Beiträge von Ingo W

    Hallo Frank!

    Zitat


    Ein besseres Foto ist leider kaum möglich


    Echt? Warum denn nicht?
    Hat er auch Hutkanten gebildet?
    Wenn er Poren hatte, würde ich beinahe an Bjerkandera adusta (Angebrannter Rauchporling) denken.


    Allerdings wäre reinflächiges Wachstum ohne Hüte an senkrecht ausgerichtetem Substrat (so ist es doch bei dir, oder?) ein starkes Gegenargument.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Endlich haben wir mal ein Thema, wo ich anderer Meinung bin als du.
    Ich habe mir das im Portrait alles nochmal durchgelesen, wo du meinst, was makroskopisch auf die eine oder andere Art hinzielt. Überzeugt mich persönlich nicht wirklich.


    Ok., ich muss erst mal sagen, dass ich wahrscheinlich noch nie Agaricus sylvicola (Dünnfleishiger Anischampignon) gefunden habe.
    Meine A. essetteis (Schiefknolliger Anischampignon) allerdings wachsen oft in wunderbaren und besonders schönen Hexenringen im Nadelwald.


    Dein A. sylvicola hat doch im Portrait eine abgesetzte Knolle.


    Verletzungsverfärbung ist m.E. abhängig vom Abtrocknungsgrad, wobei eben frische Fruchtkörper schneller und deutlicher gilben als trocknere.


    Mit der Lamellenfarbe würde ich auch noch überzeugt werden wollen. Nach meinem Empfinden: je jünger, desto rosafarbener.
    Lass uns doch mal in den jungen A. sylvicola schauen!


    Geruchsunterschied: na das wäre ja absolut genial, wenn du da relevante Unterschiede erröchtest.


    Was war noch?
    Die Größe? Ok. bis 12 cm gehe ich mit, und sylvicola soll jetzt immer nicht so groß werden?


    Wäre mir recht, wenn du das nochmal genauer tabellarisch festhalten könntest. Ich würde dann versuchen, dich vom Gegenteil zu überzeugen.


    Achja, irgendwo stand auch von wissender Seite noch ein Sporengrößen-Unterschied.
    Die einen fangen tatsächlich in der Länge dort an, wo die anderen aufhören und bei den Cheilozystiden soll es auch Längenunterschiede geben. (laut "Funga Nordica").


    VG Ingo W

    Hallo Parasolist!


    Naja, kommt darauf an, was du unter "klein" verstehst.
    Waren deine z.B. nur etwa 2-3 cm im Dm., dann wird es wohl was anderes sein.


    Riesenboviste müssten eigentlich so in der Größenordnung von mindestens einer halben Faust erscheinen, sind auch meist nicht sehr symmetrisch.


    VG Ingo W

    Hallo Parasolist!

    Zitat


    .....und hoffe daß ich irgendwie dazu passe? Bin mir nicht ganz sicher , da ich , nomen est omen , NUR Parasole und Rickens Riesenschirmlinge sammle. Vor allem anderem hab ich einen Heidenrespekt, .....


    Auf die 2. Art bin ich doch bebildert glatt jetzt schon gespannt.


    "Respekt vor Pilzen" hört sich gut an, ansonsten gibt es eigentlich nur sehr wenige, die nicht ins Forum passen.
    Sei willkommen!


    VG Ingo W

    Hallo Hans!


    Man kann sich da Gedanken machen, ob nicht Agaricus essettei (Schiefknolliger Champignon) der günstigere Name ist.
    Oder auch, ob man tatsächlich von 2 Arten ausgehen muss, also A. sylvicola und A. essettei.
    Ich bezweifele das ja bisher immer etwas, allerdings, wenn man wo nicht in der Materie steckt, will man eigentlich immer Arten zusammenzuschmeißen.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

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    Edit...Kann man das Alter der FKs irgendwie einordnen? Wenn der noch jung und frisch ist könnte D. confragrosa im Rennen sein.


    Genau! So sehen die frischwachsend aus, und nur so klappt das auch mit dem Röten.
    Später, wenn sie trockener und flacher sind, kriegt man das mit dem Farbwechsel kaum noch hin.


    Bei der Bestimmung D. confragosa (Rötende Tramete) gibt es in diesem Fall kein Vertun, das ist sicher.
    Das Hymenophor kann nach der einen Richtung sowohl noch kleinporiger als auch in die andere Richtung noch länger gestreckt-porig oder z.T. lamellig sein.
    Gedanken muss man sich erst machen, wenn Fruchtkörper so gut wie ausschließlich lamelliges Hymenophor haben.


    VG Ingo W

    Hallo Habicht!

    Zitat


    leider kann ich die Aufnahmen in der "Beitragsvorschau" nicht sehen,.....


