Beiträge von Ingo W

    Hallo Markus!


    Mycena polyadelpha (Winziger Eichenblatt-Helmling) sieht gut aus.
    Der ist im Gegensatz zu M. capillaris (Buchenblatt-Helmling) oft kurzstieliger, meist hat er auch weitstehende oder sogar etwas reduzierte Lamellen und die Hutform ist anders.


    Sollte dir auf Eichenblättern mal sowas in der Größe begegnen, wo die jungen Fruchtkörper einen rosalichen Schein haben, hast du dann Mycena smithiana (Leichtvergänglicher Helmling).


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Also jetzt kann ich nur noch sagen: "Wow!!"
    Was findest du denn für Zeug.


    Beim Pilz 1 müsste man mal von oben draufschauen, ob es in Richtung Peziza geht oder auch Otidea (Öhrling) in Frage kommt (die sind seitlich aufgeschlitzt).


    Bei Nr. 2 hatte ich eigentlich an den "Basidiobecher" Merismodes gedacht, aber 3mm im Durchmesser wären da schon recht groß.
    Gibt da noch eine Encoelia fimbriata (Weiden-Büschelbecherling), aber der wird es wohl kaum sein an Buche. Dürfte auch ordentlich größer sein.


    Die folgenden sagen mir jetzt so auf die Schnelle nichts, weiß ich nicht genau, wo ich da hindenken muss. Kleine Peziza? Pseudombrophila? Ascobolus?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Also zumindest sind solche rilligen Fruchtkörper schon was besonderes. Habe ich so noch nie gesehen.


    Diese Kümmerform fällt eher auf, weil sie sich in der Regel im Luftraum befindet, also das Holz ist nicht in der Streu verborgen, sondern freiliegend, herausragend, aufgestellt oder aufgehängt.


    Die schön gebildeten Röhren auf dem Holz in der Streu sind oft recht gut getarnt. Aber wenn man mal eine findet und sich das Auge darauf einstellt, wird man verblüfft sein, wieviel noch in der Nähe rumstehen oder bereits zertreten wurden.


    VG Ingo W

    Hallo!



    Den bringe ich auch hier unter, obwohl die Sporen dieser Kollektion weniger Öl in den Sporen hat und die Haarbäuche etwas schlanker sind:


    Gewachsen wieder an dickem Eichenholz, an unberindeter Stelle, Holz optimalmorsch, versteckt wachsend.


    Auffällig bei der Art sind die birn- bis keulenförmigen Sporen.



    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Schöne Mini-Geweihe hast du da, und so schön gefurcht.
    Denke mal, das läuft wieder auf Macrotyphula fistulosa (Hohe Röhrenkeule) und ihrer Kümmerform contorta hinaus.


    VG Ingo W

    Hallo Uwe!

    Zitat


    Also im Herbst zwischen Blättern, Gras und Gestrüpp dieser kleine zerbrechliche Pilz.....


    Also, wenn du von den kleinen Zerbrechlichen sprichst, dann meinst du sicher links die neben den riesigen?
    Denke mal, das werden Schwindlinge (Marasmius) auf Laub sein.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    ich habe Ingo auch schon vor einiger Zeit per pn provoziert in der Hoffnung, dass er mitmacht.


    Ach echt? Erinnere mich nicht!
    Weiß aber noch vom letzten Jahr, dass ich bei Teilnahme eigentlich wenig glänzen kann! Das FORUM als GANZES ist einfach zu clever!!
    Naja, ok, vielleicht überlege ich mir, auf Platz 13 zu pokern, denn da gibt ´s ja irgendwie Chips zu verdienen?!


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Ich glaube, inzwischen gibt es wohl auch differenzierte Meinungen, aber vor ca. 2-3 Jahren wäre dein Fund locker als Nectria (oder wie die jetzt auch immer heißen mag) cinnabarina (= Zinnoberroter Pustelpilz) durchgegangen.


    "Damals" war es die einzige Art mit so einer rosa bis orangefarbenen Nebenfruchtform. Ich glaube, inzwischen will man aber auch da verschiedene Arten sehen.


    Womöglich sollten die DNA-Sequenzierungs-Jungs (und Mädels) aber auch nur ihre Brille putzen. Meine Skepsis bleibt womöglich abbauresistent.


    VG Ingo W


    Edit, P.S., etc.:
    Tja, inzwischen hat sich Pablo geäußert. Der hat ja sowieso immer das zu sagen, was ich denke.

    Hallo Gerd!


