Hallo ihr Vier!
So hoch über Allem sieht die Welt doch anders aus! Wie lange ist es eigentlich her, dass ICH bei schönem Wetter auf einer Alpe stand, den würzigen Geruch der Föhren in der Nase, vielleicht noch das Rauschen des Windes? Eine Ewigkeit! Wie gerne würde ich auch einmal wieder solch fantastische Ausblicke genießen, hinab ins Tal, wo der Erebus im Stau steckt –“ und dabei auch noch Pilze finden!
Allein, ich weiß ja, wie es in der Realität bestellt ist: dieses atemnötig Keuchen alle paar Meter; die Hände auf die Knie, abstützen, rasselnd Luft holen: –žwartet auf mich!–œ –¦ weiter, nochmal zehn Meter. Den Pilz da links kann man nicht erreichen, schön wär–™s, jetzt nicht nach unten sehen, der Würgereiz verstärkt sich, weiter! An nichts denken.
Und nachher, falls man es ohne Infarkt geschafft hat, die Folgen solcher Eskapaden: diese hässlich dicke Waden und der Muskelkater im Gesäß. Nee. Da warte ich noch ein wenig ab, schätze, bald kommt der Hoover-Stuhl auf den Markt, das ist dann MEIN Ding (und ich träume schon davon: Kamera vorn dran geflanscht in Schräglage den Hang hinauf).
So ein Seil-Spruch hätte mich vermutlich in Panik ausbrechen lassen!
Man spürt, welche Freude Ihr hattet, und dass ist ganz wunderbar. Und es ist schön, dass ihr mich hier abgeholt und mitgenommen habt, ohne dass ich einen einzigen Schweißausbruch bekam. Zudem seid ihr Pilzen begegnet, die der Erebus auch gerne einmal vor die Linse bekäme–¦
–¦ meinen Glückwunsch zu der gemeinsamen Unternehmung, dem gelungenen Kennengelerne, den Funden und den Fotos!
Liebe Grüße,
Uli