Beiträge von Kampfpilzler

    Guten Abend


    Da war ich wohl sehr vorschnell mit meinem Urteil. Das Stockschwämmchen hat also als Schüppling tatsächlich auf dem Hut jung Schüppchen. Bei älteren Exemplaren sind sie aber doch oft abgewaschen. Deshalb wird wohl auch der Hut im Porträt vom Tintling als glatt bezeichnet:


    "Hut gewölbt bis ausgebreitet, wenig fleischig, meist typisch flach und stumpf gebuckelt, glatt und glänzend, zweifarbig mit falbem Scheitel und dunklerer, goldbrauner, entwässerter, ungeriefter Randzone."

    kuehneromyces_mutabilis.html


    Wieder was gelernt.


    HG

    Paul

    Hallo Bernhard


    Kuehneromyces mutabilis kann aufgrund der Schüppchen auf dem Hut nicht sein. Auch sind die Fruchtkörper zu robust für Stockschwämmchen.

    Ich tippe mal auf Hallimasch.


    HG


    Paul

    Die Anzahl hätte ich natürlich viel geringer geschätzt. Super Arbeit! ==Pilz23


    Ich hoffe dieses Jahr auch mal Sandborstlinge zu finden. Zedern gibt's in den Parks eigentlich genug.


    Mit Boletus edulis ist die Zählung natürlich viel einfacher: einfach zuhause auf dem Küchentisch die Fruchtkörper zählen ==18.


    Schöne Ostern


    Paul

    Hallo Pablo



    Ich kenne dich nur von deinen Beiträgen, aber da kann ich nur sagen: "Hut ab"



    ==Pilz24==Pilz24==Pilz24==Pilz24==Pilz24==Pilz24==Pilz24




    Trotzdem erfreche ich mich nochmals darauf hinzuweisen, dass mir die Pilze ziemlich frisch erscheinen und frische Stereum hirsutum sollten nach meinen Kenntnissen eigentlich immer freudig orangegelb sein. Aber das mag falsch sein, mit dem Hinweis auf die Verfärbung an der Ansatzstelle hast du auf jeden Fall Recht.



    Also nochmals meine grösste Würdigung deiner mykologischen Kompetenz:



    ==Pilz24==Pilz24==Pilz24==Pilz24==Pilz24==Pilz24==Pilz24



    Herzliche Grüsse


    Paul

    Nr. 4 scheint mir Samtige Schichtpilz (Stereum subtomentosum) zu sein.
    Er ist i.a. schmaler angewachsen als Stereum hirsutum, die Unterseite ist blasser als bei Stereum hirsutum und auf Druck verfärbt sie sich chromgelb, was mir deutlich zu sehen scheint.



    Herzliche Grüsse



    Paul

    Hallo joe



    Ceriporiopsis gilvescens könnte für deinen ersten Pilz gut passen. Ich habe ihn Mitte Dezember in der Schweiz gefunden, ebenso wie ein Pilzkollege. Der Pilz, der eher als selten gilt, hat vielleicht ein besonders gutes Jahr.



    Das bräunliche Flecken ist ein zusätzliches Kennzeichen:


    BK Band 2:
    [font="Arial"]Oberfläche fein porig, in jungem, frischem Zustande weiss, bisweilen mit Rosaschimmer, auf Druck rot- braun fleckend, in trockenem Zustande ockerbräunlich mit Rosaton.[/font]


    [font="Arial"]Ich weiss allerdings nicht, ob das zur Unterscheidung taugt.
    [/font]


    [font="Arial"]Gruss
    [/font]


    [font="Arial"]Paul
    [/font]



    Hallo ihr beiden,
    Danke erstmal für eure Einschätzungen. Leider habe ich die letzten nicht mitgenommen, so dass ich keine Sporen habe :( :( .
    Trotzdem denke ich hier eher an Trichterlinge, also weiße / helle Sporen, die zeigen einfach nicht diesen rosa Hauch auf den Lamellen wie oben der Mehlräsling. Zur Art werden wir so aber wahrscheinlich nicht kommen.


