Beiträge von Rotfuß

    Hallo,


    kleine Ergänzung: Ich hab mich erinnert, dass ich vor ca. einem Jahr auch schon orange Fruchtkörper an dem gleichen Standort gefunden habe. Sieht noch mal eher nach Peziza aus...





    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Moin Safran und Pablo,


    also die Becherchen wuchsen direkt auf dem Boden. Zwar sehr nahe an einem Laubholzstumpf, aber nicht auf Holz.
    Danke dir Pablo für die Korrekturen. Rillstieliger Helmling passt natürlich! Den Striegeligen Schichtpilz hatte ich beim ersten Bild auch in der engeren Wahl. Habe aber gedacht, dass die beiden die gleichen sind, nur in unterschiedlichen Entwicklungsstadien (wuchsen am gleichen Baum). Und ich sehe es ja auch ein...ohne vernünftiges Bild von unten ist der eben nicht zu bestimmen.


    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo ihr Lieben,


    ich dachte, ich könnte doch mal ein paar Winterfunde für euch einstellen, die ich seit Anfang Januar so gemacht habe. Viele der Pilze habe ich nicht genauer bestimmt, so dass ich natürlich dankbar bin über eure Tipps und Hinweise. Die mit Fragezeichen versehenen Pilze sind einfach nur Vermutungen.
    Los gehts...


    Samtfußrübling (Flammulina)





    Winterhelmling (Mycena tintinnabulum) Rillstieliger Helmling (Mycena polygramma)







    Herber Zwergknäueling (Panellus stypticus)




    Weiße Trichterlinge (Clitocybe spec.)





    Teuerling ohne Peridiolen? (Cyathus spec.)




    Ockertramete? (Trametes Ochracea)





    Fenchelporling (Gloeophyllum odoratum)




    Gemeiner Spaltblättling (Schizophyllum commune)





    Ein super interessanter Baum, an dem allerhand pilziges dran war (was gallertartiges, schichtpilzartiges und kohlenbeerenartiges). Leider hatte ich keine Leiter dabei :)




    So, und nun kommt einer, der sicher ohne Mikro nicht zu bestimmen ist. Aber vielleicht habt ihr ja zumindest eine Idee zur Gattung...ein Becherchen oder doch eher ein ohrlappenartiger, oder...???









    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo,


    ich liebe diese weißen Becherlinge weil sie mich immer an ein "Aha Erlebnis" während meines ersten Pilzkurses erinnern: Weiße Becherchen auf Bucheckern. Zum ersten mal begriffen, wofür eine Lupe hilfreich sein kann. Da eröffnete sich für mich nochmal eine ganz neue Pilzwelt, die mich bis heute sehr fasziniert...


    Danke fürs Zeigen!


    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo Claus,


    sehr schönes Portraits eines Täublinges, der einer häufig über den Weg läuft :thumbup:
    Ich finde ja, du könntest die Tiefstaplerei langsam aufgeben und die Formulierung "mein Bestimmungsversuch" einfach in "meine Bestimmung" umändern ;) So fachlich fundiert wie du uns die Täublinge vorstellst, wäre das sehr angemessen.
    Danke dir!



    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo Heide,


    Danke für die wunderschönen Farbtupfer! Lustig finde ich auch den Spinnenfaden, der zwischen den beiden Winterstielporlingen gespannt ist. Lädt richtig zum Seiltanz ein.


    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    MARXMÜLLER ein schönes Teil, viel zu schade für Männerhände


    Hallo Claus,


    ich finde, dass ist sicher Unsinn in Bezug auf dich und andere Männer. Wieso sollte ein so tolles Werk von Marxmüller nicht für alle Hände geeignet sein? Nur weil es auch schön und ästhetisch ist und natürlich darüber hinaus wissenschaftlich fundiert? Nein, ich glaube Marxmüller, Russularium Icones, ist für alle geeignet, die sich für Täublinge begeistern.


    Liebe Grüße
    Rotfüßchen
    [hr]
    Ich dachte, im Gröger 2 sind nur Dunkelsporer drin? Finden sich da auch Russula??

    Hallo,


    es freut mich, dass euch mein kleines Pilzmärchen gefällt. Es hat wirklich viel Spaß gemacht, es zu schreiben. Und Danke auch für die Anregungen es etwas zu ändern, damit es Kinder gut verstehen können. Und ja, da sind noch unzählige Varianten und Pilzarten möglich, die sicherlich einen schönen Platz im Text finden könnten. Da ist der Phantasie ja wirklich keine Grenze gesetzt. Hätte schon viele Ideen es weiter zu schreiben. Vielleicht auch ihr? Fühlt euch dazu herzlich eingeladen...