    Für den Fall, dass der entsprechende Fruchtkörper näher unter die Lupe genommen werden kann, setze ich 5 Chips gegen die Zitzengallen.
    Obwohl ich völlig deiner Meinung zur vermuteten Pilzart bin, riskiere ich diesen Einsatz (einfach, weil es mal sein muss, aber mehr als 5 Chips sind meinerseits wegen Unsicherheit nicht drin!) gegen dich und behaupte, diese 2 Unregemäßigkeiten der Fruchtschicht entspringen einer anders ursächlichen Umwachsung (Fremdkörper).


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!

    Zitat


    .....aber tetraspora und pallidifolia, das ging durcheinander.....


    Gut, war auch meine einzige Erklärung.


    Zitat


    Der Standort ist ziemlich das Gegenteil von einem sandigen Boden. Daher bin ich skeptisch sowohl in Bezug auf L. proxima als auch auf L. bicolor.


    War bloß meine Einschätzung zu L. proxima. Die Ökologie muss sicherlich nicht zwingend zutreffen.


    Wenn sich allerdings nächstes Jahr bei deiner Kollektion Laccaria tetraspora (= L. laccata var. pallidifolia) als richtig herausstellt (wie von dir zuletzt vermutet), wäre ich sicher nicht allzusehr verwundert, wobei L. bicolor aus meiner Sicht tatsächlich noch mitspielt.


    VG Ingo W

    Hallo Markus!


    Mach das bitte nicht wieder, dass du in einem Beitrag mit Becherlingen als Überschrift "Samtfußrüblinge" wählst.
    Also sowas lese ich wirklich nur durch Zufall! Hast du übrigens gewusst, dass auch Flammulina gar nicht so leicht als "velutipes" zu bestimmen ist, weil es da nach neuerer Kenntnis verschiedene Arten gibt?


    Also, für die gelben Becherlinge gebe ich 95% auf Bisporella citrina (Zitronengelbe Bisporella). Da kommt nach dem Bild kaum was anderes in Frage wegen des rasigem Wachstums, des noch festen Holzes, der deutlichen zitronengelben Färbung und (ist nicht auf Bild zu erkennen, ist aber trotzdem so), des kurzen (wahrscheinlich hier inzwischen schwarzen) Stiels und der konvexen Wölbung der Fruchtschicht.


    VG Ingo W


    P.S.: Andere Meinungen wären natürlich willkommen, über ein Wettangebot kann gerne verhandelt werden, das wird meinerseits sehr chips-intensiv.

    Hallo Sonja!


    Ich habe da grundsätzlich auch nicht viel anderes zu sagen, als es bereits getan ist.


    Vielleicht aber im Detail:
    Bei Pilz 1, dem ziemlich wahrscheinlichen Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist neben seinem Wachstum "nach unten" (also mit jedem Zuwachs wird er auch "höher") sein brauner Frischzuwachs am Hutrand recht typisch.
    Dieser ist i.d.R. feinsamtig.
    Auf den hellgrauen Porenzuwachs kannst du auch schreiben, ist zwar nicht so intensiv leuchtend wie beim Lackporling, geht aber.
    Wie bei dir, ist Buche (Fagus) natürlich sein Lieblingssubstrat. Muss aber nicht.


    Bei Pilz 2 (Ganoderma applanatum/lipsiense = Flacher Lackporling) hast du das festgehalten (Bild 2/1 und 2/3), worüber es relativ wenige Fotos gibt und sich m.M. nach auch die Pilzbücher ausschweigen: nämlich diese absolute Farbänderung von nass (= fast schwarz/dunkelbraun und glänzend) zu trocken (= stumpf, nichtglänzend, fast ganzer Fruchtkörper einheitlich haselnussbraun, ausgenommen weißer Frischzuwachs am Rand).


    Zitat


    Aber ich kann jetzt nicht im Ernst auch noch Zunderschwämme hier gefunden haben...


    Warum nicht? Der Zunderschwamm ist nichts Seltenes!


    VG Ingo W


    P.S.: Inzwischen hat ja Gerd auch geschrieben und bringt sogar ein Zock-Angebot.
    --> Tja, zu schade! Wieder keine gegensätzliche Meinung! (obwohl ich hier mit den Bauwerken der entsprechenden Fliegenlarve schon etwas vorsichtiger wäre, also so richtig eindeutig sehe ich das nicht!).

    Hallo Gerd!

    Zitat


    - Ich sehe das natürlich völlig anders, wenn man nicht mikroskopiert und auch keine entsprechende Literatur im Regal hat.


    Klar hat jeder sein Lieblingsgebiet und auch seine eigene Meinung.
    Aber sag mal, ob es heutzutage überhaupt noch irgendwo eine Pilzgattung gibt, bei der eine Bestimmung ohne Mikro und entsprechende Literatur genau so sicher ist wie ohne.


    Der Frust-Faktor bei der Becherbestimmung ist sicherlich dem Frustfaktor bei vielen "Großpilz-Gattungen" nicht unähnlich, insofern muss ich dir natürlich widersprechen. Die sind genauso schwierig oder einfach wie alle anderen Pilze auch. Müssen nicht immer "Schulter-" oder "Hoppla-Runtergefallen-naja-bücken-tue-ich-mich-aber-nicht-mehr-danach-Pilze" sein.


    Wie du an den Antworten erkennst, erscheint die Becher-Gattung Ascobolus relativ klar ersichtlich, und die in Frage kommenden Arten sind gerade in diesem Fall (kein coprophiles Wachstum) überschaubar.
    Ob man das auch bei Risspilzen, Schleierlingen, Flämmlingen, Helmlingen, Rüblingen, Täublingen, Milchlingen......(im Anschluss musst du dir eine Aufzählung von ca. 50 Großpilz-Gattungen vorstellen) auch sagen kann?


    ;)
    Ingo W

    Hallo Jorge!


    Ich denke, wenn man zunächst was mit den Untergattungen anfangen kann, also beispielsweise, was sind so einigermaßen die Merkmale der Klumpfüße, Schleimfüße oder Gürtelfüße usw., dann ist man schon gut bedient.
    Sich da jetzt weiter reinzusteigern hat wohl tatsächlich nur Sinn, wenn man die Cortinarien zu seinem Lieblings-Pilzthema macht.


    Wie bereits geschrieben wurde, gibt es da viele Konzepte der Aufteilung.
    Und wenn ich das richtig verstanden habe, wirft die DNA-Sequenzierung einiges aus diesem Bäumchen über den Haufen und man muss mit reichlich "Umsortierung" rechnen.


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!

    Zitat


    ..... und wundere mich warum ich sie damals als langweilig fand Shy


    Tja, wundert mich auch, vor allem, weil doch das Bild eigentlich gut gelungen ist.
    Das wirst du diesen Winter wohl irgendwie wiedergutmachen müssen, denn derlei "Nicht-Interessant-Finden" bei so hübschen Bechern ist SÜNDE.


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!


    Schon interessant der Thread.
    Gefällt mir auch, wie du an der Sache dranbleibst.
    Die Gattung ist tatsächlich nicht leicht und immer wieder erfährt man von den Schwierigkeiten. Mir ist es so, als hätte in einem der 10 letzten TINTLINGe eine schöne Abhandlung gestanden, auch über die "richtige" Laccaria laccata mit ellipsoiden Sporen und warum "unser" deutscher Laccaria laccata nicht so heißen sollte, sondern eher pallidifolia oder eben tetraspora.


    Natürlich ist es gerade in einer schwierigen Gattung eher unglücklich, sich auf die aufgefundenen Farben und Gerüche nach Frosteinwirkung zu verlassen.
    Inwieweit du mit deiner abschließenden Einschätzung richtig liegst, da würde ich mir an deiner Stelle nächstes Jahr noch mal am ungefrorenen Fundort "Input" abholen.


    Übrigens kenne ich Laccaria proxima (Braunstieliger Lacktrichterling) genauso wie Pablo, ebenfalls als für die Gattung auffällig groß, lang- und braunstielig.
    Ich persönlich finde die Art allerdings kaum in Wäldern mit hohen, dichtmachenden Bäumen. Eher in Jungbaumbeständen, gerne auf Sand.


    Zitat


    Rote Lacktrichterling (Laccaria tetraspora = Laccaria laccata var. pallidispora)


    Die von dir im Beitrag erwähnte var. pallidospora verwirrt mich ziemlich. Wo hast du den Namen her?


    VG Ingo W

    Hallo!


    Weil es hier gerade um Nectria s.l. (Pustelpilze) geht und die Schwierigkeit, diese voneinander abzugrenzen und um die Vielfältigkeit.


    Eine Art, die ich regelmäßig auf alten Fruchtkörpern von Diatrype bullata (Blasiges Eckenscheibchen) finde, hat im Verlauf ihrer Reifung ein dunkles, etwas abgesetztes Köpfchen.


    Keine Ahnung, ob die Art inzwischen offiziell beschrieben ist. Ist wohl schon früher als vor meinem ersten Fund 2008 in französischer Arbeit.
    Von Chr. Lechat wurde mir 2011 mitgeteilt, dass sie wohl den Namen Stylonectria diatrypicola erhalten wird. Ob ´s noch aktuell ist?


    VG Ingo W