    Hallo Rainer


    Versuch doch nächstes Mal die Lamellen mit dem Fingernagel abzuschieben. Sollte beim Mehlräsling ganz leicht gehen, bei Trichterlingen praktisch nicht.


    Herzliche Grüsse


    Paul

    Hallo Daniela


    Scheint mir zu passen. Die kopfigen Paraphysen sind wohl ein unverkennbares Merkmal.
    War mein erster "Kleinpilz", den mir damals jemand mit Mikroskop bestimmt hat.


    Herzlicher Gruss


    Paul

    Danke für die tollen Bilder. Um den rosafarbenen Saftporling und den Spechttintling beneide ich dich speziell :sick:.


    Viel Spass im Unruhestand wünscht dir


    Paul


    aus Zürich

    Sieht mir auch nach Ziegelgelbem Schleimkopf (Cortinarius varius) aus. Irgendwo wird da schon noch eine Fichte stehen. Auf der Foto in Breitenbach/Kränzlin sind auch nur Buchenblätter zu sehen.



    Ich sehe den Pilz dieses Jahr öfters. Das kann auch daran liegen, dass ich ihn mittlerweile gut zu kennen glaube.
    In der Schweiz gilt er als Speisepilz.



    Einen schönen Tag wünscht



    Paul

    Hallo Robert


    Das finde ich eine gute Frage. Allerdings befürchte ich, dass es keine fundierten Antworten geben wird, da das noch nie untersucht wurde.
    Ich habe mich auch schon gefragt, wie z.B. Nyctalis-Arten sich verbreiten: der Fruchtkörper bildet Sporen auf verfaulenden Russulas. Diese müssen irgendwo überleben bis in der folgenden Saison wieder faulende Russulas als Wirt zur Verfügung stehen. Jemand hat mir auf diese Frage geantwortet, dass die Sporen auch bereits im Myzel einer Russula keimen und selbst ein Myzel bilden könnten, dass dann auf dem verfaulenden Russula-Fruchtkörper der nächsten Saison seine Fruchtkörper bildet. Leider habe ich dazu keine Untersuchungen gefunden.


    Gruss


    Paul

    Hallo Wolfgang


    Wunderschön! Ich möchte auch mal :crying:


    Heute morgen Tuppie und nun du: die wärmeliebenden B. aereus
    scheinen den heissen Sommer zu mögen. Es lebe der Klimawandel.


    Interessant wie variabel die Art aussehen kann.


    Einen schönen Tag wünscht


    Paul


    Geniales Video!
    Vielen Dank für den Hinweis


    Paul

    Hallo Veronika


    Der Begriff Giraffenholz wurde meines Wissens von einem österreichischen Mykologen geprägt. Es handelt sich dabei wohl um Myzelien (der selben Art) die sich voneinander abgrenzen (Schwarze Bereiche). Die Art spielt dabei wohl nicht so eine Rolle. Oft scheint es aber Xylaria longipes zu sein.
    Ich kenne das Phänomen auch nur von kleine Ästen (https://www.pilzforum.eu/board…lz?highlight=giraffenholz). Ich denke dass es sich bei deinem Fund aber grundsätzlich um das selbe handelt.


    Freundliche Grüsse


    Paul

    Ich habe schon erfolgreich Austernseitilinge, Stockschwämmchen und Shitake auf Holz gezüchtet. Dazu habe ich mit Myzel beimpfte Holzdübel gekauft, entsprechende Löcher ins Holz gebohrt und die Dübel hineingesteckt. Dann mit Plastikfolie einpacken und warten bis Myzel an der Oberfläche erscheint, dann Plastik entfernen. Als Substrat eignet sich Buche, für Shitake Eiche oder Birke. Ob auf Glyzinie irgendein Speisepilz wächst ???
    Jedenfalls wird sich sicher irgendein Pilz des Wurzelstockes bemächtigen und ihn über die Jahre zerlegen.


