Beiträge von Boletus Bollenhut

    Hallo zusammen,


    also, ich erinnere mich, dass in den 70er und 80er Jahren im Südschwarzwald regelrechte Pilz-Safaris von den südlichen Nachbarn veranstaltet wurden, wo die Sammler sich über Walkie-Talkies (damals gab's noch keine Smartphones) gegenseitig zu den besten Plätzen gerufen haben. Es wurde so extrem, dass der Pfifferling vom Aussterben bedroht war, weil er nicht mehr reif werden und aussporen konnte, bevor er gepflückt wurde.

    Das Regierungspräsidium Freiburg hat dann Ende der 80er oder Anfang der 90er festgelegt, dass südlich der B31 nur noch maximal 1kg pro Person und Tag gesammelt werden darf. Das wurde von den Landkreisen als Naturschutzbehörden umgesetzt und gilt bis heute, und ist auch die Grundlage für die Regelung, die in Ibach Gültigkeit hat.


    HG Günter

    Hallo Gela,


    da ich als Bonsaianer in diesem Hitzesommer das erste Mal mit dem Borkenkäfer-Problem an meinen eigenen Bonsais konfrontiert worden bin, habe ich mich etwas "schlauer" gemacht:

    Das gepflegte Halbwissen sagt, dass in der Forstwirtschaft zwei Produkte gegen Borkenkäfer zugelassen sind, sie heißen "Fastac Forst" und "Karate Forst flüssig". Sie dürfen nur gegen "Sachkundenachweis" abgegeben werden. Der Wirkstoff darin sind Pyrethroide, chemische Varianten eines Wirkstoffes, der in bestimmten Chrysanthemen vorkommt, wie sie auch in den meisten Mückensprays, z.B.: "Nexa-Lotte" zum Einsatz kommen.

    Sie sind angeblich für Säugetiere unschädlich, aber wie sagte schon Galen: "Allein die Dosis macht's, ....."

    Übrigens, eine Nutzungseinschränkung für das behandelte Holz gibt es meines Wissens nicht.


    LG Günter

    Hallo Walter,

    was macht ein Segler oder Surfer, wenn am Schluchsee Flaute ist?

    Klar, er geht in die Pilze :-) ( oder in den Unterkrummenhof, auf Rühreier und Heidelbeerwein)

    Ich kenne das Revier seit nunmehr 40 Jahren, ist halt auch meine Heimat...

    LG Günter


    Hallo Günther,
    dir ist aber schon klar, dass der Sommersteinpilz andere Standortansprüche hat als der Herbststeinpilz. Edellaubwald mit Eiche, Buche, Hainbuche statt saurem Fichtenforst. D. h. nicht da hin laufen, wo du im Herbst immer hinläufst.
    FG
    Oehrling


    Hallo Öhrling,
    ja, das ist mir wohl klar!
    Außerdem spielt m.E. die Höhenlage eine entscheidende Rolle. Meine Fichtenforste liegen alle auf über 1000 m Höhe, da wächst der Steinpilz erst ab August.


    VG Günther

    Hi Forum,
    also Abschwellen halte ich für absolut unnötig, da kommt nur zusätzliches Wasser in die Tüte.
    Ich vermeide jedes Wasser und brate die Pilze, egal welche Sorte, in einem hocherhitzbaren Fett portionsweise (!) an, so dass jeder einzelne Pilz Kontakt mit dem Pfannenboden hat. Salz sollte man auch nicht zufügen, das zieht auch Wasser aus den Pilzen. Das Schöne bei diesem Verfahren ist, dass die Pilze beim Auftauen bereits recht wenig Wasser mitbringen. Beim Semmelstoppel habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Bitterkeit eher vom Alter herrührt. Bittere Piffis hatte ich noch nie.

    Hallo Marion,
    ich fürchte, die Sache ist bei Deinen Bonsais schon gelaufen.
    Wenn sie nach Pilzen duften (das müssen ja keine Trüffeln sein), so zeigt das, dass das Substrat bereits ein gutes Mycel enthält. (Was für Bonsais ja sehr erwünscht ist).
    Für eine Pilzzucht ist das aber eher kontraproduktiv, da das bedeutet, dass schon alle Wurzelhärchen besetzt sind.
    Und Mandragora hat auch recht: Du müsstest 2 verschieden-geschlechtliche Primärmycelien zur Vereingung bringen.
    M.E. kann es zum Beispiel funktionieren, wenn Du einen "sterilen" Wurzelballen, z.B. beim Umtopfen, in ein Wasserfass stellst, in das Du 24 Stunden vorher eine schöne reife Sommertrüffel sehr fein gehobelt hast. (Naja, ich steck sie dann doch lieber dick geschnitten ins Hähnchenbrustfilet :-)
    Gruss


    Günther

    Hi Safran,


    ganz blöd bin ich ja nicht, ich sammle seit über 50 Jahren Pilze :)
    Da waren auch schon viele verschiedene Champignons dabei.


    Aber das mit der Lamellenfarbe kann man nicht oft genug betonen, Danke für die Erinnerung.


    Gruss Günther

    Im Schwarzwald hatten wir am 21. Juli den Höhepunkt der ersten Steinpilz-Welle :)
    (Ich bin der Ansicht, dass der Steinpilz bei uns in zwei Wellen kommt)
    Die erste Welle kommt immer ohne die typischen Anzeiger wie Fliegenpilz oder Kuhpilz, und wächst meist nur an sehr sonnigen Stellen wie Wegrändern und Lichtungen.
    Gestern habe ich jetzt in 5 Stunden (!) 3 Fliegenpilze gesehen - also einfach nicht aufgeben:), das wird noch, besonders wenn es jetzt nochmal warm wird.


    Gruss


    Boletus Bollenhut

    Hallo Pilzfreunde,
    ich bin neu hier und habe gleich eine Frage:
    Gestern war ich mit meiner Freundin im Hochschwarzwald, und obwohl mir meine Mutter immer gesagt hat: "Von Pilzen mit roten Röhren lass' dich nicht betören", hat mich meine Freundin überredet, Hexenröhrlinge mitzunehmen. Leider hatten wir keine Kamera dabei - ich gelobe Besserung!
    Aber ich bin absolut sicher, dass es 5 Flockenstielige und ein Netzstieliger waren. Ein paar Täublinge waren auch noch im Korb, die kenne ich aber - ausserdem haben ich jeden einzelnen probiert. Ausserdem hatten wir eine ordentliche Menge Pfifferlinge.
    Die Enttäuschung kam gestern abend:
    Wir haben die Pilze scharf gebraten (schön Etappenweise :-), und dann eine Cremolata gemacht. (Gewürzte gequirlte Ei-Masse darüber und stocken lassen).
    Da war ein bitterer dabei! Da sie in Stücke geschnitten waren, lies sicher der Uebeltäter nicht mehr identifizieren, aber vielleicht hat ja jemand eine Idee.
    Immerhin sammle ich seit über 50 Jahren Pilze - und dann probier ich mal wieder was Neues - und so ein Rückschlag :)


    Viele Grüsse


    Boletus Bollenhut aus dem Schwarzwald