztes Jahr in Massen gefunden und aufgeschnitten, sie waren aber immer innen dunkel. Hier habe ich u.a. anhand der Größe solche Verwechslung ausgeschlossen. Auch der Geruch war nicht wie bei Kartoffelbovisten.



    Der Hasenstäubling sollte einer sein, dieses "Plattige" wenn die Oberfläche glatt wird ist wohl typisch.


    Der fragliche zottelige Pilz mit Lamellen sollte Panus strigosus sein, Borstiger Knäueling.


    Hallo abeja,
    Danke, das kann er gewesen sein, die Beschreibung passt :thumbup:



    Beim Riesenschirmling sehe ich aber doch eine ganz zarte Natterung.


    Stimmt... aber ganz ganz fein.



    Sicher, junge Kartoffelboviste sind auch innen weiß, aber eben nicht außen. Und sie sind viel härter. >Hasenbovist< passt, >Borstiger Knäueling< auch.


    Hallo Pablo, Danke für die Bestätigung! :thumbup: Und wieder habe ich was dazu gelernt.



    Die Stielnatterung meine ich hier auch zu erkennen, stimme also Abeja auch da zu. Aber sie ist sehr fein, das ist manchmal dann schwer in der Beurteilung.


    Im Dossenwald an der Sanddüne unter den Stromleitungen gibt es eine Stelle, da stehen recht komische "Riesenschirmlinge". Die haben fast immer einen sehr fein genatterten Stiel und unetscheiden sich noch in ein paar anderen Punkten von "normalen" Macrolepiota procera. Ist wahrscheinlch nicht exakt die Art, aber da sind die Abgrenzungen recht diffus und kaum nach morphologischen Gesichtspunkten machbar.


    Sehr interessant. Mein Schirmling war übrigens vom Autobahn-Parkplatz nahe Viernheimer Heide.



    Champignons sind für mich noch absolute baustelle drum die frage:
    Der champignon am ersten bild (2 v.l.) hat doch einen doppelten ring und sollte ein stadtchampignon sein oder?


    Hallo joe, ich habe diesen Pilz als Stadt-Champignon (Agaricus bitorquis) identifiziert. Aber die Champignons kann ich schlecht voneinander unterscheiden. Stadtchampignon ist da relativ "einfach" zu erkennen weil doppelter Ring und Hut wie flachgekloppt, wie ein Hocker. Ansonsten hat er definitiv kein Karbolgeruch gehabt und keine gelbe Verfärbung an der Stielbasis.

    Hallo zusammen!


    Nach Morcheln und Maipilzen sind jetzt auch bei uns im Rhein-Neckar Gebiet die ersten Speisepilze da, die nicht zu den Frühlingspilzen zählen.
    Eigentlich soll ich jetzt meine Steuererklärung machen aber ich, leider so wie die meisten Menschen, prokrastiniere bis es nicht mehr geht und gehe stattdessen Pilze suchen und poste die Fotos hier :D


    Also, nachdem bei Pilzticker Pfifferlinge gemeldet wurden, sind wir heute zu einigen von unseren wenigen Pfifferlingsstellen gegangen. Die Pfifferlinge waren nicht da, auch keine Baby-Pfifferlinge, aber unseren ersten Röhrling in diesem Jahr haben wir heute gefunden! Es war ein kleiner Filzröhrling, ich glaube es war ein Herbst-Rotfussröhrling (Xerocomellus pruinatus), links unten im Bild. Kurz danach, mitten im Kiesweg - ein Stadt-Champignon (Agaricus bitorquis), mit typischem doppelten Ring und etwas flachgedrücktem Hut. Und dann ging es richtig los und wir haben etwa 10 Körnchenröhrlinge (Suillus granulatus) gefunden, die fast alle frisch und knackig waren.


    Von Zunderschwämmen (die ich noch nicht sicher erkennen kann) und auch von Spaltblättlingen (die einzigartig zu sein scheinen) gab es viele...


    Weiss jemand was für Pilze das hier sind? Substrat ist wahrscheinlich Kirsche.


