Beiträge von Climbingfreak

    Hallo,


    man darf da ein paar Sachen nicht vergessen. Die heutige Therapie gibt es erst vielleicht 20 Jahr oder so. 1967 steckte das alles noch in den Kinderschuhen. Das aktuelle Mittel der Wahl ist Silibinin kombiniert mit einem weiteren Wirkstoff. Auch wird heute der Magen nicht mehr ausgepumpt, was vor 20 Jahren noch Standard war.


    Ich war letztes Jahr im Dezember auf einem Giftpilzkongress in München. Da hat ein emeritierter Toxikologe ein paar Schoten aus der Vergangenheit der Behandlung mit Amanitinvergiftungen erzählt. Das war teilweise ziemlich witizg. :)


    Ich bin kein Arzt aber toxikologisch vorgebildet. Ich hatte das im Studium als Nebenfach.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ja die Samtfüße habe ich immer an Fichten- oder Kiefernstümpfen gefunden. Bei mir sind die sehr häufig. Nur zum Thema wie viele Arten ich esse. Es können auch 40 sein, aber immer ausgewählte und bestimmte. (nicht zu alte) Rotfüße nehme ich gerne mal mit für Mischgerichte. Ansonsten nehme ich Frostschnecklinge, diverse Röhrlinge, Heidescheimfüße, Gelbfüße und Schmierlinge, Perlis, ausgewählte Täublinge und Reizker, Parasole Violette Rötelritterlinge, Stockschwämmchen, Rauchblättrige Schwefelköpfe. Das wars dann schon. Kann gut sein, dass ich noch 3-4 Arten vergessen habe.


    Wie bereits gesagt, ich kartiere/mikroskopiere die Pilze lieber, als dass ich sie esse. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    was ich mir hier evtl. auch noch vorstellen könnte, wäre ein Oomycet. Algen wären auch möglich, allerdings kenne ich mich da überhaupt nicht aus. Gegen einen echten Pilz spricht die Tatsache, dass du dort wohl keine Konidiophoren oder so was gesehen hast.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Heidi,


    ich bin bei weitem auch kein Fotoprofi. Ich meinte das keinesfalls abwertend oder so. Aber leider sind wichtige Bestimmungsmerkmale auf deinen Bildern nicht zu sehen. Und dann ist es natürlich auch noch schwer, reinweiße Fruchtkörper zu fotografieren. Dass die Fruchtkörper vielleicht auch noch etwas verwässert sind, tut dann noch sein übriges. Das sind die Gründe, warum ich die Bilder "suboptimal" halte. Das sollte kein Angriff auf dich und deine Kamera sein. Deswegen habe ich ja extra mich einer so diplomatischen Ausdrucksweise bedient.
    Wenn ich Bilder für sehr schlecht halte, dann schreibe ich das auch. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hallo Stefan,
    danke für deine Antwort. Hab ihn eh schon als unbestimmbar eingestuft, weil er auch einfach schon zu alt ist. Trotzdem interessiert mich, welche chemischen Reaktionen da hilfreich wären. Das ist noch völliges Neugebiet für mich und ich wäre dankbar für Auskunft!
    lg
    romana


    In dem Fall wären, Guajak, FeSO4, Phenol und evtl. noch 20%iges KOH relevant.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Mario,


    präg dir den mal gut ein. Der ist auch schon fast makroskopisch sicher anzusprechen. Ich mikroskopiere den natürlich auch immer noch jedes Mal zur Sicherheit nach, aber ich kann sagen, dass ich den mit einer 95%igen Treffsicherheit im Feld erkenne. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hallo,


    ich will den Grauen nicht ausschließen. Ich hab den nur noch nie als Albino gefunden; deswegen bin ich bei Perli. Ich halte es auch für möglich, dass ein Perli zwischen Grauen erscheint. Holger favorisiert den Grauen. Das einzige Merkmal, was du überprüfen könntest wäre ein Röten oder Bräunen am Stiel.


