Und wieder geht ein Herbst-Wochenende vorbei. Schade.

Diesmal hatten wir Gäste aus den Niederlanden, die extra mit frisch gekauften Sammelkörben kamen, um an einer deutschen Pilzwanderung (those crazy Germans) teilzuhaben.

Es hat ja nun in unserer Nordberliner/Brandenburger Ecke drei Tage geregnet und von zu trocken kann nicht mehr die Rede sein. Allerdings ist es relativ kalt. Insgesamt sind noch eine Menge Pilze zu finden, aber der größte Teil ist überständig. Alte Maronen, alte Reizker, alte Hallimasch, alte Krause Glucken (die auch aktuell nicht mehr wachsen - wir hatten ein paar hot-spots der letzten Woche besucht). Halbwegs frisch gab es Erdritterlinge, graue Schwefelköpfe und Butterrüblinge. Naja und natürlich einen der neben dem Hallimasch hier meist angefragten, großen, hübschen Ständerpilze - Nebelkappen... die man nicht wirklich mehr will.

Im Wald traf ich eine russische Familie, die am Wissens-Austausch interessiert war. Einerseits waren sie entsetzt, dass ich Krause Glucken und Butterrüblinge im Korb hatte. Andererseits zeigten sie mir neben ihren ollen Maronen und Brandigen Ritterlingen stolz einen kleinen, daumendicken Fliegenpilz, den sie für ihren Vater mitnehmen, der den in dünnen Scheiben roh zum Schnaps genießt. Sei so Tradition bei ihnen...

Nun, demnächst wird es wohl Zeit, die Spots für Austernseitlinge und Frostschnecklinge aufzusuchen.
beste Grüße bis zum nächsten Wochenende,
Tom