    Sklerotiernporlinge waren leider meist bereits überständig.


    Sind das Hasenboviste (Lycoperdon utriforme)? Das wäre ein Erstfund für mich. Durchmesser vom größten Pilz war etwa 12 cm. Für Riesenboviste ist es etwas klein, für andere Arten doch zu groß, oder?





    Da Boviste und Stäublinge die innen rein weiß sind alle meines Wissens essbar sind, haben wir welche mitgenommen.
    *UPDATE: stimmt nicht ganz, der Dünnschalige Kartoffelbovist im jungen Zustand wäre eine Ausnahme, siehe Kommentare unten
    Ob sie lecker sind oder nicht, das hängt natürlich mit Essbarkeit nicht zusammen. Meine Frau und eine Tochter fanden sie lecker, die andere Tochter und ich nicht ;) Für mich schmecken diese Pilze eher unappetitlich fischig. Geschmackssache, ganz klar.


    Und zum Schluss - ein Riesenschrimling, der in der Sonne extrem eingetrocknet ist. Sein Stiel scheint mir nicht genattert zu sein, das soll also tendenziell kein Pilz aus der Gattung Macrolepiota sondern ein Safranschirmling oder eine andere Art aus der Gattung Chlorophyllum sein. Sehe ich das richtig?


    Fast zuhause angekommen haben wir die Stelle im Park aufgesucht wo ich letzes Jahr Ende Mai Champignons fand. Und es waren welche da, etwa 10 Stück. Nachträglich habe ich festgestellt, dass die meisten madig waren. Hier noch ein Bild der Gesamtausbeute von heute, wobei die meisten Champignons zu madig waren und ein Bovist zu alt war. Trotzdem war es toll wieder leckere Pilze für die Pfanne zu finden, die meisten davon zum ersten Mal in diesem Jahr.


    Ich habe es tatsächlich am letzten Urlaubstag noch bis nach Tempio, dem einzigen Ort auf Sardinien mit einer Lidl-Filiale, geschafft, nur leider dort nicht bis zum Lidl, weil wir weiter mussten :(


    Also keine Erkenntnis darüber, ob Pioppino nun landesweit im Sortiment ist oder nicht.


    Hallo Craterelle,


    vor einem Jahr war ich in Italien bei LIDL nahe Aosta einkaufen, über 300km süd-westlicher von Sterzing. Dort gab es auch Pioppino! Aber damals waren leider nur wenige Schachtel mit überständigen Pilzen in der Filiale noch übrig, und wir haben uns stattdessen lieber frische Austernseitlinge dort geholt. Aber seit dann weiss ich dass es Pioppino dort auch frisch gibt. :)

    Hallo noch mal alle zusammen,



    Die Pilzleichen, so einfach losgelöst von deinen Gedanken, kann man nicht bestimmen, nur Vermutungen anstellen.
    Wenn du weiterhin so zielstrebig auf der Suche bleibst, wirst du schnell Erfahrungswerte sammeln können,
    die unheimlich schnell weiterbringen. Das zeigt auch die Antwort von Öhrling deutlich auf.


    Danke :) Genau das ist mein aktuelles Ziel - Erfahrungen sammeln. Und auch neue Waldabschnitte erforschen...



    Mir war nur wichtig zu sagen (insbesondere im Hinblick auf stille Mitleser uns "Neulinge"), dass "Leichen"bestimmung meist zu keinem Ziel führt.


    Totentrompeten sind das freilich nicht, denn die haben keine Leisten (sind unterm Hut glatt) und haben einen hohlen Stiel.


    Verstehe, "Leichenbestimmung" war vielleicht ein falscher Ausdruck. Ich war einfach nur neugiererig ob es überhaupt möglich ist solche Funde irgendwo einzuordnen um dann zu wissen ob es sich später lohnt dort nach bestimmten Speisepilzen gezielt zu suchen.


