Beiträge von ZiUser

    Hallo ihr drei,
    danke für eure Hinweise, alle eure Vorschläge sind für mich erstmal nicht sofort von der Hand zu weisen. Nach genauerem Studium in den GPBW und auf 123pilze möchte ich aber ziemlich sicher die beiden Lentinus-Arten verwerfen und mich für Pleurotus dryinus entscheiden.


    Vor allem die Lamellenschneiden haben mich dazu bewogen:
    Die müssten bei den Lentrinusarten stark sägezahnartig (lepideus) oder zumindest "etwas gesägt" (tigrinus) sein, diese hier sind völlig glatt. Bei Pleurotus dryinus sollen diese "dünn, leich gewellt" sein. Mein Bino macht leider keine Fotos, aber zur Not geht auch das "echte" mit 40x, wenn man ihm vom Bino etwas Auflicht spendiert:


    Daneben noch folgende Punkte, die das absichern:

    • Erscheinungszeitpunkt - die Lentinus-Arten werden beide als sommerannuell beschrieben im Gegensatz zu Pleurotus - ist natürlich nur ein Hinweis, Ausreißer gibt es immer
    • Ökologie - Lentinus tigrinus als echter Auwaldbewohner mit klarer Präferenz für Alnus, Salix und Populus scheidet für mich schon deshlab so gut wie völlig aus
    • Lentinus lepideus ohne schuppigen Stiel habe ich nirgends gefunden, auch die Hutschuppung ist meist viel stärker
    • einige der Abbildungen auf 123pilze zeigen auch sehr schöne hellgraue Hutschuppung wie bei mir im Bild 2 zu sehen

    Und Dank auch an Ulla, die das während ich es hier mühsam (und mit viel Lerneffekt) aufbereite, bestätigt hat!

    Hallo,
    diesen als lezttes für heute. Auf den ersten Blick dachte ich an einen Stielporling, bis ich die Lamellen gesehen hatte. Habe damit jetzt leider keine Idee - vielleicht kan mir einer von euch auf die Sprünge helfen?
    Gefunden auch am 06.09.2016 im Bienwald, auf einem Nadelholz-Stumpf:


    Hallo zusammen,
    der hatte mich für einen Porling völlig irritiert, weil er so gummweich und filziggelb war. Gefunden im Bienwald / Südpfalz am 06.09.2016 am Boden auf ziemlich zerfallenem Holz unter Picea. Nach viel Suchen bin ich auf Phaeolus schweinitzii - Kiefern-Braunporling gekommen, der müsste dann aber noch ganz jung sein, weil so weich. Hier ein paar Bilder, was meint ihr?


    Und nochmal geblitz, das Licht war ziemlich schlecht schon gegen Abend. wegen der Porendetails:

    Hallo,
    man muss zwar leider raten wo Pilz 2 & 3 anfängt - bei 1 & 4 bin ich der gleichen Meinung, Schwefelporling & Panellus stipticus. Wobei ich auch bei Nr.3 an Schwefelporling denke, lag der vielleicht auf dem Boden? Ich hatte mal ähnliches fotografiert, die Abbruchstelle mit dem Rest sah ziemlich ähnlich aus:


    Bild 2 - leider auch schon eine ziemliche Leiche, aber nicht mal bei dem würde ich Schwefelporling ausschließen, die sehen im Alter doch völlig anders aus und haben auch so eine ziemlich normale Porlings-Hutform.

    LG Rainer

    Danke abeja, die Chemie sah also relativ ähnlich zu der von mir hier gezeigten aus. Wobei Phenol schon ziemlich heftig leuchtend braun ist. Aber nichts in Richtung hell rotbraun, wie die Schweizer schreiben. Die verwenden aber auch Eisensulfat = lachsrosa im Schlüssel - alles etwas irritierend, aber eine andere in Frage kommende Art sehe ich weit und breit nicht :/ .

    Es sind ja immer noch fast alle von mir bestimmten Pilze Neufunde, so dass ich sie zur Sicherheit hier kurz zur Diskussion stellen möchte. Wie oft war ich mir schon (ziemlich) sicher und lage doch daneben.


    Diese hier habe ich am 06.09.2016 im Bienwald (Südpfalz) schon etwas verschrumpelt am Fuß einer Eiche gefunden, u.a. zusammen mit schönen Leberpilzen (Fistulina hepatica). Hier aber erstmal die Fotos zu den vermeintlichen Rüblingen:



    Nun möchte ich euch auch wenigstens einen der Leberpilze nicht vorenthalten:


    Freu mich wie immer auf eure Kommentare!

    Hallo,
    an Täublinge traut sich ja keiner so richtig ran. Den hier hatte ich auf einer Exkursion des MAK Mannheim am 30.10.2016 ins Eußerthal im Pfälzerwald eingepackt, vor Ort wurde er zwar intensiv beäugt, aber keiner Bestimmung zugeführt. Nun habe ich mir den mal völlig ahnungslos anhand der Fotos und Trockenmaterial durchgeschlüsselt und bin - relativ sicher - bei Russula romellii - Weißstieliger Ledertäubling - rausgekommen.


