Beiträge von lamproderma

    Hallo Björn,

    bin mir eigentlich sicher, dass Dein Fund Geastrum striatum - der Kragen-Erdstern ist.

    Schon Deine Beschreibung mit dem gefurchtem Peristom und Kragen an der Endoperidie spricht dafür. Geastrum pectinatum, der Kamm-Erdstern hat zwar auch ein gefurchtes Peristom, aber keine Kragen unten sondern eine kammartig gefurchte Apophyse (Unterseite der Kugel - Endoperidie).

    Die Endoperidie ist bei Geastrum striatum frisch immer so mehlig bestäubt wie auf Deinem 1.+4. Foto gut zu sehen ist. Im Alter wäscht sich das dann ab und die Peridie ist dann nur noch glatt schwarz.

    Das Wachstum auf nährstoffreichem Standort ist auch typisch. Er gehört zu den häufigen Arten.

    LG Ulla

    Hallo Lubeca,

    ich würde Deine Funde ebenfalls für den Halskrausen-Erdstern halten, allerdings beim letzten Foto bin ich mir nicht sicher. Das könnte auch was anderes sein. G.triplex ist ungeöffnet zwiebelförmig, hat nach dem Öffnen ein gehöftes gewimpertes Peristom. Die Halskrause bildet sich meist erst später aus, manchmal auch gar nicht. Du hast aber auf Deinen vielen Fotos die Vielgestaltigkeit dieser Art gut dargestellt.

    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    da würde ich Dir gern recht geben mit Typhula phacorrhiza. Das Sklerotium ist da typisch, zwar war es bei meinen Funden eher bräunlich und nicht so freudig rot, aber das kann eine Alterserscheinung sein.

    Macrotyphula filiformis ist eher im Wald auf Laub zu finden. Die Fruchtkörper sind auch eher gelblich-bräunlich und das Sklerotium fehlt natürlich.

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    ich glaube, dass Du mit Trichia affinis richtig liegst.

    Trichia persimilis ist ja sehr ähnlich, ist aber meist nicht so strahlend gelb wie Dein Fund.

    T. favoginea hat immer zylindrisch geformte Fruchtkörper und das Capillitium ist dicker.

    LG Ulla

    Hallo Bjoern,

    bei Deinem Fund könnte es sich um Tricholoma orirubens handeln.

    Den hatte wir am letzten Wochenende auch. Typisch für die Art ist die blaugrüne Verfärbung an der Stielbasis und wenn der Pilz älter ist färben sich die Lamellen rosarot, auch am Stiel hat man dann rosa Farben.

    Bei Buche auf Kalk ist auch typisch.

    Vergleich mal damit.


    LG Ulla

    Hallo, das sind total abgewitterte Schleimpilze aus der Gattung Stemonitis wie Mausmann schon vermutete.

    Sporen sind schon abgespült oder ausgeblasen und auch das Capillitium ist weg.

    Die schwarzen "Haare" sind die Columellen bzw. Stiele die noch übrig geblieben sind. Welche Art von Stemonitis ist nicht mehr rauszukriegen.

    LG Ulla

    Über den weiss I gar nix nur nadelwald eher in der Wiese

    das ist leider viel zu wenig um diesen Pilz einzuordnen.

    Da muß man sich schon etwas mehr Mühe geben.

    Wo ist der Pilz gewachsen, welche Baume standen drumrum, hat der Pilz eventuell eine Milch abgesondert /(was ich glaube, aber eventuell durch die Trockenheit nicht mehr zu sehen war). Wie war der Geruch des Pilzes.

    Ich könnte mir zwar vorstellen, das es eventuell der Bruchreizker - Lactarius helvus - sein könnte (der würde milchen, der Geruch ist maggiartig), aber das ist nur ein wager Vorschlag.

    VG Ulla

    Hallo Beli,

    Dein Schleimpilzfund ist mit ziemlicher Sicherheit kein Physarum polycephalum, der kommt hier im Freiland nicht vor.

    Dein Fund ist leider noch unreif. Da kommt sowohl eine Fuligo in Frage oder auch z.B.Physarum virescens (an Moosen im Fichterwald). Das läßt sich leider nur nach diesen Fotos nicht sagen.