    Und inzwischen habe ich noch einen zusätzlichen Grund gelernt warum es keine Totentrompeten sein dürfen. Ich war doch in einem reinen Fichten-Waldstück. Totentrompete wächst aber hauptsächlich unter Buche, habe ich gerade gelesen.



    Zur Nummer 4 noch eine Frage: Wie hart oder weich war das Ding denn? Sagen wir: Einmal im vergleich zum FomPini (Rotrand) am nebenstamm und einmal im vergleich zu einem jungen Schwefelporling?
    An eine Antrodia glaube ich eher nicht, das passt nicht zusammen mit Farben, Wuchsform und Substrat (wo ich auch stark Nadelholz vermute).


    Hi Pablo! Ich habe den Pilz nur beim Abputzen von viel Nadelstreu vor dem Fotografieren angefasst und meine mich daran zu erinnern dass sein Rand sehr weich und sogar matschig war, als ob er faul wäre. Zumindest an der Stelle wo die "Nadeln verschluckt werden". Bei Interesse kann ich Dir immer gerne die Koordinaten schicken wenn Du magst ;)



    Dann denke mal so: Wo Schwarztäublinge wachsen, findet man oft auch Steinpilze.


    Danke, das ist noch ein Grund für mich später dorthin zurückzukehren :)


    bei den "Leichen" gehöre ich auch zu der Täublingsfraktion. :) Was mich etwas stört ist die Tatsache, dass du dich mit so was überhaupt abgibst, denn eine seriöse Bestimmung ist von so was nicht mehr möglich.


    Hallo Stefan,


    an seriöse Artbestimmung dachte ich da gar nicht. Mein Ge ­dan ­ken ­gang war viel einfacher, etwa so - "Oh, Totentrompeten! > Ach, HIER gibt es also Totentrompeten!? > Ich muss im Herbst hier wieder vorbei schauen um welche zu sammeln!" ;) Totentrompeten habe ich bis jetzt leider noch nie selbst gefunden. Aber inzwischen ist es mir klar dass es keine Totentrompeten sind.


    Und sonst versuche ich mit solchen Funden einfach Erfahrung zu sammeln, das macht mir irgendwie Spass. Heute habe ich gelernt dass es bestimmte Täublingsgruppen gibt, die solche Leichen hinterlassen.

    Hallo zusammen und vielen Dank für Eure Kommentare! :thumbup:



    die schwarzen "Zombies" (Nr. 1) könnten aus dem letzten Jahr überständige Schwärztäublinge (z. B. Russula nigricans) oder Weißtäublinge (z. B. Russula delica) sein; deren Fruchtkörper sind so widerstandsfähig, dass sie einen Winter überstehen können. In Nr. 3 sehe ich die gleiche Art wie du.


    Danke, an Täublinge habe ich gar nicht gedacht! Ich werde hoffentlich später im Jahr noch mal vorbeischauen um zu versuchen herauszufinden welche Art es war. Russula nigricans ist eine der wenigen Täublingsarten die ich inzwischen unterscheiden kann.



    feiner ausflug!nr 4 könnte eventuell richtung reihiger tramete/antrodia serials gehen auch wenn die poren dafür fast zu dunkel sind. ausgebleichte fenchelporlinge vlt? substrat dürfte ja nadelholz gewesen sein. hast du vlt. ein schnittbild dazu?


    Sorry, ich habe kein Schnittbild gemacht. Ich habe gedacht dass es vielleicht irgendein leicht zu erkennender Verwechslungskandidat für Schwefelporlinge wäre. Er scheint aber nicht so einfach erkennbar zu sein.



    Danke für die Odenwald-Tour! Schöne Fotos, :thumbup: der Rotrandige Baumschwamm (Foto 2) gefällt mir besonders gut.


    Vielen Dank, gern geschehen! :)



    Hat Nr. 4 nicht nach Fenchel geduftet? Ich tippe hier auf den Fenchelporling (Gloephyllum odoratum). Und bei den Pilzleichen denke ich auch, dass es alte Täublinge sind, wie Oehrling schon geschrieben hat.