    Mit den suboptimalen Fotos und ohne weitere Angaben wird das Rätsel nicht zu lösen sein. Einer von beiden ist das aber meiner Meinung nach auf alle Fälle.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ohne weitere Angaben, insbesond. chem. Reaktionen und mikroskop. Merkmalen, wird das wohl leider nix werden. Dafür gibt deine Anfrage einfach zu wenige Informationen her.


    So rein spontan denke ich an R. exalbicans, allerdings bin ich überfragt, ob der auch mit Carpinus betulus eine Mykorrhiza eingehen darf. :/ Das ist aber auch nur mehr oder minder geraten.


    l.g.
    Stefan

    Hallo abeja,


    deinen C. domesticus nehme ich dir ab, aber in der Größe finde ich ihn fast ausschließlich. 5 cm Hutdurchmesser ist in meinen Regionen normal. Ansonsten bestimme ich meine Tintlingsfunde fast ausschließlich mikroskopisch. Sich allein auf die makroskopischen Eigenschaften zu verlassen, geht bei denen sehr oft schief. Ich musste schon oft eine makroskopische Vorbestimmung mikroskopisch revidieren. Außer C. comatus vielleicht und 1-2 anderen müssen die mikroskop. abgesichert werden. Gerade, was die Haustintlings-, Faltentintlings- und die Glimmertingsarten angeht.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Heidi,


    das kommt ehrlich gesagt einer Lotterie gleich. Mein Tipp wäre aber ein Perli; den hab ich schon mal als Albino gefunden und auch das Röten war am Tag nach dem Fund nur leicht zu erahnen.


    Übriges siehst du bei deinem Fund keinen Burggraben, sondern freie Lamellen. Amaniten haben per Definition keine Burggräben. Ich muss das als Ritterlingsfreak hier mal unbedingt monieren. :giggle: ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Maria,


    sagen wir mal so. Da ist nicht viel neues. Bis auf einen Vergiftungsfall im Raum Frankfurt/Oder 2013. ;) Ich persönlich sehe das Grünlingsproblem nicht so kritisch; insbesondere weil man von denen eine recht große Menge essen muss, bevor da eine Rhabdomyolyse einsetzt. Der Erdritterling kann man, nach derzeitigem der Stand Forschung, zumindest teilweise Entwarnung geben. Leider ist es so, dass der Wirkmechanismus für die Rhabdomyolyse noch nicht entdeckt wurde.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Peter,


    ich würde mich nicht wundern, wenn die Asci Deines Öhrlings mit Lugol blau reagieren und die Sporen ein netzartiges Ornament hätten. Dann solltest Du mal mit Peziza badia vergleichen.


    Hallo,


    wäre auch meine erste Idee gewesen. Um ehrlich zu sein, habe ich den ganzen Beitrag nach einer Otidea abgesucht und keine gefunden. Das nächste Mal macht du bitte keine falsche Versprechungen in deinen Beiträgen. :evil:


    l.g.
    Stefan

    Hallo an alle,


    ja Stephan hat mich auch gerade noch auf eine Idee gebracht. Wenn ihr den Eisen-II-Sulfatkristall nehmt, dann reicht es vollkommen zu, dass ihr mit dem nur ganz leicht über die Stieltrama streicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei zu starkem Aufdrücken die Farbreaktion nicht typisch aussieht...


    l.g.
    Stefan

    Hallo Maria,


    ja ich gehe gerne Klettern; allerdings fast ausschließlich im schönen Elbsandsteingebirge. Im Frankenjura war ich auch schon, allerdings war das für mich klettertechnisch eine recht große Umstellung vom rauhen und porösen Sandstein auf den glatten, scharfkantigen und "speckigen" Kalkstein.