    Geht bei mir auch nicht. Liegt aber nicht an deinem Computer, sondern das müsste ein Problem der Foren-Software sein.


    Aber, wenn du den Beitrag einfach mal zwischenspeicherst (bei langen Beiträgen ist das ja sowieso immer besser) und dann wieder aufrufst, dann müssten die Bilder auch in der Vorschau da sein.


    Zum Becherchen hat Nobi recht, denke ich. Das Substrat sieht wie Lärche aus, somit also eine Lachnellula.


    VG Ingo W

    Hallo HoBis!

    Zitat


    Die Reaktion mit Sulfovanillin haben wir getestet,
    aber nicht fototechnisch dokumentiert. Das musst Du uns jetzt einfach
    glauben, oder auch nicht Wink


    Na klar glaube ich es euch.
    Wollte mich da bloß noch mal versichern.


    VG Ingo W

    Hallo Eisregen!


    Zitat


    Was meinst du mit Bräunen, die Röhren bei Druck?


    Das machen meist erst erwachsene Fruchtkörper:
    http://it.wikipedia.org/wiki/T…e:Tylopilus_felleus01.jpg


    Aber die befassten Stiele können auch schon bei Jung-Fruchtkörpern so rosabraun werden.
    So ähnlich meine ich das für den Stiel (Bild 3):
    http://boletales.com/genera/tylopilus/t-felleus/


    Die Hutoberfläche beim Bitterröhrling (Tylopilus felleus) ist übrigens samtig, die vom Fichtensteinpilz (B. edulis) sieht fettig aus.


    VG Ingo W

    Hallo HoBis!


    Schöne Bilder!
    Und den letzten Täubling

    Zitat


    Kleiner Rosa-Täubling - Russula miniata Vel.


    = Russula minutula (Kleiner Rosa-Täubling) habt ihr mit Sulfovanillin getestet und der ist dann so stark rot geworden?


    Hätte ich doch glatt für Russula aurora (Netzflockiger Rosa-Täubling) gehalten!


    VG Ingo W

    Hallo Eisregen!


    Ich denke, Alex hat recht.
    Kannst ja mal besser auf das Bräunen achten, das würde der Steinpilz nicht machen.


    Erst wollte ich dir schreiben, dass das ausgeprägte, hervorstehende (fast schon wabige) Stielnetz ein Hinweis sei (auch wenn es beim rechten Pilz noch befremdlich weiß ist), aber den Zahn habe ich mir selbst gezogen.
    Hier ein B. edulis mit starkausgeprägte Stielnetz:
    http://wildlife-media.at/bilddetails/16147/steinpilz


    VG Ingo W

    Hallo Verena!


    Da gibt es allerhand.
    Ich finde, du solltest erst mal was zum Pilz schreiben, besonders zur Größe der Fruchtkörper. Ich glaube nicht, dass sich jeder bewusst ist, wie klein deine Fruchtkörper sind.


    Weiter geht ´s mit Sporenpulver. Schätze, wenn das rosalich wäre oder rosabraun, wäre ich nicht überrascht.


    VG Ingo W


    P.S.:

    Zitat


    @ Oehrling, wenn ich nichtmal weiß, ob es ein Seitling, Sägeblättling, Stummelfüßchen oder sonstwas sein könnte, ist der Lerneffekt bei Kenntnis der Sporenfarbe gleich Null


    Begreife ich gerade nicht!
    Über das Sporenpulver kommst du doch der Wahrheit näher!!
    Abspeichern (Lernen) kannst du den sowieso erst, wenn er bestimmt ist. Davor wird das nichts.

    Hi Pablo!

    Zitat


    Jeder Autor scheint da ein eigenes Artkonzept zu verfolgen, daß den Konzepten anderer Autoren diametral widerspricht. Ludwig kennt Arten, die Gröger völlig abwegig findet, keine davon aber taucht bei B&K auf, Kibby synonymisiert alles, was die vorherigen Autoren trennen und trennt alles, was die anderen als Synonym erachten usw.


    Hätte ich nicht schon eine schöne Signatur, würde ich das obig von dir Geschriebene als solche erheben!


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Aber was ich draus lernen kann: FINGER WEG VON KLEINEN; HELLEN DACHPILZEN!!! Big Grin


    Das beschriebene Problem passiert dir fast überall und in vielen Gattungen. Insofern müsstest du (wenn du plötzlich zum Hasenfuß mutiert bist) sagen: "Finger weg von sämtlichen Pilzbestimmungsversuchen!"


    Das wollen wir doch aber alle nicht!!


    Vielleicht sollte man sich über einige Dinge mal klar werden:
    1. Es gibt Pilzarten, die nirgends beschrieben sind.
    2. Es gibt Pilzarten, die äußerst dilettantisch und ungenau und unnachvollziehbar beschrieben sind.
    3. Es gibt Pilzarten, bei denen man nicht weiß, wo sie merkmalsmäßig anfangen und aufhören.
    Wer will das auch festlegen?