    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo Claus,


    ich verfolge deine Russula-Reihe regelmäßig und bin sehr begeistert von deiner großartigen Dokumentation der Bestimmungen. Die Artenvielfalt der Täublinge fasziniert mich auch schon lange, allerdings verfüge ich über zu wenig Bestimmungsdisziplin und Fachwissen um in diesem Feld etwas Gescheites zustande zu bringen.
    Danke für deine Arbeit und vor a!lem, dass du diese mit uns teilst.


    Hast du (oder Oehrling) noch einen Tipp für mich, was Russula-Literatur (möglichst auf deutsch) betrifft? Einhelliger, Marxmüller oder...mit welcher Literatur hast du dich am Anfang auf die Täublinge gestürzt?


    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo Pablo, Hallo Claudia,


    mit den alten Fotos und natürlich mit den Berichten hier im Forum verkürzen ich mir auch die Zeit, bis wieder ein bisschen mehr in der Pilzwelt los ist. Ich weiß, Becherchen und Baumpilze sind auch was feines, aber immer so schwer zu bestimmen. Da fehlt einer wie mir das Erfolgserlebnis. Mensch, wie ich mich jetzt schon wieder auf die Frühjahrspilze freue. Wäre fein, wenn mir das Finderinnenglück dann nochmal ein paar Speisemorcheln beschert. Und Maipilze in feiner Sauce über Bandnudeln... Wieso hab ich eigentlich jetzt schon wieder Hunger?


    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo ihr Lieben,


    beim Durchsehen meiner Fotos habe ich noch ein paar nette Funde entdeckt, die ich euch nicht vorenthalten wollte. Dank des super Pilzjahres 2017 sind auch einige Erstfunde dabei gewesen.


    Narzissengelber Wulstling (Amanita gemmata)





    Gewimperter Erdstern (Geastrum fimbriatum)






    Herbstlorchel (Helvella crispa)




    Helmlinge (Mycena sp.)






    We are family... Schopftintlinge (Coprinus comatua)




    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo ihr Lieben,


    heute war es endlich soweit: ich habe meine ersten Holunderschwämme (Auricularia auricula-judae) gefunden. Von einer Pilzexkursion mit einer Gruppe war mir der Pilz zwar schon mal live begegnet (und natürlich getrocknet aus dem Chinaladen), aber selber gefunden hatte ich den bislang noch nie. Nach gefühlt hunderten von Holunderbüschen, die ich in den letzten Jahren nach dem Pilz gescannt habe, lief er mir heute einfach so über den Weg :)





    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo Claudia,


    so eine tolle Winterpilzstelle ist ein Träumchen. Da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es auf wenigen Quadratmetern nicht langweilig wird. Danke für deinen Bericht!


    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    Hallo ihr Lieben,
    ich habe ein kleines Märchen für Kinder und Erwachsene geschrieben. Vielleicht habt ihr ja auch Freude daran, oder möchtet es Kindern während einer Pilzexkursion vorlesen. Viel Spaß!



    Liebe Grüße
    Rotfüßchen



    Rotfüßchen und die Weisheit des Waldes


    Es war einmal ein kleiner Pilz Namens Rotfüßchen, das lebte in einem großen Wald mit vielen anderen Pilzen zusammen. In dem Wald gab es viel zu entdecken: sprudelnde Bächlein, uralte Eichen, wilde Tiere und eine Landschaft, die schöner nicht sein konnte.


    Das kleine Rotfüßchen hüpfte jeden Tag umher, erkundete die Umgebung und besuchte die anderen Waldpilze. Einmal kam es zu einer Stinkmorchel. Schon von weitem nahm es den fürchterlichen Gestank wahr und hielt sich die Nase zu. Rotfüßchen sagte: "Guten Tag, liebe Stinkmorchel. Ich mag dich zwar sehr gerne leiden, aber deinen Geruch finde ich ganz unerträglich. Sag mir, warum stinkst du eigentlich so?" Die Stinkmorchel, an der dunkler Glibber hing, antwortete: "Ich stinke, um die Fliegen anzulocken. Sie mögen das sehr, setzten sich auf meine Spitze und trinken dann meinen stinkenden Sporensaft." "Igitt, igitt!", rief das kleine Rotfüßchen. "Das ist aber eklig!" "Nein, warum?" entgegnete die Stinkmorchel, und ein wenig ihres Sporenglibbers tropfte auf den Waldboden. "So werden meine Sporen in die Welt hinaus getragen und können neues Pilzgeflecht bilden. Es hat also alles seinen Sinn!"


