Hallo!
Bei so riesigen Bechern kann ich zwar bestimmungsmäßig nicht mitreden, aber die von Pablo angesprochenen Veränderungen der Elemente im Innern der Becher während der "Gefangenschaft", das ist wirklich ein recht umfangreiches Thema.
Recht oft wurden aufgrund solcher unnatürlichen Veränderungen in der Vergangenheit Arten beschrieben, die es eigentlich nicht gebraucht hätte.
Pablo spricht z.B. Clitopilus cystidiatus an. Er soll sich ja nebenher auch vom Geruch unterscheiden. Wer aber den Mehlräsling genauer kennt, weiß, dass der 2 Gerüche hat, nämlich einen frischen Verletzungsgeruch (Gurke = mehlartig) und einen Trockengeruch (Camembertschimmel, manchmal leicht spermatisch).
Aber zurück zu den Mikroelementen, welche sich unter bestimmten, für den Pilz unwirtlichen Bedingungen unnatürlich verformen können.
Lachnum-Paraphysen können z.B. sowas:
http://asco-sonneberg.de/pages…140503-mcol-01jj37492.php
Mollisia-Paraphysen machen sowas:
http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=26111&position=19
oder auch sowas, wenn sie dann plötzlich weiterzuwachsen gedenken:
http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=26111&position=19
Vor kurzem hatte ich mal eine Becherart, bei dem sich ein etwas geschädigter Becher plötzlich ascus-mäßig so benahm:
http://asco-sonneberg.de/media/.gallery/image38648.jpg
Dann gibt es ja auch noch die befallenen Fruchtschichten, wo sich plötzlich ein ganz anderer Pilz einnistet und "falsche" Sporen bildet oder eben wieder Frostschädigung und Auswirkung auf die Sporenform:
http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=33091&position=22
Ein wahnsinnig komplexes Thema, das schnell auch Trugschlüsse zulässt, wenn man nicht gut genug beobachtet.
So, jetzt ist aber wieder gut!
Ingo W