    Freundliche Grüsse


    Paul


    P.S. Was ist das für ein cooles Auto in deiner Signatur? Lancia? Fährst du den selbst?

    Guten Tag Pablo, Stefan und Thomas


    Vielen Dank für die differenzierten, ausführlichen Antworten. Die Anmerkung im Ludwig fasst wohl alle Ansichten gut zusammen.
    Wir sind uns also alle einig, dass es "Rehbraune Dachpilze" mit (teilweise oder generell) und ohne Schnallen in der HDS gibt. Wie viele Arten die verschiedenen Mykologen dann daraus machen ist mir eigentlich egal, solange es keine eindeutige Meinung gibt.


    Heute habe ich übrigens einen schnallenlosen "Rehbraunen Dachpilz" gefunden, den ich dann wohl als Pluteus cervinus bezeichnen darf:



    "Rehbrauner Dachpilz" mit Schnallen in der HDS:



    Alle Präparate in Kongorot, 40x Objektiv.


    Herzliche Grüsse


    Paul

    Guten Abend Pablo


    Ich habe vor kurzem einen Pilz als Pluteus primus bestimmt, da in der HDS überall Schnallen zu sehen waren, wogegen bei Pluteus cervinus keine vorhanden sein sollen. Zweifelst du nun an, dass das artbestimmend ist oder ist dir ein solcher Pilz noch nie begegnet?


    Liebe Grüsse


    Paul

    Vor einigen Jahren, als ich mich neu mit Pilzen befasste und alles probieren wollte, habe ich mehrmals einen Pilzkontrolleur (PSV) gefragt, ob dies nun ein Fichtenzapfenrübling sei. Schliesslich gab er (wohl entnervt) auf und meinte, giftig seien die wohl jedenfalls nicht. Ich hab die Hüte dann in Butter gebraten und meine Erinnerung ist: zähe Huthäutchen die übriggeblieben sind und wohl interessanter zu Mikroskopieren als zu Essen gewesen wären. Bin gespannt auf deine Erfahrungen.


    HG


    Paul


    Hallo Paul,


    aus dem Kopf heraus soll es wohl die Langstielige Ahorn-Holzkeule (Xylaria longipes) sein, die diese Strukturen hervorruft. Ob das nun nachgewiesen und absolut richtig sein muss, weiß ich nicht sicher. Allerdings kenne ich die Strukturen nur von Ahorn und ein Pilz als Verursacher dieser Verfärbungen ist absolut naheliegend.


    LG, Jan-Arne


    [hr]
    Hallo Jan-Arne


    Ja, auf meinem Ast hat es wohl auch Xylaria longipes. Sah für mich zwar erst nicht so, aber Dank einem Beitrag von IngoW erkannte ich es als junges Stadium. Die Frage ist für mich aber weniger welcher Pilz das verursacht (können wohl auch Eutypa-Arten sein) als wodurch dunkle und helle Bereiche entstehen.


    Liebe Grüsse


    Paul

    Das Thema Giraffenholz wurde hier schon mehrmals behandelt. Mich würde interessieren wie das Muster entsteht.
    Im Querschnitt des Zweiges sieht man deutlich schwarze Linien, die genau an den weissen Stellen der Oberfläche enden. Unter der Stereolupe hatte ich allerdings das Gefühl, dass sie dort nicht enden, sondern seitlich mit den schwarzen Flecken verbunden sind.
    In einem früheren Thread wurden die Linien als Abgrenzungslinien bezeichnet. Ich denke es könnte sich auch um das Myzel handeln.
    Jedenfalls gibt es viele offene Fragen. Weiss man unterdessen mehr dazu?


    Danke für Hinweise


    Paul


    Frühere Threads:
    http://www.pilzforum.eu/board/…l-nur-1?highlight=Giraffe
    http://www.pilzforum.eu/board/…ongipes-eutypa-phlebiella


    Im Querschnitt des Zweiges sieht man deutlich schwarze Linien, die genau an den weissen Stellen der Oberfläche enden: