Beiträge von sarifa

    Hallo Forum!


    Ich hab mal wieder so einen Kandidaten, an dem ich mir die Zähne ausbeiße und zu einer wackeligen Bestimmung gekommen bin. Falls da noch jemand was zu sagen kann, wäre das toll.



    Gefunden in Nordgriechenland, Pindosgebirge, ca. 1500 m Höhe, Kiefern-Buchen-Mischwald, aber die Pilze standen direkt in der Nadelstreu im Wurzelbereich einer großen Kiefer. Ca. 20 Exemplare auf 10m ², zum Teil sehr eng, fast büschelig zusammenwachsend, zum Teil einzeln stehend.


    Hut bis 20cm Durchmesser, hellgelb bis weißlich, rau-schorfig bis filzig, halbrund bis trichterförmig
    Lamellen weiß, herablaufend, lassen sich nicht vom Hutfleisch trennen.
    Fleisch weiß, nicht verfärbend, zäh
    Stiel ca 2cm Durchmesser, 10cm lang, zylindrisch, vollfleischig, faserig, weiß. Bei einigen Exemplaren nicht zentral sondern leicht seitlich, das waren allerdings die, die im Büschel wuchsen, und ich halte das für eine untypische Verwachsung. Bei einzeln stehenden Exemplaren waren die Stiele zentral.
    Geruch leicht nach Kohl, irgendwie gemüsig
    Geschmack nicht getestet
    Sporenpulver weiß



    Inzwischen bin ich nach Suche bei allen möglichen Seitlingen (mich hat der dezentrale Stiel verwirrt) beim Cremeweißen Krempentrichterling, Leucopaxillus albissimus, gelandet. Allerdings eher zufällig als systematisch, und so richtig kann ich mit der Gattung noch nichts anfangen, und die Beschreibungen zum Pilz, die ich gefunden habe, sind eher nichtssagend und könnten auch auf alles mögliche Andere zutreffen. Angaben zum Standort, Größe und Hutoberfläche passen allerdings ganz gut, und es gibt auch viele ähnliche Bilder im Netz (wenn man denen denn trauen kann). In meinen Büchern ist der Pilz nirgendwo drin, bzw. nur als L. paradoxus (sind die nun synonym oder nicht? Da finde ich widersprüchliche Angaben...)



    Bilder:










    Schonmal Danke für alle Hinweise!

    Hallo kazula,


    auch noch mal hier ein Willkommen! Ihr seid uns im Süden ja immer etwa zwei Wochen voraus mit den Pilzen, aber im Moment sehe ich, dass bei euch das Gleiche wächst wie bei uns. Herbstlorcheln habe ich noch nicht gefunden, die sollten aber so ab Anfang November hier auch auftauchen.


    Ich muss aber nochmal nachfragen... Maronen? Gibt's die echt bei euch? Das wäre ja cool. Ich habe hier noch keine gefunden (ist ja auch alles Kalkboden hier, und die mögen eher sauer...).

    Hallo Nobi!


    Hach, wieder so schöne Pilze in dem tollen Gebiet! :) Und Pferde, und was für den Korb, und vermutlich mehrere Döschen für dein Mikroskop... ;)


    Freue mich schon auf die Fortsetzung!

    Hallo Pablo!


    Schönes Zeug habt ihr mal wieder gefunden! Über deinen komischen Dialekt wollen wir mal großzügig hinwegsehen :D :D


    Bei den Cortinarien muss ich natürlich passen, die sind bis auf wenige Ausnahmen immer noch eine Nummer zu groß für mich. Aber auch bei dem "alltäglichen Zeug" sind sehr schöne Sachen dabei!

    Hallo Kathrin!


    Ui, das klingt so, als würdest du hier Schwung in den Laden bringen! :) Nicht, dass der das nötig hätte ;) , aber es klingt so, als passtest du hier ganz wunderbar her! Und schon gleich gedichtet... perfekt!


    Herzlich Willkommen!

    Hallo Plejades!
    Optisch passt M. inclinata auch für mich, etwas blass vielleicht, aber kommt hin. Der sollte ranzig riechen, und tatsächlich braucht der Geruch eine Weile in der Wärme (oder durch Reiben) um sich zu entwickeln. Pack den doch mal in ein Döschen und lass ihn stehen, dann sollte sich das ganze intensivieren.


    Bleibt die 4. Was beim ersten Blick wie klassische Nebelkappen aussieht, weist auf den zweiten Blick konzentrische Wasserflecken auf, die ich von der Art nicht kenne. An der Stelle fehlt mir noch Lepista panaeolus ein, eine Art, die mehlartig und nicht parfümiert riechen soll und zu der auch das (im Alter) leicht gelbliche Fleisch passen würde. Allerdings weiß ich nicht, ob die so robust sein dürfen. Hast du geschnuppert?