    Da ich mit meinem Mikro leider noch so garnicht klarkomme und auch die Chemie in einem Punkt etwas daneben liegt, möchte ich den hier trotzdem mal zur Diskussion stellen.


    Erstmal ein paar Fotos vom Standort, Abhang am Weg, hauptsächlich Fagus und etwas Pinus:




    Jetzt 3x Chemie am Stiel, links Fe2SO4, nur ganz schwach rosa, Mitte Guajak, rechts Phenol:


    Nochmal Chemie, diesmal am allerdings inzwischen knochentrockenem Hut mit Fe2SO4 - das soll laut den Schweizern eigentlich orangerosa werden, bei mir war es aber hell rosabräunlich:

    Das gibt auch einen recht guten Eindruck zur Sporenfarbe, im Original kommt das Gelborange etwas chremeartiger rüber.


    Da sind wir auch gleich bei den Sporen, ich habe etwas mit meinem Mikro gekämpft, 1x 400-fach, 1x 1000-fach, einfach in Wasser. Bin nicht wirklich zufrieden, aber ich denke die netzartigen Strukturen zwischen den Warzen sind zu erahnen:


    Dann habe ich heute noch etwas an der knochentrockenen Huthaut gekratzt und das mal mit etwas Wasser drunter gelegt, ich denke hier sehe ich Haare, oder?


    Würde mich freuen wenn ihr meine Artbestimmung bestätigen könntet - oder auch kritisch kommentieren. Auch über Kommentare zur Chemie oder zu den Mikro-Bildern würde ich mich freuen, was könnte ich hier anders / besser machen? Muss mich ganz langsam an das Gerät rankämpfen, leider mit viel zuwenig Zeit ;( ;( .

    Hallo zusammen,
    einige der wenigen Herbstfunde möchte ich doch jetzt über den Winter zur Diskussion stellen, u.a. auch diesen hier. Ich bin mir absolut unsicher ob ich hier Pleurotus cornucopiae - Rillstieliger Seitling oder doch eine "normale" Auster vor mir habe. Gefunden am 06.09.2016 auf einer liegenden Buche mit viel Trametes hirsuta zusammen. Habe mir auch Pablos Portrait angeschaut, insbesondere die erwähnte weißfilzige Stielbasis denke ich zu sehen. Leider haben die Pilze die Maden gefressen, es ist nur der Sporenabwurf übrig geblieben, an dem habe ich mich auch versucht. Hier also die Bilder:


    a) von oben - für mich war das erstmal eine "normale" Auster:


    b) von unten - auffällig und irritierend der deutlich gelbe Rand:


    c) hier insbesondere der gelbe Rand:


    d) hier ist der Stielansatz mit den (nicht wirklich auffällig) herablaufenden Lamellen und vor allem auch die weißfilzige Stielbasis zu sehen:


    e) hier noch ein Gesamteindruck eines Knäuels


    f) der Sporenabwurf auf weißem Papier - keinesfalls weiß wie in Pablos Portrait geschrieben (Sporenpulver: weißlich bis cremefarben; Sporen zylindrisch; 7,5-11 x 3,5-5 µm (lt. Funga Nordica)), in 123Pilze steht allerdings "Lila, lilabraun (7-10,5 x 3.5-5 μm, längliche ellipsoidisch)"


    g) die Abmessungen passen dann wieder zu meinen ersten bescheidenen Versuchen mit dem Mikroskop (wo hier allerdings die lila Farbe herkommt - keine Ahnung):


    Freue mich wie immer auf eure Kommentare.

    Hallo Pablo,
    bin mal Deinem Link gefolgt, auch die Texte gelesen und habe noch weitere Bilder vergleichen - ich bin dann auch eher bei M. pura. Insbesondere auch wegen des rot-blauen Tons, das war in Natura noch viel auffälliger als auf den Bildern.

    Hallo zusammen,


    Danke für eure Kommentare, auch die Bestätigung des Öhrchens. Bei dem Mycena habe ich frisch leider nicht dran gerochen - müsste der Geruch auch getrocknet noch da sein? Oder bekommt man ihn zurück nach anfeuchten?


    Ich habe das Teil incl. der leuchtend weißen Sporen noch bei mir.


    Wenn ich jetzt an dem Trockenstück rieche, keinesfalls Rettich, auch nicht süß - am ehesten Tabak - aber nicht schön zigarrensüß sondern eher profan zigarettig - oder ich bilde mir das jetzt gerade ein <X:/ .

    Hallo,
    diesen fand ich am 27.10.2016 an einer meiner Lieblings-Lokalitäten, am Otterbach bei Kandel / Südpfalz. Ich hatte hier schon mehrfach Funde aus diesem ziemlich naturnah wirkenden Buchenmischwald am Bachrand gezeigt.