    Die Stelle war selbst für Fotos etwas schwer zugänglich, deshalb habe ich daran nicht mal gerochen. Mir wurden Fenchelporlinge letztes Jahr zwei Mal gezeigt und ich dürfte daran riechen und ich konnte den Geruch nach Fenchel leider nicht wahrnehmen. Bei Violetten Rötelritterlingen und einigen Champignonarten hatte ich auch oft Probleme mit dem Geruch. Meine Nase ist da leider einfach nicht fein genug. Aber ich übe bei jeder Gelegenheit. :)



    Ich war heute auch unterwegs, habe aber außer dem Breitblättrigen Rübling und einem Goldröhrling nichts gefunden. Es ist schon wieder vieeel zu trocken. :(


    Goldröhrling ist doch super! :thumbup: Ich habe unter mehreren Lärchen heute fleißig geschaut, aber keine Goldröhrlinge gefunden.



    Bei den anderen Pilze gehe ich auch mit und dem vielleicht noch fraglichen würde ich ebenfalls den Namen Fenchelporling aufdrücken. Antrodia wäre ebenfall eine Idee aber mir sieht das sehr nach dem Fenchelporling aus. Insbesondere daß Nadeln z.B. mit verschluckt werden beim wachsen spricht dafür, denke ich.


    Danke! Ich werde jetzt die Merkmale studieren und bei solchen Ausflügen besser auf die möglichen Fenchelporlinge achten.

    Hallo zusammen,


    wir waren heute im Odenwald um vielleicht die ersten Flockis und Pfifferlinge des Jahres zu finden. Das hat definitiv nicht geklappt, aber so ein Ausflug bei diesem Wetter ist immer was tolles, auch wenn es keine Speisepilze gibt!


    Für Bestimmungshilfen und -Korrekturen von Euch bin ich wie immer sehr dankbar. Ich werde definitiv nichts davon essen wollen, ich will nur was lernen ;)


    In der Gegend wo wir waren gibt es viele Fichten und Buchen, aber auch Birken, Kiefern, Lärchen und wenige andere Bäume.


    Frage 1) kann man diese Pilze hier noch bestimmen? Kann man an solchen Exemplaren überhaupt noch erkennen was für Pilze es gewesen sind? Gefunden im reinen Fichtenwald-Abschnitt, Boden mit Moos bedeckt, kaum Gras. Ich glaube dass es die Pilzleichen vom Vorjahr sind, und zwar aus der Familie der Pfifferlingsverwandten (Cantharellaceae). Wenn ich diese Form sehe, muss ich an Pfifferlinge oder Kraterellen denken. Zugegeben, zuerst habe ich an Totentrompeten gedacht, aber diese hätten solche stark ausgeprägten Lammelen/Leisten nicht haben dürfen, daher soll es eine andere Art sein.



    Ansonsten haben wir heute wenige Pilze gesehen. Neben Maiporlingen und Spaltblättlingen waren es:


    2) Ist das der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola)? Da bin ich mir fast sicher. In den letzten Wochen habe ich diese hübsche Pilze oft in der Gegend gesehen.
    Substrat: Totholz, die Baumart kann ich leider nicht immer klar erkennen. Fichte oder Kiefer ist gut möglich, aber Laubbäume wären auch denkbar.


    ]


    3) Ist das die Hochgerippte Becher-Lorchel (Helvella acetabulum) oder kann das was anderes sein? Das ist ein Einzelstück am Wegesrand. Sein Geruch ist nicht stark ausgeprägt. Der Pilz riecht eher nach Erde, als überhaupt nach irgendwas.



    4) Da weiss ich nicht weiter, aber die Farben sind ein bisschen so wie bei Schwefelporlingen. Das ist aber kein Schwefelporling, denn die Poren sind zu groß und die Form passt nicht. Leider kann ich über das Substrat nichts verbindliches sagen. Es war ein seltsamer Haufen von Laub- und Nadelholz, Stämme und Äste gemischt. Ein Exemplar vom Rotrandigen Baumschwamm (2) habe ich auf einem benachbarten Stamm fotografiert. Im Wald dort war aber die Fichte überwiegend.



