Ich bin gerade erst nachhause gekommen und mir tun die Beine weh.
Tausend Sachen sind zu erledigen, der Magen und die Pilze wollen auch geputzt werden.
Aber ihr lauert ja auf einen Statusbericht vom Totenacker.
Nun gut ...
Das Pilz-Feuerwerk wurde jedenfalls noch nicht angezündet. Großteils ist es echt noch ziemlich ruhig obwohl ich das eine oder andere Pilzchen natürlich gefunden habe. Champignons haben zur Attacke geblasen, junge Hexen und erste Birkenpilze ließen sich blicken. Eine meiner Pfiffistellen brachte zum vierten Mal Nachschub dieses Jahr. Ich war baff. 
Riesenporlinge sind gerade geschlüpft, Schwefelporlinge beginnen ebenfalls gerade zu randalieren und Tränende Saumpilze zieren in großen Kohorten die Rasenflächen.
Täublinge sind nicht mehr so viele zu sehen, Amanitae fast gar keine.
Holzritterlinge fand ich, diverse Boviste, ein paar der kleinen häßlichen Pilze die man kaum erkennt und Stink-Schirmlinge, Lepiota cristata die hier im Herbst allgegenwärtig sind.
Und ich fand die Steinplizanzeiger, die Mehlräslinge in großer Zahl. Die anderen Anzeiger, die Fliegenpilze habe ich dieses Jahr noch gar nicht gesehen.
Aber das wollt ihr sicherlich alles gar nicht so genau wissen. Ihr wollt doch bestimmt nur wissen ob der Fliegenpilzanzeiger schon zu finden ist. 
Naja, ich habe jede Menge mir bekannter Spots aufgesucht.
Tatsächlich fand ich oft eine Kinderstube mit kleinen Fichtensteinpilzen.
Ich habe die ein bißchen tarnen müssen, denn hektische Steinpilzmycophagen sind mir auch begegnet. Rinn inne Büsche, raus ausse Büsche, zack und weiter mit stierem Blick. Auf die hatte ich ja gar keinen Bock. 
Aber weiter.
Jugendliche Steinpilze fanden sich ebenfalls ein paar und ich kannte heute kein Erbarmen; ich sackte sie sabbernd ein. Zusammen mit Pfiffis und jungen Tuppies werden sie mir beim Essen Gesellschaft leisten.
Manchmal hat eine Maus dann auch etwas Glück. Ein adultes Exemplar stellte sich mir auch in den Weg.
So vorwitzig wie das Kerlchen aus seinem Loch schaute wußte es gar nicht wie ihm geschah als ich rubbeldiekatz mit Messer vor ihm hockte.
Eine verwöhnte Pilzhalsabschneiderin hätte natürlich direkt über der Erde ihre Trophäe geköpft. Ich aber habe mauselmanisch brav den Jungen aus seinem Loch gezogen. Ich habe nichts zu verschwenden.
Und siehe da ...
Fette Beute!

Man kann also durchaus was für die Futterluke finden.
Also falls ihr heiß seid, in spätestens drei Tagen werden appetitliche Junggesellen eure Steinpilzverstecke beehren, ... nehme ich an.
Ich werde jedenfalls Montag erneut auf Shopping-Tour gehen. 
Und jetzt werde ich erst mal Pilze putzen und zubereiten bevor ich was anderes machen kann.