    Hier hatte ich vor Ort o.g. Bemerkung notiert: violetter Helmling mit blaurotem Stiel. Da waren einige Dutzend Ex. zu finden, die ich mal zeigen möchte (leider war das Licht nach einem vollen Arbeitstag am frühen Abend schon relativ schwach, und das erste geblitzte zeigt leider nicht den im Gelände wirklich auffälligen blauroten Stiel - der kommt noch am besten auf dem letzten Bild, wo die Art eigentlich eher nur den Hintergrund bildet):






    Da ich das keinesfalls für den "normalen" Mycena rosea halte habe ich etwas gesucht und bin auf Mycena diosma, den Duftenden Rettichhelmling gestoßen. Er liegt zwar noch völlig durchgetrocknet neben mir, riechen tue ich in diesem Zustand aber nichts mehr (habe damit aber sowieso meine Probleme).


    Könnte ich hier richtig liegen oder was meint ihr?


    Das Öhrchen auf dem letzten Bild halte ich übrigens wg. der kleinen rötlichen Flecke für Otidea onotica, das Eselsohr, auch da würden mich eure Kommentare interessieren.


    Vielen Dank wie immer,

    Hallo,
    genannte Art habe ich bei mir hier schon ziemlich oft gefunden, deswegen das "nur" im Titel. Bei diesen hier bleiben aber Zweifel, habe mich dann aber insbeondere wg. der länglichen Poren für die Art entschieden, evtl. sind es ja noch ziemlich junge Exemplare, die ihren typisch buckligen und oft veralgten Habitus noch nicht ausbilden konnten.


    Ich zeige euch mal die Bilder:





    Freuie mich auf eure Kommentare! Vielleicht meint ihr ja doch was ganz anderes zu sehen.

    Hallo zusammen,
    das Thema kann man ja nicht oft genug bringen - habe ich auch mal wieder gemerkt, da ich bei der Kollektion schon im Wald eigentlich total sicher war - und dann kamen zu Hause doch Zweifel - vielleicht doch etwas angegangene Stockschwämmchen? Aber letztendlich bin ich - hoffentlich berechtigterweise - jetzt doch eher sicher: Gift-Häubling.


    Keine Flocken am Stiel, weißliche Streifung zumindest auf einigen der Fotos zu erahnen. Aber schaut selbst:






    Freue mich wie immer auf eure Kommentare!

    Hallo Stefan - danke für die schnelle Antwort - Trichaptum hollii - noch nie gehört. Aber gerade in meinen Büchern doch gefunden unter T. fuscoviolaceum - muss ich nochmal genauer nach den Unterschieden schauen.


    Gruß Rainer
    [hr]
    Hallo Pablo,
    das hat sich jetzt überschnitten, danke für den Hinweis, ich hänge mal noch ein Detailausschnitt rein. Besser sind die Originale leider nicht - ist das jetzt noch poroid?



    Dank & Gruß Rainer

    Hallo zusammen,
    melde mich wieder zurück, habe diesen Sommer wirklich nicht viel gemacht, zu wenig Zeit für meine Hobbies. Aber immerhin 4x (!) :( :( :( - bin ich doch in den Wald gekommen und werde das jetzt sukzessive aufarbeiten.


    Hier eine Art, die ich nach langem Suchen doch glaube erkannt zu haben, aber da wie so vieles noch ein Ertsfund, möchte ich sie wenigstens mit 2 Fotos vorstellen. Gefunden an einem starken liegenden Stamm (Pinus), am Aufstieg vom Modenbachtal in den Pfälzer Wald an den 7 Quellen (03.10.).


    Ich denke es ist Trichaptum abietinum, der Violette Lederporling, natürlich immer dankbar für Kommentare / Bestätigungen oder Hinweise zu ggf. notwendiger Revision:


    a) der Bestand an dem relativ frischen Pinus-Stamm von oben:

    b) hier eher von unten, der lila Rand wird bei einigen recht gut sichtbar:

    c) und hier nochmal etwas näher - schön der lila Rand zu sehen


    Dank & Gruß Rainer

    Hallo Jan-Arne,
    die linke - kleinere - Gruppe liegt neben mir, jetzt schon 3 Tage, allerdings unter Glas (in der Hoffnung dass Sporen ausfallen), ist jetzt ca. 14 mm hoch. Das dürfte sich nur unwesentlich zum Frischezustand unterscheiden (da eben unter Glas).


    Nun bin ich - ein wenig wie die Jungfrau zum Kind - vor Kurzem etwas überraschend und (noch) nicht wirklich geplant - Besitzer eines Mikroskops geworden. Habe bisher kaum Erfahrung damit und nur etwas "rumprobiert". Worauf müsste ich denn versuchen zu achten? Bei 123 finde ich hauptsächlich die Sporenfarbe - aber dafür braucht es kein Mikro.


    Allgemein betrachtet spricht natürlich die Farbe an sich schon sehr stark für St. fusca, die hatte ich völlig übersehen.


    Dank & Gruß Rainer