    5) Zum Schluss haben wir wenige Sklerotienporlinge entdeckt. Sie waren aber entweder zu alt, zu klein oder bereits stark von Insekten besiedelt wie dieses Riesenexemplar hier:

    Hallo Markus,



    Völlig Gaga, wie das Wetter. Abgesehen von der Literatur habe ich einen solchen Fund die letzten Jahre im Pilzforum hier und auch sonst nirgendwo mitbekommen.


    Interessant. Laut den Funddaten aus "Großpilze Baden-Württembergs" oben sind es im Verhältnis 1 Fund in Mai : 100 Funde im Oktober und September zusammen. Das ist zwar wenig, aber nicht gerade selten, denn im September und Oktober sind Hallimasche allgegenwärtig.



    Mit Pablo habe ich heute persönlich über seinen Fund gesprochen, die einzelne Nebelkappe bestätigt das ja auch.


    Sehr interessant !


    Ja, Wahnsinn. Könnte jemand von Euch vielleicht bitte schreiben was bezüglich der Nebelkappen in Mai in den "Großpilzen Baden-Württembergs" steht? Ich besitze selbst noch kein Band davon. Kann gut sein dass es in Vergangenheit solche verrückten Saisons gab wo die Pilze zur "falschen" Zeit öfters erschienen sind.


    Naja,


    der Herbst ist natürlich die Haupterscheinungszeit...
    Bitte das Bild noch anklicken, dann ist es besser lesbar.


    Danke, Karl-Heinz. Wieder was dazu gelernt.... Dabei habe ich mich im Wald wie ein kleines Kind gefreut :D Obwohl ich Hallimasch seit meiner Kindheit kenne, habe ich ihn bis heute nie vor September-Oktober gefunden.
    [hr]
    Habe vergessen zu fragen - aus welchem Buch ist diese Seite? Danke!


    Hallo,


    Hallimasch ist das ganze Jahr über zu finden.


    Wirklich?? Ich dachte dass Hallimasch (so wie auch Nebelkappe) ein typischer Herbstpilz ist. Wenn ich Hallimasch gefunden habe, hat es für mich ein Anfang vom Ende des Pilzsaisons bedeutet.

    Hallo Heiko,


    ich sehe hier Goldröhrlinge. "Ein Röhrling mit Ring" ist bereits eine große Einschränkung der Möglichkeiten. Bei diesen Farben und unter Lärchen, ziemlich eindeutig ein Goldröhrling.
    Glückwunsch zum Röhrlingsfund im Frühjahr! :)


    Hallo Alex,
    der erinnert mich an Armillaria cepistipes=zwiebelfüßiger Hallimasch.
    VG.
    Thomas


    Hallo Thomas,


    Danke für den Bestimmungstipp! Muss bei Armillaria cepistipes der Stiel nicht deutlich gelber sein? Anonsten passt die Beschreibung :thumbup:


    Hi,


    schöne Idee, aber funktioniert leider nicht wirklich, denn die Porlinge werfen Ihre Sporen zu einem bestimmten Zeitpunkt komplett ab. Im Fall des Zunderschwamms war der Zeitpunkt in Frankfurt Anfang April. Zu diesen Zeitpunkten kannst du die Sporenpulverfarbe bestimmen; aber leider nur dann, bzw. ein Jahr später zum gleichen Zeitraum...


    l.g.
    Stefan



    Hallo Stefan,


    vielen Dank für die schnelle Antwort! :thumbup: Gut das ich gefragt habe, sonst könnte ich noch lange auf Sporenpulverabdruck warten :D
    Noch eine kurze Laienfrage meinerseites: falls ein Porling kein Sporenpulver mehr abgibt, kann man dann annehmen dass die Poren auf der Unterseite durch die bereits abgeworfenen Sporen gefärbt sind, so dass man daran die Sporenpulverfarbe erkennen kann?