    Eines Tages, als das kleine Rotfüßchen mal wieder auf seinem roten Füßchen durch den Wald hüpfte, begegnete es einer Familie von Kartoffelbovisten. Die hatten dicke Bäuche, waren runzelig und nicht gerade hübsch anzusehen. "Hallo, liebe Kartoffelboviste. Wieso seid ihr eigentlich so dick und runzelig, und gar nicht besonders schön anzusehen?"
    Die Bovisten-Mama antwortete: "Wir haben einen dicken Bauch, weil sich darin unser Sporenpulver verbirgt. Wenn Rehe oder Wildschweine auf uns treten, werden die Sporen in einem großen Nebel heraus geschleudert. Und Kinder mögen uns auch sehr. Manche nennen uns die Piff-Paff-Pilze, treten und springen auf uns herum um sich dann köstlich darüber zu freuen wenn die Sporen in alle Winde verweht werden. Es hat also alles seinen Sinn!"


    An einem sonnigen Septembertag traf das kleine Rotfüßchen einen großen, uralten Steinpilz. Der war so alt und madig, dass er kaum noch auf seinem Bein stehen konnte. "Hallo lieber Steinpilz. Du bist aber sehr alt, krumm und weich. Ich glaube nicht, dass dich die Pilzsammler_innen noch in ihr Körbchen legen werden. Und Maden hast du auch schon...."
    "Ja, ich weiß," sagte der betagte Steinpilz. Und seine Stimme war schon rauh und gebrechlich. "Die Pilzsammler_innen wollen mich nicht mehr, die nehmen nur die knackigen und jungen mit. Aber die Maden und Käfer haben noch ein Festmahl mit mir. Sie können sich an mir ungestört rund und satt essen. Es hat also alles seinen Sinn!"


    In der nächsten Nacht konnte das kleine Rotfüßchen einfach keine Ruhe finden. Es hüpfte auf seinem roten Füßchen schlaflos im Wald hin und her. Die Begegnung mit den anderen Pilzen hatte es sehr nachdenklich gemacht und es fragte sich, was wohl an ihm besonders und einzigartig war. So sehr es auch grübelte, nichts fiel ihm dazu ein. Das machte das kleine Rotfüßchen ganz traurig.
    Da hörte es plötzlich ein Raunen und Wispern aus dem dunklen Fichtenwald: "Rot-füß-chen, Rot-füß-chen". Rotfüßchen traute seinen Ohren nicht. Wer ruft denn da nach mir? Mutig hüpfte es auf seinem roten Füßchen tief hinein in den dunklen Wald. Nur der Mond strahlte silbern am Himmelszelt und beleuchtete den moosigen Waldboden. "Rot-füß-chen, Rot-füß-chen." Das Wispern war jetzt ganz nahe. Das kleine Rotfüßchen zitterte vor Angst am ganzen Körper, war aber trotzdem so neugierig, dass es immer weiter hüpfte. Da wisperte der Wind durch die Fichtenwipfel: "Rotfüßchen, hab keine Angst. Ich bin die Weisheit des Waldes. Warum bist du denn so traurig, liebes Rotfüßchen?" "Weil ich nicht weiß, was an mir besonderes sein soll. Die Stinkmorchel, die Kartoffelboviste und selbst der uralte Steinpilz haben etwas besonderes, nur ich nicht!" Und das kleine Rotfüßchen weinte bitterlich. "Aber weine doch nicht, kleines Rotfüßchen. Du bist etwas besonderes. So wie jeder Pilz des Waldes etwas besonderes und einzigartiges ist. Schau nur, so einen schönen roten Fuß hat kein anderer Filzröhrling, nur du!" "Ach, ja?", schluchzte das Rotfüßchen. "Ja, dein schöner roter Fuß ist etwas ganz besonderes. Er leuchtet schon von weitem und viele Menschen, die im Wald spazieren gehen, erfreuen sich an deinem Anblick." Das tröstete das kleine Rotfüßchen sehr und es sah an seinem roten Füßchen herab. "Ja, der ist schon etwas besonderes."


    Seit dieser Nacht hüpfte das kleine Rotfüßchen noch aufrechter und fröhlicher als sonst durch den Wald, wenn es die anderen Pilze besuchte und dabei jede Menge Spannendes entdeckte. Denn es wusste nun: Alles hat seinen Sinn!



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