    ABER:
    Sequenzierung bringt die Menschheit in der Erkenntnis auf jeden Fall weiter. Zumindest im Groben.
    Dass Ergebnisse eventuell verschieden ausgelegt werden können, ist wieder eine andere Sache.


    Also: Es geht auf jeden Fall voran mit der Erkenntnis.
    Aber: Man muss sich auch darüber bewusst werden, dass in 10 Generationen nach uns zwar sicher mehr klar ist, aber nicht unbedingt klarer gesehen wird als heute.
    Diese NATUR und die EVOLUTION (in meinen Augen ja der eigentliche Gott) lässt sich nicht so ohne weiteres und schnell in die Karten schauen.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


    Genau, wie es schon gesagt wurde: 99% Hymenoscyphus pseudoalbidus, das Aggressive Eschenpetiolen-Stielbecherchen.
    Das dickere Substratstück ist die Haupt-Petiole. Eschenblätter vergehen auf dem Boden sehr schnell, nur eben das bleibt übrig, was du abgebildet hast.


    Schau das nächste Mal (der Pilz ist häufig) auch mal zur Esche hoch. Dort wirst du abgestorbene Bereiche finden im Geäst.


    Das Zwillingsbrüderchen Hymenoscyphus albidus (Eschenpetiolen-Stielbecherchen) hätte ich gern mal, aber das ist wohl völlig verdrängt worden. Der Bösewicht H. psedoalbidus kommt ja aus Asien, die Ausbreitungsfront zog in den letzten Jahren über Osteuropa, dürfte inzwischen in Mitte Frankreich angekommen sein.
    Vielleicht gäbe es in Spanien noch wahre albidusse?


    Allerdings ist gerade bei dieser Art H. pseudoalbidus das Hakenfinden schon etwas schwierig. Am besten Jung-/Baby-Asci beurteilen.
    Manchmal möchte man meinen, dass es den H. albidus (ohne Haken an der Ascusbasis) nie gegeben hat.
    Allerdings müsste man dann eine andere Erklärung finden für das plötzliche Schädigungsbild unserer Eschen.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    ....(mit Vorbehalt und ohne Gewähr) behangene Faserlinge (Psathyrella candolleana s.l.)


    Ich denke, dazu wären sie zu markant feinfaserig am Stiel.


    Wäre vielleicht mal interessant, eine Größe zu erfahren. Mir scheinen die doch eher in der Größe der meisten Risspilze daherzukommen, also so 2-4 cm Hut-Durchmesser?
    Was Hebelomiges ist vielleicht auch nicht verkehrt, aber da sollte dann wohl auch ein Baum rumgestanden haben. Hat einer rumgestanden?


    VG Ingo W

    Hallo Werner!


    Ei, das sieht aber hübsch aus. Und.....das hat nicht jeder!
    Leucocoprinus (Faltenschirmling) sieht schon mal gut aus.


    Vielleicht kann man den Enkeln erklären, dass die nicht zum Essen sind, weil giftig?
    Könnte übrigens durchaus sein, dass du auch giftige Zierpflanzen herumstehen hast. An denen sollten die Enkel ja auch nicht ihren Hunger stillen.


    Die Feinabstimmung musst freilich du machen. Zur Not musst du die Pilzen eben entfernen oder den Topf unzugänglich für die Enkel abstellen.


    VG Ingo W

    Hallo Lothar!


    Was auch immer noch so ein Indiz ist, sind die freudig rosagefärbten Lamellen bei frischen Wiesen-Champignons (eben so wie bei dir).
    Ich will damit nicht sagen, dass er diese Farben allein für sich gepachtet hat, aber zusammen mit den anderen Merkmalen.......


    VG Ingo W

    Hallo Hans!


    Am besten, du merkst dir für die letzten Bilder statt "Konidienträger" einfach Nebenfruchtform.
    Einige Becherchen haben Nebenfruchtformen (NFFs). Deren Sporen sehen dann auch anders aus als von der Hauptfruchtform.


    Das Vorhandensein der NFFs auf den Bildern 3+4 geben der Bestimmung Ascocoryne sarcoides (Fleischroter Gallertbecher) schon regen Auftrieb. Allerdings ist es eben nicht der 100%-ige Beweis.


    Ich hatte nämlich auch schon mal eine Dacrymyces (Gallerttränen)-Art, wo sich die NFF von Dacrymyces stillatus in absoluter Nähe tummelte. War trotzdem eine andere Gallertträne.
    Also mit Vermengung und Vermischung der Apos/Fruchtkörper muss man bei Winzlingen trotzdem und immer wieder rechnen.


    VG Ingo W