    Guter Blick, Jan-Arne.
    Ich nehme die Nebelkappe auch zurück ;)

    Hallo!
    Der kommt dem Anistrichterling optisch schon sehr nahe, aber das ist schwierig den ohne Geruchsprobe zu bestimmen. Die Farben können schon ziemlich unterschiedlich sein, deiner fällt in das Farbspektrum, das ich kenne. Aber endgültige Sicherheit gibt nur die Nase...
    Im Zweifel einfach nochmal an mehreren in der Zukunft riechen, bis du den Geruch gut eingeprägt hast.


    Anis rieche ich übrigens auch nicht deutlich, mehr Amaretto oder Marzipan...

    Hallo Chris!


    1 & 2: keine Einwände. Schöne Dinger, den Schmutzbecherling hätte ich auch gern mal!


    3: Ohne Geruch sag ich nichts :D Sieht aber gut aus.


    4. Keine Einwände.


    5. Sollte der Ohrförmige nicht auch nur an Nadelholz wachsen? Das ist Buche, was du da zeigst, oder? Dann fällt der auch wegen Substrat weg. Vielleicht ganz normale, etwas hell geratene Austern? Bei Seitlingen hab ich aber zuwenig Erfahrung


    6. Hab ich auch noch nie gefunden, daher keine Ahnung.


    7. Guck mal nach Feuerfarbener Saumpilz, Lacrymaria pyrotricha. Könnte hinkommen, kenne ich aber auch nicht aus eigener Anschauung.

    Hallo Karl-Heinz,


    Die Dicke des Stiels ist eher nebensächlich, auch wenn dir das zuerst auffällig erschien.


    Besser sind folgende Merkmale, wenn du nur den Parasol mitnehmen willst: Achte auf das genatterte Muster am Stiel (= Parasol), und prüfe, ob sich der Pilz im Anschnitt orange-rötlich verfärbt (= Safranschirmling).

    Hallo Heidi,


    das ist doch eine wunderbare Beschreibung des Pilzes!
    Chris hat ja schon die Unterschiede zum Blaugrünen Träuschling angsprochen. Ein weiterer Unterschied ist noch die Sporenpulverfarbe (auf dem Ring gut zu sehen, wie du ja schon richtig bemerkt hast), die geht beim Grünspanträuschling mehr ins Lilafarbene, beim Blaugrünen ist sie mehr schokoladenbraun. Allerdings gibt es da wohl auch wiedersprüchliche Angaben in manchen Büchern. Der Ring ist jedenfalls ein gutes Merkmal, beim Blaugrünen ist der viel vergänglicher.

    Hygrophorus pudorinus



    Orangeschneckling, Terpentinschneckling



    Synonyme:


    Agaricus pudorinus Fr.
    Limacium eburneum var. pudorinum (Fr.) P. Kumm.
    Limacium pudorinum (Fr.) Wünsche




    Fruchtkörper: Hut 5-15 cm, kräftig, bei Feuchtigkeit schmierig aber nicht schleimig. Blass ocker oder orange, bis sehr kräftig orange, manchmal mit leichten Rosa - oder Aprikosentönen. Hutrand eingerollt und gezähnelt/gesägt (siehe Fotos) Lamellen wachsartig, weiß bis hellgelblich/hellorange, angewachsen oder leicht herablaufend. Fleisch weiß, unter der Huthaut und im oberen Teil des Huts orange, aber ansonsten nicht verfärbend. Stiel weißlich, kräftig, zylindrisch, bis ca 10 cm lang und bis zu 3 cm breit, im oberen Teil beflockt oder mit Tröpfchen besetzt


    Geruch: nach Terpentin oder Farbe, ich kann auch eine fruchtige Komponente herausriechen. Oft als unangenehm beschrieben, ich fand ihn nicht unangenehm.


    Speisewert: nicht giftig, aber minderwertig (anscheindend ebenfalls nach Terpentin). Wird aber auch als Pilz zum Einlegen empfohlen.
     
    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: Mykorrhizapilz mit verschiedenen Tannenarten, in bergigen Gebieten auf kalkhaltigen Böden.


    Verwechslungen: mit anderen Schnecklingen, z.B. dem Isabellrötlichen Schneckling (Hygrophorus poetarum) oder dem Waldschneckling / Hainschneckling (Hygrophorus nemoreus), die aber beide im Laubwald vorkommen, und auch mit dem Orange-Ellerling (Cupophyllus pratensis[font="Arial"]), der auf Wiesen und grasigen Flächen wächst und dunklere, weiter entfernt stehende Lamellen hat.[/font]


    Sonstiges: Frische Pilze verfärben sich auf dem Hut mit KOH gelb.