    Noch eine Bemerkung zu dem Erdstern: das ist ebenfalls kein Geastrum quadrifidum: Dein Fund hat ein gerieftes Peristom, das schließt G.quadrifidum schon aus, da dieser ein gewimpertes, gehöftes Peristom hat. Auch sieht man, dass der Pilz kein "Nest" hat (die Lappen müßten stelzenförmig über dem Mycelnest stehen).

    Ich denke da eher an Geastrum striatum- Kragen-Erdstern oder eventuell G. pectinatum - Kamm-Erdstern. Leider sieht man die Apophyse (Unterseite der kugelförmigen Endoperidie) nicht um die entscheidenden Merkmale (Kragen oder Kamm) für diese Arten zu sehen.

    LG Ulla

    Hallo Wastl,

    würde Deine Funde für alte Fichtenreizker - Lactarius deterrimus halten.

    Haben solche heute im Vogtland in großer Zahl gesehen, die genauso aussahen. Waren eigentlich nicht mehr als Milchlinge/Reizker zu erkennen.

    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    die Anfrage hatte ich auch erst letztens von einem Pilzfreund und ich bin auf das gleiche Ergebnis gekommen wie Rudi - Laesitaria fuciformis - die Rotspitzigkeit oder Rotfadenkrankheit des Rasens



    LG Ulla

    Hallo Jörg,

    Geastrum quadrifidum- Kleiner Nesterdstern würde ich bei diesem Fund ausschließen. Das ist ein Nadelwaldbewohner (man sieht auf dem Foto keine Nadeln), der fast immer nur 4 "Arme" und außerdem ein Nest hat, d.h. die Arme stehen stelzenförmig über dem darunter liegendem Mycelrest (die äußere Schicht der Exoperidie bleibt untem am Boden als Nest zurück). Außerdem hat dieser Erdstern auf ein gehöftes Peristom.

    Das fehlt alles bei Deinem Fund. Dein Fund hat auch mehr "Arme", ein ungehöftes Peristom, Die "Arme" oder Lappen sind nach unten gewölbt. Ich vermute bei diesem Erdstern den schon erwähnten Gewimperten Erdstern - Geastrum fimbriatum.

    LG Ulla

    Hallo Hannes,

    Erdsterne wachsen oft vergesellschaftet, da sie manchmal ähnliche Biotope mögen.

    Gerade G. triplex und G.rufescens findet man oft im gleichen Habitat, wobei G.triplex häufiger ist. Auch G. fimbriatum, den Gewimperten Erdstern könnte man dort finden. Aber bei Deinen Fotos sehe ich den nicht. Dieser hat keine rötlichen Farben und auch kein gehöftes Peristom. Beim Rötenden Erdstern verliert sich allerdings im Alter die rötliche Färbung und er ist dann vom Gewimperten Erdstern meist nur durch die größeren Fruchtkörper zu unterscheiden.

    LG Ulla

    Hallo Jörg,

    ich denke, dass Du zwei verschiedene Erdsterne abgebildet hast.

    Auf dem ersten Foto ist Geastrum triplex, der Halskrausen-Erdstern zu sehen, der wie schon gesagt erst später die Halskrause entwickelt. Aber man erkennt ihn an dem gehöftem, gewimpertem Peristom (Mündung) der Endoperidie (Kugel) und auch an seiner Größe (ist einer der stattlichsten Erdsterne) .

    Auf den anderen Fotos denke ich, hast Du den Rötenden Erdstern Geastrum rufescens erwischt.

    Man sieht die leicht rötliche Verfärbung an den Bruchstellen der Exoperidie (äußere Hülle --> sternförmige Lappen) und das ungehöfte gewimperte Peristom.

    LG Ulla

    Hallo,

    auch ich bin Verfechter derjenigen denen beide Namen wichtig sind.

    Erinnere mich doch oft an meine Anfangszeit bei der Teilnahme an der ersten Tagung, damals vom Kulturbund der DDR in Frankfurt/O.

    Da wurde auch nur mit lateinischen Namen um sich geworfen und ich war ziemlich ratlos und hätte mir mehr deutsche Bezeichnungen erhofft.

