Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Gerd,


    kannst du mal bitte kurz noch was schreiben in welchen Habitaten die zu finden waren und ob die auf Holz wuchsen und wenn ja welches.
    Ramarien allg. sind ein schwieriges Thema. Ohne Mikroskop geht in der Gattung fast nichts.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Alex,


    Danke für die Antwort. Der ist mein 2. Gedanke gewesen. Allerdings stören mich da ein paar Sachen.


    1. Der Geruch
    2. schmeckte der nur leicht bitterlich nicht bitter
    3. Kenne ich den nicht so stark blauend.


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    hätte nicht gedacht, dass ich mal mit einem Röhrling solche Probleme haben würde.
    Habe den heute gefunden im Großen Garten in Dresden.
    Hutduchmesser des Großen 13 cm; des kleinen 6 cm
    Stieldurchmesser des großen 2,5 cm; des kleinen 1 cm
    Auffällig war ein süßlicher medizinischer Geruch, der mich auf B. impolitus schließen ließ. Im Anschnitt und auf Druck blaute der aber und wie. 8|8| B. impolitus sollte eigentlich nicht blauen.
    Geschmack: leicht bitterlich am Anfang und "im Abgang" dann so wie er roch und mild.
    In der Nähe wuchsen Eichen, Linden, Buchen und Hainbuchen und weiterer mir unbekannter Laubbäume. Nadelbäume standen so in ca. 100 Entfernung vom Fundort.
    Hat jemand von euch ne Idee, was das ist? Boletus spec. kommt aufgrund des "strammen" Wuchses am nächsten. Dürfen auch Vertreter von Xerocomellus/Xerocomus so groß werden? Der größere von beiden hat immerhin eine Wuchshöhe von über 10 cm.
    Über den Kalkgehalt im Boden dort kann ich nicht viel sagen, außer, dass dort Inocybe erubescens und B. radicans dort schon in dem Park vereinzelt gefunden wurden.
    Über Vorschläge eurerseits wäre ich sehr dankbar.


    Hier die Bilder.






    l.g.
    Stefan

    Hallo Karen,


    für mich ist das keine Ziegenlippe. Das geht eher in Richtung Rotfuß. Vielleicht ist das sogar Xercomellus Chrysenteron; allerdings mit sehr schwachen/blasen Rottönen im Stielbereiches (Schnittbild). Gut möglcih, dass ich hier Mist schreibe, vielleicht schreibt noch jemand kompetenteres hier was dazu.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    zumindest hast du ein Schnittbild mitgeliefert. :thumbup: Trotzdem wird das schwer, denn Schleierlinge sind ein sehr schweres Feld. Ohne weitere Angaben; insbesondere Geruch, Baumpartner gerade die Laubbäume sind interessant und evtl. noch Reaktionen auf Chemikalien, wie z.B. KOH wird das eher nichts.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    dein erster scheint schon ein Seitling zu sein; ob das nun wirklich ein Austernseitling ist,habe ich so meine Zweifel. Das ist kein erinfaches Feld.


    Zu deinem 2. das kann zumindest gut ein Schönkopf sein; allerdings ein Mairitterling ist das definitiv nicht; der kommt nur im Mai/Juni.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Pablo,


    na ja in Schokosauce soll das ja ganz gut schmecken. :D Aber ja, ich ess das auch nur immer, wenn ich beim Chinesen was mit "Morcheln" bestelle; ansonsten eher nicht. :evil:


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo,


    gut ich korrigiere/präzisiere. :evil: Schlecht schmeckende Pilze, wie diverse Dachpilze, Holzritterlinge und Grauer Wulstling und nach nichts schmeckende Pilze wie Lacktrichterlinge. Ich nehm die und den Kuhröhling auch ganz gern als optischen Effekt für die Pilzpfanne. Ansonsten na ja. ;)


    l.g.
    Stefan


    @ Stefan: Das Sporenpulver bei Trichterlingen ist keineswegs immer weiß. Es gibt zahlreiche Arten mit cremefarbenem und blass rosafarbenem Farbton, sogar ein leichter orangegelber Farbton ist möglich. Durch diese Unterscheidung werden viel Arten überhaupt erst bestimmbar.


    LG Karl


    Hallo Karl,


    echt? 8|8| Das wusste ich nicht. Ok ich kenn meine 5-6 Clitocyben, die hier häufig wachsen und makroskopisch bestimmen kann und dann wars das. Auf alle Fälle sollte "Herr Gerhard" dann wohl sein Pilzbuch mal zwingend überarbeiten. X( Danke für die Info.