    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:


    >Isabellrötlicher Schneckling = Hygrophorus poetarum<
    >Waldschneckling / Hainschneckling = Hygrophorus nemoreus<
    >Orange-Ellerling =Cupophyllus pratensis<

    Hallo Tuppie!


    Ich kann mich allen anderen nur anschließen! Wunderschön!! Südfrankreich ist eine herrliche Gegend, besonders um diese Jahreszeit. Und du hast die Stimmung so schön eingefangen.


    Die ganzen Katzen sind klasse... und sehr hübsch! Ich kann ja von Katzen nicht genug bekommen ;)


    Ruskus heißt das Stachelzeugs also! Das wächst hier auch überall. Ist hübsch mit den roten Beeren, aber ich habe mich nie darum gekümmert, was das eigentlich ist (ist ja auch unwichtig, wenn daneben Pilze wachsen :D ).


    Das mit den Seeigeln könnte schon hinkommen. Unter Wasser kann man solche Löcher auch oft beobachten.


    Danke für den schönen Bericht!

    Oh, ein Melanie-Beitrag! Wie fein!


    Die Kamera kannst du auf jeden Fall noch perfekt bedienen! :thumbup: ;) Und schöne Funde hast du doch da abgelichtet. Und wenn dann sogar noch Essbares im Korb der Kundschaft gelandet ist, umso besser! :)

    Beste Voraussetzungen für euer Treffen nächste Woche, was?
    Schön, deine bunten Bilder wieder zu sehen. Hoffentlich macht die Kamera keine weiteren Zicken!

    Hygrophorus russula (Schaeff.) Kauffman 1918


    Geflecktblättriger Purpurschneckling



    Synonyme:


    Agaricus russula Schaeff.
    Gymnopus russula (Schaeff.) Gray
    Tricholoma russula (Schaeff.) Gillet
    Limacium russula (Schaeff.) Ricken




    Fruchtkörper:
    Hut 3-12 cm, anfangs rundlich mit eingerolltem Rand, später ausgebreitet bis leicht trichterförmig. Jung weiß oder hellrosa, später mit unregelmäßigen rosa bis weinroten Flecken, bei Feuchtigkeit nur glatt, nicht schleimig. Lamellen weiß bis hellrosa, leicht herablaufend, später mit deutlichen weinroten bis bräunlichen Flecken. Fleisch weiß, nicht verfärbend. Stiel ca 3-8cm lang, 1,5-3 cm breit, zylindrisch, weißlich bis hellrosa, kann auch weinrot gefleckt sein.



    Geruch: unbedeutend, eventuell leicht fruchtig


    Speisewert: essbar
     
    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: Laubwald, besonders unter Eichen und Buchen, wärmeliebend.


    Verwechslungen: Der Pilz wirkt auf den ersten Blick tatsächlich wie ein Täubling, aber kann schnell enttarnt werden: der Stiel bricht faserig auf. Andere ähnliche rosa Schnecklinge sind Hygrophorus purpurascens (Beschleierter Purpurschneckling), der sich durch einen schleimiger und weiter entfernt stehende Lamellen unterscheidet und Hygrophorus erubescens (Rasiger Purpurschneckling), der rasig wächst und dessen Fleisch gilbt. Beide Arten kommen zudem nicht im Laub- sondern im Nadelwald vor. Hygrophorus capreolarius, der Weinrote Schneckling kommt ebenfalls hauptsächlich im Nadelwald vor, allerdings gibt es auch Literaturangaben von Buchenwaldfunden, diese können leicht mit Hygrophorus russula verwechselt werden. Von oben können auch Verwechslungen mit Schleierlingen (z.B. Cortinarius rufo-olivaceus, Violetter Klumpfuß) vorkommen, allerdings underscheiden sich Schleierlinge durch den Haarschleier und braunes Sporenpulver.


















    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:


    >Hygrophorus purpurascens = Beschleierter Purpurschneckling<
    >Hygrophorus erubescens = Rasiger Purpurschneckling<
    >Hygrophorus capreolariu = Weinroter Schneckling<
    >Cortinarius rufo-olivaceus = Violetter Klumpfuß<

    Scientific name


    deutscher name



    Synonyme:


    .




    Fruchtkörper: Hut     Lamellen   Fleisch    Stiel     Stielbasis


    Geruch:


    Speisewert:
     
    Sporen:


    Vorkommen:


    Verwechslungen:


    Sonstiges:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:




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    Hallo Frank,


    Genaue Art ist schwer zu sagen, aber irgendein Schmierröhrling (Suillus) wird das wohl sein...
    Schöne Aussicht hatte der Fliegenpilz da! Ich war im Frühsommer auch auf Teneriffa und war sehr angetan von der Landschaft!