Kleiner "Stacheling"

  • Hallo zusammen, diesen kleinen „Stacheling“ vom Januar hatte ich ohne Ergebnis abgelegt, jetzt wieder bearbeitet, jedoch ohne ein zufriedenstellendes Endergebnis.

    Mit Sp. amyloid (schwache Reaktion in Melzer) kam ich zu keinem vernünftigen Ergebnis.

    Mit Sp. inamyloid, weiß-gelben 1-1,5 (2?) mm langen Stacheln auf Laubholz, stark rundlichen Sporen um 5µm, kopfigen Endhyphen und dünnwandigen Gloeozystiden wäre

    Xylodon spathulata eine Möglichkeit.


    Aber: Inkrustationen am Kopfteil (Halozystiden?) nur 1x schwach gesehen. Die Gloeozystiden waren etwas größer (1x sehr groß) und oft breit abgerundet und weniger spitz zulaufend wie z.B. bei CoNE skizziert. Kleinere Kristalle waren im Hymenium zu sehen, aber stark inkrustierte Endhyphen, wie z.B. abgebildet bei Bernicchia und CoNE waren eher wenig vorhanden > siehe Fotos und Beschreibung.






    Beschreibung


    13.Jan. 2026, liegender, morscher feuchter Laubholzast, wahrscheinlich Prunus (neben Erle und Pappel) an einem feuchten Hang neben einem Weiher.

    Frkp. 5x2 cm, ca. 1-1,5 mm lange weiß-gelbe Stacheln, einzeln bis dicht, ausgehend von einem dünnen weißlichen Subikulum.

    Stacheln +/- zylindrisch bis konisch, apikal meistens abgerundet, aber nicht spitz, mit sehr feinem weißem Flaum. Ältere Stacheln reißen z.T. apikal auf, bzw. die Spitze bricht ab.


    Mikroskopisch:


    Sporen in Melzer schwach gefärbt, jedoch eher nicht amyloid, glatt, manche erscheinen +/- dickwandig vor allem in Kongo, Melzer und BWblau.

    4,5-5,5 x 3,5-4,5µm, überwiegend stark rundlich, nicht breitelliptisch. Q. ca.1.1-1.4

    „Gloeozystiden“: sehr vielfältig bzgl. Form und Größe. Dünnwandig, Inhalt matt, ölig-trüb homogen (nicht klein tröpfchenartig), grau bis schwach gelb. Keulenförmig, zylindrisch, apikal überwiegend abgerundet, manchmal kopfig, aber auch spitz zulaufend oder flaschenförmig mit verlängertem Hals und auch mit Einschnürungen. Die Gloeozystiden waren im Hymenium nicht immer deutlich zu orten. Am besten waren sie in Melzer und Kongo zu sehen. BWblau keine besondere Reaktion, SV löste das Präparat auf.

    20-70 x 4-8µm, aber auch wenige große, gelblich, ölige Teile bis 130 x 13µm.

    Endhyphen apikal kopfig von 3-6µm und Schnallen. Halozystiden bzw. Inkrustationen am Kopfteil (in Wasser) habe ich 1x schwach gesehen (> Foto).


    Hyphen ca. 2-3,5 µm dünn- bis dickwandig mit Schnallen. In der sterilen Stachelspitze parallel verlaufend. Kleine Kristalle waren vorhanden, jedoch stark inkrustierte Hyphen konnte ich nicht feststellen.







    Lit: CFE1 Larsson+Ryv2021 / Bernicchia / Dokus Fr. Dr. Maser/ 73(2) / CoNoE

    Vielleicht hat jemand einen Vorschlag.

    Danke für die Zeit und eventuelle Rückmeldungen.

    Gruß Armin