Hallo,
als ich kürzlich über Heilpilze recherchiert habe und ob da auch etwas wissenschaftlich Haltbares dran ist, bin ich auf die Schmetterlingstramete gestoßen. Sonst zwar immer gesehen, aber kaum beachtet, habe ich die dann zum ersten Mal gesammelt. Tolles Material und so zäh, da sollte man eigentlich als Rohstoff nutzen können, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, einen Extrakt aus der Schmetterlingstramete zu machen und bestimmte Wirkstoffe zu isolieren. Dafür muss ich die zähen, kleinen Biester aber erst mal verkleinern, am besten pulverisieren. Im Mörser extrem kräftezehrend und viel Arbeit. Zum Glück habe ich noch eine alte Culatti Schlagmühle im Keller ![]()
Also habe ich die aus dem Keller geholt, angeschlossen und mal ausprobiert. Klappte hervorragend! Grob zerkleinert habe ich die in den Einfüllstutzen getan, die Mühle angeworfen und die Klappe geöffnet - und es kam feinster Staub oder Flocken aus der Mühle. Der ist so leicht, dass es regelrecht qualmte und ich daher nun besser die Verbindung vom Auffanggefäß und Auslassstutzen abdichte. Leider währte die Freude nicht lange und es hat Peng gemacht, ein Funk-Entstörfilter hatte das Zeitliche gesegnet.
Daher musste ich erst mal ein Ersatzteil bestellen, was ich dann gestern auch endlich eingebaut habe. Und kurze Zeit später hatte ich dann einige Röhrchen voll mit Schmetterlingstrametenpulver.
Weiterhin geplant ist eine Heißwasserextraktion und anschließende Alkoholfällung. Aber das dauert noch, hat keine Eile.
Hier ein Foto der Mühle in meiner unaufgeräumten Küche, damit man sich das vorstellen kann. Unten wird noch eine Scheibe eingelegt, dem eigentlichen Mahlwerkzeug (nicht auf dem Bild). Da habe ich verschiedene Feinheitsgrade. Im Grunde nicht anders wie bei einer Küchenmaschine.