    Inzwischen bin ich viel weiter und muß wie Zuehli auch mal nach einem deutschen Namen googeln, aber ich finde es trotzdem wichtig deutsche und lateinische Namen zu verwenden um auch Anfängern Zugang zu den Gattungs- und Artnamen zu schaffen und sie nicht gleich abzuschrecken.


    LG Ulla

    Hallo Uwe,

    vielen Dank, das sieht schon sehr ähnlich aus.

    Darauf wäre ich jetzt nicht gekommen, da die Röhrenfarbe und Struktur denen der Rostroten Lärchenröhrlinge sehr ähnlich waren, die wir gerade vorher gefunden hatten.

    LG Ulla

    Hallo Pilzgemeinde,

    heute möchte ich euch einige Funde unseres Ausflugs zum Mondsee in der Nähe von Zeitz (Sachsen-Anhalt) vorstellen.

    Der Mondsee ist eine alte Kohlegrube die in der 90er Jahren zum Freizeitpark umgestaltet wurde mit badestrand, Campingplatz etc.

    An den nicht genutzten Seiten des See finden sich Pflanzungen aus Fichte, Kiefer, Lärche, Pappel. Im Uferbereich siedelten sich Birken und Weiden an.

    Dieses Gebiet zieht uns seit einigen Jahren immer wieder an, da dort auch eine reichhaltige Pilzflora zu finden ist.

    Auch am Wochenende überraschten uns einige schöne Funde.

    So standen die Fichtenschonungen voller Orangeroter Ritterlinge, Tricholoma aurantium in großen und zahlreichen Hexenringen.


    In den Moospolstern dieser Pflanzungen gab es auch Stachelinge:

    den Gezonter Korkstacheling - Hydnellum concrescens


    und für uns als Neufund der Schwarzweiße Duftstacheling - Phellodon connatus.


    Am Wegrand fand sich sogar ein Himbeerrote Hundsrute, auch ein Neufund für Gebiet.


    Die Lärchenpflanzungen brachten Lärchenritterlinge und alle drei Lärchenröhrlinge, wobei der Rostrote Lärchenröhrling - Suillus tridentinus nicht so häufig ist wie der Graue oder Goldige.


    Zwischen den Lärchen standen auch wieder Massen an Goldgelben Spatelingen - Spatularia flavida. Immer wieder hübsch anzusehen.


    Geruchsmäßig kamen wir zwischen den Birken auf unsere Kosten. Beide Arten der Kokosmilchlinge stand in großer Zahl dort, wobei ich mich über den Dunklen Duftmilchling- Lactarius mammosus sehr gefreut habe, denn der ist nicht so häufig wie sein blasser Bruder.

    Bei Kiefern (Lärchen waren erst in 50 Meter Entfernung) fanden wir Röhrlinge, die zwar in der Röhrenschicht farblich und strukturmäßig den Rostroten Lärchenröhrlingen ähnelten, die aber eine feuchte Huthaut hatten, die Stiele waren richtig rot wie ein Rotfüßchen ohne Ringzone. Leider gabs nur recht alte Fruchtkörper.


    Da haben wir leider keinen so richtigen Plan.

    Vielleicht hat jemand von Euch eine Idee!?


    Vielen Dank fürs Mitkommen und liebe Grüße

    Ulla

    Hallo Martin,

    das sieht schon sehr ähnlich nach Badhamia utricularis aus. Diese Art hat nicht immer die langen Stielchen, wie sie oft abgebildet werden. Das Vorkommen auf dem Moos ist auch nicht so typisch für die Art.

    Es gibt allerdings auch andere Badhamia-Arten die einen Stiel haben, aber der ist meist nicht solang wie auf Deinen Fotos. Deshalb denke ich, dass Du Deinen Fund unter Badhamia utricularis ablegen kannst.


    LG Ulla

    Hallo,

    da würde sich schon die Anschaffung eines Dörrautomaten lohnen. Da kann nichts schiefgehen.

    Im Backofen kann ist es schnell mal zu heiß, dann können die Pilze wie gekocht aussehen.

    BeimTrochnen an der Luft ist es auch wichtig, das die Außenfeuchtigkeit nicht zu hoch ist. Denn dann dauerts zu lang bis die Pilze wirklich trocken sind oder sie gammeln schon etwas.


    VG Ulla