    Deine gezeigte Pilzpfanne sieht lecker aus. Ich muss allerdings gestehen, dass ich relativ selten Wildpilze esse. Ich hab die lieber unterm Mikroskop. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hallo Christian,


    ja da kann ich mich nur anschließen. :thumbup: Die meisten Pilze, die du zeigst, habe ich noch nie finden können. Eine Frage noch zu X. quercinus. Ich habe von der Art noch nie was gehört, auch meine ich, dass Toffel in seinem Filzröhrlingsvortrag den nicht erwähnt hat. Ist das eine eigene Art oder kenne ich die als X. ferrugineus oder als X. communis/engelii? (ich kenne beide Arten sehr gut; ich kann bloß den deutschen Namen nicht zuordnen) :/ Ich meine, dass einer der beiden ich schon als "Eichenfilzröhrling" irgendwo in einer Publikation gelesen habe.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ich bin keinesfalls ein Freund davon jeden Pilz zu essen, der im Pilzbuch als "nicht giftig" angegeben ist. Ein paar von denen habe ich probiert und hatte teilweise sehr einschneidende Erlebnisse. Ich komme seitdem nicht mal mehr auf den Gedanken Pilze, die Rötliche Holzritterlinge oder Graue Wulstlinge zu essen. Ich esse vielleicht 20 Pilzarten oder so.
    Bei mir geht die Pilzliebe durchs Mikroskop; erst recht mit meiner neuen Leidenschaft "Mehltaue" und Coelomyceten. ;) :cool:


    l.g.
    Stefan

    Zitat


    ... Mich wundert, dass du das auf den Schwärztäubling beziehst, wo doch die Heringstäublinge im Wiki-Artikel beschrieben werden. :/ ...


    Auch! Vermeintlich wegen des Menthols.


    Es ist gut möglich, dass die Art gar kein Menthol enthält. Aber auch das würde beim Kochen eliminiert werden. Aber Menthol ist ja nicht so kritisch, denn es ist ja fast überall drin. ;)


    l.g.
    Stefan


    Ja klar, die aufgenommene Menge des Trimethylamins ist gering und außerdem wird es beim Garen eliminiert. Das sollte kein Problem sein; auch eine Kostprobe ist ungefährlich. Solche Verbidungen entstehen auch im menschlichen Metabolismus. Mich wundert, dass du das auf den Schwärztäubling beziehst, wo doch die Heringstäublinge im Wiki-Artikel beschrieben werden. :/


    l.g.
    Stefan

    Hallo Mausmann,


    ich kenne Heidrun sehr gut und sie kann sehr wohl Schwärztäublinge von Heringstäublingen unterscheiden. Die Eisensulfat-Reaktion war für Heringstäublinge positiv; ebenso Fischgeruch und Bräunung, so dass da nur was aus der Gruppe in Frage kommen kann. Die Frage ist nur welcher. "R. cicatricata" habe ich auch schon gefunden. Die Art ist noch nicht so lange beschrieben worden. Zudem stand in einem der letzten Tintlinge, dass die Art auch noch nicht gut dokumentiert ist und in unerschiedlichen Werken auch unterschiedlich beschrieben/dargstelt wird. Es kann auch einfach sein, dass die Art auch extrem varaiabel ist. Hier stellt sich die Frage, gehört der zu R. cicatricata oder ist das eine eigene Art, die R. cicatricata nahesteht. Das werden nur absolute Täublingsspezis rausbekommen können; bzw. wäre es vielleicht mal sinnvoll, dass die Arten in der ganzen Gruppe mal sequenziert werden sollten; am besten anhand der Typusbelege. DAs würde dann hoffentlich Klarheit schaffen.


    Also falls das jemand liest und einen Täublingsspezialisten kennt, der ggf. den Fund auch sequenzieren lassen kann, dann bitte bescheid geben. Natürlich sind auch hier noch Bestimmungsvorschläge auch weiterhin willkommen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    bei dem ersten (vermeintlichen Hexe) wäre es wirklich gut zu wissen, ob die Röhrenmündungen rot sind oder nicht. Wenn nein, dann wäre vielleicht noch was aus der "X. rubellus-Ecke" relevant. Die können teilweise auch recht stark blauen und der Habitus passt ansonsten auch zu einigen meiner Funde. (natürlich immer nur unter der Vorraussetzung, dass die Röhrenmündungen auch gelb sind.) ;)


    l.g.
    Stefan


    P.S. @Ulla: Danke für die Erklärung. Das sollte aber eigentlich nur ein kleiner Scherz sein. :shy: ;)