    @alle: Dachpilze schmecken sowieso nicht und sind demzufolge auch keine Speisepilze. Man sollte wirklich zwischen schmackhaften Speisepilzen und essbaren Arten, die nicht schmecken, wie z.B. Lacktrichterlinge, Holzritterlinge,Dachpilze, Grauer Wulstling... unterscheiden. Dachpilze sind nur was fürs Mikroskop. Hakencystiden, sofern vorhanden sind einfach wunderschön. *schwärm*


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ja so was gibts. Bei den meisten Pilzgattungen kannst du schon makroskopisch auf die Gattung schließen. Wichtige Bestimmungsmerkmale sind z.B. die Sporenpulverfarbe. Die ist beim Mehlräsling rosa und bei Trichterlingen immer weiß, was deine Frage beantworten sollte. Ein weiteres Merkmal ist z.B. ob die Lamellen am Stiel angewachsen sind oder nicht. Dann ob die Pilze Sapprophyten sind, z.B. auf Totholz wachsen oder Mykorrhizapartner. Ansonsten ist auch viel Erfahrung nötig die Pilzgattung zu bestimmen. Das Mikroskop brauchst du dann meist nur um die genaue Art zu bestimmen.
    Mit der Zeit kannst du dann deinen ersten Risspilz als solchen erkennen und dann kommen iwann die Schleierlinge mit den ganzen Untergattungen dran. Mir war der große GErhard bei der GAttungsbestimmung immer eine große Hilfe, weil er die Gattungsmerkmale kurz makroskopisch und mikroskopisch zusammenfasst.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ich hab schon mal Mennigerote Saftlinge mit den Schwräzenden zusammen gefunden. Auch hab ich von Pablo gehört, dass es Wiesen gibt, wo ganz viele Saftlinge vorkommen. Bis jetzt habe ich nur die genannten Arten gefunden.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Karl,


    schön, dass du auch mal nicht ganz so seltene Arten präsentierst. :thumbup: Zum glück habe ich schon die meisten davon gefunden und kann die sicher auseinanderhalten. Sag mal warum werden die Täublinge umbenannt? Russula lepida z.B. hätte doch so weiter heißen können?


    Ansonsten danke für die tolle Zusammenstellung. Du bist eine große Bereicherung des Forums mit deinem Wissen und Erfahrung. Gern mehr bitte.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Ingo,


    danke für deine Antwort. Beim Pilzesuchen bleib ich doch eher in Sachsen. ;) Ich fand das Putzen von den Heideschleimfüßen recht angengehm; Buterpilze sind da schlimmer. ;)
    Ansonsten hat Toffel an dem Tag noch viel seltenere Pilze gefunden; gleich in der Nähe von unserer Pilzausstellung. Er ist ein bisschen eher gegangen. Bin mal gepannt, was da noch so alles auftaucht,


    Hallo Anna,


    danke für das Lob. Liebe Grüße auch an Stefan; vielleicht schafft ihr es im Herbst ja nochmal nach Dresden.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    das sieht für mich nach dem Gemeinen Egeringsschirmling Leucoagaricus holosericeus aus. In einigen Pilzbüchern ist der als minderwertiger Speisepilz angegeben; in anderen als "kein Speisepilz". Meiner Meinung nachlohnt sich das nicht den zu essen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    die Pilzausstellung war toll, aber sehr anstrengend. Immer wieder die Frage nach der Genießbarkeit von Kahlen Kremplingen und Grünlingen beantworten zu müssen war schon lästig.


    Und dann noch mein "Lieblingsthema": "Nein das ist ein Flockenstieliger Hexenröhrling; kein Satanspilz, der sieht anders aus und stinkt furchtbar."
    "Nein das ist ein Flockenstieliger Hexenröhrling; kein Satanspilz, der sieht anders aus und wächst in Sachsen nur in Chemnitz an einer Stelle."
    "Nein das ist ein Flockenstieiliger Hexenröhrling; der schmeckt gut und ist selten madig; kein Satanspilz".
    Ich hätte am besten alle Antworten aufzeichnen müssen und per MP3-Player oder so wieder abspielen. Das hätte meine Nerven geschont. ;)


    Ansonsten haben wir tolle Funde von Ratsuchenden bekommen.


    Schwarzaderiger Dachpilz (Pluteus umbrosus), Kornblumenröhrling (Gyroporus cyanescens), Hasenröhrling (Gyroporus castaneus), Kuhmaul (Gomphidius glutinosus), Schmarotzer-Röhrling (Pseudoboletus parasiticus), Rosascheckiger Milchling (Lactarius contoversus), Violettstieliger Pfirsichtäubling (Russula violeipes) und der Grüngeflelderte Täubling (Russula virescens). Das waren unsere Ausstellungshighlights. Leider aufgrund von ständigem Begängnis nicht gescheit fotografieren können.


    Hier noch trotz allem ein paar Impressionen.







    Am Sonntag dann bin ich gleich nochmal zu meinen neuen Lieblingen (Heideschleimfuß Cortinarius mucosus) aufgebrochen. Die wuchsen ja zu hunderten im Kiefernwald. Ich hab mal kräftig gesammelt/geerntet. Gakostet hatte ich die Tags vorher. Die schmecken wirklich ausgezeichnet. 1-2 schöne Impressionen von denen hab ich euch nochmal mitgebracht.




    Der Korb war nach 1h voll. ;)



    Hautköpfe (hier mal stellvertretend der Blutblättrige Cortinarius semisanguineus) waren allgegenwärtig.



    Auch Gezonte Korkstachelinge standen im Massen rum.


    Immer wieder schön: Rötliche Holzritterlinge Tricholomopsis rutilans.



    Ganz zum Schluss mein Höhepunkt der Tour. Die ersten Kiefernwaldhabichtspilze Sarcodon squamosus (hier rechts im Bild) streckten zaghaft ihre Köpfchen raus. Links Halsbandritterling Tricholoma focale in der Mitte Heideschleimfuß. Ein harmonisches Abschlussbild 3 meiner Lieblingspilze. ;)



    l.g.
    Stefan